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News des Tages: Frauenleiche in Spanien entdeckt - Ist es Sophia L.?

Jacinda Ardern bringt Tochter zur Welt +++ Nach Festnahme in Köln warnt der Generalbundesanwalt vor Anschlägen mit Bio-Waffen +++ Deutschland macht 2,9 Milliarden Gewinn mit Griechenland-Hilfe +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Sophia L. wird seit dem 14. Juni 2018 vermisst

Sophia L. wurde seit dem 14. Juni 2018 vermisst

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Türkischer Popstar Hacer Tülü in Nachtclub erschossen (19.19 Uhr)
  • Deutsche stirbt bei Surf-Unfall in Frankreich (17.35 Uhr)
  • Intel-Chef Brian Krzanich tritt zurück (15.40 Uhr)
  • Türkei verweigert Wahlbeobachter die Einreise (14.10 Uhr)
  • Palästinenser nutzen Kondome für Feuerattacken auf Israel (11.37 Uhr)
  • EuGH verurteilt Deutschland wegen Nitrat im Grundwasser (9.55 Uhr)

+++ 21.52 Uhr: Frauenleiche in Spanien entdeckt - Ist es Sophia L.? +++

Im spanischen Baskenland ist die Leiche einer Frau entdeckt worden, bei der es sich möglicherweise um die seit einer Woche vermisste Tramperin Sophia L. aus Leipzig handelt. Die Tote, deren Körper Spuren von Gewalt aufgewiesen habe, sei an einer Tankstelle in Asparrena in der Provinz Álava entdeckt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Europa Press am Abend unter Berufung auf Ermittlerkreise.

Die Frauenleiche sei am Nachmittag von der baskischen Polizei gefunden worden, hieß es. Sie sei bislang nicht eindeutig identifiziert worden. Gerichtsmediziner sollten die Tote nun genauer untersuchen. Viele Anzeichen deuteten aber darauf hin, dass es sich um die 28-jährige Studentin handeln könnte, die am Donnerstag vor einer Woche verschwunden war. Der Leipziger Oberstaatsanwalt Ricardo
Schulz sagte am Abend, er kenne die Medienberichte, er wollte sich dazu aber nicht äußern.

Sophia L. wollte aus Leipzig nach Nürnberg trampen und wurde zuletzt am 14. Juni gesehen, als sie in Schkeuditz in einen Lkw stieg. Ein Lkw-Fahrer sitzt unter Mordverdacht in Haft, doch bis zuletzt gab es keine Spur der 28-jährigen Studentin. Nun scheinen sich die schlimmsten Befürchtungen zu bestätigen.

+++ 21.25 Uhr: US-Armee soll 20.000 Migrantenkinder unterbringen +++

Die US-Armee soll für die Unterbringung von 20.000 illegal ins Land gelangten Kindern sorgen. Ein hochrangiger US-Regierungsmitarbeiter teilte mit, das Pentagon sei vom Gesundheitsministerium gebeten worden, eine entsprechende Zahl von Betten für Migrantenkinder bereitzustellen. Viele Minderjährige kommen von jeher ohne Begleitung durch erwachsene Verwandte von Mexiko aus in die USA, zudem nahmen in den vergangenen Monaten die US-Behörden tausende Minderjährige nach dem illegalen Grenzübertritt ihren Eltern weg.

+++ 20.55 Uhr: Keine Rettungsgasse: Polizisten laufen zu Fuß zu brennendem Lkw auf der A31 +++

Wegen einer fehlenden Rettungsgasse sind Polizisten auf einer Autobahn in Nordrhein-Westfalen eineinhalb Kilometer zu Fuß zu einer Unfallstelle gelaufen. Am Nachmittag geriet auf der A31 nahe der Anschlussstelle Gladbeck ein Tanklastzug in Brand, wie die Polizei mitteilte. Weil keine Rettungsgasse gebildet wurde, erreichten Rettungskräfte den Einsatzort demnach nur mit erheblicher Verzögerung. Die Beamten eines Polizeiwagens machten sich 1,5 Kilometer zu Fuß auf den Weg. Die Feuerwehr nutzte für die Anfahrt die Gegenfahrbahn der A31. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Ursache für den Brand war nach ersten Erkenntnissen ein technischer Defekt.

+++ 19.54 Uhr: Trump: Gespräche zur Abrüstung Nordkoreas schreiten voran +++

Die Gespräche über eine atomare Abrüstung in Nordkorea gehen nach Angaben von US-Präsident Donald Trump voran. "Wir sind sehr nahe dran, diese Situation zu lösen", sagte der
Präsident in Washington. Er hatte sich am 12. Juni in Singapur bei einem historischen Gipfel mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un getroffen. Er lobte die Regierung in Pjöngjang für ihre bisher unternommenen Schritte. Die Denuklearisierung, wie die USA und Nordkorea den Prozess der Abrüstung nennen, sei bereits im Gange. "Er hat aufgehört, Raketen zu schicken und er hat das Testgelände in die Luft gesprengt", sagte Trump. Der Präsident sprach von einem "enormen Fortschritt". Die Umsetzung der in Singapur erzielten Vereinbarung, die sterblichen Überreste im Koreakrieg gefallener US-Soldaten heimholen zu dürfen, habe ebenfalls bereits begonnen.

+++ 19.45 Uhr: Niederländische Polizei nimmt zwei Terrorverdächtige fest +++

In den Niederlanden hat die Polizei zwei Männer wegen der mutmaßlichen Vorbereitung eines "terroristischen Verbrechens" festgenommen. Die 22 und 27 Jahre alten Verdächtigen, die Mitglieder einer "Terrororganisation" gewesen sein sollen, wurden nach Polizeiangaben in Rotterdam festgesetzt. Der niederländische Geheimdienst hatte der Polizei zuvor einen Hinweis gegeben.

Bei Durchsuchungen in den Wohnungen der beiden Verdächtigen wurden nach Polizeiangaben Telefone, USB-Sticks und weitere Datenträger beschlagnahmt. Die Männer kommen demnach für zunächst zwei Wochen ins Gefängnis und dürfen lediglich mit ihren Anwälten Kontakt aufnehmen.

