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News des Tages: Mutmaßliche Vergewaltigung im Gefängnis: Tatort war wohl Spielecke

Ex nackt im Wald ausgesetzt - Bewährungsstrafe für zwei Frauen +++ Bericht: Texas-Angreifer in Vergangenheit aus Psychiatrie ausgebrochen +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Polizei Absperrband

Ein 80-Jähriger ging in Nordrhein-Westfalen regelmäßig in Krankenhäusern auf Beutezug

Die Nachrichten des Tages im  -Ticker:

+++ 21.37 Uhr: Britische Entwicklungshilfeministerin Priti Patel tritt zurück +++

Die britische Entwicklungshilfeministerin Priti Patel ist zurückgetreten. Das bestätigte ein Regierungssprecher am Mittwochabend. Patel war zuvor heftig in die Kritik geraten, weil sie sich ohne vorherige Absprache mit Regierungschefin Theresa May und Außenminister Boris Johnson während eines Urlaubs in Israel mit Regierungsvertretern getroffen hatte.

Patel kehrte am Abend vorzeitig von einem offiziellen Besuch aus Uganda zurück. Medienberichten zufolge hatte Premierministerin May sie zurückbeordert, weil neue Details über Patels Israel-Reise bekannt wurden. 

+++ 19.36 Uhr: Nato will Gegner künftig auch mit Cyberwaffen bekämpfen +++

Die Nato will bei ihren Einsätzen künftig auch Cyberwaffen einsetzen. Nach Angaben von Generalsekretär Jens Stoltenberg einigten sich die Verteidigungsminister der Bündnisstaaten auf einen Rahmen und Leitlinien für militärische Hackerangriffe. "Cyber wird künftig bei jedem potenziellen militärischen Konflikt eine Rolle spielen", sagte er. Mit gezielten Cyberattacken lassen sich beispielsweise Propagandaseiten des Gegners im Internet lahmlegen. Möglich wäre es aber auch, ganze Computer- oder Mobilfunknetze auszuschalten, um die Kommunikation oder die Stromversorgung von Militäranlagen zu stören.

+++19.33 Uhr: Soldat soll mit Köpfen von IS-Soldaten posiert haben - Prozess in Stuttgart +++

Vor dem Oberlandesgericht Stuttgart beginnt am Donnerstag der Prozess gegen einen mutmaßlichen Kriegsverbrecher aus dem Irak. Der 24-jährige soll im Herbst 2014 im Irak als Angehöriger der Armee mit den Köpfen von sechs getöteten Kämpfern der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) für ein Foto posiert haben.

+++ 18.34 Uhr: Elf Bären in rumänischen Bergdorf auf Futtersuche ++++

Auf der Suche nach Nahrung haben sich am Dienstagabend elf Bären in dem rumänischen Bergdorf Busteni herumgetrieben. "Vier Bären, von denen drei von mehreren Bärenjungen begleitet wurden, haben die Stadt durchquert und die Mülleimer von mehreren Häusern durchwühlt", sagte der örtliche Polizeichef Paul Sasu der Nachrichtenagentur AFP. Die Tiere kämen immer häufiger in die Kleinstadt, um nach Futter zu suchen. Danach kehrten sie dann wieder in den angrenzenden Wald zurück.

+++ 18.12 Uhr: Lewis Hamilton lässt sich nicht von Steuertrick-Vorwürfen ablenken +++

Der viermalige Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hat sich vor dem Großen Preis von Brasilien unbeeindruckt von den Steuertrick-Vorwürfen gegen ihn gezeigt. "Das lenkt mich nicht von meinen Grundwerten ab. Und auch nicht von dem, was ich hier machen will", sagte der Mercedes-Pilot aus Großbritannien bei einer Pressekonferenz in São Paulo.

+++ 17.38 Uhr: Mutmaßliche Vergewaltigung im Gefängnis: Tatort war wohl Spielecke +++

Die mutmaßliche Vergewaltigung einer Frau im Besuchsraum eines Gefängnisses in Rheinland-Pfalz hat sich vermutlich in der bislang nicht vollständig einsehbaren Spielecke ereignet. Das teilte das rheinland-pfälzische Justizministerium mit. Ein verurteilter Mörder soll dort am 2. November seine Frau vergewaltigt und mit einer Scherbe auf sie eingestochen haben, bis er im Beisein der beiden gemeinsamen Kinder von Justizbediensteten überwältigt wurde. In dem Besuchsraum der Justizvollzugsanstalt Diez gab es zur selben Zeit vier weitere Besuche.

