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+++ Der Tag im Ticker +++: Schüsse und Explosionen am Flughafen Istanbul

Explosionen am Flughafen Istanbul +++ Drogenboss "El Chapo" wehrt sich gegen Auslieferung +++ "Happy Birthday" ist jetzt Allgemeingut +++ Diese und weitere Nachrichten des Tages im stern-Newsticker.

Istanbul: Am Flughafen Atatürk hat es Explosionen und Schüsse gegeben

Istanbul: Am Flughafen Atatürk hat es Explosionen und Schüsse gegeben

+++ 21.15 Uhr: Schüsse und Explosion am Atatürk Airport +++

Am Istanbuler Flughafen Atatürk ist es zu offenbar zwei Explosionen gekommen. Auch Schüsse waren zu hören. Das melden türkische Medien übereinstimmend. Türkische Offizielle berichten der Nachrichtenagentur Reuters zufolge von mehreren Verletzten. Mehr dazu


+++ 19.57 Uhr: Tennisballgroßer Rohdiamant wird versteigert +++

Der vermutlich zweitgrößte Rohdiamant der Welt wird am Mittwoch (MESZ 19.30 Uhr) im Londoner Auktionshaus Sotheby's versteigert. Auf etwa 70 Millionen US-Dollar (etwa 64 Millionen Euro) schätzen die Auktionatoren die voraussichtliche Verkaufssumme. In Botsuana im Süden Afrikas wurde das wertvolle Stück im November in einer Mine der kanadischen Firma Lucara Diamond entdeckt. Der Stein heißt "Lesedi La Rona", was sich mit "Unser Licht" übersetzen lässt. Laut Sotheby's ist der Rohdiamant der weltweit größte Fund seiner Art seit 1905 und erreicht knapp die Größe eines Tennisballs. Um viele mögliche Interessenten auf das Prachtstück aufmerksam zu machen, wurde der Rohdiamant in den vergangenen Monaten auf Weltreise geschickt und in Städten wie Dubai, Singapur, New York und Hongkong präsentiert.

+++ 18.55 Uhr: Über hundert Tote bei Selbstmordanschlägen und Luftangriffen im Jemen +++

Bei Selbstmordanschlägen und Luftangriffen im Jemen sind seit Montag mehr als 120 Menschen getötet worden. Nach einem Anschlag auf Soldaten mit 42 Toten, wurden bei Luftangriffen der Militärkoalition unter Führung Saudi-Arabiens am Dienstag weitere 80 Menschen getötet - mehrheitlich Zivilisten, wie ein Behördenvertreter sagte.

+++ 18.37 Uhr: Russland wirft US-Zerstörer gefährliche Annäherung im Mittelmeer vor +++

Russland hat den USA ein gefährliches Schiffsmanöver im Mittelmeer vorgeworfen. Der Zerstörer "USS Gravely" sei 60 bis 70 Meter am Kriegsschiff "Jaroslaw Mudryj" vorbeigefahren, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Dienstag der Agentur Tass zufolge mit. Zudem habe der Zerstörer bei dem Vorfall, der sich demnach am 17. Juni ereignete, die Fahrroute des russischen Schiffs "in gefährlicher Distanz" von 180 Metern durchquert. Das Vorgehen der US-Marine in internationalen Gewässern sei ein "grober Verstoß" gegen internationale Vereinbarungen, hieß es. Zuletzt hatten sich beide Länder bereits wiederholt gefährliche Flugmanöver vorgeworfen.

+++ 18.09 Uhr: Niederländer kann in Cyber-Mobbing-Fall nach Kanada ausgeliefert werden +++

Ein Niederländer, der in einen weitläufigen Cyber-Mobbing-Fall und damit auch in den Suizid einer 15-jährigen Kanadierin im Jahr 2012 verwickelt ist, kann nach der Strafverfolgung wegen Sittlichkeitsdelikten in den Niederlanden zur weiteren Strafverfolgung nach Kanada ausgeliefert werden. Ein Gericht in Amsterdam entschied am Dienstag, dass gegen den seit Januar 2014 inhaftierten 38-jährigen Angeklagten zunächst in einem in den Niederlanden bereits laufenden Verfahren wegen sexueller Nötigung von 39 Mädchen entschieden werden soll. Der Fall der 15-jährigen Amanda Todd hatte weltweit Aufsehen erregt.