+++ 19.37 Uhr: Mehr als eine Million Zuschauer in WM-Stadien - Auslastung 97 Prozent +++

Das erste Drittel der Spiele bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland haben insgesamt mehr als eine Million Zuschauer in den Stadien verfolgt. Am achten Turniertag registrierte der Weltverband FIFA am Donnerstag bei der Partie zwischen Dänemark gegen Australien in Samara, dass diese Marke überschritten wurde. Insgesamt waren die Stadien zu 97 Prozent gefüllt. 

Besonders bei der Partie Uruguay gegen Ägypten in Jekaterinburg waren jedoch viele Plätze freigeblieben. Insgesamt sind für das Turnier bislang mehr als 2,6 Millionen Tickets verkauft worden. Bei der WM 2010 in Brasilien hatte die FIFA 3 429 873 Millionen Stadion-Besucher
gezählt.

+++ 19.19 Uhr: Türkischer Popstar Hacer Tülü in Nachtclub erschossen +++

Die in der Türkei bekannte Sängerin Hacer Tülü, 40, wurde bei einer Schießerei in einem Nachtclub getötet. Das berichten unter anderem die türkische "Cumhuriyet" und britische "BBC".

Demnach hätten vier Männer in einem Club in der türkischen Stadt Bodrum das Feuer eröffnet und mehrere Menschen verletzt. Nachdem die vier Angreifer das Feuer eröffnet hatten, seien sie geflohen und später bei einer Polizeikontrolle gefasst worden. 

+++ 19.05 Uhr: Menschenrechtler prangern hohe Haftstrafen für IS-Angehörige im Irak an +++

Human Rights Watch (HRW) hat die irakische Justiz aufgefordert, weniger harte Strafen für ausländische Frauen und Kinder von IS-Kämpfern zu verhängen. Derzeit werde keine Rücksicht auf "individuelle Umstände" genommen, und ein gerechtes Verfahren sei nicht gewährleistet, hieß es in einem in Bagdad veröffentlichten Bericht der Menschenrechtsorganisation. 

Viele Frauen seien zum Tode oder einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Kinder ab neun Jahren drohten fünf Jahre Haft bei Mitgliedschaft in der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und 15 Jahre Haft bei Beteiligung an Gewalttaten, erklärte Human Rights Watch weiter. Diese Art der Strafverfolgung sei nicht verhältnismäßig, sagte Nadim Houry, Leiter der Abteilung "Terrorismus und Terrorismusbekämpfung" bei HRW.

+++ 18.30 Uhr: T-Systems will bis 2021 in Deutschland 6000 Stellen streichen +++

Die Telekom-Tochter T-Systems, die sich um Großkunden kümmert, will bis 2021 fast jede zweite Stelle in Deutschland streichen. In den kommenden Jahren sollten 6000 Arbeitsplätze wegfallen, teilte ein Unternehmenssprecher mit. Weltweit sollen demnach 10.000 Stellen gestrichen werden. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi kündigte Widerstand gegen die Pläne an. 

T-Systems hat in Deutschland laut Verdi 13.500 Mitarbeiter und weltweit knapp 38.000 Mitarbeiter. Zwischen 2018 und 2020 sollen in Deutschland drei Jahre lang jeweils rund 2000 Stellen wegfallen, wie der Unternehmenssprecher sagte.

+++ 18.17 Uhr: Seehofer warnt Merkel vor Entlassung +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) davor gewarnt, ihn wegen eines Alleingangs im Asylstreit zu entlassen. "Wenn man mit dieser Begründung einen Minister entließe, der sich um die Sicherheit und Ordnung seines Landes sorgt und kümmert, wäre das eine weltweite Uraufführung. Wo sind wir denn?", erklärte Seehofer im Interview mit der "Passauer Neuen Presse".

"Ich bin Vorsitzender der CSU, einer von drei Koalitionsparteien, und handele mit voller Rückendeckung meiner Partei. Wenn man im Kanzleramt mit der Arbeit des Bundesinnenministers unzufrieden wäre, dann sollte man die Koalition beenden", sagte Seehofer.

Seehofer bestritt, dass es der CSU in der Auseinandersetzung der Unionsparteien um den bayerischen Landtagswahlkampf gehe. "Die CSU kämpft hier um ihre Überzeugung. Das ist wichtiger als Posten", erklärte er. "Ich höre Tag für Tag von vielen Menschen: "Bleiben Sie standhaft. Fallen Sie nicht um!" Es geht um Glaubwürdigkeit", sagte der CSU-Chef. Das sei die Voraussetzung für das Vertrauen der Menschen. "Das ist wichtiger als ein Amt", erklärte der
Bundesinnenminister. Es gebe "nicht wenige in Berlin, die mich loswerden wollen", sagte der Minister.

+++ 18.10 Uhr: Türkei-Wahlkampf: Erdogan will syrische Flüchtlinge heimschicken +++

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan will nach den Präsidenten- und Parlamentswahlen am kommenden Sonntag syrische Flüchtlinge in ihr Heimatland zurückschicken. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Gaziantep im Südosten des Landes sagte er: "Wir wollen das gesamte syrische Staatsgebiet, angefangen mit den Landesteilen nahe unserer Grenze, sichern und allen unseren Gästen helfen, gleich nach den Wahlen heimzukehren."

Nach UN-Angaben beherbergt kein Land mehr Flüchtlinge als die Türkei. Alleine 3,6 Millionen Syrer sind in das Land geflohen. Im Süden und Südosten der Türkei leben wegen der Nähe zur syrischen Grenze besonders viele Syrer. Die Flüchtlinge sind ein emotionales Thema. Türkische Anwohner machten sie für die steigende Arbeitslosigkeit, höhere Preise und schlechtere staatliche Angebote verantwortlich, schreiben die Autoren eines am Dienstag erschienenen Bericht des Rechercheinstituts Brookings.

200.000 Syrer seien schon heimgekehrt, sagte Erdogan in Gaziantep. Andererseits dürfen nach Angaben von Ministerpräsident Binali Yildirim auch rund 30 000 Syrer bei den Wahlen am Sonntag in der Türkei ihre Stimme abgeben. Sie hätten bereits die türkische Staatsbürgerschaft erhalten, sagte Yildirim laut der Zeitung "Hürriyet" am Dienstag.  