+++ 17.10 Uhr: Richter genehmigt psychologische Untersuchung von Drogenboss "El Chapo +++

Der mexikanische Drogenboss Joaquín "El Chapo" Guzmán darf sich einer neuropsychologischen Untersuchung unterziehen. Das entschied Richter Brian Cogan bei einer Gerichtsanhörung in New York. Beantragt hatte die Untersuchung Guzmáns Anwalt Eduardo Balarezo mit der Begründung, dass die Haft in einem Hochsicherheitsgefängnis dem früheren Chef des Sinaloa-Kartells psychisch schwer zu schaffen zu mache.

+++ 17.07 Uhr: Cannabis im Horrorhaus in Höxter hatte Wert von 200.000 Euro +++

Aus den im sogenannten Horrorhaus vom Höxter entdeckten Cannabispflanzen hätten die mutmaßlichen Plantagenbetreiber 38 Kilogramm Marihuana im Wert von rund 200.000 Euro gewinnen können. Dies geht aus einem Gutachten des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamts (LKA) hervor, wie die Polizei Bielefeld und die Staatsanwaltschaft Paderborn mitteilten.


+++ 16.55 Uhr: Chef vom britischen Gesundheitssystem fordert Einlösung von Brexit-Versprechen +++

Der Chef des britischen Gesundheitssystems, NHS England, hat die Umsetzung einer Kernaussage der Brexit-Befürworter eingefordert. Diese hatten vor dem Referendum erklärt, die wöchentliche Überweisung von 350 Millionen Pfund (395 Millionen Euro) an die EU solle besser ins staatliche Gesundheitssystem fließen. Die Aussage habe zwar nicht auf dem Stimmzettel des Volksentscheids vom 23. Juni 2016 gestanden, wohl aber auf dem Kampagnenbus der Brexit-Befürworter, sagte NHS-Chef Simon Stevens auf einer Konferenz in Birmingham.  

+++ 16.50 Uhr: Ex nackt im Wald ausgesetzt - Bewährungsstrafe für zwei Frauen +++

Zwei Frauen, die ihren gemeinsamen Ex-Partner nackt in einem Wald bei Berlin ausgesetzt haben, sind zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Frankfurt (Oder) sah es als erwiesen an, dass sie sich der gefährlichen Körperverletzung und Freiheitsberaubung schuldig gemacht haben, weil sie als Stalking-Opfer ihres Ex-Freunds keinen anderen Ausweg gesehen hatten.

Die 39 und 37 Jahre alten Frauen hätten den Mann mit der Aktion überzeugen wollen, sie endlich in Ruhe zu lassen, hieß es in der Urteilsbegründung. Deshalb lauerten sie dem 44 Jahre alten Opfer gemeinsam mit mindestens drei maskierten, unbekannt gebliebenen Tätern im März 2015 auf. Sie entführten den Mann demnach in einem Transporter und verprügelten ihn, bevor sie ihn nackt im Wald aussetzten.  

+++ 16.42 Uhr: 80-Jähriger soll 30 Mal in Klinik eingebrochen sein +++

Ein 80-Jähriger soll in Nordrhein-Westfalen mehr als 30 Mal in eine Klinik eingebrochen sein. Bei seinen Beutezügen sei der Tatverdächtige regelmäßig über die Außenfassade auf die Balkone geklettert und in die Patientenzimmer eingestiegen, teilte die Polizei mit. Dann habe er Wertsachen gestohlen. "Für sein Alter verfügt er über eine herausragende Fitness", betonte die Polizei. Nach einem Beutezug wurde der Senior nun gestellt. Am Tatort konnten Schuhspuren gesichert werden. Zudem gibt es Aufnahmen einer Überwachungskamera von einem früheren Einbruch. Den letzten Einbruch gestand der Mann, zu den übrigen Taten machte er keine Angaben.

