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Mann ins Koma geprügelt: Gericht schickt U-Bahn-Schläger ins Gefängnis

Vier Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren hatten einen 30-Jährigen in einem Berliner U-Bahnhof bis zur Bewusstlosigkeit geschlagen und getreten. Das Gericht entschied auf versuchten Mord und verteilte mehrjährige Haftstrafen.

Sie prügelten einen 30-Jährigen auf dem Heimweg bis zur Bewusstlosigkeit: Das Berliner Landgericht hat am Mittwoch vier jugendliche Schläger wegen versuchten Mordes zu vier bis sechs Jahren Jugendhaft verurteilt.

Die 15 bis 18 Jahre alten Jugendlichen mit Migrationshintergrund hatten im Februar 2011 am U-Bahnhof Lichtenberg so heftig auf den 30-Jährigen eingeschlagen und eingetreten, dass das Opfer mit schwersten Kopfverletzungen vier Wochen im künstlichen Koma lag. Die Schüler hatten im Verlauf des Prozesses Schläge und Tritte eingeräumt. Tötungsabsichten und Deutschenhass bestritten sie aber.

Opfer kann sich kaum erinnern

Der 30-jährige Maler war damals mit einem Kollegen auf dem Heimweg. Er wurde gequält, bis er reglos am Boden lag. Mit den psychischen Folgen hat der Mann offenbar noch lange zu kämpfen. Wegen der schweren Hirnverletzungen kann er sich kaum erinnern.

Sein Kollege hatte den Überfall einigermaßen gut verkraftet. Der Gleichaltrige konnte zunächst aus dem Bahnhof fliehen, wurde aber aufgespürt und ebenfalls geschlagen. Ein Rocker von den Bandidos trieb die Täter in die Flucht.

Viele Attacken in Berliner Bussen und Bahnen

In Berlin wurden zuletzt wiederholt Menschen in Bus und Bahn angegriffen. Bei dem bisher schlimmsten Fall starb ein 23-Jähriger, als er auf der Flucht vor Schlägern vor ein Auto rannte. In einem anderen Fall wurde ein Gymnasiast jüngst zu zwei Jahren und zehn Monaten Jugendstrafe verurteilt. Er hatte einen Mann mit Tritten schwer am Kopf verletzt. Seine Tat hatte er nicht erklären können.

fw/DPA / DPA
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