+++ 17.01 Uhr: Rehe fressen Grabschmuck - Kirche muss zahlen +++

Nachdem Rehe den Blumen-Grabschmuck auf einem Friedhof gefressen haben, muss eine Kirchengemeinde im ostfriesischen Leer für den Schaden aufkommen. Das Landgericht Aurich sprach dem Kläger am Dienstag 471,50 Euro zu, die er im Januar 2013 als Grabschmuck für die Beisetzung seines verstorbenen Sohnes bezahlt hatte. Die Kirchengemeinde sei verpflichtet gewesen, die Nutzung der Grabstelle in würdigem Rahmen zu sichern, sagte ein Gerichtssprecher zu dem Zivilverfahren. Die Tiere hätten jedoch Teile des Friedhofs erheblich verwüstet und wiederholt Schäden angerichtet. 

+++ 16.38 Uhr: Bundespolizei rettet seit März mehr als 1000 Menschen vor Samos +++

 Die Bundespolizei hat mit ihren beiden Streifenbooten seit März mehr als 1000 Menschen vor der griechischen Ägäis-Insel Samos aus Seenot gerettet. Die Lage habe sich wegen der erhöhten Aufmerksamkeit der türkischen Küstenwache inzwischen etwas entspannt, sagte der Präsident der zuständigen Bundespolizeidirektion im schleswig-holsteinischen Bad Bramstedt, Bodo Kaping, am Dienstag. "Wir sind auch zunehmend erfolgreich bei der Bekämpfung der Schleuserkriminalität."

+++ 15.58 Uhr: Mann versucht Air-France-Flugzeug anzuzünden +++

Im westafrikanischen Sierra Leone soll ein Mann versucht haben, ein Flugzeug der französischen Fluggesellschaft Air France anzuzünden. Bei einer Anhörung vor Gericht in der Hauptstadt Freetown ging es um den Vorfall, der sich bereits am vergangenen Freitag ereignete. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt den Mann, in den für Mitarbeiter reservierten Bereich des internationalen Flughafens von Freetown eingedrungen zu sein. Er habe dann einen Bus zum Flugzeug genommen und sei - ohne Pass und Bordkarte - in das Flugzeug gestiegen. Der Mann habe Benzin, Streichhölzer und ein Feuerzug bei sich gehabt. 

+++ 14.44 Uhr: Flüchtling meldet Behörden 50.000-Euro-Fund +++

Als "Held des Tages" feiern Stadt und Polizei in Minden einen 25-jährigen Flüchtling. Der Mann aus Syrien hat 50.000 Euro Bargeld und Sparbücher mit einem Guthaben von mehr als 100.000 Euro gefunden und beim Ausländeramt abgegeben. Die 100 neuwertigen 500-Euro-Scheine und Bankunterlagen hatte er gefunden, als er in seiner bislang spärlich möblierten Wohnung einen Schrank aufbaute, den eine karitative Einrichtung gespendet hatte. Sie waren unter einem Einlegeboden des Möbelstücks verborgen.

Wie die Polizei weiter mitteilte, informierte er die Mitarbeiter der Ausländerbehörde über seinen Fund. Das Amt schaltete die Polizei ein, die nun versuchen werde, den Eigentümer der stattlichen Summe zu ermitteln. "Dieser junge Mann hat sich vorbildlich verhalten und verdient große Anerkennung", lobte ihn die Polizei. Dass jemand kleinere Bargeldbeträge finde und abgebe, komme immer wieder vor. "Eine solch große Summe ist die absolute Ausnahme", hieß es in der Mitteilung. 