+++ 16.08 Uhr: Frankreichs Parlament hebt Immunität von marine Le Pen auf +++

Nach dem EU-Parlament hat auch die französische Nationalversammlung die Immunität der Rechtspopulistin Marine Le Pen aufgehoben. Die Pariser Parlamentsverwaltung erklärte, sie komme damit einer Bitte der Justiz nach. Le Pen droht in Frankreich eine mehrjährige Haftstrafe, weil sie auf Twitter Gräuelfotos von Opfern der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) veröffentlicht hatte. Die Front-National-Vorsitzende verurteilte die Entscheidung als "politisches Manöver".

+++ 15.45 Uhr: 18-Jähriger soll seine Mutter getötet haben - Prozessauftakt +++

Ein Teenager, der Ende März seine Mutter umgebracht und ihre Leiche zerstückelt haben soll, steht seit Mittwoch in Potsdam vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Totschlag vor. Der damals 17-Jährige soll seine Mutter in Borkheide westlich von Berlin mit Schlägen und mehreren Messerstichen getötet haben, berichtete Gerichtssprecherin Sabine Dießelhorst. Anschließend soll er die Mutter zerstückelt und versucht haben, Leichenteile im Garten des Wohnhauses zu verbrennen.

+++15.37 Uhr: Mann stellt im Garten Selbstschussanlge auf +++

Weil er rund um sein Gartengrundstück eine Selbstschussanlage installiert haben soll, hat die Staatsanwaltschaft in Saarbrücken einen 64-Jährigen angeklagt. Beim Betreten des Grundstücks soll ein Mann im Mai die Anlage ausgelöst haben und in der Kniekehle getroffen worden sein, wie die Staatsanwaltschaf mitteilte. Darüber hinaus habe der Mann Sprengfallen aufgestellt, angeblich zur Abwehr von Wildschweinen. Der 64 Jahre alte Grundstücksbesitzer hat keine Vorstrafen und ist geständig. 

+++ 14.56 Uhr: Ex-Chefarzt wegen Vergewaltigung einer Mitarbeiterin vor Gericht +++

Weil er eine Mitarbeiterin am Arbeitsplatz zu sexuellen Handlungen gezwungen haben soll, steht ein früherer Chefarzt aus Bamberg wegen Vergewaltigung vor Gericht. Dem 46-Jährigen wird vorgeworfen, die Frau in einer Ambulanz in Neustadt an der Aisch unter einem Vorwand in die Küche gelockt zu haben, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch zum Prozessauftakt erläuterte.
Dort soll er die Frau zu sexuellen Handlungen gedrängt haben.

Zwischen dem Angeklagten und dem mutmaßlichen Opfer sei es zuvor zu einvernehmlichen sexuellen Handlungen gekommen - zum Tatzeitpunkt soll die Frau einen neuerlichen sexuellen Kontakt aber abgelehnt haben.

+++ 13.40 Uhr: Schuldirektor wegen sexueller Übergriffe angeklagt +++

Wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Schutzbefohlenen hat die Staatsanwaltschaft Trier den Leiter eines Gymnasiums angeklagt. Dem suspendierten Pädagogen werden insgesamt fünf Vorkommnisse zwischen Juni 2014 und Januar 2017 vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft in Trier am Mittwoch mitteilte.

In drei Fällen soll der Mann aus dem Kreis Trier-Saarburg an einem zunächst 13 Jahre alten Schüler sexuelle Handlungen vorgenommen und es in einem weiteren Fall versucht haben. Zudem habe er versucht, einen 15-Jährigen zu sexuellen Übergriffen zu überreden, was aber gescheitert sei. Zuvor hatte der Südwestrundfunk (SWR) über die Anklage berichtet. 

+++ 13.36 Uhr: Mord mit selbstgebauter Machete: 15 Jahre Haft für Norweger +++

Für einen Mord mit einer Machete ist ein Mann in Norwegen zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der 35-Jährige hatte vor Gericht zugegeben, seinen Freund in seiner Wohnung in Elverum nordöstlich von Oslo getötet zu haben, wie die Nachrichtenagentur NTB am Mittwoch berichtete. Dabei nutzte er eine 50 Zentimeter lange Machete, die er selbst gebaut hatte. Er stach seinen Freund damit 29 Mal in Kopf, Hals und Arme.

