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News des Tages: Bundeskanzlerin Merkel verliert laut ARD-"Deutschlandtrend" an Zustimmung

Puigdemont kommt unter Auflagen frei +++ Bewaffneter Angriff an Universität in Türkei - vier Tote +++ Briten haben laut Medienbericht russisches Nervengift-Labor identifiziert +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Bundeskanzlerin Angela Merkel - laut ARD-Deutschlandtrend sinkt ihre Zustimmung

Schwieriger Start in die voraussichtlich letzte Amtszeit: Laut dem aktuellen ARD-Deutschlandtrend hat Bundeskanzlerin Angela Merkel deutlich an Zustimmung verloren.

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • ARD-Deutschlandtrend: Merkel verliert klar an Zustimmung (22.15 Uhr)
  • OLG: Puigdemont kommt gegen Kaution frei (18.59 Uhr)
  • Akademiker erschießt vier Kollegen in türkischer Universität (16.00 Uhr)
  • Zeitung: Russisches Nowitschok-Labor angeblich identifiziert (12.29 Uhr)
  • Erste US-Diplomaten verlassen Botschaft in Moskau (8.12 Uhr)
  • Brasiliens Ex-Präsident Lula muss wohl  in Haft (6.02 Uhr)
  • Bericht: USA planen neue Russland-Sanktionen (4.24 Uhr) 

 Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 23.54 Uhr: Richter erlässt Haftbefehl gegen Brasiliens Ex-Präsident Lula la Silva +++

Ein brasilianischer Richter hat Haftbefehl gegen den ehemaligen Staatspräsidenten Inácio Lula da Silva erlassen. Mehrere Medien zitierten aus einem entsprechenden offiziellen Schreiben. Lula solle sich bis Freitag (17 Uhr Ortszeit/22 Uhr MESZ) der Polizei in der südbrasilianischen Stadt Curitiba stellen, heißt es in dem von Richter Sérgio Moro ausgestellten Haftbefehl. Der Oberste Bundesgerichtshof Brasiliens hatte zuvor einen Antrag Lulas abgewiesen, bis zum Abschluss eines Berufungsverfahrens gegen eine zwölfjährige Haftstrafe auf freiem Fuß zu bleiben. Lula war zwischen 2003 und 2011 brasilianischer Staatschef.

+++ 23.35 Uhr: Mehrheit der Deutschen nach Facebook-Skandal in Sorge vor Datenmissbrauch +++

Nach dem Facebook-Datenskandal haben 61 Prozent der Internetnutzer einer Umfrage zufolge Angst vor dem Missbrauch ihrer Daten. Fast neun von zehn Befragten haben wenig oder gar kein Vertrauen, dass Facebook mit persönlichen Daten verantwortungsvoll umgeht, wie am Donnerstag aus dem ARD-"Deutschlandtrend" hervorging. Jeder zehnte gab an, großes Vertrauen in Facebook zu haben. Von "sehr großem Vertrauen" sprach keiner der Befragten. Fast 30 Prozent nutzen Facebook trotz des aktuellen Skandals unverändert weiter. Etwa jeder siebte nutzt das Online-Netzwerk den Angaben zufolge weniger als früher oder gar nicht mehr, seit der Datenmissbrauch bekannt geworden ist. Insgesamt gaben 59 Prozent an, Facebook unabhängig vom Skandal nicht zu nutzen.


+++ 22.15 Uhr: Merkel verliert laut ARD-Deutschlandtrend an Zustimmung +++

Nur noch 57 Prozent der Deutschen halten Angela Merkel einer Umfrage zufolge für eine gute Besetzung als Bundeskanzlerin. Das geht aus dem neuen ARD-"DeutschlandTrend" hervor. Im Vergleich zum Start ihrer vorherigen Amtszeit Anfang 2014 hat die Regierungschefin damit 18 Prozentpunkte eingebüßt. Trotzdem steht die CDU-Vorsitzende besser da als CSU-Chef Horst Seehofer. Ihn halten nur 39 Prozent der Befragten für eine gute Besetzung als Bundesinnenminister. Eine Mehrheit von 51 Prozent hält ihn ausdrücklich für keine gute Besetzung. Auch die anderen in der Umfrage genannten Kabinettsmitglieder bekommen weniger Vorschusslorbeeren als Merkel. Peter Altmaier (CDU) wird immerhin von 55 Prozent der Befragten für eine gute Besetzung als Wirtschaftsminister gehalten. Olaf Scholz (SPD) kommt als Finanzminister auf 49 Prozent, Heiko Maas (SPD) als Außenminister auf 43 Prozent. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) wird lediglich von 40 Prozent als gute Besetzung wahrgenommen, bei Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sind es sogar nur 26 Prozent und bei Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) gerade einmal 25 Prozent.

+++ 21.46 Uhr: In Thailand vermisster deutscher Tourist offenbar tot aufgefunden +++

Der seit dem 17. März in Thailand vermisste deutsche Tourist Joachim B. ist offenbar tot. Laut Medienberichten war bereits am 22. März - also fünf Tage nach der Vermisstenmeldung eine männliche Leiche an einem thailändischen Strand gefunden worden. Wie es nun heißt, handelt es sich nach Erkenntnissen des Polizeipräsidiums Mittelfranken mit "an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" um den vermissten Deutschen. Wie es heißt, fiel der 35-Jährige wohl einem Tötungsdelikt zum Opfer.

+++ 20.44 Uhr: Weißes Haus bestätigt Besuch der Bundeskanzlerin +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird in nächster Zeit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus treffen. Das bestätigte ein Sprecher Trumps am Donnerstag am Rande eines Besuchs des Präsidenten in West Virginia. An den Details des Treffens werde noch gearbeitet. Nach "Bild"-Angaben ist der Besuch für den 27. April geplant. Das wäre nur wenige Tage nach dem Besuch des französischen Präsidenten Emmanuel Macron bei Trump.

+++ 18.59 Uhr: Katalanischer Separatistenführer Puigdemont kommt unter Auflagen frei +++

Der frühere katalanische Regionalpräsident Carles Puigdemont kommt unter Auflagen frei. Wie das Oberlandesgericht Schleswig-Holstein am Abend mitteilte, kann Puigdemont wegen des Vorwurfs der "Rebellion" nicht an Spanien ausgeliefert werden, daher sei eine "Fluchtgefahr deutlich herabgemildert". Wegen des Vorwurfs der "Korruption" in Form von Untreue sei hingegen eine Auslieferung an Spanien möglich.

Das Oberlandesgericht erließ daher einen Auslieferungshaftbefehl gegen Puigdemont und setzte den Vollzug des Haftbefehls sogleich wieder aus. Zu den Auflagen der Haftverschonung gehört demnach unter anderem die Zahlung einer Kaution von 75.000 Euro. Ob Puigdemont am Ende tatsächlich von Deutschland an Spanien ausgeliefert wird, muss nun die Generalstaatsanwaltschaft in Schleswig-Holstein entscheiden. Allerdings kann der Katalane gegen eine mögliche Auslieferungsentscheidung dann Beschwerde einreichen.

Das Oberlandesgericht signalisierte auch, dass beim Vorwurf der Untreue "noch weitere tatsächliche Umstände zu klären und weitere Informationen einzuholen" seien. Anhaltspunkte dafür, dass Puigdemont der Gefahr einer "politischen Verfolgung" in Spanien ausgesetzt wäre, sah das Gericht nicht. Zum Vorwurf der "Rebellion" stellte das Gericht fest, dass das Puigdemont in Spanien zur Last gelegte Verhalten in Deutschland nicht strafbar wäre. In einem solchen Fall ist eine Auslieferung unzulässig. Der vergleichbare Straftatbestand des "Hochverrats" liegt nach Ansicht des Gerichts nicht vor.


