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News des Tages: Architekt vergewaltigt und tötet Siebenjährige - mehr als 50 Jahre Haft

Türkei spioniert offenbar SPD-Abgeordnete Müntefering aus +++ Briten beantragen EU-Austritt +++ Python verschlingt Erntearbeiter +++ Venezuela wirft USA Interventionsplan vor +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker.

Die lange Haftstrafe war vielen noch nicht lang genug

Die lange Haftstrafe war vielen noch nicht lang genug. Vor dem Gericht protestieren Menschen gegen das Urteil.

Die aktuellsten Nachrichten für Sie im Überblick.

+++ 21.46 Uhr: Türkei erklärt Militäreinsatz in Nordsyrien für beendet +++

Die Türkei beendet nach eigenen Angaben ihren Militäreinsatz im Norden Syriens. Der nationale Sicherheitsrat unter Führung von Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte, die Offensive sei "erfolgreich abgeschlossen" worden. Die Türkei hatte Ende August im Norden des Nachbarlandes interveniert, um die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat sowie kurdische Milizen von der türkischen Grenze zurückzudrängen.

+++ 21.01 Uhr: Architekt vergewaltigt und tötet Siebenjährige - Fast 52 Jahre Haft +++

Ein Architekt in Kolumbien ist wegen der Vergewaltigung und Ermordung eines siebenjährigen Mädchens zu 51 Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt worden. Nach dem Urteil eines Gerichts in Bogotá kritisierte der Vater des Mädchens, dass nicht die Höchststrafe ausgesprochen worden sei. "Ich bin sehr enttäuscht, als Vater verlange ich, dass gegen diesen Verbrecher 60 Jahre verhängt werden." 

Der 38 Jahre alte Täter hatte das auf der Straße spielende Mädchen an einem Sonntag im Dezember in Bogotá entführt, offensichtlich lockte der vermögende Architekt es mit Versprechungen. In einem Appartement wurde die Siebenjährige vergewaltigt und getötet. Überwachungsbilder, die das Auto in der Gegend zeigten, in der das Mädchen zuvor spielte, überführten den Mann. Er hat die Tat gestanden, aber die Richterin wollte nicht ausschließen, dass noch jemand weiteres beteiligt war. 

Der Fall bewegte das ganze Land: Menschen versuchten, den Täter zu lynchen, immer wenn er zum Gericht gebracht wurde. Er stammt aus einer angesehenen Familie, während das Opfer aus einer armen indigenen Familie kam, die vor der Gewalt des Guerillakrieges im Departement Cauca vor Jahren in die Hauptstadt Bogotá geflohen war.

+++ 20.06 Uhr: Erneut Attentat auf Journalisten in Mexiko - vierter Anschlag im März +++

In Mexiko ist am Mittwoch erneut ein Anschlag auf einen Journalisten verübt worden - der vierte in diesem Monat. Zwei Männer schossen auf Armando Arrieta, den Chefredakteur und Herausgeber der Zeitung "La Opinión" der Stadt Poza Rica im östlichen Bundesstaat Veracruz und verletzten ihn schwer. Wie der Regionalchef der staatlichen Kommission zum Schutz von Journalisten, Jorge Morales, mitteilte, ist Arrietas Zustand "sehr ernst". 

+++ 19.14 Uhr: Fußgänger überfahren - fünf Jahre Haft für Taxifahrer +++

Ein Taxifahrer, der in München absichtlich einen Fußgänger überfahren hat, ist zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Zudem verliert er für fünf Jahre den Führerschein. Das Landgericht München I verurteilte den 58-Jährigen wegen versuchten Totschlags. Der Taxifahrer war im vergangenen August zu schnell und ziemlich knapp an dem Passanten und zwei Begleiterinnen vorbeigefahren. Der Fußgänger schimpfte über den Verkehrsrowdy und schlug wütend gegen die Seitenscheibe des Wagens. Daraufhin hielt der Taxifahrer an und setzte zurück. Im Prozess gab er über seinen Verteidiger zu, dass er Gas gab und direkt auf den Mann zufuhr, weil er sich "sehr geärgert hatte und sich dies nicht gefallen lassen wollte".

