Flugzeugabsturz in Indien Wenige überlebten das Unglück


Beim Absturz einer Passagiermaschine vom Typ Boeing 737 der Fluggesellschaft Air India sind am Samstag in der südwestindischen Stadt Mangalore nach offiziellen Angaben rund 160 Menschen gestorben.

Bei einem Flugzeugunglück in Indien sind am Samstag möglicherweise bis zu 160 Menschen ums Leben gekommen. Die Maschine der Fluggesellschaft Air India mit 166 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord schoss bei der Landung in der südlichen Stadt Mangalore über die Landebahn hinaus und ging in Flammen auf. Die Behörden im Unionsstaat Karnataka erklärten, es gebe nur wenige Überlebende. Ein Sprecher von Air India sagte, acht Verletzte seien ins Krankenhaus gebracht worden.

Die aus Dubai kommende Boeing 737 schoss bei der Landung auf dem Flughafen Bajpe gegen 06.00 Uhr über die Piste hinaus und durchbrach einen Begrenzungszaun sowie die Umgrenzungsmauer. An Bord waren 160 Reisende und sechs Besatzungsmitglieder. "Das ist eine große Katastrophe", sagte der Innenminister von Karnataka, V.S. Acharya, dem Fernsehsender CNN-IBN. Der indische Ministerpräsident Manmohan Singh sprach den Angehörigen der Überlebenden sein Beileid aus und sagte ihnen eine finanzielle Entschädigung zu.

Es habe eine Erschütterung und wenig später eine Explosion gegeben, sagte ein Überlebender, Pradeep, dem Sender CNN-IBN. Fernsehaufnahmen zeigten, wie Rauch über dem Flugzeug aufstieg. Rettungskräfte evakuierten Menschen, Feuerwehrleute bemühten sich, die Flammen zu löschen. Ein Feuerwehrmann trug ein verletztes Kind auf seinen Arm.

Ein Polizeibeamter auf dem Flughafen erklärte, zum Zeitpunkt der Landung habe schlechtes Wetter geherrscht. Es hatte in den vergangenen Tagen stark geregnet, was die Sicht beeinträchtigt habe. Der Flughafen liegt auf einem von Hügeln umgebenen Plateau. Boeing kündigte an, die Ermittlungen der indischen Behörden zu dem Unglück zu unterstützen.

Das Unglück ist möglicherweise das schwerste in Indien seit November 1996. Damals wurden beim Zusammenstoß einer saudischen Maschine und einem Frachtflugzeug aus Kasachstan 349 Menschen getötet.

Ashok Sharma, APN APN

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