An die Tat selbst erinnere er sich nicht, sagte der Mann aus. Als er danach erkannt habe, was geschehen sei, sei er selbst zur Polizei gegangen. Täter und Opfer sollen im Drogenmilieu gewesen sein.

+++ 13.29 Uhr: Mehrere Straßensperren bei Generalstreik in Katalonien +++

Bei einem Generalstreik in der spanischen Region Katalonien haben Demonstranten mehrere Straßensperren errichtet und auch eine Eisenbahnlinie zeitweilig lahmgelegt. Dem Aufruf zur Arbeitsniederlegung seien am Mittwoch zunächst aber nur wenige gefolgt, berichteten Medien wie die Onlineausgabe der Zeitung "El País". In Barcelona werde der Verkehr von Demonstranten unter anderem auf der Avinguda Diagonal, einer der wichtigsten Straßen der Regionalhauptstadt, behindert, hieß es. Der öffentliche Nahverkehr funktionierte weitgehend normal.

Zum Streik hatten zunächst mehrere Regionalgewerkschaften aufgerufen, um gegen Arbeitsmarktreformen zu protestieren. Die katalanischen Unabhängigkeitsbefürworter hatten sich dem Aufruf später angeschlossen, um die Freilassung der inhaftierten Politiker der von Madrid abgesetzten separatistischen Regionalregierung zu fordern. Anträge von Unternehmerverbänden auf Verbot der Aktion, weil es sich um einen politisch motivierten und somit illegalen Streik handele, wurden von der Justiz abgewiesen. 

+++ 12.42 Uhr: Fußballtrainer in Baden-Württemberg unter Missbrauchsverdacht +++

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch gegen einen ehemaligen Fußballtrainer eines Sportvereins im baden-württembergischen Korntal. Wie die Ermittler mitteilten, soll der 19-Jährige an 16 Kinder im Alter von elf bis 14 Jahren pornografische Dateien und Videos geschickt und ihnen unter dem Vorwand einer Studie intime Fragen gestellt haben.

Der Trainer, der auch in Ferienfreizeiten als Betreuer arbeitete, legte den Angaben zufolge gegenüber der Polizei ein vollumfängliches Geständnis ab. Auf die Schliche kamen die Ermittler dem 19-Jährigen demnach durch den Hinweis von Eltern, die auf dem Handy ihres Sohns verdächtige Nachrichten gefunden und daraufhin Anzeige erstattet hatten. Die Taten sollen zwischen Dezember 2015 und Februar dieses Jahres begangen worden sein.

+++ 12.15 Uhr: Urteil im Hamburger Sterbehilfe-Prozess: Arzt freigesprochen +++

In einem Prozess um Sterbehilfe für zwei alte Menschen in Hamburg ist der angeklagte Arzt freigesprochen worden. Die Entscheidung der über 80 Jahre alten Frauen, aus dem Leben scheiden zu wollen, sei von ihnen bewusst getroffen worden, sagte der Vorsitzende Richter. Beide hätten nicht zu unüberlegten spontanen Entscheidungen geneigt. Der 75 Jahre alte Mediziner war vor dem Hamburger Landgericht angeklagt, weil er den Frauen im November 2012 tödliche Medikamente gebracht hatte. Ihm wurde versuchte Tötung auf Verlangen durch Unterlassen vorgeworfen. Reine Sterbehilfe ist nicht strafbar.

+++ 12.05 Uhr: Papst Franziskus ermahnt Gläubige: Keine Handys während des Gottesdienstes +++

Papst Franziskus hat die Gläubigen ermahnt, während eines Gottesdienstes nicht ihre Handys zu zücken und keine Fotos zu machen. Es mache ihn "so traurig", wenn er eine Messe feiere und so viele Mobiltelefone in der Luft sehe, sagte Franziskus bei seiner wöchentlichen Audienz vor tausenden Menschen auf dem Petersplatz in Rom. Nicht nur die einfachen Gläubigen, auch Priester "und sogar die Bischöfe" holten manchmal ihre Handys heraus, beklagte der Pontifex Maximus. "Also bitte! Die Messe ist kein Spektakel." Wenn der Priester an einer Stelle des Gottesdienstes sage: "Erhebet Eure Herzen", sage er eben nicht: "Erhebet Eure Handys, um ein Foto zu schießen", kritisierte der Papst. "Nein, das ist hässlich."