+++ 14.24 Uhr: Werberat kritisiert Anspielung auf Lohfink in Wiesenhof-Spot +++

Der Deutsche Werberat hat ein umstrittenes Video des Geflügelfleischproduzenten Wiesenhof als deutlichen Fehlgriff beanstandet. Zwar habe die Firma mit dem Zurückziehen des Spots und einer Entschuldigung richtig reagiert, trotzdem müsse sie sich fragen, warum das Video überhaupt gedreht wurde, teilte der Werberat am Dienstag mit. Nicht die anzüglichen Vergleiche von Comedian Atze Schröder zur beworbenen Grillwurst seien das Problem, hieß es. Vielmehr seien die Anspielungen auf das Model Gina-Lisa Lohfink entwürdigend und diskriminierend. In zwei Tagen seien 1000 Beschwerden eingegangen, fügte das Gremium hinzu. Es versteht sich nach eigenen Angaben als brancheneigene Selbstkontrolleinrichtung.

+++ 14.09 Uhr: Mindestlohn steigt auf 8,84 Euro +++

Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland steigt Anfang 2017 auf 8,84 Euro. Das legte die Mindestlohnkommission von Arbeitgebern und Arbeitnehmern am Dienstag in Berlin fest. Heute liegt die Lohnuntergrenze bei 8,50 Euro.

+++ 13.35 Uhr: "Behördenschreck" beißt Richter krankenhausreif +++

In der Schweiz hat ein als "Behördenschreck" verschrieener Mann einen Richter gebissen und einen Gerichtsschreiber geschlagen. Beide seien blutend ins Krankenhaus gebracht worden, berichtete das Nachrichtenportal "20 Minuten". Wegen der Attacke musste am im Obergericht Solothurn die Eröffnung einer Verhandlung ausgesetzt werden. Der Angreifer sei der Polizei als gewaltbereit bekannt und habe schon mehrfach Behördenmitarbeiter bedroht. Er wurde festgenommen. 

Der Mann sei "ausgerastet", als der Gerichtsschreiber ihm ein Dokument überreichen wollte, schilderte die Präsidentin des Obergerichts, Franziska Weber, der "Solothurner Zeitung". Erst habe er dem Schreiber gezielt ins Gesicht geschlagen und dann den Oberrichter, der die Verhandlung führen sollte, kraftvoll in den Unterarm gebissen.

+++ 12.14 Uhr: Sohn schnallt sich im Auto ab - Mutter verursacht Karambolage +++

Ein nicht alltäglicher Verkehrsunfall hat sich im südbadischen Lörrach ereignet: Ausgelöst wurde er nach Angaben der Freiburger Polizei von einem Jungen auf dem Rücksitz im Auto seiner Mutter. Als die Frau bemerkte, dass sich das Kind abgeschnallt hatte, hielt sie an und stieg aus, um nach dem Jungen zu sehen. Das Auto rollte daraufhin führerlos auf ein stehendes Auto und verursachte 3000 Euro Schaden. Verletzt wurde niemand.

+++ 11.56 Uhr: Polizei machte gruselige Entdeckungen im Haus von Silvio S. +++

Lebensecht aussehende Puppen, rosa Prinzessinnenkleider, Fesselwerkzeug und ein Teddy mit Kameraaugen: In dem Haus des mutmaßlichen Kindermörders Silvio S. hat die Polizei nach seiner Festnahme im Jahr 2015 bizarre Entdeckungen gemacht. Dass der Angeklagte sich auf seine Taten gründlich vorbereitet haben soll, ist bekannt. "In einer Kammer lag ein Riesenhaufen Müll, bis zur Hüfte hoch", sagte eine Polizeibeamtin beim Landgericht Potsdam im Prozess um den Tod der kleinen Jungen Elias und Mohamed über die Durchsuchung.

