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News des Tages: Regierungsbildung in Italien gescheitert - Conte gibt auf

Giuseppe Conte verzichtet auf Amt des Ministerpräsidenten +++ Torhüter Karius entschuldigt sich für Blackout +++ Rottweiler verletzt fünf Menschen in München  +++ Die News des Tages im stern-Ticker

Giuseppe Conte

Giuseppe Conte verzichtet auf das Amt des Ministerpräsidenten

Die News des Tages im stern-Ticker: 

+++ 20.12 Uhr: Conte verzichtet auf Amt des Ministerpräsidenten in Italien +++

In Italien ist die geplante europakritische Regierungskoalition aus populistischer Fünf-Sterne-Bewegung und rechter Lega geplatzt: Der designierte Ministerpräsident Giuseppe Conte gab am Sonntag seinen Auftrag zur Regierungsbildung an Staatspräsident Sergio Mattarella zurück, wie der Generalsekretär des Präsidenten, Ugo Zampetti, sagte.

Zuvor hatten Medien berichtet, dass Mattarella ein Veto gegen die Ernennung des Lega-Wunschkandidaten für das Amt des Finanzministers, den Euro-Kritiker Paolo Savona, eingelegt hatte.

Lega-Chef Matteo Salvini hatte am Sonntagabend gesagt, er akzeptiere keine Beeinflussung der Regierungsbildung mehr. "Wenn wir die Sicherheit haben, dass wir in Freiheit arbeiten können, dann bin ich morgen im Amt", sagte er. Wenn nicht, dann müssten die Italiener wieder wählen gehen. Bei der Wahl am 4. März waren die Fünf Sterne mit 32 Prozent die stärkste Einzelkraft geworden.

+++ 11.49 Uhr: 31-Jährige fährt betrunken gegen Baum - Kleinkinder auf dem Rücksitz +++

Glück im Unglück hatte eine stark alkoholisierte junge Frau in Düren: Eine nächtliche Fahrt mit zwei Kleinkindern auf dem Rücksitz endete vor einem Baum. Die 31-jährige Frau wollte in der Nacht zu Sonntag von einem Parkplatz fahren, verlor dabei aber die Orientierung und geriet auf eine Grünfläche, wo sie gegen einen Baum prallte, wie die Polizei Düren mitteilte. Weder die Fahrerin noch die unzureichend gesicherten Kinder wurden verletzt.

Die junge Frau flüchtete nach dem Unfall zunächst, wurde jedoch von Zeugen beobachtet und der Polizei gemeldet. Diese fand die Fahrerin nebst dem beschädigten Wagen kurze Zeit später an einer Tankstelle. Die Kinder wurden Verwandten übergeben, ein Atemalkoholtest ergab mehr als zwei Promille bei der Frau.

Zudem stellten die Beamten fest, dass ihr Fahrzeug nicht versichert war. Das Auto wurde daraufhin stillgelegt. Die 31-Jährige müsse zudem "fest damit rechnen, dass sie die Fahrerlaubnis verliert", hieß es weiter.

+++ 09.18 Uhr: Karius entschuldigt sich für Blackout: "Es tut mir leid für alle"

Liverpools Torhüter Loris Karius hat sich für seinen fatalen Blackout im verlorenen Champions-League-Finale bei seinen Teamkollegen und den Fans entschuldigt. "Es tut mir leid für alle, für das Team, für den ganzen Club. Ich habe sie im Stich gelassen", sagte der Keeper des FC Liverpool in der Nacht zum Sonntag nach der 1:3-Niederlage im Königsklassen-Endspiel gegen Real Madrid.

"Diese Tore haben uns den Titel gekostet", räumte der frühere Mainzer ein, der im Endspiel die wohl bislang schlimmsten Momente seiner Fußballerkarriere erlebte. "Es ist das Leben eines Torhüters. Man muss wieder aufstehen", sagte Karius.

Mit einem schlampigen Abwurf hatte Karius dem Franzosen Karim Benzema den Führungstreffer geradezu geschenkt, beim dritten Treffer ließ der 24-Jährige einen 35-Meter-Schuss von Gareth Bale durch die Finger flutschen. Die Königlichen aus Madrid hatten am Samstagabend zum dritten Mal in Serie die Champions League gewonnen.

+++ 05.11 Uhr: Hessen: Mann von Polizei angeschossen und schwer verletzt +++

In der hessischen Gemeinde Großkrotzenburg ist ein Mann von der Polizei angeschossen und schwer verletzt worden. Der unbekannte, etwa 35-Jährige Mann sei am Samstagabend widerrechtlich, äußerst aggressiv und bewaffnet auf einem Firmengelände südlich von Hanau (Main-Kinzig-Kreis) unterwegs gewesen, teilte die Polizei am Sonntagmorgen mit. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht und operiert, Lebensgefahr bestehe ersten Erkenntnissen nach nicht. Der Verletzte war in der Nacht nicht vernehmungsfähig, seine Identität daher unklar.

