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Nach Schulbus-Attacke in den USA: Fünfjähriger noch immer in Gewalt von Geiselnehmer

Das Drama um die Entführung eines fünfjährigen Jungen im US-Bundesstaat Alabama ist noch nicht beendet. Der mutmaßliche Täter hält das Kind weiter im Bunker fest. Die Polizei sucht nach Lösungen.

Die Geiselnahme eines fünfjährigen Jungen im US-Bundesstaat Alabama ist in die zweite Nacht gegangen. Der mutmaßliche Täter halte den Schüler weiter in seinem selbst gebauten unterirdischen Bunker gefangen, bestätigte die Polizei in Midland City am Mittwochabend (Ortszeit). Der Mann hatte am Dienstag einen Schulbus überfallen, den Fahrer erschossen und den Fünfjährigen in seine Gewalt gebracht. Am Mittwochabend hofften Einsatzkräfte weiter auf Möglichkeiten, den Jungen zu befreien.

Der Verdächtige habe zugelassen, dass die Polizei ihm Medikamente für das autistische Kind über ein Rohr zureichte. Auch ein Malbuch für den Kleinen habe er angenommen. Es war unklar, ob der Junge in Verbindung mit dem Geiselnehmer steht. "Wir haben keine Gründe zu glauben, dass das Kind verletzt wurde", sagte der Sheriff des Bezirks Dale County, Wally Olson, laut dem TV-Sender NBC. Geiselexperten der Polizei stünden in Verhandlungen mit dem Mann.

Entführer gilt als Einzelgänger

Laut Medienberichten handelt es sich bei dem Täter um einen Militärveteran im Alter um die sechzig. Er werde von Nachbarn als Einzelgänger beschrieben, der sich mit seinem Bunker vor einer Katastrophe schützen wolle. Er habe das Erdloch über lange Zeit unermüdlich in seinem Garten ausgehoben, gelegentlich auch mitten in der Nacht. Zudem habe er mit radikalen Parolen gegen die Regierung auf sich aufmerksam gemacht.

Zeugen erzählten dem Sender Fox News, dass der mutmaßliche Täter am Dienstag in den Bus gestürmt sei und "ein Kind" verlangt habe, weil "das Gesetz" hinter ihm sei. Ein Pastor sagte CNN, dass Zeugen beobachtet hätten, wie der Mann den Fahrer mit vier Schüssen erschossen habe.

fle/DPA / DPA