+++ 17.42 Uhr: Deutscher Rentner auf Korsika vermisst +++

Ein deutscher Rentner wird auf Korsika vermisst. Die Polizei suche seit einigen Tagen nach dem 69-Jährigen, teilten die Behörden mit. Freunde hatten ihn als vermisst gemeldet, nachdem sie keine Nachrichten mehr von dem Mann hatten. Die korsische Polizei vermutet, dass der Mann den Wanderweg GR20 durch das Hochgebirge im Inneren der Mittelmeerinsel gehen wollte. Der Weg gilt stellenweise als schwierig und zieht jedes Jahr tausende Wanderer an.

Der Deutsche war Ende Mai mitten in der Nacht auf einem anderen korsischen Wanderweg gerettet und per Helikopter in ein Krankenhaus gebracht worden. Seitdem er die Klinik verlassen hat, fehlt jede Spur von dem Mann. Bei der Suche nach ihm sind den Behörden zufolge auch Hubschrauber im Einsatz.

+++ 17.48 Uhr: FDP-Chef Lindner nun Jungjäger +++

Zwischen Bundestagsdebatten und Parteiführung hat FDP-Chef Christian Lindner nun doch Zeit gefunden, die lange angestrebte Jägerausbildung zu machen. An der privaten Jagdschule auf
Gut Grambow westlich von Schwerin legte der 39-Jährige jetzt seine Jägerprüfung ab. Der in Neubrandenburg erscheinende "Nordkurier" hatte unter Hinweis auf ein Foto Lindners mit Jagdlehrer und Urkunde über dessen erfolgreichen Abschluss berichtet. "Weidmannsheil an unsere Jungjäger von der Juni Prüfung 2018", heißt es auf der Facebook-Seite der Jagdschule dazu.

Der Leiter der Jagdschule, Helmut Herbold, bestätigte, dass Lindner nun geprüfter Jäger sei. Er habe in allen Prüfungen, einschließlich des Schießens, sehr gute Ergebnisse erzielt. Ein eigenes Jagdrevier könne der in Nordrhein-Westfalen beheimatete Politiker aber erst nach drei Jahren übernehmen. Laut Herbold legen auf Gut Grambow jährlich etwa 440 angehende Weidmänner ihre Prüfung ab.

Im Februar hatte Lindner in Berlin angekündigt, in diesem Frühjahr einen neuen Anlauf nehmen zu wollen, um endlich den Jagdschein zu machen. Wegen seiner beruflichen Belastung habe er die Prüfung mehrfach verschoben. So hätten ihn im vergangenen Jahr die Wahl und die Regierungsbildung in Nordrhein-Westfalen davon abgehalten.

+++ 17.46 Uhr: 120.000 Eier von Rückrufaktion wegen Salmonellen betroffen +++

Von der jüngsten Rückrufaktion wegen einer Belastung mit Salmonellen sind 120.000 Eier betroffen. Das teilte das Agrarministerium in Hannover mit. Die Firma Eifrisch Vermarktung GmbH & Co. KG aus Lohne in Niedersachsen hatte tags zuvor die Eier aus ökologischer Erzeugung zurückgerufen. 

Im Handel seien die Eier bei den Supermärkten Penny, Kaufland, Aldi Nord, Aldi Süd, Real, Lidl und Netto erhältlich gewesen, hieß es. Betroffen sind Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen,
Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Brandenburg und Hessen. 

Es geht um Eier des Lieferanten Janning mit der Printnummer 0-DE-0356331 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum zwischen dem 3. und dem 7.7.2018, wie die Firma mitteilte. Im Rahmen einer Eigenuntersuchung seien Salmonellen in den Eiern nachgewiesen worden. "Vor dem Verzehr dieser Eier wird dringend abgeraten", so das Unternehmen weiter.

+++ 17.35 Uhr: Deutsche stirbt bei Surf-Unfall in Frankreich +++

Eine junge Deutsche ist bei einem Surf-Unfall an der französischen Atlantikküste ums Leben gekommen. Die 24-Jährige konnte in dem Badeort Naujac-sur-Mer nur noch tot aus dem Meer geborgen werden, wie die Polizei mitteilte. Sie hatte mit ihrem Freund und anderen Sportlern an einer Surfschulung teilgenommen.

Den Angaben zufolge erlitt die Frau lebensgefährliche Verletzungen, als ihr eine der Finnen unter dem Surfbrett die Arterie am Oberschenkel durchtrennte. Mit Hilfe einer Autopsie soll nun festgestellt werden, ob sie durch Blutverlust starb oder ertrank. Die herbeigerufenen Feuerwehrleute konnten die junge Frau nicht mehr reanimieren.

+++ 17.25 Uhr: T-Systems will bis 2021 in Deutschland 6000 Stellen streichen +++

Die Telekom-Tochter T-Systems, die sich um Großkunden kümmert, will bis 2021 rund 6000 Arbeitsplätze in Deutschland streichen. Das teilte ein Unternehmensprecher mit und bestätigte damit einen Bericht des "Handelsblatts". Weltweit sollen laut Sprecher 10.000 Stellen wegfallen.

+++ 17.20 Uhr: Macron warnt vor Nationalismus in Europa +++

Wenige Tage vor dem Migrationstreffen in Brüssel hat der französische Staatspräsident Emmanuel Macron eindringlich vor Nationalismus und geschlossenen Grenzen in Europa gewarnt. "Sie machen die schlimmsten Provokationen", sagte der Staatschef in Quimper, ohne Namen von Personen oder Ländern zu nennen.  

Macron wandte sich in der Migrationsdebatte gleichzeitig gegen "Besserwisser", die meinten, man könne alle aufnehmen. "Schauen sie sich die französische Gesellschaft an mit ihren Rissen", sagte Macron in der westfranzösischen Region Bretagne, die traditionell als europafreundlich gilt. Macron hatte im vergangenen Jahr die Präsidentenwahl gegen die Rechtspopulistin Marine Le Pen gewonnen, die eine explizit flüchtlingsfeindliche Politik vertritt. 