Der 26-Jährige wurde auf die Motorhaube geschleudert und geriet anschließend unter das Auto. Laut Richter Norbert Riedmann hatte er großes Glück, dass er überlebte. Der Mann wurde nur vom Unterboden und nicht von den Rädern erfasst. Er kam mit Schürfwunden und Prellungen davon. Der Richter rügte den Angeklagten: "Sie haben aus Wut gehandelt und Ihr Auto als Waffe zweckentfremdet."

+++ 18.53 Uhr: George Michael in aller Stille beigesetzt +++

Mehr als drei Monate nach seinem Tod ist George Michael in aller Stille beigesetzt worden. Der britische Popstar sei bei einer "kleinen privaten Zeremonie" im Kreise seiner Familie und Freunde bestattet worden, teilten die Angehörigen mit. Zugleich dankten sie den Fans aus aller Welt für ihre zahlreichen "Nachrichten der Liebe und der Unterstützung".
Anfang März hatte die Polizei nach einer Obduktion des an Weihnachten verstorbenen Sängers erklärt, Michael sei eines natürlichen Todes gestorben. Der 53-jährige Sänger sei einem Herzleiden erlegen. Der Untersuchung zufolge litt Michael an einer dilatativen Kardiomyopathie, also an einer krankhaften Erweiterung des Herzmuskels. Außerdem seien bei der Autopsie seiner Leiche eine entzündliche Erkrankung des Herzmuskels und eine Fettleber festgestellt worden.

+++ 17.20 Uhr: WADA: IOC soll schnell über Olympia-Start von Russland entscheiden +++

Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA fordert einen schnelle Entscheidung des IOC über eine Teilnahme Russlands bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang. "Es könnten Schritte eingeleitet werden, die es dem Internationalen Olympischen Komitee erlauben würden, eine Entscheidung zu treffen - vorzugsweise so früh wie möglich und für die Fairness bei den Winterspielen", sagte WADA-Präsident Craig Reedie in London. Gemeint ist damit die Organisation eines Programms für strenge Doping-Zieltests der russischen Athleten vor den Winterspielen im Februar nächsten Jahres.

+++ 16.25 Uhr: Autofahrerin attackiert Polizisten nahe des Kapitols +++

Nahe des Kapitols in Washington hat eine Frau die Polizei mit einem Wagen angegriffen. Niemand wurde bei dem Vorfall verletzt, die Täterin wurde festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Sie hatte den Angaben zufolge mit dem Fahrzeug offenbar absichtlich ein Polizeiauto gerammt und anschließend vergeblich versucht, mehrere Polizisten zu überfahren. Die Beamten hätten dabei offensichtlich Schüsse abfeuert, hieß es bei der Polizei. Der Vorfall scheine von krimineller Natur ohne Verbindung zu Terrorismus.

Der Zwischenfall löste einen Großeinsatz der Polizei aus. Straßen nahe des Kapitols wurden vorübergehend abgesperrt. Das Kapitol im Zentrum der US-Hauptstadt ist der Sitz des Kongresses.

+++ 16.03 Uhr 18-Jährige in USA wegen geplanten Schulmassakers festgenommen +++

Die Polizei des US-Bundesstaats Maryland hat eine junge Frau unter dem Verdacht festgenommen, ein Massaker in ihrer Schule geplant zu haben. Die 18-Jährige habe Schusswaffen, Material zum Bau von Sprengsätzen sowie Anleitungen für selbstgebaute Bomben gesammelt und wollte am 5. April ihre Oberschule in Thurmont angreifen, teilte der Polizeichef des Bezirks Frederick mit.

Ihre Pläne flogen auf, weil der Vater auf besorgniserregende Einträge im Tagebuch der 18-Jährigen gestoßen war und die Polizei alarmiert hatte. "Sehr wahrscheinlich haben die Eltern den Angriff verhindert", sagte Jenkins. Nach ihrer Festnahme am vergangenen Donnerstag wurde die Schülerin in ein Krankenhaus in der Nähe von Thurmont gebracht, wo sie derzeit auf ihre psychische Verfassung untersucht wird. Die Kleinstadt ist rund eine Stunde von Washington entfernt.

