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Mosambik: Frau rettet sich vor Zyklon auf Baum und bringt dort Kind zur Welt

Amélia aus Mosambik wurde wie viele vom Zyklon "Idai" überrascht. Sie und ihr Sohn konnten sich rechtzeitig auf einen Mangobaum retten und überlebten. Sie sagt: "Viele Menschen haben bei der Flut alles verloren, aber ich habe etwas gewonnen."

Während Zyklon in Mosambik: Frau bringt Kind zur Welt

Mosambik, Sofala Provinz: Eine Rettungskraft aus China untersucht ein Kind in einem Waisenhaus im Dondo Distrikt in der Provinz Sofala (Symbolbild)

DPA

"Viele Menschen haben bei der Flut alles verloren, aber ich habe etwas gewonnen", sagt Amélia. Sie flüchtete sich während des Zyklons "Idai", der am 15. März auch weite Teile von Mosambik verwüstete und allein dort fast 600 Menschen das Leben kostete, mit ihrem Sohn auf einen Mangobaum. Und brachte Tochter Sofia zur Welt.

Mutter rettet sich in Mosambik auf Mangobaum

"Ich war zu Hause mit meinem zweijährigen Sohn", erinnert sich Amélia, "als das Wasser plötzlich und ohne Warnung in das Haus eindrang". Sie habe keine andere Wahl gehabt, als auf den Baum zu klettern. "Ich war alleine mit meinem Sohn", sagt sie. Die Geburt sei "sehr, sehr schmerzhaft" gewesen. "Ich habe geweint, geschrien. In manchen Momenten dachte ich, dass das Kind kommt. In anderen Momenten dachte ich, es liege an meinem Hunger." Nach zwei Tagen seien Amélia und ihre Kinder von Nachbarn gerettet worden.

Amélia und ihre beiden Kinder befinden sich derzeit in einer vorübergehenden Unterkunft im nahegelegenen Dumbe und seien in gesundheitlich guter Verfassung, schreibt die BBC.

Mosambik - Hilfe - Zwei Mädchen unter Plastikplanen

Impfkampagne gegen Cholera nach "Idai"

Nach dem verheerenden Zyklon "Idai" haben Helfer in Mosambik eine große Impfkampagne gestartet, um die Ausbreitung der schweren Durchfallerkrankung Cholera einzudämmen. In der Provinz Sofala sollen in Kürze bis zu 900.000 Menschen geimpft werden, erklärte das Gesundheitsministerium am Mittwoch. Bislang gibt es demnach bereits mehr als 1700 Cholera-Erkrankungen, rund 1400 davon in der besonders von den Folgen des Sturms betroffenen Stadt Beira. 

"Hunderttausende leben unter schrecklichen Bedingungen in temporären Unterkünften ohne sauberes Trinkwasser und Hygiene, weswegen Cholera und andere Krankheiten eine ernsthafte Gefahr darstellen", erklärte der Direktor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die orale Cholera-Impfung werde viele Leben retten und eine Ausbreitung der Krankheit verhindern. 

Quelle: BBC

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fs
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