Unzählige alte Zeitungsausschnitte hätten in dem Raum gelegen, die sie Stück für Stück sortiert habe. "Da waren Massen an ausgeschnittenen Babyköpfen, Mädchenköpfen, Jungenköpfen." Manche Köpfe seien nur zwei Zentimeter groß gewesen. "Die meisten sahen aus wie aus einer normalen Tageszeitung, wie wenn Kindertagesstätten Feierlichkeiten abgehalten haben." Das sei präzise Kleinarbeit gewesen. "Für mich war da schon klar: Er hat sich schon ziemlich lange mit dem Thema beschäftigt." In einer Tüte eines Textildiscounters entdeckten die Beamten ein Kleid in Kindergröße, ein Kinder-Oberteil, einen verpackten Slip, eine Einwegfessel, Einmalhandschuhe und Paketschnürbänder. Unter anderem stellte die Polizei auch eine Teddy-Kamera und ein Nachtsichtgerät sicher. Außerdem waren dort handschriftliche Notizen mit rosa Textmarker: "Mädchen, Junge, Messer, Kind besoffen machen, Fesseln, Mund zukleben, knebeln."


+++ 10.55 Uhr: Abschlussbericht der Kommission für Suche nach Atommüllendlager +++

Die beim Bundestag angesiedelte unabhängige Endlager-Kommission hat in der Nacht zum Dienstag ihren offiziellen Abschlussbericht beschlossen. Die Entscheidung sei "mit großer Mehrheit" gefallen, teilte die Bundestagsverwaltung am Dienstag mit. Demnach empfiehlt der Bericht, Atommüll in einem geeigneten Bergwerk unterirdisch zu lagern, wobei einer Rückholbarkeit eine "hohe Bedeutung" beigemessen werde, um etwaige Fehler korrigieren zu können. Der Bericht schließt keines der im Standortauswahlgesetzes von 2013 genannten drei möglichen Wirtsgesteine Salz, Ton und Kristallin als denkbare Formation für ein solches Endlager aus. Auch Gorleben sei als Standort nicht aus dem Rennen.

+++ 10.16 Uhr: Häftling bei Prügelei in Duisburger Gefängniszelle getötet +++

Bei einer Schlägerei unter zwei Häftlingen ist im Gefängnis Duisburg-Hamborn ein 39-Jähriger getötet worden. Der Gefangene hatte sich am Montagabend mit einem 37-jährigen Mithäftling in der gemeinsamen Zelle geprügelt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag in Duisburg mitteilten. Ein weiterer Zelleninsasse alarmierte das Wachpersonal, das der Schlägerei ein Ende bereitete. Der 39-Jährige hatte bei der Prügelei allerdings so schwere Verletzungen erlitten, dass ein herbeigerufener Notarzt den Mann ins Krankenhaus bringen ließ. Dort starb der Häftling am frühen Dienstagmorgen. Eine Mordkommission der Duisburger Polizei will nun die Hintergründe der Schlägerei und die genaue Todesursache klären.

+++ 9.54 Uhr: Foodwatch beschwert sich beim Werberat über EM-Kampagne von Coca-Cola +++

Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch und die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) haben einen sofortigen Stopp der Werbekampagne von Coca-Cola zur Fußball-Europameisterschaft gefordert. Sie legten beim Deutschen Werberat Beschwerde wegen Verstoßes gegen drei Verhaltensregeln für Lebensmittelwerbung ein, wie beide Organisationen am Dienstag mitteilten. Der Getränkekonzern werbe mit den Idolen Müller, Schweinsteiger und Co und torpediere damit die Bemühungen zahlreicher Eltern und Lehrer, Kinder für eine gesunde Ernährung zu gewinnen, kritisierten Foodwatch und die DDG.

Bei der Kampagne "Hol Dir das Team auf 24 Sammeldosen" sind die Gesichter der Fußballnationalspieler auf Cola-Dosen abgebildet. Damit sei die Kampagne eine direkte Aufforderung zum Kauf oder Konsum an Kinder, erklärten Foodwatch und die DDG. Zweitens nutze der Getränkekonzern das besondere Vertrauen aus, das Kinder "Personen wie den deutschen Fußball-Nationalspielern entgegenbringen". Drittens erschwere die Werbekampagne das "Erlernen einer ausgewogenen, gesunden Ernährung". "Flüssiger Zucker in Form von Cola und Limonade ist besonders gefährlich. Schon eine Dose am Tag erhöht das Risiko für Übergewicht und Typ-2-Diabetes", erklärte DDG-Präsident Baptist Gallwitz. Coca-Cola wollte keine Stellungnahme abgeben.