+++ 17.10 Uhr: 28-Jähriger wegen Kriegsverbrechens in Syrien in Untersuchungshaft +++

Die Bundesanwaltschaft hat einen 28 Jahre alten Syrer aus dem Raum Freiburg wegen des Verdachts auf ein Verbrechen im syrischen Bürgerkrieg festnehmen lassen. Er stehe im Verdacht, zwei Männer in seiner Gewalt grausam und unmenschlich behandelt zu haben, teilte die Karlsruher Behörde mit. Demnach soll der Mann zusammen mit Anderen auf die so gut wie nackten Männer, die er für Anhänger des syrischen Machthabers Baschar al-Assad hielt, mit einem kabelähnlichen Gegenstand massiv eingeschlagen haben. Die Ermittler werfen ihm deshalb ein Kriegsverbrechen vor. Der Mann wurde den Angaben zufolge am Mittwoch festgenommen und sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.

+++ 17.05 Uhr: Medien: Türkische Popsängerin bei Schießerei in Nachtclub getötet +++

Die türkische Popsängerin Hacer Tulu und ein Geschäftsmann sind laut Medienberichten bei einer Schießerei in einem Nachtclub in der Stadt Bodrum getötet worden. Ein bewaffneter Mann habe das Feuer auf den Geschäftsmann Mehmet Ali Surensoy eröffnet, dem mehrere Diskotheken in der Küstenstadt und in Istanbul gehören, wie die Nachrichtenagentur Dogan meldete. Bei der Schießerei am frühen Morgen sei auch Tulu tödlich getroffen worden.

Laut ersten Erkenntnissen wurde sie vermutlich nicht gezielt erschossen, sondern geriet versehentlich ins Kreuzfeuer. Den Medienberichten zufolge war sie mit Freunden in dem Club und wurde von den Schüssen in der Nähe des Eingangs beim Zahlen getroffen. Vier weitere Menschen wurden demnach bei dem Angriff verletzt. Später wurden vier Verdächtige in einem Auto in der benachbarten Provinz Manisa festgenommen, wie Dogan meldete.

+++ 16.50 Uhr: Defekte Seilbahn in der Schweiz: Touristen mit Helikoptern geborgen +++

Rund 400 Touristen sind nach einem Defekt der Schilthornbahn in der Schweiz mit Helikoptern von der Bergstation Birg ausgeflogen worden. Die Seilbahn in dem bei Touristen besonders beliebten Lauterbrunnental war nach Angaben des Betreibers beim Eintreffen in der 2677 Meter hohen Station stehengeblieben. "Die Passagiere in der betroffenen Kabine konnten diese selbstständig verlassen, da die Kabine gerade in der Station eingefahren war", sagte ein Sprecher. Auch die anderen Ausflügler auf dem Schilthorngipfel Piz Gloria wurden mit Hubschraubern zur Mittelstation Mürren geflogen. 1968 war das damals futuristische Drehrestaurant auf dem Schilthorn Drehort für den Film "James Bond 007 - Im Geheimdienst ihrer Majestät".

+++ 16.45 Uhr: Wegen Erdogan-Affäre: Uli Borowka will DFB-Devotionalien verkaufen +++

Der ehemalige Nationalspieler Uli Borowka ist wegen der Erdogan-Affäre um Mesut Özil und Ilkay Gündogan so sauer auf den Deutschen Fußball-Bund, dass der 56-Jährige seine persönlichen Erinnerungsstücke loswerden will. "Ich werde alle meine Sachen, die ich vom DFB aufbewahrt habe, ob Trikots, Medaillen oder Urkunden, für unseren gemeinnützigen Verein verkaufen. So reagiere ich darauf", sagte Borowka der Tageszeitung "Rheinische Post". 

"Ich war mal stolz, Nationalspieler zu sein. Ich war mal stolz, den Adler auf der Brust tragen zu dürfen. Aber nach der Affäre habe ich damit abgeschlossen. Alles, was mit dem DFB zu tun hat, möchte ich nicht mehr haben", ergänzte der sechsmalige Auswahlspieler und WM-Teilnehmer 1988, der den Verkaufserlös für seinen gemeinnützigen Verein (Uli Borowka Suchtprävention und Suchthilfe) veräußern will.

+++ 16.40 Uhr: Altkanzler Schröder erneut zum Aufsichtsratschef von Rosneft gewählt +++

Altbundeskanzler Gerhard Schröder bleibt Aufsichtsratsvorsitzender des russischen Staatskonzerns Rosneft. Die Aktionäre beriefen den 74-Jährigen in der sibirischen Stadt Krasnojarsk auf ihrem Jahrestreffen wieder in das Kontrollgremium, wie der Energieriese mitteilte. Der elfköpfige Aufsichtsrat wählte den SPD-Politiker anschließend erneut zum Chef des Gremiums, dem er seit Ende September 2017 angehört. 

+++ 16.12 Uhr: Schweden verbietet Zirkus-Auftritte von Elefanten und Seelöwen +++

Elefanten und Seelöwen dürfen in Schweden künftig nicht mehr im Zirkus auftreten. Das hat die schwedische Regierung beschlossen. Das Gesetz soll im nächsten April in Kraft treten. "Es ist offensichtlich, dass das Bedürfnis von Seelöwen und Elefanten, sich natürlich zu verhalten, in einem Zirkus nicht gedeckt werden kann", hieß es in einer Pressemitteilung. Die schwedischen Zirkusse hätten bereits mit der Ausmusterung von Elefanten und Seelöwen begonnen. Das Verbot treffe deshalb vor allem ausländische Unternehmen, die durch Schweden reisten.

+++ 16.05 Uhr: Senior erpresste wochenlang Lebensmittelketten +++

Ein 81-Jähriger aus Hessen hat wochenlang Lebensmittelketten erpresst. Der Mann aus Sulzbach im Taunus wurde von Spezialeinheiten der Polizei festgenommen, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Fulda mitteilten. Der Senior zeigte sich geständig, als Grund gab er Geldnot an. Eine akute Gefährdung der Bevölkerung bestand den Ermittlern zufolge zu keiner Zeit.