+++ 11.42 Uhr: Autobauer sollen CO2-Emissionen bis 2030 um 30 Prozent senken +++

Die Autohersteller in der Europäischen Union sollen die CO2-Emissionen ihrer Neuwagen bis zum Jahr 2030 um 30 Prozent senken. Das schlägt die EU-Kommission in ihrem Mobilitätspaket vor. Der Verkehr sei verantwortlich für fast ein Viertel der Treibhausgasemissionen in der EU, sagte Vize-Kommissionspräsident Maros Sefcovic in Brüssel.

+++ 11.21 Uhr: Fünf Tote und vier Verletzte bei Explosion in türkischer Farbfabrik +++

Bei einer Explosion in einer Farbenfabrik im westtürkischen Bursa sind fünf Arbeiter ums Leben gekommen. Mindestens vier weitere seien verletzt worden, sagte der Provinzgouverneur Izzettin Kücük dem Sender CNN Türk. Unfallursache war nach ersten Erkenntnissen eine Gasexplosion.

+++ 11.11 Uhr: Wirtschaftsweise: Deutschland kommt in eine "Boomphase" +++

Deutschlands Wirtschaft kommt allmählich in eine "Boomphase", und es droht eine Überauslastung. Davor warnt der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in seinem Jahresgutachten. Die sogenannten Wirtschaftsweisen heben darin ihre Prognose für das Wachstum deutlich auf 2,0 Prozent in diesem und auf 2,2 Prozent im nächsten Jahr an.

+++ 10.55 Uhr: Sparkassenverband verschiebt Wahl seines Präsidenten +++

Angesichts des Strafbefehls wegen Steuerhinterziehung gegen Verbandschef Georg Fahrenschon hat der Sparkassen- und Giroverband (DSGV) die Wahl seines Präsidenten verschoben. Auf Vorschlag von Fahrenschon solle damit die Gelegenheit gegeben werden, den Abschluss des derzeit laufenden Steuerstrafverfahrens abzuwarten, teilte der Verband mit. Fahrenschon erklärte, er habe zwar einen Fehler, aber keine vorsätzliche Steuerstraftat begangen.

+++ 10.30 Uhr: Kuh bricht in Güllekeller ein - Feuerwehr muss Tier in Niedersachsen befreien +++

Missliche Lage für ein Rindvieh in Niedersachsen: Auf einem Bauernhof im ostfriesischen Hesel ist eine Kuh in einen Güllekeller eingebrochen und ohne fachmännische Hilfe nicht wieder herausgekommen. Da auch der Landwirt sie nicht allein befreien konnte, musste die Feuerwehr anrücken, wie der Kreisfeuerwehrverband Leer mitteilte. Sie legten einen Schlauch um das Tier und zogen es gemeinsam mit dem Bauern aus der Gülle.

+++ 10.24 Uhr: Knapp 15 Prozent des Energieverbrauchs stammte 2016 aus Erneuerbaren +++

Im Jahr 2016 stammte 14,6 Prozent der verbrauchten Energie in Deutschland aus erneuerbaren Quellen. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden zur Weltklimakonferenz in Bonn mit. Im Jahr 2000 hatte der Anteil erneuerbarer Energien noch bei 3,7 Prozent gelegen. In diesem Jahr wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetz verabschiedet. In der darauf folgenden Dekade stieg der Wert laut Bundesamt dann deutlich - bis auf 10,9 Prozent 2010.

+++ 10.05 Uhr: Vier Tote durch gepanschten Alkohol in Ungarn +++

Im Nordosten Ungarns sind vier Menschen durch gepanschten Alkohol gestorben. Zwei der Opfer, ein 14-Jähriger und eine 68-jährige Frau, erlagen bereits am Wochenende den Vergiftungen, die beigemischter Methylalkohol verursacht hatte. Der Vater und der Onkel des 14-Jährigen starben am Dienstag im Krankenhaus von Miskolc, wie ungarische Zeitungen berichteten. Die Polizei nahm zwei Männer fest, die den gepanschten Alkohol hergestellt und verkauft haben sollen. Der Vorfall ereignete sich im 400-Einwohner-Dorf Damoc am Dreiländereck zur Slowakei und zur Ukraine, wo die Armut teilweise groß ist.

