Fährunglück in Indonesien Überlebende 600 Kilometer weit abgetrieben


Vor neun Tagen geschah die Fährkatastrophe in Indonesien, noch immer werden aufgrund der warmen Wassertemperatur Überlebende gerettet. Von den 600 Passagieren wurden bisher 234 Überlebende geborgen.

Nach neun Tagen auf hoher See sind vor Indonesien 15 Überlebende eines Fährunglücks gerettet worden. Die Menschen, darunter mindestens ein Kind, wurden am Sonntagabend rund 600 Kilometer vom Unglücksort entfernt von einem Frachter an Bord genommen. Einer der Schiffbrüchigen starb kurz nach der Rettung, sagte ein Sprecher der Helfer am Montag auf Bali. Der Frachter wurde am Montagabend im Hafen von Makassar auf der Insel Sulawesi erwartet. Mehr als 380 Passagiere, die an Bord der gesunkenen Fähre waren, werden noch vermisst.

Der Fernsehsender Channel NewsAsia zeigte am Montag Bilder von den völlig entkräfteten Menschen auf dem Frachter. Dabei war auch ein kleines Mädchen zu sehen. Die Menschen lagen teilweise apathisch auf Matratzen, andere schauten erschöpft, aber glücklich in die Kamera. Die Gewässer um Indonesien sind mehr als 20 Grad warm. Nach dem Tsunami vor zwei Jahren waren noch Menschen gerettet worden, die drei Wochen auf hoher See überlebt hatten.

Die Fähre "Senopati Nusantara" war mit mehr als 600 Menschen an Bord am 29. Dezember kurz vor Mitternacht in schwerer See gesunken. Sie war auf dem Weg von Kumai auf der Insel Borneo nach Semarang. Bis Montag wurden 234 Überlebende gefunden. Die Retter bargen bisher insgesamt zwölf Leichen. Die Suche werde fortgesetzt, sagte der Sprecher der Rettungskräfte. Zuletzt waren am vergangenen Mittwoch 28 überlebende Schiffbrüchige gerettet worden.

DPA DPA

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