Der 81-Jährige soll seit mehreren Wochen versucht haben, von Lebensmittelketten in Hessen und Nordrhein-Westfalen hohe Geldbeträge zu erpressen. Bei Nichtzahlung drohte er mit der Verunreinigung von Lebensmitteln.

+++ 15.47 Uhr: Teures Fahrrad zu verlockend - Dieb sägt Baum ab +++

Um ein teures Fahrrad zu stehlen, hat ein unbekannter Dieb in Kassel einen Baum gefällt. Der Täter habe die Linde mit 50 Zentimetern Umfang am Stamm bis auf einen Stumpf abgesägt, sagte ein Polizeisprecher. Er habe dann ein rund 2200 Euro teures Mountainbike gestohlen, das mit einem Schloss an dem Baum auf dem Kasseler Friedrichsplatz festgemacht war. Der Besitzer hatte sein Rad am Freitag angeschlossen - am Dienstag wollte er es abholen und entdeckte den Diebstahl. Zunächst hatte die Zeitung "Hessische/Niedersächsische Allgemeine" (HNA) darüber berichtet.

+++ 15.40 Uhr: Intel-Chef tritt wegen früherer Beziehung zu Untergebener zurück +++

Der Chef des US-Speicherchipkonzerns Intel, Brian Krzanich, ist wegen einer früheren Beziehung zu einer Untergebenen zurückgetreten. Die Beziehung habe gegen unternehmensinterne Regeln verstoßen, teilte Intel mit. Finanzvorstand Bob Swan werde den Konzern vorübergehend leiten. Die Suche nach einem neuen Vorstandschef laufe.

Intel erklärte, das Unternehmen sei kürzlich darüber informiert worden, dass der 58-jährige Krzanich eine "einvernehmliche Beziehung" mit einer Angestellten unterhalten habe. Eine Untersuchung durch interne und externe Experten habe ergeben, dass der Konzernchef damit gegen die Vorschriften verstoßen habe. Sie verbieten Führungskräften Beziehungen zu Untergebenen.

+++ 15.15 Uhr: Conte zu Merkel: Italien fordert offene Diskussion bei Mini-Gipfel +++

Italiens Regierungschef Giuseppe Conte hat seine Teilnahme an dem Treffen zu Migration am Sonntag in Brüssel an Bedingungen geknüpft. Er habe einen Anruf von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erhalten, die ihm von ihrer Sorge berichtet habe, er könne an dem Treffen nicht teilnehmen, schrieb Conte auf Facebook. "Ich habe ihr bestätigt, dass es für mich inakzeptabel gewesen wäre, an diesem Gipfel teilzunehmen, wenn es schon einen vorgefertigten Text dafür gibt." Merkel habe ihm demnach angeblich bestätigt, dass der Entwurf der Erklärung für das Treffen, der Mittwoch öffentlich geworden war, "beiseite gelegt" werde.

+++ 15.10 Uhr: Auto fährt in Schulbus - zehn Verletzte +++

Beim Zusammenstoß eines Pkw mit einem voll besetzten Schulbus sind im Rhein-Sieg-Kreis (Nordrhein-Westfalen) zehn Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Polizei erlitt der 36 Jahre alte Pkw-Fahrer schwere Verletzungen, der Busfahrer und acht Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren wurden leicht verletzt. Den Ermittlungen zufolge war der Autofahrer aus bisher ungeklärter Ursache mit hoher Geschwindigkeit auf den Bus aufgefahren, als dieser nach links abbog. In dem Bus befanden sich 26 Schüler.

+++ 14.35 Uhr: Tausende fliehen im Süden Syriens vor Kämpfen +++

Im Süden des Bürgerkriegslands Syrien droht ein neues Flüchtlingsdrama. In den vergangenen beiden Tagen seien in der Provinz Daraa mehr als 12.000 Menschen vor Kämpfen und aus Angst vor weiterer Gewalt zwischen Regierungstruppen und Opposition geflohen, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die bewaffneten Gegner des Machthabers Baschar al Assad kontrollieren im Süden Syriens ein größeres Gebiet an der Grenze zu Jordanien. Es ist neben der Provinz Idlib im Nordwesten Syriens einer der wenigen Teile des Landes, der noch von Rebellen beherrscht wird. Assads Anhänger ziehen seit Wochen Truppen im Süden zusammen, darunter Eliteeinheiten. Der Präsident hatte angekündigt, seine Einheiten würden das ganze Land zurückerobern, sollte es keine Verhandlungslösung geben. 

+++ 14.10 Uhr: Türkei verweigert OSZE-Wahlbeobachter die Einreise +++

Die türkische Regierung verweigert dem OSZE-Wahlbeobachter und Linken-Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko nach dessen Angaben die Einreise ins Land. Hunko sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Türkei habe der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) in Wien mitgeteilt, dass ihm die Einreise nicht gestattet werde.

+++ 14.03 Uhr: Große Ferien in drei Bundesländern - ADAC erwartet längere Staus +++

Hessen macht den Anfang: Für rund 762.000 Schüler beginnen dort an diesem Freitag die großen Ferien - wie auch in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Der ADAC warnt vor Staus - ein
Schwerpunkt ist demnach die längste deutsche Autobahn 7 (Göttingen-Würzburg). Auf der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung behindern sieben Baustellen mit einer Gesamtlänge von mehr als 46 Kilometern den Verkehr. Mit Staus muss aber auch auf der Autobahn 5 (Kassel-Basel) und der Autobahn 3 (Köln-Würzburg) gerechnet werden - vor allem am Freitag und am Wochenende.

+++ 13.49 Uhr: Ukraine will künftig nur noch Zivilisten als Verteidigungsminister +++

Die Ukraine will das Verteidigungsministerium künftig nicht mehr von Soldaten, sondern von Zivilisten führen lassen. Das Parlament in Kiew verabschiedete ein Gesetz zur nationalen Sicherheit, das Präsident Petro Poroschenko eingebracht hatte. Die Ex-Sowjetrepublik will sich damit der Praxis der meisten Nato-Länder annähern, in denen Politiker die Aufsicht über das
Militär führen. Ein Gegenbeispiel ist der General i.R. James Mattis in den USA.

