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Gedenken an abgestürzten Passagier von MH17: "Er war ein Weltbürger"

Etliche Aids-Forscher und -Aktivisten waren an Bord der abgeschossenen MH17, darunter auch Pim de Kuijer. In einem sehr persönlichen Artikel gedenkt eine befreundete Journalistin dem Niederländer.

Der niederländische Friedenskämpfer und Aids-Aktivist Pim de Kuijer wollte zur Internationalen Aids-Konferenz in Melbourne reisen - doch so weit kam er nicht: De Kuijer war einer der Passagiere der Maschine MH17, die über der Ukraine abgeschossen wurde. Nabeelah Shabbir, eine Freundin und ehemalige Kollegin von Pim de Kuijer, widmet ihm einen persönlichen Artikel - und schildert darin, warum der Tod des Niederländers nicht nur erschütternd und traurig, sondern ein Verlust für die weltweite Friedensbewegung ist.

Den Originalartikel finden Sie beim Guardian.

"Mein Kollege und Freund Pim de Kuijer starb auf seinem Weg zur Aids-Konferenz in Melbourne - einer Reise, die sein Engagement für andere Menschen versinnbildlichte.

Pim war Niederländer und ein parlamentarischer Lobbyist für "Stop Aids Now!". Ich habe ihn in Amsterdam kennengelernt, über meinen Job als Redakteur bei einem mehrsprachigen Magazin in Paris. Ich habe mir gerade noch einmal alle E-Mails angesehen, die wir einander geschrieben haben. Die besten davon sind im E-Mailpostfach an meinem alten Arbeitsplatz. Aber ich habe noch einen seiner alten Lebensläufe.

2007, als ich gerade meine Arbeitsstelle angetreten hatte, bekam Pim den Auftrag erteilt, mich auf meiner Reise nach Barcelona zu begleiten, seine Aufgabe war es, über die Stadt zu schreiben. Er schrieb über Straßenkünstler, die ohne Genehmigung unterwegs waren, und ihm gelang dabei ein großartiges, surreales Bild von einem Clown, der auf der Flaniermeile Rambla performte und dafür von Polizisten ausgeschimpft wurde. Es war perfekt.

Ein Weltbürger und Friedensaktivist

Er war einer meiner besten und enthusiastischsten Autoren, und wir blieben immer in Kontakt. Als Wahlbeobachter konnte er öfters reisen. Er war ein Weltbürger.

Für die Artikel, die er für uns in Paris schrieb, wurde er nicht bezahlt. Aber er schickte uns sehr gute Berichte: Seine Absicht war es, eine andere Seite von immer gleichen Geschichten zu zeigen und seinen Hunger nach der Entdeckung des Unbekannten zu stillen.

Zu den Ländern, über die er berichtete, zählten die Ukraine und Russland, wo er als Wahlbeobachter für das Außenministerium der Niederlande arbeitete.

Wir hatten eine freundliche und auf gegenseitiger Unterstützung beruhende Beziehung, obwohl ich in den vergangenen Jahren keinen Kontakt zu ihm hatte. Als wir das letzte Mal miteinander sprachen, war er nach einer langen Phase der Selbstfindung und der Abenteuer und Reisen wieder in die Niederlande zurückgekehrt. Er hatte ein kleines Erinnerungsstück geschrieben, das er veröffentlichen wollte und das ich für ihn gegenlesen sollte. Er war der erste meiner Kollegen, der ein eigenes Buch schrieb, und ich war so stolz auf ihn. Es umfasste nur 66 Seiten und war in Kapitel unterteilt, von denen sich jedes um ein andere Land drehte, das er bereist hatte: Kosovo, Sierra Leone, und auch Malaysia, wohin er auch im Anschluss an die Aids-Konferenz zurückkehren wollte.

Pims letzter Post und sein letztes Foto wurde am Flughafen von Schiphol aufgenommen. Seine Freunde und Begleiter werden weiterhin online um ihn trauern, wie wir es in unserer Generation gewohnt sind. Ich glaube, Pim und ich waren nicht einmal auf Facebook, als wir uns kennenlernten. Meine Freundschaft mit ihm symbolisiert eine Ära, als viele junge Europäer wie wir einander suchten, um miteinander zu arbeiten, unsere Sprachen miteinander zu teilen. Das war Mitte der 2000er Jahre. Mit seinen 32 Jahren war Pim ein Jahr älter als ich.

Pim machte ein Praktikum bei den beiden ehemaligen Europaparlament-Abgeordneten Lousewies van der Laan und Emine Bozkurt. Neben seiner Arbeit für "Stop Aids Now!", engagierte er sich für die liberale Partei D66. Er veranstaltete Trainings-Workshops für Politiker in Sarajevo und unternahm Wahlbeobachtermissionen, zuletzt nach Ägypten.

Kampf für eine bessere Welt

Van der Laan sagte in einer Stellungnahme: 'Letzten Mittwoch trafen Pim und ich uns im 'The Hague' auf einen Kaffee, wie wir es immer tun, wenn wir in der gleichen Stadt sind. Wir nahmen einen Zug nach Amsterdam und verbrachten ein paar schöne Stunden damit, einander auf den neuesten Stand zu bringen. Wir hatten eine Tradition entwickelt, die darin bestand, dass er mich an Flughäfen im Ausland traf (Beijing, Sarajevo), wo wir dann versuchten, ein bisschen Demokratie zu etablieren, während wir uns unterhielten, gutes Essen genossen und das Leben und gemeinsame Werte feierten.

Niemand hätte auf diesem Flug sterben dürfen, und ich kann es immer noch nicht fassen, dass Pim tot ist. Ich war schon wütend auf Putin, weil er nationalistischen Hitzköpfen erlaubt hat, die Ostukraine in eine Gefahrenzone zu verwandeln. Aber jetzt, wo auch noch Passagierflugzeuge vom Himmel abgeschossen werden, muss dem Wahnsinn endlich ein Ende bereitet werden.

Pim glaubte an die Verständigung zwischen Ländern, an die Macht des Gesetzes und die Gleichstellung aller, und er kämpfte für seine Werte mit seiner Arbeit und seinen politischen Aktivitäten. Lasst uns versuchen, seinem Vermächtnis gerecht zu werden und noch stärker für eine friedliche Welt zu kämpfen.'

Meine ehemalige Kollegin Thamar Zilstrja, ebenfalls aus Amsterdam, erinnert sich daran, wie Pim sein öffentliches Coming-out in einer Comedy Show hatte. Sie sagte, Pim sei vor allem 'von allen geliebt worden'. Sie fügte hinzu: 'Er war ein großartiger Anwalt für Demokratie und Menschenrechte.'"

Nabeelah Shabbir, übersetzt von Lydia Klöckner
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(