+++ 9.38 Uhr: Marcel Beyer erhält Georg-Büchner-Preis +++

Der Schriftsteller Marcel Beyer bekommt den Georg-Büchner-Preis 2016. Das teilte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung am Dienstag in Darmstadt mit. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis gilt als wichtigste literarische Auszeichnung in Deutschland.

+++ 9.35 Chef der griechischen Konservativen will vorgezogene Parlamentswahlen +++

In Griechenland soll nach Vorstellungen des Chefs der Konservativen, Kyriakos Mitsotakis, wegen der weiter schwierigen Wirtschaftslage vorzeitig gewählt werden. Dies forderte Mitsotakis in einer Talkshow im TV-Sender Star. Anstatt den Staat zu verkleinern, verhänge die Regierung unter Premier Alexis Tsipras immer mehr Steuern. Das Ergebnis sei, dass die griechische Wirtschaft weiter schrumpfe. "Weniger Steuern und weniger Ausgaben" - dies sei der Vorschlag seiner Partei, sagte Mitsotakis weiter.

Sollte er die Wahlen gewinnen, werde er eine Änderung der Ziele des laufenden griechischen Stabilisierungsprogramms fordern. Das Ziel, bis 2018 einen primären Überschuss (ohne Schuldendienst) von 3,5 Prozent des Bruttoinlandproduktes zu erreichen, müsse auf 2 Prozent gedrückt werden. Dann könnte man mit staatlichen Investitionen die Wirtschaft ankurbeln, meinte Mitsotakis.

+++ 9.19 Uhr: Wagenknecht will Referenden über TTIP und andere Verträge der EU +++

Die Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Sahra Wagenknecht, hat sich für Referenden über Verträge der EU ausgesprochen. Die Bevölkerung müsse die Chance bekommen, über wichtige Fragen wie das geplante transatlantische Freihandelsabkommen TTIP abzustimmen. Neue Verträge sollten in jedem EU-Land zur Abstimmung gestellt werden, forderte Wagenknecht in der Zeitung "Welt". Die Menschen sollten selbst entscheiden können, in welchem Europa sie leben wollen, sagte sie. "Wir wollen Europa so verändern, dass es nicht weiter zerfällt."

+++ 8.41 Uhr: Missbrauchsbeauftragter fordert von katholischer Kirche mehr Transparenz +++

Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, hat von der katholischen Kirche volle Transparenz bei der Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs gefordert. "Die Kritik der Betroffenen kann ich sehr gut nachvollziehen", sagte Rörig der "Passauer Neuen Presse" zu Vorwürfen, wonach Bischöfe und kirchliche Vorgesetzte Missbrauchstaten verschwiegen hätten. Transparenz sei nun das A und O, sagte Rörig. Die Aufarbeitung müsse so transparent und mit so vielen Details wie möglich erfolgen. "Dafür ist auch die Nennung von Namen erforderlich, und zwar nicht nur der Täternamen. Es müssen auch diejenigen in den Blick genommen werden, die Täter geschützt haben", sagte der Missbrauchs-Beauftragte.

+++ 8.28 Uhr: Feuer in Busdepot richtet Millionenschaden an +++

Ein Feuer in einem Busdepot in Springe bei Hannover hat am Montagmorgen einen Schaden von rund drei Millionen Euro angerichtet. Zwölf Busse seien ausgebrannt, teilte die Polizei mit. Die Ursache des Brandes sei derzeit noch unklar. Spezialisten hätten bereits die Ermittlungen aufgenommen.