+++ 13.40 Uhr: Letztes Plädoyer im NSU-Prozess beendet - Urteil im Juli? +++

Nach mehr als fünf Jahren und mehr als 430 Verhandlungstagen steuert der NSU-Prozess auf das Urteil zu: Am Donnerstag beendete die Verteidigerin der Hauptangeklagten Beate Zschäpe, Anja Sturm, das letzte Plädoyer in dem seit Mai 2013 laufenden Mammutverfahren. Nun muss sich das Münchner Oberlandesgericht noch mit letzten Beweisanträgen der Zschäpe-Verteidiger befassen. Danach dürfte der Weg für ein Urteil gegen die mutmaßliche Rechtsterroristin und die insgesamt vier Mitangeklagten frei sein. Sollte es nicht wieder zu neuen Verzögerungen geben, könnte dies im Juli kommen.

+++ 13.19 Uhr: Sara Netanjahu wegen Betrugs angeklagt - Fertigessen bestellt +++

Sara Netanjahu, Ehefrau des israelischen Ministerpräsidenten, ist wegen Betrugs angeklagt worden. Das israelische Justizministerium teilte mit, auch ein Mitarbeiter solle vor Gericht gestellt werden. Der 59-jährigen Netanjahu wird vorgeworfen, gemeinsam mit dem Mitarbeiter in Restaurants Essen im Wert von umgerechnet rund 83.000 Euro bestellt zu haben, obwohl dies gegen die Regeln verstieß. Parallel habe die Familie nämlich einen Koch in der Residenz des Ministerpräsidenten beschäftigt. Netanjahu hatte stets ihre Unschuld beteuert.

+++ 13.06 Uhr: Missbrauchter Junge braucht laut Polizei jahrelange Hilfe +++

Nach dem jahrelangen Missbrauch eines Kindes durch mehrere Täter in der Nähe von Freiburg benötigt das Opfer der Verbrechen nach Ansicht der Polizei jahrelange Hilfe. Für eine psychologische Betreuung des heute neun Jahre alten Jungen sei es nach Ansicht von Experten noch zu früh, sagte eine Polizeibeamtin beim Landgericht Freiburg aus. "Es braucht noch ein bis zwei Jahre, bis er eine Therapie ansatzweise beginnen kann." Derzeit sei der Junge damit beschäftigt, "in seinem neuen Leben anzukommen". Dabei werde er, auch von der Polizei, unterstützt. Den Angaben zufolge lebt das Kind inzwischen bei einer Pflegefamilie. 

Der Junge wurde laut Anklage mehr als zwei Jahre lang von Männern aus dem In- und Ausland vergewaltigt. Die 48 Jahre alte Mutter des Kindes und ihr 39 Jahre alter Lebensgefährte sollen ihn hierfür im Internet angeboten und Geld kassiert haben. Es gibt insgesamt acht Verdächtige. Die Beamtin sagte am Donnerstag als Zeugin im Prozess gegen einen der Männer aus. Ein Urteil in diesem Fall soll es laut Gericht im Juli geben.

+++ 12.45 Uhr: FDP fordert Neuwahlen im Falle eines Auseinanderbrechens der Großen Koalition +++

Im Falle eines Auseinanderbrechens der großen Koalition fordert die FDP Neuwahlen. "Wenn jetzt die Regierung scheitern sollte, dann müssen die Wählerinnen und Wähler wieder neu das Wort haben", sagte FDP-Parteichef Christian Lindner in Berlin. "Es hat sich so viel verändert, es wäre unzumutbar, jetzt noch einmal irgendeine Regierung zu bilden."

Angesichts des heftigen Konflikts in den Unionsparteien um die Flüchtlingspolitik wird über ein vorzeitiges Aus der großen Koalition aus CDU, CSU und SPD spekuliert. Das Bündnis war erst zustande gekommen, nachdem die FDP den Versuch einer Regierungsbildung mit Union und Grünen im vergangenen November für gescheitert erklärt hatte.

+++ 12.31 Uhr: Umwelthilfe beantragt Zwangsvollstreckung von Diesel-Fahrverbot +++

Die Deutsche Umwelthilfe hat nach eigenen Angaben die Zwangsvollstreckung eines Diesel-Fahrverbots in Düsseldorf beantragt. Ziel sei die Umsetzung des Urteils des  Verwaltungsgerichts Düsseldorf aus dem Jahr 2016, teilte die Umwelthilfe mit. Sollten Zwangsgelder nicht fruchten, könnten als härtere Maßnahmen Zwangshaft gegen die NRW-Umweltministerin oder Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) beantragt werden. Vom Verwaltungsgericht war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. 

Laschet hatte erklärt, er halte Dieselfahrverbote in NRW für unverhältnismäßig. Falls die Bezirksregierung Fahrverbote verhängen sollte, "gäbe es die rechtliche Möglichkeit, das zu untersagen". Die Umwelthilfe (DUH) will mit dem Vollstreckungsverfahren für Düsseldorf ab spätestens 1.1.2019 ein Diesel-Fahrverbot durchsetzen. Der Antrag richte sich gegen die NRW-Landesregierung. Nur mit Diesel-Fahrverboten sei es möglich, den Grenzwert für das Abgasgift Stickstoffdioxid kurzfristig einzuhalten.

+++ 12.15 Uhr: Kauder ruft Versachlichung der Debatte über Migrationspolitik auf +++

Unionsfraktionschef Volker Kauder hat die deutsch-französischen Vereinbarungen von Meseberg verteidigt und zu einer sachlicheren Diskussion über die Flüchtlingspolitik aufgerufen. Der CDU-Politiker sagte der Deutschen Presse-Agentur, in der Migrationspolitik unterstrichen Kanzlerin Angela Merkel und Präsident Emmanuel Macron "völlig zu Recht, dass einseitiges Handeln der Mitgliedstaaten am Ende zu einem Anstieg der Migration führen werde". 