+++ 15.50 Uhr: Berichte über Schüsse am US-Kapitol +++

Am US-Kapitol in Washington sollen Schüsse gefallen sein. Die Gegend rund um den Sitz von Senat und Repräsentantenhaus sei abgeriegelt worden, berichten US-Medien.

+++ 15.45 Uhr: Israelische Polizisten erschießen palästinensische Attentäterin +++

Israelische Polizisten haben eine palästinensische Attentäterin am Rande der Jerusalemer Altstadt erschossen. Die Frau habe Sicherheitskräfte mit einem Messer angegriffen, teilte die Polizei mit. Polizisten hätten daraufhin auf sie gefeuert. Seit Oktober 2015 sind bei einer Welle von Anschlägen mehr als 40 Israelis getötet worden. Mehr als 280 Palästinenser kamen in dem Zeitraum ums Leben, die meisten davon bei ihren eigenen Anschlägen.

+++ 15.36 Uhr: Wasserschutzpolizei rettet Wildpinkler aus der Elbe +++

Beim Pinkeln ist ein Mann in Hamburg in die Elbe gestürzt und musste von der Wasserschutzpolizei gerettet werden. Der 37-Jährigen hatte beim Verrichten seiner Notdurft an den Landungsbrücken das Gleichgewicht verloren und war ins Wasser gefallen, wie die Polizei mitteilte. Ein Barkassenführer alarmierte die Beamten, bei deren Eintreffen am Dienstagabend sich der Betrunkene gerade an einem Ponton festhielt. Ein Zeuge versuchte bereits erfolglos, ihn aus dem Wasser zu ziehen. Mithilfe eines Rettungsrings zog die Wasserschutzpolizei den 37-Jährigen schließlich auf ihr Boot. Da die Retter eine Unterkühlung vermuteten, wurde der Wildpinkler den Angaben zufolge in ein Krankenhaus gebracht.

+++ 15.08 Uhr: IS-Mitglied aus Deutschland zu mehr als drei Jahren Jugendhaft verurteilt +++

Das Düsseldorfer Oberlandesgericht hat einen 19-Jährigen wegen Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat zu einer Jugendstrafe von drei Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt. Der Deutsche hatte sich nach Überzeugung der Richter 2014 und 2015 als 17-Jähriger sieben Monate lang dem IS in Syrien angeschlossen, wie das Gericht in der nordrhein-westfälischen Hauptstadt mitteilte. Demnach hielt er sich zunächst in Ausbildungslagern des IS auf, bevor er von der Miliz als Wachmann sowie in einem Fall als Teil einer Nachhut bei Kampfhandlungen eingesetzt wurde. Während der Verhandlung hatte der Angeklagte weitgehend gestanden. Das Urteil gegen ihn ist noch nicht rechtskräftig. Anklage und Verteidigung können dagegen Revision einlegen.

+++ 15.12 Uhr: Türkischer Geheimdienst spioniert offenbar SPD-Abgeordnete Müntefering aus +++

Der türkische Geheimdienst MIT spioniert einem Medienbericht zufolge offenbar die SPD-Bundestagsabgeordnete Michelle Müntefering aus. Das berichtet das Recherchenetzwerk von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR unter Berufung auf eigene Informationen. Müntefering werden demnach "gute Beziehungen" zur islamischen Gülen-Bewegung vorgeworfen. Dem Bericht zufolge stehen die Namen Münteferings sowie einer Berliner CDU-Abgeordneten auf einer MIT-Liste. Müntefering sei am Montag vom Bundeskriminalamt (BKA) über die Angelegenheit informiert worden. Offenbar in der Hoffnung auf Unterstützung der deutschen Seite hatte der MIT dem BND-Präsidenten Bruno Kahl im Februar die Liste mit mehr als 300 Namen überreicht.

Die Gülen-Bewegung wird von der türkischen Regierung für den Putschversuch vom vergangenen Juli verantwortlich gemacht, wofür dem Bundesnachrichtendienst (BND) aber keine Erkenntnisse vorliegen. Umgekehrt hatte die Bundesanwaltschaft am Dienstag bestätigt, sie ermittle wegen des Verdachts, dass der Geheimdienst MIT in Deutschland Anhänger der Gülen-Bewegung ausspioniere.

+++ 14.56 Uhr: 16-Jähriger womöglich einziger Überlebender von mehr als 140 Flüchtlingen +++

Wieder sind Menschen auf ihrer Flucht nach Europa im Mittelmeer ertrunken. Ein 16-Jähriger sei auf hoher See, festgeklammert an ein Stück Holz, von der spanischen Fregatte "Canarias" entdeckt und Dienstagnacht von der Küstenwache nach Lampedusa gebracht worden, sagte IOM-Sprecher Flavio Di Giacomo. Den Rettungskräften berichtete er, dass er im libyschen Sabrata mit 146 anderen an Bord eines Bootes ging, das schließlich verunglückte. Es seien auch fünf Kinder und mehrere schwangere Frauen dabei gewesen. IOM geht davon aus, dass der 16-Jährige als einziger überlebt hat. "Das Unglück zeigt, dass wir von vielen Schiffbrüchen gar nichts mitbekommen", sagte Di Giacomo. Es könnten also in diesem Jahr bereits deutlich mehr Menschen ums Leben gekommen sein als die 649, die IOM als offizielle Zahl nennt.

+++ 14.49 Uhr: May will "kühnes und ambitioniertes" Handelsabkommen mit EU +++

Die britische Premierministerin Theresa May hat sich in der Brexit-Erklärung für ein "kühnes und ambitioniertes" Handelsabkommen mit der EU ausgesprochen. Sie strebe eine "besondere Partnerschaft" mit der Europäischen Union an, hieß es in dem am Mittwoch in Brüssel überreichten Antrag Großbritanniens zum Austritt aus der Europäischen Union. Anders als von der EU gewünscht plädierte sie für gleichzeitige Verhandlungen auch über die künftigen Beziehungen nach dem Austritt.

+++ 14.23 Uhr: EU-27 will in den Brexit-Verhandlungen geeint auftreten +++

Nach dem Austrittsantrag Großbritanniens haben die anderen EU-Staaten ihre Absicht erklärt, sich in den anstehenden Brexit-Verhandlungen nicht spalten zu lassen. "In diesen Verhandlungen wird die Union geeint handeln und ihre Interessen wahren", hieß es in einer Erklärung. "Wichtigste Priorität" sei es, die Unsicherheit durch den Brexit "für unsere Bürger, Unternehmen und Mitgliedstaaten zu minimieren".

+++ 13.42 Uhr: Erneut Zug in Schweiz entgleist - keine Informationen über Verletzte +++

Zum zweiten Mal innerhalb von acht Tagen ist in der Schweiz ein Zug entgleist. Diesmal handelte sich um eine S-Bahn in der Hauptstadt Bern, wie die Eisenbahngesellschaft SBB am Mittwoch mitteilte. Das Unglück ereignete sich bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof. Über Verletzte gab es zunächst keine Angaben.

Vor einer Woche war in Luzern ein italienischer Zug bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof entgleist. Mehrere Menschen wurden leicht verletzt. Die Unglücksursache wird noch untersucht. Der Bahnhof war mehrere Tage gesperrt.

+++ 13.31 Uhr: Großbritannien beantragt EU-Austritt +++

Neun Monate nach dem Brexit-Referendum hat die britische Regierung offiziell den Austritt aus der Europäischen Union beantragt. Der britische EU-Botschafter Tim Barrow übergab am Mittwoch in Brüssel ein entsprechendes Schreiben an EU-Ratspräsident Donald Tusk. Damit läuft eine zweijährige Frist, in der beide Seiten die Details des Brexit aushandeln.

+++ 13.06 Uhr: Tausende Fehlbuchungen bei Deutscher Bank - Fehler behoben +++

Bei tausenden Kunden der Deutschen Bank hat es am vergangenen Montag doppelte Buchungen auf den Konten gegeben. Als Ursache wird ein Software-Fehler vermutet. Die Bank hat nach eigenen Angaben die Transaktionen umgehend zurückgebucht und für die rund 175 000 betroffenen Kunden den Zahlungsverkehr sichergestellt. Das heißt, dass sie Geld abheben und ihre Karten einsetzen konnten. Es sei ihnen kein Schaden entstanden, versicherte ein Sprecher. Der Fehler soll künftig ausgeschlossen werden. Zunächst hatte der SWR über die Panne berichtet.