+++ 7.32 Uhr Megastau auf der A2 - Polizei weckt LKW-Fahrer +++

Schlafende Lastwagenfahrer hat die Polizei am Dienstag auf der Autobahn 2 in Niedersachsen geweckt, um den Verkehr wieder in Gang zu bekommen. Wegen langwieriger Aufräumarbeiten nach einem Laster-Unfall war die Strecke in Richtung Dortmund bei Lauenau fast 24 Stunden lang gesperrt gewesen. Trucker, die im Stau standen, legten sich irgendwann in ihrer Kabine aufs Ohr. Deshalb bildete sich auch nach Räumung der Unfallstelle noch ein Rückstau, wie eine Polizeisprecherin mitteilte.

Die Polizei war ihren Angaben zufolge am Morgen dabei, die Brummifahrer zu wecken. Die Aufräumarbeiten nach einer Lastwagen-Kollision am Montagmorgen hatten sich bis in die Nacht zum Dienstag gezogen. Grund hierfür waren schwere Fahrbahnschäden wegen ausgelaufenen Diesels. Man habe den Straßenabschnitt aufwendig abschleifen und neu teeren müssen, erklärte die Sprecherin. Sieben Stunden lang war auch die Autobahn 1 zwischen Eutin und Neustadt-Mitte gesperrt, wie die Polizei am Dienstagmorgen mitteilte. Am frühen Montagabend war es zu einem schweren Unfall mit einem Sattelzug gekommen, bei dem der Fahrer schwere Verletzungen erlitt. Weil 1000 Liter Diesel ins Erdreich zu sickern drohten, musste eine Spezialfirma anrücken. Die Bergung des mit 22 Tonnen Stahl beladenen Fahrzeuges dauerte bis Mitternacht.

+++ 6.28 Uhr: Richter erklärt "Happy Birthday" zu Allgemeingut +++

Die weltweit wohl bekannteste Geburtstags-Hymne gehört künftig ganz der Allgemeinheit. Ein Richter in Los Angeles billigte eine Einigung, mit welcher der Unterhaltungskonzern Warner/Chappell Music auf seine Urheberrechte an dem Lied "Happy Birthday verzichtet. Damit kann jeder das Lied nach Belieben in der Öffentlichkeit anstimmen, ohne Lizenzgebühren fürchten zu müssen. "Das ist ein Riesensieg für die Öffentlichkeit und für Künstler, die 'Happy Birthday' in ihren Videos und ihrer Musik verwenden wollen", erklärte Klägeranwalt Daniel Schacht nach der Gerichtsentscheidung. Die Kläger hatten das Verfahren 2013 angestrengt, nachdem der Musikkonzern den Machern eines kostengünstig produzierten Dokumentarfilms 1500 Dollar für die Verwendung des Lieds in Rechnung gestellt hatte. Auch früher schon hatte Warner/Chappell Music immer wieder Rechnungen verschickt, wenn "Happy Birthday" öffentlich genutzt wurde.


+++ 5.26 Uhr: Mexikanischer Drogenboss "El Chapo" wehrt sich gegen Auslieferung +++

Der mexikanische Drogenboss Joaquín "El Chapo" Guzmán wehrt sich gegen seine Auslieferung an die USA. Sein Verteidigerteam habe einstweiligen Rechtsschutz gegen die Überstellung des Chefs des Sinaloa-Kartells an die Vereinigten Staaten beantragt, sagte sein Anwalt José Refugio Rodríguez am Montag im Radiosender MVS. Es gebe nicht genug Beweise, um seinen Mandanten in den USA vor Gericht zu stellen. Der Auslieferungsprozess gegen "El Chapo" könnte bis zu fünf Jahre dauern, sagte Rodríguez. Bereits im Mai hatte ein anderes Verteidigerteam Rechtsmittel gegen Guzmáns Auslieferung eingelegt. Wenig später sagte der Drogenbaron allerdings, die Anwälte würden ihn nicht vertreten. Das mexikanische Außenministerium hat der Auslieferung von "El Chapo" bereits zugestimmt. Er ist schon zweimal aus mexikanischen Hochsicherheitsgefängnissen geflohen. In den USA werden ihm Mord, Drogenhandel, organisierte Kriminalität und Geldwäsche vorgeworfen.

jen / DPA / AFP