+++ 9.45 Uhr: 77-Jährige stürzt in Bremerhaven samt Kellertreppe ab +++

Beim Einsturz einer Kellertreppe ist eine 77-Jährige in Bremerhaven schwer verletzt worden. Die Frau sei mitsamt der Treppe etwa zwei Meter tief gefallen, teilte die Feuerwehr in der Stadt mit. Sie musste von Kräften des Rettungsdiensts und der Feuerwehr aus dem Keller befreit und in ein Krankenhaus gebracht werden. Den Angaben zufolge war der Einsatzleitstelle ein Treppensturz gemeldet worden. Als die ersten Beamten an dem Unglücksort im Stadtteil Lehe eintrafen, stellten sie allerdings fest, dass die gesamte Kellertreppe mit der Frau darauf zusammengebrochen war.

+++ 9.40 Uhr: Vier Tote bei Hubschrauberabsturz in Japan +++

Bei einem Hubschrauberabsturz in einer bergigen Region in Japan sind vier Menschen ums Leben gekommen. Die Leichen von vier Männern seien geborgen worden, sagte ein Vertreter des japanischen Verkehrsministeriums der Nachrichtenagentur AFP. Der Hubschrauber war brennend auf einer Brücke im Dorf Ueno rund 150 Kilometer nordwestlich von Tokio entdeckt worden. Nach Angaben der Rettungskräfte wurde das Feuer nach etwa einer Stunde gelöscht. Der Betreiber des Hubschraubers bestätigte, dass sich zum Unglückszeitpunkt vier Menschen an Bord befanden.

+++ 9.35 Uhr: Verfassungsgericht fordert drittes Geschlecht für Eintrag in Geburtenregister +++

Das Bundesverfassungsgericht hat ein drittes Geschlecht für den Eintrag im Geburtenregister gefordert. Intersexuelle Menschen, die weder männlich noch weiblich sind, solle damit ermöglicht werden ihre geschlechtliche Identität "positiv" eintragen zu lassen, entschieden die Karlsruher Richter in einem am Mittwoch veröffentlichten Beschluss. Zur Begründung verwies das Gericht auf das im Grundgesetz geschützte Persönlichkeitsrecht. (Az. 1 BvR 2019/16).

+++ 8.23 Uhr Heizkosten steigen für Verbraucher mit Ölheizung um bis zu zehn Prozent +++

Verbraucher müssen in diesem Jahr mit teils deutlich höheren Ausgaben beim Heizen rechnen. In Gebäuden mit Erdgas oder Fernwärme-Heizung dürften die Kosten im laufenden Jahr um gut zwei Prozent steigen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den aktuellen Heizspiegel des Deutschen Mieterbundes berichtete. Die rund sechs Millionen Haushalte mit Ölheizung müssen demnach mit einem Plus von bis zu zehn Prozent rechnen.

Die Energiepreise haben sich im laufenden Jahr ganz unterschiedlich entwickelt. Bei Erdgas und Fernwärme seien die Preise 2017 um 1 bis 1,5 Prozent gesunken, Heizöl verzeichne hingegen einen Anstieg um rund zehn Prozent, heißt es im Heizspiegel. Er wird vom Mieterbund und der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2 online erstellt.

+++ 7.59 Uhr Vega-Rakete bringt Erdbeobachtungssatelliten für Marokko ins All +++

Eine europäische Vega-Rakete hat im Auftrag von Marokko einen Erdbeobachtungssatelliten ins All gebracht. Die Trägerrakete startete in der Nacht zum Mittwoch deutscher Zeit vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana, wie der Betreiber Arianespace mitteilte. Nach gut 55 Minuten Flugzeit setzte sie den Satelliten "Mohammed VI-A" aus.

