Griechenland Zwei Tote bei schwerem Erdbeben


Bei einem schweren Erdbeben in Griechenland sind zwei Menschen getötet worden, mehr als 200 wurden verletzt. Das Zentrum des Bebens lag auf dem Peloponnes, in der Nähe der Stadt Patras. Zahlreiche Häuser stürzten ein.

Der Südwesten Griechenlands ist von einem schweren Erdbeben der Stärke 6,5 erschüttert worden. Dabei wurden mindestens zwei Menschen getötet und mehr als 200 verletzt, wie das Innenministerium in Athen mitteilte. Zahlreiche Häuser stürzten ein, mehrere Menschen waren zeitweise verschüttet. Mindestens 3000 Einwohner wurden obdachlos.

Das Epizentrum lag in der Nähe der Hafenstadt Patras auf dem Peloponnes, rund 200 Kilometer westlich von Athen. Ein Erdrutsch blockierte einen Teil der Autobahn von Korinth nach Patras. Urlauber wurden nach Angaben des Tourismusverbandes nicht verletzt. Aus den Hotels in der Region seien keine Schäden berichtet worden, hieß es weiter.

Das geodynamische Institut in Athen rechnete mit mehreren Nachbeben, da das Epizentrum nahe an der Erdoberfläche lag. "Die Gefahr ist noch nicht vorüber", sagte Institutsdirektor Gerasimos Papadopulos. Die Luftwaffe versetzte Rettungshubschrauber und Transportflugzeuge in Alarmbereitschaft. Das Beben am frühen Nachmittag hatte den Angaben zufolge eine Stärke von 6,5. Die US-Erdbebenwarte (USGS) gab die Stärke mit 6,1 an.

Ein Mann wurde im Gebiet von Kato Ahia unter einem einstürzenden Hausdach begraben. Eine Frau wurde bei dem Erdbeben zwar nur leicht verletzt, erlitt aber bei der späteren Behandlung im Krankenhaus einen tödlichen Herzinfarkt, wie das Innenministerium mitteilte. Zwei Familien, insgesamt sieben Menschen, die im Ort Fostaina rund 30 Kilometer südlich von Patras in den Trümmern ihres Hauses eingeschlossen waren, konnten von den Rettungskräften geborgen werden.

In Patras fiel zeitweise der Strom aus. Griechenland liegt in einer seismisch aktiven Zone und wird immer wieder von Erdbeben erschüttert. Bei einem Beben der Stärke 5,9 in der Nähe von Athen kamen 1999 143 Menschen ums Leben.

AP/Reuters AP Reuters

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