+++ 17.07 Uhr: Großbrand in Istanbuler Krankenhaus +++

In einem Krankenhaus in der türkischen Metropole Istanbul ist ein Feuer ausgebrochen. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie eine Seite des 14-stöckigen Gebäudes in Flammen stand. Eine schwarze Rauchwolke stieg über den Komplex des Taksim Ausbildungs- und Forschungskrankenhauses im Stadtteil Gaziosmanpasa auf. Retter brachten Kranke in Sicherheit. Der Chef der Feuerwehr sagte dem Sender CNN Türk, der Brand sei unter Kontrolle. Bis auf die Intensivstation sei das Krankenhaus vollständig evakuiert worden. Opfer gebe es bislang nicht. Die Ursache des Brandes war noch unklar.

+++ 17.06 Uhr: Päckchen mit Projektilen an italienische Schiedsrichter +++

Der italienische Schiedsrichterverband ist mit Päckchen voller Projektile bedroht worden und hat angesichts zunehmender Gewalt im Fußball einen Notruf abgesetzt. Sowohl gegen ihn als auch gegen den Vizepräsidenten und den Verantwortlichen für die Schiedsrichterauswahl sei die Bedrohung gerichtet gewesen, sagte der Präsident der Vereinigung AIA, Marcello Nicchi. Ein Journalist hätte zudem dazu aufgerufen, "auf Schiedsrichter zu schießen". Das Innenministerium und die Ermittlungsbehörden seien informiert worden. Die Gewalt sei "nicht zu unterschätzen", sagte Nicchi.

+++ 17.04 Uhr: Duisburg: Fahrer steuerten Unglücks-U-Bahnen manuell +++

Beim Duisburger U-Bahn-Unfall mit mehr als 20 Verletzten sind die Züge nicht wie sonst üblich von der sogenannten Zugsicherungstechnik gesteuert worden. Es habe kurz vor dem Unfall am Dienstag eine Störung gegeben. Dadurch hätten die Fahrer die Bahnen in dem U-Bahn-Tunnel manuell steuern müssen - normalerweise übernimmt das im Tunnel die Sicherungstechnik, teilte die Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) mit. Während der Störung sei es zu dem Auffahrunfall gekommen.

Das Duisburger Zugsicherungssystem soll Unfälle im U-Bahn-Tunnel verhindern. Ist eine Straßenbahn unterirdisch unterwegs, regelt es unter anderem die Geschwindigkeit und den Sicherheitsabstand der Bahnen. Kommen sich zwei Bahnen näher als 150 Meter, zieht das System die Notbremse.

Doch die automatische Steuerung war am Dienstag nicht aktiv, wie die DVG mitteilte. Bei einem anderen Zug gab es eine Störung im Kommunikationsmodul, das für den Datentransfer zwischen Zug und Sicherungssystem verantwortlich ist. Deshalb sei bei den Bahnen - wie in solchen Fällen vorgeschrieben - auf manuelle Steuerung durch den Fahrer umgestellt worden. Dem Fahrer werde dann automatisch angezeigt, dass er das Fahrzeug nun selbst steuern müsse. Weshalb die Bahn nicht rechtzeitig zum Stehen kam und auf die vorausfahrende Bahn auffuhr, wird weiter ermittelt.

+++ 16.59 Uhr: Iran droht USA mit "Überraschung" +++

Der iranische Atomchef hat mit einer "Überraschung" gedroht, sollte US-Präsident Donald Trump nächsten Monat aus dem Wiener Atomabkommen aussteigen. Ali Akbar Salehi sagte nicht, wie die Überraschung aussehen würde, sprach aber von einem "speziellen Daumendruck" Irans. Der Begriff Daumendruck bedeutet im Persischen eine harsche Reaktion, wobei die Gegenseite dann ihr blaues Wunder erleben würde.

"Wir wollen in dem Deal bleiben, aber wir können auch anders", sagte der Vizepräsident und Chef der iranischen Atomorganisation. Wegen Trumps unberechenbarer Politik stehe der Iran in diesem Jahr "vor einer großen politischen Herausforderung". "Daher sollten alle im Land auf der Hut sein", sagte Salehi laut Nachrichtenagentur IRNA.

+++ 16.50 Uhr: Tierschützer sahen keine Vernachlässigung von Kampfhund Chico +++

Vor der tödlichen Kampfhundattacke in Hannover war der Tierschutzverein in den vergangenen Jahren zwei Mal bei der betroffenen Familie. Eine Vernachlässigung des Kampfhunds Chico wurde aber nicht festgestellt. Nachbarn hatten 2014 und 2016 gemeldet, dass das Tier wohl in einem Zimmer eingesperrt sei, ständig belle und auf dem Balkon sein Geschäft mache. Eine Tierschutz-Inspektorin besuchte daraufhin zwei Mal die Wohnung, in der das Tier gehalten wurde, wie der Geschäftsführer des Tierschutzvereins Hannover, Heiko Schwarzfeld, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Der Hund habe dabei laut gebellt und sei weggesperrt worden, das sei aber nicht ungewöhnlich. "Der Hund zeigte damals keine Anzeichen von Vernachlässigung", betonte Schwarzfeld. Das Tier soll am Dienstag eine 52-Jährige und ihren 27-jährigen Sohn totgebissen haben.

+++ 16.40 Uhr: 20 Tote bei Busunglück in Ägypten +++

Beim Zusammenstoß eines Busses und eines Lastwagen im südlichen Ägypten sind 20 Menschen getötet worden. Der Unfall ereignete sich nach Angaben aus lokalen Sicherheitskreisen bereits am späten Mittwochabend auf einer Wüstenstraße in der Provinz Suhadsch, in der Nähe von Luxor. Erste Untersuchungen hätten ergeben, dass der Busfahrer wegen eines geplatzten Reifens die Kontrolle über das Fahrzeug verloren habe, hieß es.

In Ägypten kommt es immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen. Häufig werden schlechte Straßen und rücksichtsloses Fahren dafür verantwortlich gemacht. Im Jahr 2016 starben nach offiziellen Angaben bei mehr als 14.000 Unfällen 5343 Menschen. In Deutschland starben im vergangenen Jahr im Vergleich dazu 3177 Menschen.

+++ 16.00 Uhr: Akademiker erschießt vier Kollegen in türkischer Universität +++

Ein Mitarbeiter der Osmangazi Universität im türkischen Eskisehir hat auf dem Campus der Hochschule vier seiner Kollegen erschossen. Die Motive des Täters, der sich in Polizeigewahrsam befindet, seien noch unklar, sagte der Gouverneur der Provinz Eskisehir. Die Staatsanwaltschaft befasse sich mit dem Fall. Medienberichte über drei Verletzte bestätigte der Gouverneur zunächst nicht.

Der Direktor der Universität, Hasan Gönen, sagte dem Sender CNN Türk, der Angreifer sei in das Gebäude der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät eingedrungen und habe erst das Zimmer des Dekans aufgesucht. Als er diesen nicht vorfand, habe er vier seiner Kollegen erschossen. Anschließend habe die Polizei den Mann festgenommen.

Gönen sagte, der Angreifer habe Probleme mit seinen Kollegen gehabt. Er vermute keinen terroristischen Hintergrund, sondern persönliche Motive hinter der Tat. Der Täter sei Doktorand und aktiver wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität.

Unklar blieb zunächst, wie der Angreifer mit der Waffe auf das Universitätsgelände gelangen konnte. An türkischen Hochschulen gibt es in der Regel eine Eingangskontrolle.

