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Texas: Polizist ertrinkt auf dem Weg zur Arbeit im Flutgebiet

Menschen in Not, überschwemmte Straßen, Sorgen vor Plünderung: Die Polizei in Texas gerät derzeit an Belastungsgrenzen. Nun wurde bekannt: Ein Polizist starb, als er versuchte, durch die Fluten zu seinem Dienstort zu gelangen.

Texas: Tropensturm Harvey legt öffentliche Infrastruktur in weiten Teilen lahm

Texas: Tropensturm Harvey legt öffentliche Infrastruktur in weiten Teilen lahm

Ein US-Polizist ist während des verheerenden Sturms "Harvey" in Texas auf seinem Weg zur Arbeit ums Leben gekommen. Wie die Polizei am Dienstag bestätigte, ertrank der 34-jährige Steve Perez, als er am Sonntagmorgen versuchte, von seinem ländlichen Wohnort aus durch die Überschwemmungsgebiete hindurch zu seinem Dienstort in Houston zu gelangen. Taucher und freiwillige Helfer bargen den Leichnam des Polizisten nun aus einer überfluteten Unterführung.

Perez hatte in dem Katastrophengebiet an einem Rettungseinsatz teilnehmen sollen, kam jedoch nicht bei der Arbeit an: "Er verbrachte zweieinhalb Stunden damit, herumzufahren, um zu seinem Einsatzort zu gelangen", sagte Polizeichef Art Acevedo. "Er fand keinen Weg."

Harvey: Vier Todesopfer bislang bestätigt

Der Polizist ist das vierte offiziell bestätigte Todesopfer im Zusammenhang mit der Überschwemmungskatastrophe. Sechs weitere Todesfälle werden ebenfalls auf das Unwetter zurückgeführt.

Der Sturm "Harvey" sorgt in der Millionenmetropole Houston und anderen Orten in Texas seit Freitag für Chaos. Straßen wurden überflutet, Krankenhäuser und Flughäfen mussten schließen. Am Dienstag besuchte US-Präsident Donald Trump das Überschwemmungsgebiet. In der Küstenstadt Corpus Christi sprach er von einer Katastrophe "historischen" und "epischen" Ausmaßes. Später besuchte Trump die texanische Hauptstadt Austin.

Entspannung war in der Region noch nicht in Sicht. In Houston wurde mit weiter steigenden Pegeln gerechnet. Inzwischen bedroht "Harvey" den benachbarten Bundesstaat Louisiana. In der Stadt New Orleans regnete es am Dienstag bereits. Die örtliche Wetterbehörde sagte voraus, dass bald Sturzfluten eintreten würden. Der Tropensturm ist für die Stadt besonders gefährlich, weil sie unterhalb des Meeresspiegels liegt.


Am Dienstag vor zwölf Jahren war der Hurrikan "Katrina" an der US-Golfküste auf Land getroffen - New Orleans war damals besonders von den Zerstörungen und Überschwemmungen betroffen. Insgesamt kamen 1800 Menschen im Zusammenhang mit "Katrina" ums Leben. 

feh / DPA