Der 1,1 Tonnen schwere Satellit soll nach Angaben von Arianespace zur Kartographie und bei der Grenz- und Küstenüberwachung eingesetzt werden.  

+++ 7.55 Uhr: Peter Kraus spricht von Angstzuständen nach Liveshow-Unfall +++

Der schmerzhafte Unfall in einer ARD-Liveshow macht dem österreichischen Popsänger Peter Kraus auch nach fünf Wochen noch schwer zu schaffen. "Ich habe nur noch Horror-Nächte, an Schlaf ist nicht zu denken", sagte der 78-Jährige der "Bild"-Zeitung. "Sobald ich das Licht ausmache, bekomme ich Panikattacken, Schweißausbrüche und Angstzustände." Diese Attacken steigerten sich in regelrechte Todesängste. "Ich kann nicht mehr atmen und fürchte zu ersticken." Sein Arzt habe ihm deswegen Tabletten verschrieben. In der ARD-Show "Spiel für dein Land" hatte sich Kraus die rechte Schulter gebrochen. Der Musiker musste bei einem Spiel mit dem Schauspieler Axel Prahl und Fußball-Kommentator Marcel Reif herabfallende Sterne fangen - und stürzte. 

+++ 7.44 Uhr: Amazon startet Online-Supermarkt Fresh auch in München +++

Amazon bringt seinen Online-Supermarkt Fresh nach Berlin und Hamburg auch in München an den Start. Das Sortiment von mehr als 300.000 Artikeln sei dafür an den lokalen Geschmack angepasst worden, sagte Fresh-Deutschlandchef Florian Baumgartner. "Wir müssen den Kunden einen Mehrwert bieten. Sie warten ja nicht auf uns, um Essen zu kaufen."

Ähnlich wie in anderen Städten werden über Fresh auch Produkte einiger örtlicher Anbieter geliefert. Dazu gehören in München unter anderem der Feinkost-Spezialist Dallmayr sowie einige Stände vom Viktualienmarkt.

+++ 6.22 Uhr: Trump unter den ersten Nutzern der verlängerten 280-Zeichen-Tweets +++

Nachdem der Kurznachrichtendienst Twitter die Zeichenzahl für Tweets verdoppelt hat, hat US-Präsident Donald Trump als einer der Ersten die neue Möglichkeit genutzt. Er schrieb seinen ersten längeren Tweet von 216 Zeichen auf seiner derzeitigen Reise durch Asien. "Ich bereite mich für eine der Hauptreden auf der Nationalversammlung hier in Südkorea vor, dann werde ich nach China weiter reisen. Ich freue mich sehr, dort Präsident Xi zu treffen, der gerade erst seinen großen politischen Sieg eingefahren hat", schrieb Trump.

Der US-Präsident ist einer der bekanntesten Nutzer von Twitter - und für seine umstrittenen Tweets auf der Plattform bekannt. Twitter hatte am Dienstag die Zeichenzahl seiner Tweets von 140 auf 280 Zeichen verdoppelt. Das Unternehmen hofft, durch die Ausweitung mehr Nutzer gewinnen zu können.

+++ 5.15 Uhr: Demokrat Bill de Blasio als Bürgermeister von New York wiedergewählt +++

Der demokratische Amtsinhaber bleibt für weitere vier Jahre Bürgermeister von New York. Rund 65 Prozent der Wähler in der Millionenmetropole gaben dem 56-Jährigen am Dienstag laut vorläufigen Zahlen der Wahlbehörde ihre Stimme. Die republikanische Herausfordererin Nicole Malliotakis landete mit knapp 30 Prozent der Stimmen abgeschlagen auf dem zweiten Platz, weit dahinter lagen mehrere unabhängig angetretene Kandidaten. Die Bürgermeisterwahl fand auf den Tag genau eine Woche nach einem Terroranschlag in New York statt. Ein 29-Jähriger aus Usbekistan stammender Mann hatte an Halloween mit einem Pritschenwagen in Manhattan Radfahrer und Fußgänger überfahren. 