+++ 15.28 Uhr: Giftopfer Julia Skripal äußert sich erstmals öffentlich nach Anschlag +++

Die beim Giftanschlag von Salisbury schwer verletzte Julia Skripal hat sich erstmals nach ihrer Einlieferung ins Krankenhaus vor einem Monat öffentlich geäußert. Sie fühle sich jeden Tag besser, erklärte die 33-Jährige in einer von der britischen Polizei verbreiteten Mitteilung. Vor mehr als einer Woche sei sie aufgewacht, erklärte Skripal, die bei dem Anschlag gemeinsam mit ihrem Vater, dem früheren russischen Agenten Sergej Skripal, lebensgefährlich verletzt worden war.

+++ 15.23 Uhr: Menschliches Skelett ohne Kopf - Polizei prüft Vermisstenfälle +++

Nach dem Fund eines menschlichen Skeletts ohne Kopf in Sachsen-Anhalt prüft die Polizei Verbindungen zu aktuellen Vermisstenfällen. Es gebe einen Verdacht, geprüft würden aber alle zeitlich in Frage kommenden Vermisstenfälle, sagte ein Polizeisprecher. Spielende Kinder hatten die teilskelettierte Leiche am Mittwoch nahe einer Bahnstrecke in Barleben gefunden. Unweit davon war einige Wochen zuvor ebenfalls von Kindern ein menschlicher Schädel entdeckt worden. Schädel und Torso werden rechtsmedizinisch untersucht, um zu klären, ob es sich um dieselbe Person handelt. Ein Ergebnis stehe noch aus, sagte der Polizeisprecher.

+++ 14.59 Uhr: Auto überrollt Radfahrer: Drei Deutsche auf Mallorca schwer verletzt +++

Drei deutsche Radfahrer sind bei einem Verkehrsunfall auf Mallorca schwer verletzt worden. Der Unfall geschah gegen 9.30 Uhr auf einer Landstraße in der Nähe von Capdepera im Nordosten der spanischen Urlaubsinsel, als ein Auto eine aus 15 Sportlern bestehende Radfahrergruppe aus Deutschland überrollte, wie die "Mallorca Zeitung", das "Mallorca Magazin" und andere Medien unter Berufung auf die Behörden berichteten. Die Ursache des Unfalls sei noch unbekannt.

Der Zustand einer der drei Schwerverletzten sei "kritisch", hieß es. Sechs der Sportler seien nur leicht verletzt worden, die restlichen sechs unversehrt davongekommen. Die Verletzten seien in verschiedene Krankenhäuser der Insel gebracht worden.

+++ 14.37 Uhr: Medien: Bewaffneter Angriff an Universität in Türkei - vier Tote +++

Ein bewaffneter Angreifer hat an der Osmangazi Universität im türkischen Eskisehir nach Medienberichten vier Menschen getötet. Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität sei in das Gebäude der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät eingedrungen und habe um sich geschossen, meldete der Sender CNN Türk. Die Polizei habe den Angreifer festgenommen. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, bei den Opfern handele es sich um Mitarbeiter der Universität. Der Hintergrund der Tat war zunächst unklar.

Auf einem Twitter-Video der "Deutsche Welle Türkei" sind Einsatzkräfte vor dem Universitätsgebäude zu sehen.

+++ 14.28 Uhr: Erdogan verklagt Oppositionsführer erneut auf Schmerzensgeld +++

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu zum zweiten Mal innerhalb einer Woche auf Schmerzensgeld verklagt. Erdogan fordere 500.000 Lira (rund 100.000 Euro), weil er seine Persönlichkeitsrechte verletzt sehe und Kilicdaroglu sich beleidigend geäußert habe, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.

Grund sei eine Rede Kilicdaroglus vom Dienstag vor der Fraktion seiner Mitte-Links Partei CHP in Ankara. Auf welche Äußerungen sich die Klage genau bezieht, war unklar. Kilicdaroglu hatte Erdogan am Dienstag jedoch erneut vorgeworfen, der politische Arm der Gülen-Bewegung zu sein. Für diese Äußerung hatte Erdogan den Oppositionsführer in der Woche zuvor auf umgerechnet rund 50.000 Euro Schmerzensgeld verklagt.

+++ 14.25 Uhr: Armee: Französische und malische Truppen töten in Mali 30 Dschihadisten +++

In Mali haben französische und malische Soldaten bei einem gemeinsamen Einsatz 30 Dschihadisten getötet. Wie das französische Militär in Paris mitteilte, waren an den Kämpfen am Sonntag im Gebiet Akabar an der Grenze zum Niger etwa 60 Mitglieder der Gruppe Islamischer Staat in der größeren Sahara (ISGS) beteiligt. Die malischen Truppen erlitten demnach "Verluste", auf französischer Seite wurde niemand verletzt.

Frankreich, die ehemalige Kolonialmacht in der Sahelzone, hat dort im Zuge der "Operation Barkhane" etwa 4000 Soldaten stationiert. Es unterstützt außerdem eine gemeinsame Militäreinheit der Sahelstaaten Burkina Faso, Mali, Mauretanien, Niger und Tschad im Kampf gegen bewaffnete Dschihadisten. Dazu kommt der UN-Einsatz Minusma mit rund 12.000 Soldaten. An dem 2013 gestarteten Einsatz ist auch die Bundeswehr beteiligt.

+++ 14.15 Uhr: Papst schaltet sich im Streit um todkrankes Kleinkind Alfie James ein +++

Papst Franziskus hat sich in den Streit um lebenserhaltende Maßnahmen für ein unheilbar erkranktes Kleinkind in Großbritannien eingeschaltet. "Ich bete für Alfie, für seine Familie und für alle Betroffenen", erklärte das katholische Kirchenoberhaupt im Kurznachrichtendienst Twitter. Der 22 Monate alte Alfie Evans ist an einem seltenen, degenerativen Hirnleiden erkrankt. Alfies Eltern, wollen das Liverpooler Kinderkrankenhaus Alder Hey daran hindern, das lebenserhaltende Beatmungsgerät des Jungen abzuschalten. "Ich hoffe ernsthaft, dass alles unternommen wird, um den kleinen Alfie Evans weiter mitfühlend zu begleiten, und dass das schwere Leid seiner Eltern erhört wird", erklärte Franziskus. Im Februar hatte Großbritanniens Oberster Gerichtshof am Ende eines langen Rechtsstreits dem zuständigen Krankenhaus die Einstellung der Behandlung erlaubt. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte es abgelehnt, sich mit dem Fall zu befassen. Seit Dezember 2016 ist das Kind in ständiger Behandlung im Krankenhaus. 

+++ 13.54 Uhr: Trumps Steuerreform kostete US-Großbanken fast 40 Milliarden Euro Gewinn +++

Die Steuerreform von US-Präsident Donald Trump hat die Großbanken in den USA einer Analyse zufolge 38,5 Milliarden Euro Gewinn gekostet. Europäische Großbanken verloren hingegen nur 4,2 Milliarden Euro Gewinn, wie die Unternehmensberatung EY mitteilte. Die US-Konkurrenz macht insgesamt aber deutlich bessere Geschäfte als Deutsche Bank und Co. Die zehn nach Bilanzsumme größten US-Banken machten zusammen vergangenes Jahr 74 Milliarden Euro Gewinn - 2016 waren es noch 116 Milliarden Euro. Die zehn größten europäischen Institute verdoppelten zwar ihren Gewinn von 21 auf 42 Milliarden Euro - damit waren sie aber trotzdem deutlich weniger profitabel als die US-Konkurrenz.

Die von US-Präsident Donald Trump vorangetriebene Steuerreform war kurz vor Weihnachten verabschiedet worden. Sie sieht eine drastische Senkung der Unternehmenssteuer von 35 auf 21 Prozent vor. Während das für viele andere Unternehmen positiv ist, wirkte es sich bei den Banken erst einmal schädlich aus. Denn sie mussten zum Beispiel auf im Ausland geparkte Gewinne, die sie nun in die USA holten, eine einmalige Sondersteuer zahlen. Außerdem konnten sie Verluste aus der Finanzkrise nicht mehr so stark wie bisher auf ihr aktuelles Ergebnis anrechnen und die Steuerlast damit senken.