Zu den Umständen der Schussabgabe, die Anzahl der Schüsse und dem oder den Schützen konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. In der Nacht zu Sonntag hatte ein Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes den Mann auf dem Firmengelände bemerkt und die Polizei gerufen. Die Staatsanwaltschaft Hanau übernahm die Ermittlungen.

+++ 03.23 Uhr: Donald Trump rechnet mit Nordkorea-Gipfel am 12. Juni +++

US-Präsident Donald Trump rechnet nach eigenen Worten mit dem Zustandekommen des Gipfeltreffens mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un am 12. Juni in Singapur. Die Angelegenheit entwickle sich "sehr gut", sagte Trump am Samstag (Ortszeit) im Weißen Haus in Washington. "Wir streben den 12. Juni in Singapur an. Daran hat sich nichts geändert."

Kim Jong Un und Moon Jae In


+++ 02.30 Uhr: Der vierte Mann auf dem Mond ist tot - US-Astronaut Bean gestorben +++

Der vierte Mensch auf dem Mond ist tot: Der frühere US-Astronaut Alan Bean ist am Samstag im Alter von 86 Jahren in Houston gestorben. Wenige Wochen zuvor war Bean erkrankt, wie seine Familie in einer von der US-Raumfahrtbehörde Nasa veröffentlichten Mitteilung bekannt gab. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

Im Jahr 1969 war Bean Teil der Mission Apollo 12, die auf dem Mond landete. Vier Jahre später war er Kommandant des zweiten bemannten Flugs zur ersten US-Weltraumstation Skylab. Dabei verbrachte er 59 Tage außerhalb der Erdatmosphäre.

+++ 02.09 Uhr: London: 95-Jähriger steht nach Tod von Pflegerin unter Mordverdacht +++

Ein 95-jähriger Londoner soll seine Pflegerin getötet haben. Ermittler nahmen den unter Mordverdacht stehenden Mann fest, wie die Polizei am späten Freitagabend mitteilte. Das 61 Jahre alte Opfer sei bereits am Donnerstag mit schweren Kopfverletzungen in eine Klinik gebracht worden, wo die Frau einen Tag später starb. Der Verdächtige sei aufgrund seines Gesundheitszustandes zunächst vorsorglich in eine Klinik gebracht worden. Nach Berichten des britischen Senders BBC leidet er an Demenz. Ein Nachbar hatte dem Bericht zufolge Schreie gehört und die Rettungskräfte zu dem Haus im Norden Londons gerufen.

+++ 01.33: Europa-Park öffnet am Sonntag trotz Großbrandes +++

Der Europa-Park Rust öffnet am Sonntag trotz des Großbrandes am Samstagabend für Besucher. Auch die ARD-Sendung "Immer wieder sonntags" könne wie geplant stattfinden, twitterte ein Sprecher des Parks am frühen Sonntagmorgen. Alle bis auf die vom Brand beschädigten Bereiche sollten um 9.00 Uhr öffnen.

Die Löscharbeiten dauerten in der Nacht laut Polizei noch an. In einer Lagerhalle auf der Anlage war am Samstagabend aus zunächst ungeklärter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Rund 500 Kräfte von Feuerwehr, THW und Polizei waren im Einsatz, um das Feuer zu bekämpfen und die Besucher in Sicherheit zu bringen. Drei Feuerwehrleute wurden bei dem Einsatz leicht verletzt. Besucher oder Mitarbeiter des Parks wurden ersten Angaben zufolge nicht verletzt. 

+++ 00.59 Uhr: München: Rottweiler verletzt fünf Menschen - Polizist erschießt das Tier +++

Die Polizei hat in München einen Hund erschossen, der zuvor fünf Menschen verletzt hatte. Der Rottweiler habe am Samstag zunächst Passanten und dann die alarmierten Polizisten angefallen, teilte die Polizei mit. Weder den Beamten noch der 26-jährigen Besitzerin sei es gelungen, den nicht angeleinten Hund zu beruhigen.
Daraufhin habe ein Polizist das Tier erschossen. Drei Passanten und zwei Polizisten mussten mit Bisswunden ins Krankenhaus gebracht werden. Wie schwer die Verletzungen waren, war zunächst unklar. Der Vorfall ereignete sich in einem Innenhof in der Nähe des Münchener Hauptbahnhofes.

ikr / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.