Kauder argumentierte, die Beschlüsse von Meseberg seien "der lange erwartete Impuls für die Weiterentwicklung Europas in den kommenden Jahrzehnten". Es sei gut, dass Deutschland und Frankreich die Führung in dieser Debatte übernommen hätten. Das sei auch lange eingefordert worden. "Es steht derzeit sehr viel für Europa auf dem Spiel. Umso verantwortungsvoller sollte unsere Diskussion sein." Er sicherte zu: "Wir werden über alle Punkte in der nächsten Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion am kommenden Dienstag ausführlich diskutieren."

+++ 11.54 Uhr: AfD-Chef Jörg Meuthen hat geheiratet +++

Nach der umstrittenen Parlamentswahl im Irak müssen sämtliche Stimmen neu ausgezählt werden. Das oberste Gericht des Landes entschied nach eigenen Angaben, dass ein entsprechender Beschluss des noch amtierenden alten Parlaments verfassungsgemäß ist. Eine ebenfalls vom Parlament beschlossene teilweise Annullierung von Stimmen sei hingegen verfassungswidrig. 

Nach der Wahl am 12. Mai hatten zahlreiche Parteien über angebliche Unregelmäßigkeiten und Stimmenfälschungen geklagt. Ministerpräsident Haidar al-Abadi erklärte, bei der Wahl habe es "gefährliche Verstöße" gegeben. Einige Parteien forderten eine Annullierung aller Stimmen. In einem Lager mit Stimmzetteln in der Hauptstadt Bagdad brach ein Brand aus, der Al-Abadi zufolge absichtlich gelegt wurde. Die Neuauszählung der Stimmen wird von einem Richtergremium überwacht. 

+++ 11.52 Uhr: AfD-Chef Jörg Meuthen hat geheiratet +++

Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen (56) hat seine Lebensgefährtin Natalia Zvekic (36) geheiratet. Für Meuthen, der fünf Kinder hat, ist es die dritte Ehe. Die standesamtliche Hochzeit im Badischen fand nach Angaben des Bräutigams im ganz kleinen Kreis statt. Zvekic ist Mitglied der Alternative für Deutschland. Das Paar hatte sich in der Berliner Bundesgeschäftsstelle der Partei kennengelernt, wo Zvekic eine Zeit lang gearbeitet hatte.

+++ 11.37 Uhr: Palästinenser nutzen Kondome für Feuerattacken auf Israel +++

Palästinenser aus dem Gazastreifen setzen im Kampf gegen Israel auch mit Helium gefüllte Kondome ein, an denen sie brennende Gegenstände befestigen. Überreste der Flugkörper in Israel präsentierte die israelische Polizei. Zuvor hatten bereits Palästinenser auf Twitter entsprechende Bilder gezeigt. Seit April haben Palästinenser nach Angaben der israelischen Armee mehr als 700 Lenkdrachen und Ballons mit brennenden Stoffresten nach Israel geschickt. Darunter hätten sich auch Flugkörper mit explosiven Gegenständen befunden. Brände, die durch die Feuerdrachen ausgelöst worden seien, hätten rund 25 Quadratkilometer landwirtschaftlich genutzte Fläche, Wald und Naturschutzgebiet zerstört. 

+++ 10.18 Uhr: Gericht in Südkorea erklärt Töten von Hunden für Fleischgerichte für illegal +++

In einem von Tierschützern als historisch bezeichneten Urteil hat ein Gericht in Südkorea erstmals das Töten von Hunden für Fleischgerichte als illegal eingestuft. Die Entscheidung des Regionalgerichts in Bucheon werde den Weg für ein komplettes Verbot des Verzehrs von Hundefleisch ebnen, sagte die Anwältin Kim Kyung Eun von der Tierschutzorganisation Care am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP.

Gerichte mit Hundefleisch gehören traditionell zur koreanischen Küche, kamen zuletzt aber zunehmend aus der Mode. Südkoreaner sehen Hunde inzwischen eher als Haustiere denn als Lebensmittel, für jüngere Generationen ist der Verzehr quasi tabu

+++ 09.55 Uhr: Europäischer Gerichtshof verurteilt Deutschland wegen Nitraten +++

Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg hat Deutschland wegen Verletzung von EU-Recht verurteilt, weil die Bundesregierung zu wenig gegen Nitrate im Grundwasser unternommen hat. Ein Übermaß an Nitraten, die meist aus Düngern der Landwirtschaft  stammen, schadet der Umwelt und birgt Gesundheitsrisiken.

+++ 9.47 Uhr: Hunderte als Taschenlampen getarnte Elektroschocker beschlagnahmt +++

Der Hamburger Zoll hat den Schmuggel hunderter Elektroschocker verhindert, die als Taschenlampen deklariert waren. Sie kamen aus China und waren für Polen bestimmt. Wie das Hauptzollamt Hamburg-Hafen mitteilte, waren die 1260 Elektroschocker in elf Kartons verpackt. Die verbotenen Waffen sehen auf den ersten Blick aus wie Taschenlampen. Durch einen zusätzlichen Schalter können sie als Elektroschocker verwendet werden. "Allein der Besitz eines solchen Elektroimpulsgerätes ist strafbar", sagte Udo Storch, Sprecher des Hauptzollamtes Hamburg-Hafen.

+++ 9.18 Uhr: Grünen-Chef Habeck hat schon nach 100 Tagen große Koalition die Nase voll +++

Grünen-Parteichef Robert Habeck hat schon nach den ersten hundert Tagen Regierung der großen Koalition die Nase voll. Mit Blick auf den anhaltenden Streit der Schwesterparteien CDU und CSU über die Flüchtlingspolitik sagte Habeck im ZDF-"Morgenmagazin", "dass das Ende schon nach 100 Tagen beginnt und dass es so eine miserable Performance ist, damit hat wohl keiner gerechnet." Für ihn gelte: "Ich mag es auch nicht mehr sehen."

+++ 08.54 Uhr: Pilot stirbt bei Absturz von Kleinflugzeug in Baden-Württemberg +++

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs ist in Baden-Württemberg der Pilot ums Leben gekommen. Der 38-Jährige stürzte mit seinem einsitzigen Sportflugzeug nahe Mosbach kurz nach dem Start ab, wie die Polizei in Heilbronn mitteilte. Die Ursache des Unglücks war zunächst unklar.

+++ 08.37 Uhr: Instagram knackt Marke von einer Milliarde Nutzer +++

Der Bilderdienst Instagram hat die Marke von einer Milliarde aktiver Nutzer geknackt und macht künftig dem Portal YouTube harte Konkurrenz. "Wir haben nun eine Gemeinschaft von einer Milliarde Nutzern", sagte der Chef des Online-Netzwerks, Kevin Systrom, bei einer Veranstaltung in San Francisco. Mit dem 2010 gestarteten Internetdienst können Bilder und kurze Videos geteilt werden.

Instagram war 2012 von Facebook gekauft worden und treibt seitdem den Umsatz des Internetkonzerns an. Mit seiner Milliarde monatlich aktiver Nutzer ist der Bilderdienst nun das vierte zu Facebook gehörende Angebot, das die Milliardenmarke geknackt hat: Neben Facebook selbst sind das der Dienst WhatsApp und der Messenger von Facebook. Instagram ist es vor allem gelungen, eine junge Nutzerschaft anzuziehen, was Facebook zunehmend Probleme macht.

+++ 8.30 Uhr: Neuseelands Premierministerin Ardern bringt Tochter zur Welt +++

Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern ist Mutter geworden. Die 37-Jährige brachte am Donnerstag in Auckland ein Mädchen zur Welt, wie sie auf Facebook mitteilte. Dort postete sie auch ein Foto von sich und dem Neugeborenen samt Vater Clarke Gayford (40). "Willkommen in unserem Dorf, Kleines", schrieb die frischgebackene Mutter weiter. Das gesunde Mädchen sei um 16.45 Uhr (Ortszeit) auf die Welt gekommen und wiege 3,31 Kilogramm. Dank des "wunderbaren Teams" im Auckland City Hospital gehe es allen sehr gut. Ardern will nach sechs Wochen Babypause wieder ihre Aufgaben als Premierministerin wahrnehmen.

Welcome to our village wee one. Feeling very lucky to have a healthy baby girl that arrived at 4.45pm weighing 3.31kg...

Gepostet von Jacinda Ardern am Mittwoch, 20. Juni 2018

Ardern ist erst die zweite Regierungschefin, die während ihrer Amtszeit Mutter wird. 1990 hatte Pakistans Premierministerin Benazir Bhutto im Amt ein Kind bekommen. Ardern ist erst seit Oktober im Amt. Im Januar hatte sie dann bekanntgegeben, dass sie schwanger ist.

Arderns Labour-Partei regiert in einer Koalition mit der rechtspopulistischen Partei New Zealand First und den Grünen. In der Babypause wird sie vom stellvertretenden Premierminister Winston Peters vertreten. Danach soll sich vor allem ihr Lebensgefährte Clarke Gayford, der Moderator einer Angelsendung im Fernsehen ist, um das Kind kümmern.

+++ 5.30 Uhr: Neue Stationen der Pariser Metro werden nach Frauen benannt +++

Viele Stationsnamen der Pariser Metro ehren berühmte Männer, Frauen sind dagegen bislang die absolute Ausnahme. Jetzt sollen zwei neue Haltepunkte nach berühmten Frauen benannt werden: nach der Chansonsängerin Barbara ("Göttingen") und der französischen Widerstandskämpferin Lucie Aubrac. Das teilte der regionale Nahverkehrsverbund am Mittwoch mit. Der auffällige Mangel an Frauennamen hatte bereits zu Diskussionen geführt. Bislang sind lediglich vier Stationen des Metronetzes nach Frauen benannt - von mehr als 300 Stationen insgesamt.

+++ 5.05 Uhr: Maaßen warnt vor Cyberangriffen aus Russland, China und dem Iran +++

Spionage und Sabotage per Internet: Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, warnt eindringlich vor verstärkten Cyberangriffen aus Russland, China und dem Iran. "Wir sehen den Trend auch in 2018, dass die Quantität und Qualität nachrichtendienstlicher Kampagnen weiter zunimmt", sagte Maaßen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Hier seien vor allem die Nachrichten- und Sicherheitsdienste der Russischen Föderation, der Volksrepublik China sowie des Irans sehr aktiv, auch gegen Deutschland. 

+++ 3.04 Uhr: Deutschland macht 2,9 Milliarden Gewinn mit Griechenland-Hilfe +++

Deutschland ist ein großer Profiteur der Milliardenhilfen zur Rettung Griechenlands und hat seit dem Jahr 2010 insgesamt rund 2,9 Milliarden Euro an Zinsgewinnen verdient. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor. Der Regierungsantwort zufolge gab es seit 2010 vor allem Gewinne aus Ankäufen griechischer Staatsanleihen im Rahmen des "Securities Market Programme" (SMP) der Europäischen Zentralbank (EZB), die bei der Bundesbank anfielen und dem Bundeshaushalt überwiesen wurden. 

Am Donnerstag treffen sich die Euro-Finanzminister, um über mögliche weitere Schuldenerleichterungen für Athen zu beraten - Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hielt sich hierzu lange bedeckt. Das dritte Hilfsprogramm von bis zu 86 Milliarden Euro läuft im August aus. 

+++ 1 Uhr: Generalbundesanwalt warnt vor Anschlägen mit biologischen Waffen +++

Nach der Festnahme des Tunesiers in Köln hat Generalbundesanwalt Peter Frank vor Anschlägen mit biologischen Waffen gewarnt. "Wir müssen uns davon verabschieden, dass terroristische Straftaten immer nach dem gleichen Muster erfolgen," sagte Frank in den ARD-"Tagesthemen". Die Gefahr, dass Anschläge auf unterschiedliche Arten und Weisen begangen werden könnten, sähen die Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden schon seit längerer Zeit. Terroristen seien "insoweit sehr kreativ und versuchen asymetrisch alle möglichen Szenarien auszutesten, dazu gehört auch eine solche Bedrohung mit biologischen Kampfstoffen, darauf müssen wir uns einstellen", warnte Frank.

ivi/dho/fs / AFP / DPA