+++ 13.44 Uhr: Lidl nimmt sich Zuckerreduzierung in Getränken und Backwaren vor +++

Der Discounter Lidl nimmt sich im Rahmen seiner Strategie zur Reduzierung von Zucker und Salz nun Getränke und Backwaren vor. "In den kommenden Wochen" würden in den Filialen weitere zuckerreduzierte Produkte erhältlich sein, darunter Cola und Eistee, erklärte Lidl. Die SPD appellierte an die Getränkehersteller, freiwillig den Zuckergehalt in ihren Produkten zu senken, die Linke forderte eine Kennzeichnung nach dem Ampelprinzip auf Lebensmitteln.

+++ 13.11 Uhr: Berlin bleibt bei harter Haltung gegen Moskau im Fall Skripal +++

Die Bundesregierung bleibt im Streit um den Giftanschlag auf den ehemaligen russischen Doppelagenten Sergej Skripal bei ihrer harten Linie gegenüber Moskau. "Wir haben kein Interesse an einer weiteren Eskalation, aber wir haben klare Standpunkte, die werden wir vertreten und daran wird sich in Zukunft auch nichts ändern", sagte Heiko Maas bei einem Besuch in Jordanien. "Wir sind nicht mehr bereit, einfach alles so hinzunehmen."

Die Ausweisung von vier russischen Diplomaten aus Deutschland nannte der SPD-Politiker "verhältnismäßig" und "notwendig". Er bekräftigte, dass die von Großbritannien vorgelegten Informationen so "eindeutig" auf eine russische Verantwortung für den Giftanschlag hinwiesen, "dass wir keine andere plausible Erklärung haben".

+++ 13.05 Uhr: Datenskandal: Gespräche zwischen EU und Facebook angekündigt +++

Im Datenskandal um Facebook hat die EU-Kommission für die kommenden Tage Gespräche mit dem US-Konzern angekündigt. Derzeit würde der Kontakt auf höchster Ebene vorbereitet, sagte ein Sprecher der EU-Kommission. "Für die EU-Kommission ist der unerlaubte Zugriff und der weitere Missbrauch personenbezogener Daten von Facebook-Nutzern nicht akzeptabel."

EU-Justizkommissarin Vera Jourová hatte Anfang vergangener Woche in einem Brief an Geschäftsführerin Sheryl Sandberg Aufklärung in dem Fall gefordert und eine Antwort innerhalb von zwei Wochen erbeten. "Facebook hat sich inzwischen an uns gewandt und Bereitschaft gezeigt, sich mit uns auseinanderzusetzen", sagte der Sprecher.

+++ 12.58 Uhr: Aus Protest: Leipzig-Fans wollen am Montag eine Halbzeit schweigen +++

Aus Protest gegen Montagspiele und damit die Zerstückelung von Spieltagen in der Fußball-Bundesliga will ein Teil der Fanszene von RB Leipzig am kommenden Montag in der Partie gegen Bayer Leverkusen eine Halbzeit lang schweigen. Auch sonst wollen die Anhänger auf Aktionen verzichten. Das schreibt die "Leipziger Internet Zeitung", die sich dabei auf eine allerdings nur von 14 Fangruppen unterzeichnete Erklärung beruft.

Damit schließen sich die Leipziger zahlreichen Fanclubs anderer Bundesliga-Vereine an, die zuvor ebenfalls Protestaktionen gegen Montagspiele gestartet hatten. Die Fanszene von Bayer Leverkusen hat sogar zum Boykott des Leipzig-Spiels, auch am Fernseher, aufgerufen. 

+++ 12.56 Uhr: Russland übt bei Militärmanöver in der Ostsee Raketenabwehr +++

Das russische Militär hat eine groß angelegte Übung in der Ostsee zur Raketenabwehr fortgesetzt. Bei dem dreitägigen Manöver werde vor allem die Bekämpfung feindlicher Raketen geübt, teilte das russische Verteidigungsministerium in Moskau mit. Marschflugkörper des Typs Kalibr sollen auf mögliche Ziele in der Luft, aber auch an Land abgefeuert werden. Das Manöver nahe der Küste der EU- und Nato-Länder Polen und Lettland startete bereits am Mittwoch und soll bis Freitag andauern.

Kritik gab es vor allem von den baltischen Staaten. Zwar erlaube internationales Recht solche Militärübungen, sagte der lettische Außenminister Edgars Rinkevics am Donnerstag. "Es ist jedoch klar, dass sie von Natur aus provokativ sind und darauf abzielen, Macht zu demonstrieren." Die Nato beobachtet die Übung nach eigenen Angaben genau. 

+++ 12.29 Uhr: Zeitung: Russisches Nowitschok-Labor angeblich identifiziert +++

Britische Experten haben einem Medienbericht zufolge das russische Labor identifiziert, aus dem das Gift für den Anschlag auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal stammen soll. Dies sei mit Hilfe von wissenschaftlichen Analysen und der Geheimdienste gelungen, berichtete die Zeitung "The Times". Die Experten seien sich recht sicher, wenn auch nicht zu 100 Prozent. Eine klare Quelle nannte das Blatt allerdings nicht.

Ein Regierungssprecher wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren. Die britische Forschungsanlage Porton Down hatte zuvor berichtet, dass die präzise Quelle für das Nervengift Nowitschok unklar sei. Sergej Skripal und seine Tochter Julia waren vor einem Monat bewusstlos auf einer Parkbank im südenglischen Salisbury aufgefunden worden. London bezichtigt Moskau als Drahtzieher des Attentats. Der Fall löste eine schwere diplomtische Krise aus.

+++ 12.22 Uhr: Nach Attacke auf Man-City-Teambus: Pep Guardiola kritisiert Polizei +++

Fußball-Trainer Pep Guardiola hat nach der Attacke auf den Teambus von Manchester City Vorwürfe gegen Polizei und Sicherheitskräfte in Liverpool erhoben. "Wir kommen hierher um Fußball zu spielen und verstehen so eine Situation nicht", sagte Guardiola nach der 0:3-Niederlage seines Teams im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League. Der Mannschaftsbus von Manchester war bei der Ankunft in Anfield am Mittwoch von Liverpool-Anhängern mit Flaschen und Rauchbomben beworfen worden.

"Mir hat gestern (vor dem Spiel) jemand gesagt, dass sowas vielleicht passiert", sagte Guardiola und äußerte Unverständnis: "Normalerweise versucht die Polizei sowas zu verhindern, wenn sie weiß, dass es passieren kann." Der City-Coach erinnerte auch an den Bombenanschlag auf den Bus von Borussia Dortmund im vergangenen Jahr. "Nach allem, was in Dortmund vorgefallen ist, hab ich so etwas wirklich nicht erwartet."

+++ 12.12 Uhr: Sat.1 hält an Sendeplatz für Maschmeyers Existenzgründer-Show fest +++

Trotz weiter sinkender Zuschauerzahlen für Carsten Maschmeyers Existenzgründershow "Start up!" will Sat.1 am Sendeplatz nichts ändern. Am Mittwochabend schalteten um 20.15 Uhr noch 0,65 Millionen Zuschauer ein, der Marktanteil der dritten Folge lag bei 2,3 Prozent, in der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen bei 4,3 Prozent. Damit war das Interesse noch einmal geringer als eine Woche davor mit 720.000 Zuschauern.

Eine Sprecherin sagte in der vergangenen Woche: "Wir sind zuversichtlich, dass die Sendung nächste Woche wieder zulegt." Nach den erneut gesunkenen Zuschauerzahlen versicherte Sat.1 am Donnerstag auf Anfrage, die Sendung bleibe wie geplant im Programm: ""Start Up!" läuft weiter mittwochs, um 20.15 Uhr."