+++ 12.26 Uhr: Hai verirrt sich in Sydney in Swimmingpool +++

Aus Angst vor Haien steigen viele Schwimmer an den Stränden der australischen Millionenmetropole Sydney nur mit Vorsicht ins Wasser. Jetzt ist ein Hai dort allerdings sogar in einen Swimmingpool aufgetaucht. Das junge Tier - zum Glück nur etwa 90 Zentimeter lang - wurde nach Presseberichten an Sydneys Palm Beach aus einem öffentlichen Pool gefischt, der direkt am Meer liegt. Vermutet wird, dass der Hai mit der Flut in den Pool gespült wurde.  

+++ 11.32 Uhr: Verbrecherbande wollte Leiche von Ferrari-Gründer Enzo Ferrari stehlen +++

Die Geschichte klingt reichlich bizarr: Die italienische Polizei hat nach eigenen Angaben den Raub der Leiche von Enzo Ferrari vereitelt. Rund 30 mutmaßliche Mitglieder einer Drogen- und Waffenschmugglerbande aus Sardinien wurden demnach festgenommen, bevor sie ihren Plan umsetzen konnten. Die Bande hatte offenbar vor, den Sarg mit den sterblichen Überresten des legendären Rennfahrers und Autobauers zu stehlen und Lösegeld von seiner Familie zu erpressen

+++ 11.06 Uhr: Berliner Mieter muss wohl nicht Beratungsfirma weichen +++

Ein Berliner Mieter, aus dessen langjähriger Wohnung Büroräume werden sollen, darf wohl bleiben. In dem Streit vor dem Bundesgerichtshof (BGH) zeichnet sich ab, dass die obersten Zivilrichter in Karlsruhe die Räumungsklage gegen den Mann voraussichtlich abweisen werden. Die Vermieterin möchte die Räume, damit ihr im selben Haus arbeitender Ehemann mehr Platz für seine Beratungsfirma bekommt und Akten auslagern kann. Wie die Vorsitzende Richterin Karin Milger in der Verhandlung sagte, hat der Senat aber erhebliche Zweifel, ob dieses Vorhaben ausreichend Gewicht hat, um die Besitzrechte des Mieters an seiner Wohnung zu überwiegen.

+++ 10.27 Uhr: US-Abgeordnete kippen Datenschutz bei Browser-Verlauf +++

Amerikanische Anbieter von Internet-Zugängen sollen das Recht bekommen, ohne Zustimmung der Nutzer Informationen über von ihnen besuchte Websites zu nutzen oder an die Werbebranche zu verkaufen. Nach dem Senat kippte auch das Abgeordnetenhaus ein entsprechendes Verbot der Telekom-Aufsicht FCC. Das Votum fiel mit 215 zu 205 Stimmen knapper aus als erwartet, weil auch 15 Republikaner dagegen stimmten. Die Entscheidung tritt in Kraft, wenn Präsident Donald Trump sie unterzeichnet.

+++ 8.57 Uhr: Mercedes und VW rufen in China fast eine Million Autos zurück +++

Die Autobauer Mercedes und Volkswagen rufen in China fast eine Million Fahrzeuge zurück. Wie die chinesische Regulierungsbehörde Aqsiq mitteilte, sind 398.500 Autos verschiedener Modelle von Mercedes Benz betroffen, die zwischen Mai 2015 und Februar 2017 produziert wurden. Volkswagen ruft demnach 572.400 Wagen seiner Tochter Audi zurück, hierbei sind Modelle von Juni 2010 bis August 2016 betroffen.
Bei den Mercedes-Wagen kann es beim Start des Motors zu Überhitzungen kommen, vor allem bei mehrmaligen Startversuchen, wie die chinesische Behörde mitteilte. Bei den Audi-Fahrzeugen warnte der Hersteller vor Problemen mit dem Schiebedach. Diese könnten zu Beeinträchtigungen der Sicherheitsvorkehrungen führen, vor allem bei den Airbags

+++ 7.36 Uhr: Python verschlingt Erntearbeiter in Indonesien +++

Eine vier Meter lange Schlange hat indonesischen Medienberichten zufolge einen Erntearbeiter verschlungen. Die Leiche des 25 Jahre alten Mannes wurde demnach aus der Python herausgeschnitten. Der Mann sei noch bekleidet gewesen. Vermutet wird, dass er von hinten von der Schlange überrascht und dann mit Haut und Haaren gefressen wurde.  

Der Arbeiter war laut der Zeitung "Kompas" auf der Insel Sulawesi auf einer Palmöl-Plantage beschäftigt. Dort sei er am Sonntag spurlos verschwunden. Bei der Suche habe man am Montag die Schlange mit sehr ungewöhnlichen Ausbuchtungen entdeckt. Die Python sei getötet und aufgeschnitten worden. In der Schlange habe man Leiche des Mannes entdeckt. Der Tote habe seine Gummistiefel noch angehabt.

+++ 7.12 Uhr: Australier räumen nach Wirbelsturm auf - Ausmaß der Schäden unklar +++

Nach dem schweren Wirbelsturm Debbie haben an der Nordostküste Australiens die Aufräumarbeiten begonnen. Den Behörden zufolge waren am Mittwoch immer noch mehr als 68.000 Menschen ohne Strom. Viele Straßen sind noch gesperrt. Der Zyklon war am Montag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 Kilometern pro Stunde über die Küstenregion des Bundesstaates Queensland hinweggefegt. Das genaue Ausmaß der Schäden ist noch nicht klar.

Bei den Aufräumarbeiten sind mehr als tausend Helfer im Einsatz.
Australiens Premierminister Malcolm Turnbull ließ sich im Katastrophen-Koordinierungszentrum der Hauptstadt Canberra über den Stand der Dinge informieren. Die Arbeiten wurden durch heftige Regenfälle erschwert. Die Behörden veröffentlichten auch eine Flutwarnung.

+++ 6.17 Uhr: Flugzeug geht in Peru in Flammen auf - 141 Menschen gerettet +++

Ein mit 141 Menschen an Bord ist nach der Landung in der zentralperuanischen Kleinstadt Jauja von der Piste abgekommen und in Flammen aufgegangen. Es gab zahlreiche Leichtverletzte, aber keine Toten bei dem Unfall. Die Passagiere konnten die Boeing 737-300 noch rechtzeitig verlassen, wie die Fluggesellschaft Peruvian Airlines mitteilte.
Die Gründe für das Unglück sind noch ungeklärt. "Dank der Erfahrung des Piloten und der Professionalität der Besatzung ist größerer Schaden verhindert worden", betonte die Fluggesellschaft.

+++ 4.24 Uhr: Venezuela wirft USA Interventionsplan vor +++

Venezuelas sozialistischer Präsident Nicolás Maduro hat den  konkrete Pläne für Attacken gegen das Land mit den größten Ölreserven der Welt vorgeworfen. "Das Außenministerium der Vereinigten Staaten hat eine Koalition rechter Regierungen gebildet, um einen Plan der Aggression und Intervention vorzubereiten", sagte Maduro während einer Kabinettssitzung.  

Konkret geht es um einen Bruch in der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS). Die Mehrheit der Mitglieder, darunter die USA, Mexiko, Argentinien und Brasilien, werfen eine Verletzung der Interamerikanischen Charta für Demokratie vor. Maduro regiert mit Notstandsdekreten am Parlament vorbei, politische Gegner sitzen in Haft; die Repression hat stark zugenommen. Zugleich stehen linke Regierungen wie Kuba und Bolivien weiter zur Regierung in Caracas. 

+++ 2.22 Uhr: Deutsche Bank in den USA zu weiterer Millionenstrafe verurteilt +++

Die Deutsche Bank muss in den USA eine weitere zahlen. Ein Bundesgericht in Connecticut verurteilte die in London ansässige Deutsche Bank Group Services wegen der Manipulation von Zinssätzen zu einer Strafzahlung von 150 Millionen Dollar (138 Millionen Euro), wie das US-Justizministerium mitteilte. Das Tochterhaus hatte in dem Verfahren bereits Manipulationen des Referenzzinssatzes Libor eingeräumt und im April 2015 in die Strafe eingewilligt. 

mad/ivi / AFP / DPA