+++ 2.48 Uhr: 19-Jähriger mit ausgebeulter Hose muss in Ausnüchterungszelle +++

Ein angetrunkener 19-Jähriger ist der Polizei in Darmstadt nicht nur wegen seiner Aggressivität, sondern auch wegen "einer deutlichen Ausbeulung seiner Hose" aufgefallen. Auf Nachfrage der Beamten erklärte der junge Mann, er führe eine Schlange in seiner Hose mit, wie die Polizei in der Nacht zum Mittwoch mitteilte. Tatsächlich zog der 19-Jährige eine etwa 35 Zentimeter lange Baby-Königspython aus seiner Hose. 

Der junge Mann war kontrolliert worden, nachdem er mit einem anderen Mann am späten Dienstagabend lautstark gestritten hatte. Als die Polizei den Sachverhalt aufnahm, wurde der 19-Jährige aggressiver. Nach dem tierischen Fund brachte ihn die Polizei in eine Ausnüchterungszelle und verfrachtete die Schlange in eine Transportbox. Die Beamten überprüfen, ob der junge Mann auch gegen das Tierschutzgesetz verstoßen hat. Wem die Schlange gehört, war zunächst unklar.

Eine Phthon - dieses Tier ist allerdings wesentlich größer als die Baby-Python, die der junge Mann mitführte.

Eine Phthon - dieses Tier ist allerdings wesentlich größer als die Baby-Python, die der junge Mann mitführte.


1.17 Uhr: Bericht: Texas-Angreifer in Vergangenheit aus Psychiatrie ausgebrochen +++

Der 26-Jährige, der am Sonntag in einer texanischen Kirche ein Blutbad angerichtet hat, ist laut einem Medienbericht bereits vor einigen Jahren in einer psychiatrischen Klinik behandelt worden und dort ausgebrochen. Devin Kelley sei im Juni 2012 aus der Anstalt Peak Behavioral Health Services ausgebrochen und daraufhin als vermisst gemeldet worden, berichtete am Dienstag der in Houston ansässige Sender KPRC unter Berufung auf einen entsprechenden Polizeibericht aus dem texanischen El Paso. In der Vermisstenanzeige wurde demnach angegeben, dass Kelley unter "psychischen Störungen" leide und eine "Gefahr für sich selbst und andere" darstelle. Er sei dabei erwischt worden, wie er "mit Feuerwaffen auf dem Luftwaffenstützpunkt Holloman herumschlich", wo er stationiert gewesen war. Kelley habe versucht,  Vorgesetzte bei der Armee mit dem Tod zu bedrohen.


+++ 0.05 Uhr: Kuh fällt in Güllegrube - Feuerwehr rettet Tier unverletzt +++

Eine Kuh ist auf einem Bauernhof in Ostfriesland in eine Güllegrube gefallen. Das Tier wurde am Dienstag in Kiefeld bei Leer von der Feuerwehr gerettet, wie die Einsatzkräfte am Abend mitteilten. In einem Stall seien Bretter über dem Güllekeller weggebrochen. Laut Feuerwehr befindet sich unterhalb der Boxen für die Rinder ein bis zu 1,80 Meter tiefer Keller, um dort den Kot der Tiere aufzufangen. Die Kuh habe noch mit dem Kopf herausgeschaut, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Einsatzkräfte hätten Atemschutz angelegt, um das Tier aus der misslichen Lage zu befreien - wegen des hohen Ammoniakgehalts in der Grube. Die Kuh blieb unverletzt. "Solche Einsätze haben wir fünf bis sechs Mal im Jahr", so der Sprecher.

+++ 0-05 Uhr: Kreuzfahrtkolosse in Venedigs Zentrum sollen verbannt werden +++

Kreuzfahrtkolosse vor dem Markusplatz in Venedig sollen nach dem Willen der italienischen Regierung bald der Vergangenheit angehören. Nach jahrelangem Streit über das Thema sollen die riesigen Schiffe künftig nicht mehr vor dem historischen Zentrum der Lagunenstadt fahren. Wie das Verkehrsministerium in Rom nach einem Treffen mit den Vertretern Venedigs und der Region mitteilte, sollten die Schiffe stattdessen eine andere Route fahren und im weniger glamourösen Marghera am Festland halten. Bis dort das notwendige Terminal gebaut ist, sollen aber noch drei bis vier Jahre vergehen. 


anb/DPA/AFP