+++ 12.01 Uhr: Viele Studenten ohne Abitur - AfD skeptisch, Grüne wollen mehr +++

Dass die Zahl der Studenten ohne Abitur in Deutschland rasant ansteigt, sorgt bei den Bildungspolitikern im Bundestag für unterschiedliche Reaktionen. Kai Gehring von den Grünen hält den Zuwachs noch für zu niedrig und kritisiert die unterschiedlichen Zulassungsregeln der einzelnen Bundesländer: "Zum durchlässigen #Bildungssystem ist es noch weit", twitterte Gehring.
Sein AfD-Kollege Götz Frömming sieht die Entwicklung hingegen skeptisch und beklagt bei Twitter ein allgemein sinkendes Bildungsniveau: "Das Gymnasium wird zur Hauptschule, die #Universität zur Volksschule."

Nach einer Erhebung des CHE Centrums für Hochschulentwicklung studieren in Deutschland derzeit so viele Menschen ohne Abitur wie noch nie. Seit 2010 hat sich ihre Zahl mehr als verdoppelt. Die Möglichkeit, sich über den "dritten Bildungsweg" durch Berufspraxis für ein Studium zu qualifizieren, gibt es deutschlandweit seit fast zehn Jahren. So kann etwa die Note der Meister- oder Fachwirtprüfung die Abitur-Note bei der Bewerbung um einen Studienplatz ersetzen.

+++ 11.54 Uhr: Sachsen-AfD will eigene Stiftung gründen +++

Die sächsische AfD will eine eigene parteinahe Stiftung aufbauen. Das Konzept wird derzeit erstellt, wie Schatzmeister Carsten Hütter sagte. Zuvor hatte die Chemnitzer "Freie Presse" darüber berichtet. "Wir wollen eine Organisation schaffen, die unsere Themen in die Bevölkerung trägt und die Bürger weiterbildet", zitierte die Zeitung Hütter.

Der Landesvorstand will Ende April darüber beraten. Die Partei favorisiert als Namensgeber der Stiftung den in Dresden geborenen Dichter Theodor Körner (1791-1813). Auf Bundesebene ist noch nicht über eine parteinahe Stiftung entschieden. Aktuell konkurrieren mehrere Vereine darum, von der AfD als parteinahe Stiftung anerkannt zu werden. Es winken Millionen an staatlichen Zuwendungen. 2017 hatten die parteinahen Stiftungen insgesamt 581 Millionen Euro erhalten.

+++ 11.53 Uhr: SPD verliert knapp 6000 Mitglieder nach GroKo-Votum +++

Die SPD hat nach dem Votum über den erneuten Eintritt in die große Koalition rund 6000 Mitglieder wieder verloren. Die SPD hatte zum Stichtag 31. März insgesamt 457.700 Mitglieder, wie ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Zum Stichtag am 6. Februar, um an dem Koalitionsvotum teilnehmen zu können, hatte die SPD noch exakt 463.723 Mitglieder. Rund 66 Prozent stimmten bei dem Mitgliedervotum für eine erneute Regierungsbildung mit der Union von Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Gerade die Jusos und der linke Flügel hatten für ein Nein gekämpft, da sie einen weiteren Profilverlust fürchten. Zudem hatte die SPD-Spitze um Parteichef Martin Schulz nach dem Absturz auf 20,5 Prozent bei der Bundestagswahl zunächst den Gang in die Opposition angekündigt. Dann scheiterten aber die Jamaikagespräche von Union, FDP und Grünen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mahnte die SPD daher zu Koalitionsverhandlungen, um eine Neuwahl zu verhindern.

+++ 11.49 Uhr: Bei Duisburger U-Bahnunfall funktionierte technische Zugsicherung ordnungsgemäß +++

Auch zwei Tage nach dem U-Bahnunfall in Duisburg mit mehr als 20 Verletzten ist die Unglücksursache nicht zweifelsfrei geklärt. Die Ermittlungen von Polizei und Sachverständigen dauern an, wie die Duisburger Verkehrsgesellschaft mitteilte. Allerdings könne mittlerweile ein Fehler an der technischen Zugsicherung innerhalb des betroffenen U-Bahntunnels ausgeschlossen werden. Dies habe eine eingehende Prüfung der technischen Anlagen ergeben.

In dem Tunnel im Bereich des U-Bahnhofs Auf dem Damm im Stadtteil Meiderich war am Dienstag eine Straßenbahn auf eine stehende Bahn aufgefahren. Die stehende Bahn war demnach auf einer Betriebsfahrt ohne Fahrgäste unterwegs und wartete auf die Einfahrt in den U-Bahnhof, der zur Unfallzeit durch eine weitere Bahn belegt war

+++ 11.43 Uhr: Zwei Babys getötet - Neuneinhalb Jahre Haft für Mutter +++

Wegen der Tötung ihrer zwei Babys ist eine Mutter zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Halle sprach die 46-Jährige wegen Totschlags schuldig. Die Deutsche hatte gestanden, ihre zwei Babys 2004 und 2008 getötet zu haben. Die Neugeborenen versteckte sie in Plastiktüten im Tiefkühlschrank in ihrer Wohnung. Dort wurden sie erst Anfang dieses Jahres entdeckt. Das Gericht folgte nahezu dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die zehn Jahre Haft gefordert hatte. Die Verteidigung plädierte auf sechs Jahre Gefängnis.

+++ 11.37 Uhr: Saudi-Arabien fängt Rakete aus dem Jemen ab +++

Die Luftabwehr Saudi-Arabiens hat nach Militärangaben erneut eine von Rebellen aus dem Jemen abgefeuerte Rakete abgefangen. Ein Militärsprecher sagte, das Geschoss sei am späten Mittwochabend auf die Stadt Dschisan im Südwesten Saudi-Arabiens abgefeuert und dann zerstört worden. Verletzte oder Schäden gebe es nicht. Die jemenitischen Huthi-Rebellen erklärten über ihren Fernsehsender Al Masirah, Ziel sei ein Lager des staatlichen Ölkonzerns Aramco gewesen.

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+++ 11.34 Uhr: Aus für die Luzerner "Tatort"-Kommissare - Neue Folgen aus Zürich +++

Der bei TV-Zuschauern nicht besonders beliebte "Tatort" aus Luzern in der Schweiz wird abgesetzt. Wie das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) mitteilte, werde der Schweizer "Tatort" künftig in Zürich spielen. Das SRF und das Ermittler-Duo Stefan Gubser und Delia Mayer hätten sich entschieden, nach neun Jahren und 17 Folgen "zu neuen Horizonten aufzubrechen", heißt es in der Mitteilung des SRF. Gubser löste als Kommissar Reto Flückiger Fälle, Mayer als Kommissarin Liz Ritschard. Die letzten beiden Luzerner Folgen dreht das SRF in diesem Jahr, 2019 werden sie ausgestrahlt.

+++ 11.24 Uhr: Regierungsgespräche in Italien: Wenig Hoffnung auf schnelle Lösung +++

Die schwierigen Gespräche über eine Regierungsbildung in Italien sind in die nächste Runde gegangen - mit wenig Aussicht auf eine schnelle Lösung. Staatspräsident Sergio Mattarella empfing zunächst die Sozialdemokraten, die bei der Wahl vor einem Monat eine historische Niederlage eingefahren hatten. Anschließend waren Treffen mit Silvio Berlusconis Forza Italia, der rechtspopulistischen Lega und der Fünf-Sterne-Protestbewegung angesetzt.

Bei der Wahl am 4. März hatte es keinen klaren Sieger gegeben. Vor allem Lega-Chef Matteo Salvini und Fünf-Sterne-Anführer Luigi Di Maio, deren europakritische Parteien stark dazugewonnen hatten, buhlen um den Posten als Ministerpräsident. "Die Konsultationen diese Woche sind nur der Anfang eines wohl langen und quälenden Prozesses", erklärte Wolfango Piccoli von der europäischen Denkfabrik Teneo.

