VG-Wort Pixel

Myanmar Angriff auf Militärstützpunkt löst schwere Kämpfe an Grenze zu Thailand aus

Sehen Sie im Video: Schwere Gefecht in Myanmars Grenzgebiet zu Thailand.




In Myanmar ist es am frühen Dienstag an einem Außenposten der Armee an der Grenze zu Thailand zu schweren Auseinandersetzungen gekommen. Streitkräfte der ethnischen Minderheit der Karen hätten den Stützpunkt zwischen 5 bis 6 Uhr morgens eingenommen, sagte ein Sprecher der Nationalen Union der Karen (KNU). Das Lager sei niedergebrannt worden. Die Zahl der Todesopfer und Verletzten sei noch unklar. Dorfbewohner berichteten von fliehenden Soldaten. Nach Angaben der KNU gab es auch an anderen Orten Auseinandersetzungen. Die KNU erklärte, dass bislang mindestens 24.000 Menschen durch die Gewalt der letzten Wochen vertrieben worden seien und im Dschungel Zuflucht suchten. Das Militär in Myanmar hatte am 1. Februar geputscht und die faktische Regierungschefin Aung San Suu Kyi abgesetzt. Einige der zwei Dutzend bewaffneten Gruppen Myanmars - darunter die KNU - unterstützen Gegner der Junta. Die ethnischen Gruppen kämpfen seit Jahrzehnten um eine größere Autonomie. Bei den landesweiten Protesten gegen den Putsch sind bisher mehr als 750 Zivilisten getötet worden. Tausende Menschen sind nach Thailand und Indien geflohen.
Mehr
Die Nationale Union der Karen (KNU) hat nach eigenen Angaben mehrere Armeeposten angegriffen. Das Militär in Myanmar schlägt mit Luftangriffen zurück.

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker