HOME
+++ Ticker +++

News des Tages: Kind zu Tode misshandelt - Pflegevater unter Verdacht

US-Pharmariese muss sich wegen Menschenversuchen verantworten +++ Neue Orthodoxe Kirche der Ukraine anerkannt +++ Warnstreik an Berliner Flughäfen am Montag angekündigt +++ Die Nachrichten des Tages im Newsticker. 

Im Polizeipräsidium Hagen ermittelt eine Mordkommission gegen einen mann, der sein Kind zu Tode misshandelt haben soll 

Im Polizeipräsidium Hagen ermittelt eine Mordkommission gegen einen mann, der sein Kind zu Tode misshandelt haben soll 

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Kind zu Tode misshandelt - Pflegevater unter Verdacht  (17.18 Uhr)

  • Patriarch von Konstantinopel erkennt neue Orthodoxe Kirche der Ukraine an (13.31 Uhr)

  • Hunderte Menschen mit Syphilis infiziert - Pharmariese muss sich verantworten (13.15 Uhr)
  • Französische "Gelbwesten" setzen Proteste in Paris und anderen Städten fort (11.52 Uhr)


Die Nachrichten des Tages:

+++ 17.34 Uhr: Nasa zieht Einladung für russischen Weltraumchef zurück +++

Der Chef der US-Weltraumbehörde Nasa, Jim Bridenstine, hat auf politischen Druck hin eine Einladung an seinen russischen Kollegen Dmitri Rogosin zu einem Arbeitsbesuch in den USA zurückgezogen. Das sagte Bridenstine in einem Interview der "Washington Post", das die Zeitung am Samstag veröffentlichte. "Wir haben von mehreren Senatoren gehört, dies sei keine gute Idee", sagte Bridenstine mit Blick auf den zunächst geplanten Besuch. Daraufhin habe er die Einladung zurückgezogen. Zuvor hatten vor allem Politiker der US-Demokraten Druck auf die Nasa ausgeübt. Rogosin war 2014 auf die US-Sanktionsliste gesetzt worden. Damals hatten die Demokraten unter Präsident Barack Obama das Sagen im Weißen Haus.

+++ 17.18 Uhr: Kind zu Tode misshandelt - Pflegevater unter Verdacht +++

Nach dem Tod eines offenkundig misshandelten Einjährigen in Nordrhein-Westfalen sitzt der Pflegevater des Kindes in Untersuchungshaft. Der Haftbefehl sei am Freitagabend ergangen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hagen am Samstag. Das schwer verletzte Kind war von den Pflegeeltern aus Plettenberg im Sauerland in ein Krankenhaus gebracht worden. Sein Leben konnte nicht mehr gerettet werden. 

Schon im Krankenhaus war der Verdacht aufgekommen, dass die schweren Verletzungen des Kindes durch Misshandlung entstanden seien. Die Obduktion bestätigte den Verdacht. Zunächst waren beide Pflegeeltern festgenommen worden. Dann kam die Mutter frei, da der Tatverdacht gegen sie sich nicht erhärten ließ. Der Haftbefehl gegen den Pflegevater wurde wegen Körperverletzung mit Todesfolge gestellt. Im Polizeipräsidium Hagen ermittelt eine Mordkommission.

+++ 16.16 Uhr: Tödlicher Verkehrsunfall wegen winterlicher Straßenverhältnisse in Bayern +++

Bei einem vermutlich durch die winterlichen Straßenverhältnisse ausgelösten Verkehrsunfall ist in der Nähe von Bad Tölz ein 19 Jahre alter Mann ums Leben gekommen. Zwei weitere Menschen seien schwer verletzt und ein Mensch leicht verletzt worden, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim mit. Demnach geriet ein 23 Jahre alter Mann mit seinem Auto auf der Bundesstraße B472 im Gemeindebereich Reichersbeuern bei Schneefall ins Schleudern. Er sei in den Gegenverkehr geraten und dabei frontal mit einem entgegen kommenden Auto zusammengestoßen.

+++ 13.31 Uhr: Patriarch von Konstantinopel erkennt neue Orthodoxe Kirche der Ukraine an +++

Der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel hat trotz der Proteste Moskaus die Unabhängigkeit der neuen Orthodoxen Kirche der Ukraine anerkannt. Bei einer Zeremonie im Patriarchat in Istanbul unterzeichnete Bartholomäus I. mit dem neuen ukrainischen Metropoliten Epiphanius im Beisein des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko ein Dokument über die Autokephalie der neuen Kirche.

Am 15. Dezember hatten sich in Kiew zwei orthodoxe ukrainische Kirchen vereinigt, die sich 1921 und 1992 von dem orthodoxen Patriarchat in Moskau abgespalten hatten. Mit ihrem Zusammenschluss zu der neuen Orthodoxen Kirche der Ukraine ebneten die beiden bis dahin nicht anerkannten Kirchen den Weg für ihre Anerkennung durch Bartholomäus.

+++ 13.15 Uhr: US-Pharmariese muss sich wegen Menschenversuchen in 40er Jahren verantworten +++ 

Der US-Pharmariese Bristol-Myers Squibb, die Johns Hopkins Universität und die Rockefeller Stiftung müssen sich wegen Menschenversuchen in Guatemala in den 40er und 50er Jahren verantworten. Das entschied US-Bundesrichter Theodore Chuang, indem er die Forderung der Verteidigung auf Einstellung des Verfahrens zurückwies. In dem zentralamerikanischen Land waren damals hunderte Menschen absichtlich mit der Geschlechtskrankheit Syphilis infiziert worden. Ziel dieser Menschenversuche war es herauszufinden, ob Penicillin gegen sexuell übertragbare Krankheiten wirkt. Im Jahr 2015 hatten 774 Opfer und Opferangehörige Klage eingereicht. Sie versichern, die Versuche seien ohne ihr Wissen oder ihre Zustimmung erfolgt. Nach Angaben von Richter Chuang fordern die Kläger eine Milliarde Dollar Entschädigung.

+++ 12.50 Uhr: Weiter Neuschnee im Süden - Trüb und regnerisch im Rest des Landes +++

Im Süden Deutschlands wird es immer weißer. Südlich der Donau und in Teilen Sachsens sollen sich bis zum Montag die Schneefälle fortsetzen, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mit. Dadurch kämen erhebliche Neuschneemassen zusammen, vor allem in den Alpen, im angrenzenden Alpenvorland sowie in höheren Lagen der Mittelgebirge im Süden und Südosten. Im Rest des Landes wird der Sonntag meist trüb und regnerisch bei milden 3 bis 9 Grad.

+++ 12.36 Uhr: Drei Menschen durch Schüsse in Bowlingzentrum in Los Angeles getötet +++

In einem Bowlingzentrum im Großraum Los Angeles sind drei Menschen erschossen worden. Vier weitere seien durch die Schüsse verletzt worden, bestätigte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. Alle Opfer seien männlich. Der Vorfall ereignete sich im Küstenort Torrance rund 30 Kilometer südöstlich des Zentrums der kalifornischen Metropole. Die Schüsse sind im Spielhallen-Komplex Gable House Bowl gefallen. Ein Augenzeuge sagte der Zeitung "Los Angeles Times", zuvor habe es einen "großen Streit" gegeben.

+++ 12.25 Uhr: Wegen Doppelmords in Frankreich inhaftierter Deutscher tot in Zelle aufgefunden +++

Ein wegen der Ermordung seiner Schwiegereltern in Südfrankreich inhaftierter Mann ist in seiner Zelle im Gefängnis von Toulon tot aufgefunden worden. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, wurde die Leiche am 21. Dezember entdeckt. Die Autopsie habe als Todesursache "Selbstmord durch Erhängen" ergeben. Eine Fremdeinwirkung sei ausgeschlossen. Die Gründe für den Suizid müssten noch geklärt werden.

Am 10. September 2015 hatte der Mann nach dem Tod seiner Schwiegereltern in deren Ferienhaus in der Ortschaft Saint-Cyr-sur-Mer an der Mittelmeerküste Hilfe herbeigerufen. Nach Angaben aus Justizkreisen fand die Polizei den Verdächtigen "völlig niedergeschlagen in einer Ecke des Hauses, mit Blut an den Händen". Die beiden 74 und 75 Jahre alten Rentner, in München lebende Ärzte, wurden offenbar mit einem Leuchter erschlagen.

+++ 11.52 Uhr: Französische "Gelbwesten" setzen Proteste in Paris und anderen Städten fort +++

Die französische "Gelbwesten"-Bewegung hat ihre Proteste gegen die Regierung von Präsident Emmanuel Macron am Samstag in mehreren Städten fortgesetzt. Nach der Empörung über die vorübergehende Festnahme des "Gelbwesten"-Wortführers Eric Drouet kündigten Aktivisten in Paris für den Nachmittag einen Marsch vom Rathaus bis zum Parlament an. Eine Kundgebung war außerdem auf den Champs-Élysées vorgesehen. Weitere Protestaktionen wurden in Bordeaux, Toulouse und Lyon erwartet.      

+++ 11.24 Uhr: Verdi ruft für Montag zu Warnstreik an Berliner Flughäfen auf +++

Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der Sicherheitsfirmen an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld für Montagmorgen zu einem Warnstreik aufgerufen. Dadurch könne es auf beiden Airports vor allem in den frühen Morgenstunden zu starken Beeinträchtigungen bei der Abfertigung kommen, sagte ein Sprecher am Samstag. Alle Passagiere sollten sich vor der Anreise bei ihrer Airline zur Lage informieren, hieß es bei der Flughafengesellschaft. 

ivi / DPA / AFP