+++ 11.16 Uhr: Vier angehende Polizisten wegen Drogendelikten entlassen +++

Vier angehende Polizisten sind in Sachsen-Anhalt wegen Drogendelikten entlassen worden. Bei ihnen seien illegale Drogen gefunden worden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Magdeburg. Details zu Art und Menge der Drogen sowie zu den Beschuldigten nannte er nicht.

Ein Sprecher der ermittlungsführenden Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord sagte lediglich, es werde gegen mehrere Studenten der Fachhochschule der Polizei in Aschersleben ermittelt. Es habe Durchsuchungen gegeben. Weitere Angaben würden zu den laufenden Ermittlungen nicht gemacht.

+++ 11.09 Uhr: Ölteppich verschmutzt auf Borneo 60 Kilometer Küste +++

Auf der südostasiatischen Insel Borneo ist das genaue Ausmaß der Umweltschäden durch eine defekte Öl-Pipeline noch immer nicht abzusehen. Auf der indonesischen Seite der Insel wurden nach Angaben der nationalen Katastrophenschutzbehörde etwa 60 Kilometer Küste durch einen riesigen Ölteppich verschmutzt. Mindestens 34 Hektar Mangrovenwald wurden beschädigt. Zudem kamen nach Angaben eines Behördensprechers zahlreiche Fische und andere Meerestiere ums Leben.

Das Öl gelangte nach dem Ergebnis offizieller Ermittlungen durch ein Leck in einer Pipeline ins Wasser, die dem staatlichen Energiekonzern Pertamina gehört. Bei den Löscharbeiten kamen seit dem Wochenende mindestens fünf Menschen ums Leben. Die Polizei ist derzeit noch darum bemüht, den genauen Hergang des Unglücks zu klären.

+++ 11.00 Uhr: "Bild": Merkel plant für den 27. April Besuch bei Trump +++

Gut ein Jahr nach dem ersten Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei US-Präsident Donald Trump soll nach "Bild"-Informationen das zweite Treffen im Weißen Haus stattfinden. Merkel plane für den 27. April einen Besuch bei Trump, berichtete die Zeitung unter Berufung auf "mehrere Quellen". Von Seiten der Bundesregierung wurde dies zunächst nicht bestätigt. Die Termine der Kanzlerin würden zeitnah bekanntgegeben, sagte eine Regierungssprecherin am Donnerstag auf Anfrage.

+++ 10.54 Uhr: Neuer absolviert erstmals wieder leichtes Torwarttraining +++

Nationaltorwart Manuel Neuer kommt seinem Comeback weiter näher. Wie der FC Bayern München mitteilte, konnte der 32-Jährige erstmals seit mehr als einem halben Jahr wieder eine leichte torwartspezifische Trainingseinheit absolvieren und hielt auch die ersten Schüsse auf sein Tor. Neuer hatte in der vergangenen Woche erstmals nach seinem Mittelfußbruch im Herbst 2017 wieder eine Laufeinheit auf dem Rasen absolviert. Der Kapitän der Nationalelf und des deutschen Fußball-Rekordmeisters soll sich auf dem Weg zu seiner Rückkehr Zeit lassen.

+++ 10.53 Uhr: In Fluss gestürzt - Neun Tote bei Kleinlaster-Unfall in Rumänien +++

Bei einem Unfall mit einem Kleinlaster sind in Rumänien neun Menschen ums Leben gekommen, darunter ein 17-jähriger Jugendlicher. Der Wagen war in der Nacht in der Nähe der nordrumänischen Stadt Piatra Neamt in einen Fluss gestürzt. Wie die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax berichtete, saßen zehn Waldarbeiter in dem Laster. Ein Beifahrer konnte sich retten, wurde aber schwer verletzt.

Laut Medienberichten war der Unfall auch deshalb tödlich, weil der Kleinlaster im Laderaum keine Fenster hatte, durch die man sich hätte retten können. Im Laderaum gab es improvisierte Bänke zum Sitzen. Das Fahrzeug war für Personentransporte nicht zugelassen. Nach Polizeiangaben war wahrscheinlich ein defekter Reifen der Grund dafür gewesen, dass der Laster von der Straße abkam.

+++ 10.34 Uhr: Australien untersucht den Tod tausender Schafe bei Schiffstransport +++

Die australischen Behörden wollen den Tod von 2400 Schafen bei einem Schiffstransport im vergangenen Jahr untersuchen.
Der Vorfall sei "großer Mist", sagte Australiens Landwirtschaftsminister David Littleproud bei seiner Ankündigung der Untersuchung.

Seinem Ministerium war ein vier Minuten langes Video von der Tierschutzorganisation Animals Australia zuspielt worden, das das qualvolle Sterben der Tiere dokumentieren soll. Im August waren mehr als 60.000 Schafe von der westaustralischen Stadt Perth in den Nahen Osten verschifft worden. 2400 Schafe überlebten die Überfahrt bei extremer Hitze nicht. Dabei sei sogar ein Tierarzt an Bord gewesen.

+++ 10.28 Uhr: Bericht: DFB-Kontrollausschuss ermittelt gegen Freiburg-Coach Streich +++

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes ermittelt nach Informationen der "Bild"-Zeitung gegen Christian Streich, den Trainer von Bundesligist SC Freiburg. "Die Ermittlungen laufen", sagte DFB-Chefankläger Anton Nachrainer dem Blatt. Dem Bericht zufolge will der Kontrollausschuss noch am Donnerstag eine Strafe beantragen. "Dass Ermittlungen in so einem Fall eingeleitet werden, ist ein Automatismus", sagte ein DFB-Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Anlass ist Streichs vehementer Protest während der 0:2-Niederlage beim FC Schalke 04 am vorigen Samstag. Nach einer Gelb-Roten Karte gegen Stürmer Nils Petersen hatte sich Streich bei Schiedsrichter Tobias Stieler derart heftig beschwert, dass ihn seine Assistenten zurückhielten. Stieler schickte Streich danach auf die Tribüne. Den Einspruch des SC Freiburg gegen Petersens Platzverweis wies das DFB-Sportgericht am Mittwoch zurück. Dagegen will der Club jedoch ebenfalls vorgehen und somit die automatische Sperre für ein Spiel abwenden. 

+++ 10.11 Uhr: Lagerhalle mit Leichtmetallen in Mittelfranken in Brand geraten +++

Der Brand einer Lagerhalle im mittelfränkischen Roth hat Feuerwehr und Polizei in Atem gehalten. Die Polizei rief die Anwohner auf, wegen der bei dem Feuer entstandenen Rauchwolke Türen und Fenster geschlossen zu halten. Akut gesundheitsschädliche Konzentrationen giftiger Stoffe wurden in dem Brandrauch aber zunächst nicht nachgewiesen. In der Halle eines metallverarbeitenden Betriebs waren demnach Leichtmetalle und Holzpaletten gelagert.

Neben einem Großaufgebot von Polizisten und Feuerwehrleuten war auch ein Hubschrauber im Einsatz, der Ausbreitung und Bewegungsrichtung der Rauchwolke beobachtete. Die Einsatzkräfte wurden gegen 05.45 Uhr über das Feuer in Roth-Barnsdorf informiert. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde ein angrenzendes Wohnhaus geräumt.

