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Katastrophe in Japan: Westwind trägt Radioaktivität aufs Meer hinaus

Das Wetter bleibt den Japanern gewogen: Westwinde tragen in den kommenden Tagen einen Großteil der radioaktiven Partikel auf das Meer hinaus. Spätestens am Dienstag könnte der Wind jedoch auf Nord drehen.

Westwinde über Japan tragen in den kommenden Tagen einen Großteil der radioaktiven Partikel von den Unglücksreaktoren in Fukushima auf das Meer hinaus. Wie lange dies so bleibt, ist nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach vom Sonntag aber ungewiss.

Spätestens am Dienstag dreht der Wind auf Nord. Dann könnte sich die Strahlenwolke auch an der Küstenregion ausbreiten. Tokio, das im Südosten des Landes liegt, soll nach Einschätzung des DWD aber verschont bleiben.

Das Meer vor Fukushima wird unterdessen zunehmend radioaktiv mit dem Isotop Jod-131 verseucht. Am Sonntag übertraf die Strahlung den zulässigen Grenzwert bereits um das 1850-fache. Am Samstag war es noch das 1250-fache. Tepco räumte ein, dass wahrscheinlich radioaktives Wasser aus dem Atomwrack ins Meer geflossen sei. Experten gehen jedoch davon aus, dass sich die Konzentration der radioaktiven Substanzen im Meer schnell verdünnt, so dass derzeit keine größere Gefahr für Mensch und Umwelt bestehe.

jwi/DPA / DPA