+++ 9.06 Uhr: Kritik an AfD in Sachsen-Anhalt wegen fremdenfeindlicher Broschüren an Schulen +++

Die Verteilung fremdenfeindlicher Broschüren an Schulen in Sachsen-Anhalt durch die AfD-Nachwuchsorganisation Junge Alternative hat für scharfe Kritik gesorgt. Mit den Flyern zu angeblicher Gewalt durch Migranten würden Schüler aufgrund einer einseitigen Darstellung manipuliert, sagte die Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW, Eva Gerth, der "Mitteldeutschen Zeitung" aus Halle vom Donnerstag und sprach von "Indoktrination". Landesbildungsminister Marco Tullner (CDU) sagte dem Blatt, die AfD versuche, "Drittklässler politisch plump zu agitieren". Die Landtagsabgeordneten Jan Wenzel Schmidt, Landesvorsitzender der Jungen Alternative, und Hans-Thomas Tillschneider hatten nach Angaben der Zeitung am Dienstag die Flyer vor Schulen in Halle verteilt. "Schon seit Monaten erreichen uns Meldungen, dass Ausländer auf unseren Schulhöfen ihre Mitschüler beleidigen, erpressen und verprügeln", heißt es demnach in der Broschüre. Der Flyer enthalten dem Bericht zufolge einen Fragebogen, in dem Schüler angeben sollen, ob und unter welchen Umständen sie schon einmal gewaltsam attackiert wurden. Explizit gefragt werde auch nach der "Herkunft" der Täter, im Begleittext sei die Rede von "vielen Fällen von Ausländergewalt auf unsere Schulhöfen".

+++ 8.12 Uhr: Erste ausgewiesene US-Diplomaten verlassen Botschaft in Moskau +++

Eine erste Gruppe aus Russland ausgewiesener US-Diplomaten hat die US-Botschaft in Moskau verlassen. Dutzende Botschaftsangehörige brachen am frühen Morgen mitsamt ihren Familien in Bussen Richtung Flughafen auf, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Im Streit um die Verantwortung für den Giftanschlag auf einen Ex-Spion in Großbritannien hatte die russische Regierung insgesamt 60 US-Diplomaten zu unerwünschten Personen erklärt. Mit der Ausreiseverfügung reagierte Moskau auf die Ausweisung einer gleich großen Anzahl russischer Diplomaten aus den USA. Diese waren am Osterwochenende in ihr Heimatland zurückgekehrt.

Insgesamt haben die USA, Großbritannien und andere westliche Staaten mehr als 150 russische Diplomaten ihrer Länder verwiesen. Damit reagierten sie auf den Giftanschlag auf den früheren Doppelagenten Sergej Skripal am 4. März im südenglischen Salisbury. Die britische Regierung macht Russland für die Vergiftung Skripals und seiner Tochter Julia verantwortlich. Russland weist die Vorwürfe zurück. Der Vorfall hat zu einer der schwersten diplomatischen Krisen zwischen Russland und dem Westen seit Ende des Kalten Krieges geführt. Moskau beantragte zu dem Thema eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates in New York am Donnerstagnachmittag (Ortszeit).

+++ 8.08 Uhr: Prozess gegen sechs Regierungskritiker beginnt in Vietnam +++

In Vietnam hat am Donnerstag ein Prozess gegen sechs Regierungskritiker begonnen, unter ihnen ein prominenter Menschenrechtsanwalt. Den Männern wird von den Behörden des kommunistischen Einparteienstaats zur Last gelegt, einen Umsturz geplant zu haben. Bei einer Verurteilung droht im schlimmsten Fall die Todesstrafe. Die Urteile werden bereits an diesem Freitag erwartet. Die Festnahme der Regierungskritiker hatte international Aufsehen erregt. Mit besonderer Aufmerksamkeit wird der Fall des Anwalts Nguyen Van Dai verfolgt, der bereits 2015 verhaftet wurde. Der heute 48-Jährige hatte 2006 ein "Komitee für Menschenrechte" gegründet. Ein Jahr später wurde er das erste Mal wegen "antistaatlicher Propaganda" verurteilt. 2013 gründete er eine "Bruderschaft für Demokratie" - eine Art Netzwerk für Demokratie-Befürworter.

+++ 7.06 Uhr: Mindestens 28 Tote durch Billigschnaps in Indonesien +++

In Indonesiens Hauptstadt Jakarta sind mindestens 28 Menschen durch selbstgebrannten Billigschnaps ums Leben gekommen, den sie sich an Straßenständen gekauft hatten. Nach Angaben der Polizei klagten die Opfer zunächst über Übelkeit und starben dann innerhalb von ein oder zwei Tagen. Nach einem Bericht der Tageszeitung "Kompas" wurde inzwischen auch ein Mann verhaftet, der den giftigen Alkohol in Umlauf gebracht haben soll. In Indonesien - mit mehr als 220 Millionen Muslimen das weltweit bevölkerungsreichste muslimische Land - sind Bier, Wein und Schnaps verhältnismäßig teuer. Deshalb kaufen viele Menschen Alkohol aus Schwarzbrennereien. Häufig wird dabei Methanol verwendet, was hoch giftig wirken kann. Immer wieder kommt es auch zu Todesfällen.

+++ 6.35 Uhr: Haus von kolumbianischem Drogenbaron Escobar wird abgerissen +++

Eines der Wohnhäuser des kolumbianischen Drogenbarons Pablo Escobar in Medellín wird dem Erdboden gleich gemacht. "Das Gebäude Monaco wird abgerissen. Ich bin davon überzeugt, dass alle Symbole der Illegalität in Medellín fallen müssen", sagte Bürgermeister Federico Gutiérrez. Gemeinsam mit Verteidigungsminister Luis Carlos Villegas und Justizminister Enrique Gil führte er die ersten Hammerschläge zum Abriss des Gebäudes. "Es ist ein Symbol dafür, dass nach Jahren des Kampfes das Gute über das Böse siegt", sagte der Rathauschef. An des Stelle von Escobars Haus soll ein Park im Gedenken an die Opfer des Drogenbarons entstehen. Escobar und sein Medellín-Kartell dominierten in den 1980er Jahren den internationalen Kokain-Schmuggel und waren für den Tod Tausender Menschen verantwortlich. Nachdem Escobar dem kolumbianischen Staat den Krieg erklärt hatte, wurde er 1993 von der Polizei erschossen. Wegen seiner Wohltaten für Bewohner von Elendsvierteln gilt Escobar aber noch immer zahlreichen Menschen als Held.

+++ 6.02 Uhr: Brasiliens Justiz gibt grünes Licht für Inhaftierung Lulas +++

Der brasilianische Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva kann demnächst ins Gefängnis kommen: Die Justiz gab am frühen Donnerstagmorgen (Ortszeit) grünes Licht für seine Inhaftierung. Der Oberste Bundesgerichtshof (STF) wies in Brasília einen Antrag Lulas ab. Mit diesem wollte er einer eventuellen vorzeitigen Einlieferung ins Gefängnis entgehen, bis über seine Berufung gegen eine Verurteilung zu zwölf Jahren Haft wegen Korruption entschieden wird. Das Gremium traf seine Entscheidung nach elfstündiger Sitzung mit sechs gegen fünf Stimmen. Wenn die Staatsanwaltschaft in den nächsten Tagen wie erwartet die Inhaftierung Lulas beantragt, kann der Ex-Präsident jedoch noch einmal dagegen Einspruch einlegen. Der ehemalige Staatschef war Ende Januar in zweiter Instanz zu zwölf Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Lula wurde für schuldig befunden, in dem Skandal um den staatlichen Ölkonzern Petrobras von dem Bauunternehmen Odebrecht die Renovierung eines Luxus-Appartements angenommen zu haben. 

+++ 5.54 Uhr: Notvorstand der Niedersachsen-AfD hofft nach Wahl auf Stabilität +++

Vor dem Landesparteitag der niedersächsischen AfD hofft der Chef des Notvorstands, dass die Vorstandsneuwahl dem zerstrittenen Landesverband wieder stabile Verhältnisse bringen wird.
"Es soll wieder mehr Frieden einkehren im Landesvorstand", sagte der Vorsitzende des von der AfD-Parteispitze eingesetzten Notvorstandes, Stephan Protschka, der Deutschen Presse-Agentur. Auf ihrem Parteitag am Wochenende in Braunschweig will die niedersächsische AfD einen neuen Vorstand bestimmen. Die Bundesspitze hatte den alten Landesvorstand im Januar nach einem Dauerstreit zwischen Anhängern und Gegnern des Vorsitzenden Paul Hampel entmachtet. Hampel tritt bei der Neuwahl wieder an, ebenso die Chefin der niedersächsischen Landtagsfraktion, Dana Guth.

+++ 5.30 Uhr: Immer mehr Studenten ohne Abitur +++

In Deutschland studieren so viele Menschen ohne Abitur wie noch nie. Seit 2010 hat sich die Zahl der Studierenden ohne allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife mehr als verdoppelt, wie aus einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Erhebung des CHE Centrums für Hochschulentwicklung hervorgeht. Nach der aktuellen Berechnung des CHE waren es 2016 rund 56 900 Personen. 55 Prozent der Studienanfänger ohne Abitur wählt laut CHE ein Fach aus den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Jeder Fünfte studiert Ingenieurwissenschaften. Knapp zwei von drei entscheiden sich für ein Studium an einer Fachhochschule oder einer Hochschule für angewandte Wissenschaften.

+++ 4.24 Uhr: Bericht: USA wollen neue Sanktionen gegen Russland verhängen +++

Die USA wollen einem Bericht zufolge bis Freitag neue Sanktionen gegen Russland verhängen. Die "Washington Post" berichtete unter Berufung auf US-Behörden, dass es sich um Wirtschaftssanktionen gegen Oligarchen mit Beziehungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin handele. Es werde erwartet, dass mindestens ein halbes Dutzend Russen davon betroffen sein werden. Nach der Vergiftung des ehemaligen Doppelagenten Sergej Skripal in England, der mutmaßlichen russischen Einflussnahme auf die US-Präsidentenwahl 2016 und der berüchtigten Cyberattacke "NotPetya" hatten Sicherheitsberater US-Präsident Donald Trump aufgefordert, noch mehr Sanktionen gegen Russland zu verhängen. Bereits Mitte März hatte die US-Regierung Strafmaßnahmen gegen 19 Personen und fünf Organisationen aus Russland bekannt gegeben.

Im Fall Skripal hatte die US-Regierung 60 russische Diplomaten in den USA und bei den Vereinten Nationen zu unerwünschten Personen erklärt. Außerdem wurde ein Konsulat geschlossen. Moskau wies daraufhin 60 US-Diplomaten aus und verfügte die Schließung eines Konsulats.

+++ 3.03 Uhr: Erstes Kino öffnet in Saudi-Arabien +++ 

In Saudi-Arabien wird am 18. April das erste Kino eröffnet. Eine entsprechende Lizenz sei an den US-Betreiber AMC vergeben worden, teilte das Zentrum für internationale Kommunikation des saudiarabischen Informationsministeriums mit. Das erste Filmtheater seit mehr als drei Jahrzehnten in dem konservativen Königreich wird es demnach in der Hauptstadt Riad geben. In den kommenden fünf Jahren will AMC insgesamt 40 Kinos in 15 saudiarabischen Städten eröffnen. Die Eröffnung von Kinos ist Teil eines umfassenden Modernisierungsprogramms von Kronprinz Mohammed bin Salman. In den vergangenen Monaten hatte die Regierung bereits angekündigt, das Autofahrverbot für Frauen aufzuheben, zudem dürfen Frauen inzwischen Fußballspiele in Stadien besuchen.

+++ 2.44 Uhr: US-Konzerne appellieren im Handelsstreit an USA und China +++ 

Angesichts des sich zuspitzenden Handelsstreits der weltgrößten Wirtschaftsmächte USA und China haben führende US-Konzerne die Regierungen zur Mäßigung aufgerufen. "Wir drängen beide Länder, sich in einem konstruktiven Dialog zu engagieren und eine nachhaltige Handelspolitik zu verfolgen", teilte der größte US-Autobauer General Motors mit. Ford forderte die Regierungen zur Zusammenarbeit auf, um eine Lösung für die Probleme zwischen den beiden wichtigen Volkswirtschaften zu finden. Der Flugzeugbauer Boeing zeigte sich indes zuversichtlich, dass der Dialog fortgesetzt werde. Beide Regierungen hätten zwar Pläne umrissen, die der Luftfahrtindustrie schaden könnten. Bislang seien diese "drastischen Maßnahmen" aber nicht umgesetzt worden. 

+++ 2.10 Uhr: Heftiges Gewitter mit Tausenden Blitzen zieht über Deutschland +++

Ein heftiges Gewitter ist am Mittwochabend über Deutschland gezogen. Tausende Blitze wurden gezählt, wie es beim Webportal "Kachelmannwetter" hieß. Das Unwetter zog von der Mitte Bayerns über Mitteldeutschland in Richtung Nordosten. In Sachsen-Anhalt wurden demnach mehr als 2400 Blitze innerhalb von 30 Minuten registriert. In Thüringen lösten Blitzeinschläge mindestens zwei Brände in Wohnhäusern aus. Der Deutsche Wetterdienst hatte örtlich vor starken Gewittern und Sturmböen gewarnt. In Artern in Nordthüringen wehte der Wind "Kachelmannwetter" zufolge mit 96 Kilometern pro Stunde. In Querfurt im Süden Sachsen-Anhalts lag die Windgeschwindigkeit bei bis zu 94 km/h. Auf dem Brocken wurden Windgeschwindigkeiten von 102 Kilometern in der Stunde gemessen, nahe dem Berliner Flughafen Tegel lag der Wert bei 81 km/h.  

+++ 1.15 Uh: Zuckerberg hält sich weiterhin für den Richtigen an der Spitze von Facebook +++

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hält sich trotz des Datenskandals bei dem sozialen Netzwerk weiterhin für den Richtigen an der Spitze des Unternehmens. Zwar übernehme er die Verantwortung für die Weitergabe privater Nutzerdaten, er halte sich aber nach wie vor für den Richtigen, um das Unternehmen zu führen, sagte Zuckerberg auf eine entsprechende Frage von Journalisten. Im Leben gehe es darum, "aus Fehlern zu lernen und herauszufinden, wie man weitermachen kann". "Wenn man so etwas wie Facebook aufbaut, das weltweit beispiellos ist, dann gibt es Dinge, die man falsch macht", sagte Zuckerberg. "Ich denke, die Leute sollten uns daran messen, dass wir aus unseren Fehlern lernen." Der Facebook-Chef versicherte erneut, "es in Zukunft besser machen zu wollen", räumte aber zugleich ein, dass "keine Sicherheitsmaßnahme perfekt" sei. Zuletzt war bekannt geworden, dass der jüngste Datenskandal bei dem sozialen Netzwerk noch eine deutlich größere Dimension hat als bislang angenommen. 

+++0.05 Uhr:  Angriff auf Fotograf bei Kurden-Demo +++

Am Rande einer Protestkundgebung von Kurden in der Innenstadt von Hannover ist am Mittwoch ein Pressefotograf attackiert worden. Wie die "Hannoversche Allgemeine" online berichtete, wurde der Reporter zunächst von einem Teilnehmer aufgefordert, dem Protestzug nicht mehr zu folgen. Kurz danach habe der Demonstrant ihn mit seinem Protest-Schild geschlagen. Der Mann habe eine Kopfverletzung. Auch eine Polizistin sei getroffen worden. Ein Polizeisprecher bestätigte am Abend, es sei wegen eines Angriffs auf einen Fotografen ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet worden. An der Kundgebung nahmen laut Polizeiangaben mehr als 100 Menschen teil. Der Protest richtete sich gegen die türkische Syrien-Politik. 

jek/fs/wue / DPA / AFP