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News des Tages: Knutschendes Paar wird in Tunesien zu Haftstrafen verurteilt - heftige Kritik

Heftige Kritik an Verurteilung von knutschendem Paar in Tunesien +++ Friedensnobelpreis 2017 geht an Anti-Atomwaffen-Organisation +++ Spanische Zentralregierung fordert Wahlen in Katalonien +++ Die Nachrichten des Tages im Ticker.

Paar knutscht in Tunesien in der Öffentlichkeit und wird verurteilt

Wegen "Unzucht" in der Öffentlichkeit ist ein junges Pärchen in Tunesien zu Haftstrafen verurteilt worden

Die aktuellsten Nachrichten für Sie im Überblick.

+++ 19.25 Uhr: Bahnverkehr von Berlin nach Westen wird wieder aufgenommen +++

Die wegen des Sturms "Xavier" eingestellten Fernverkehrsstrecken Berlin-Hannover und Hamburg-Hannover sollen am Samstag wieder aufgenommen werden. Das teilte die Deutsche Bahn am Freitagabend in Berlin mit. Die Verbindung zwischen Berlin und Hamburg wird demnach erst vom 9. Oktober an wieder befahrbar sein. Die Strecke sei besonders schwer von dem Sturmtief betroffen, hieß es. Auf einer Länge von sechs Kilometer seien die Oberleitungen massiv beschädigt.

Fahrgäste müssten sich in den nächsten Tagen weiter auf Störungen einstellen, hieß es. Infolge des Sturms seien viele Strecken noch gesperrt. Die Aufräumarbeiten liefen auf Hochtouren. Mehr als 100 Mitarbeiter und 17 Spezialfahrzeuge zur Reparatur von Oberleitungen seien im Einsatz. In den kommenden Tagen sollen die Verbindungen sukzessive wieder aufgenommen werden.

+++ 18.14 Uhr: Griechenland schiebt erneut syrische Flüchtlinge in die Türkei ab +++

Griechenland und die Europäische Grenzschutzagentur (Frontex) haben am Freitag zwölf syrische Flüchtlinge in die Türkei zurückgeschickt. Dies teilte die Polizei in Athen mit. Es ist die erste Rückführung von Syrern aus Griechenland in die Türkei nach mehreren Monaten. Die Abschiebungen von Syrern war gestoppt worden, nachdem zwei Syrer gegen ihre Abschiebung in die Türkei vor griechischen Gerichten geklagt hatten. Sie begründeten dies damit, dass die Türkei für sie nicht sicher sei.

Im September hatte aber der höchste griechische Verwaltungs-Gerichtshof (STE) in letzter Instanz geurteilt, die Türkei sei ein sicheres Drittland, und damit den Weg für neue Abschiebungen von Syrern geebnet. Die Syrer wurden mit einem Sonderflug von der griechischen Insel Lesbos in die türkische Stadt Adana gebracht, wie die Polizei mitteilte. Die Abschiebungen stünden im Einklang mit dem Flüchtlingspakt zwischen der EU und der Türkei, hieß es.

+++ 16.46 Uhr: Willy Sagnol wird nicht Teil des Trainerstabes von Heynckes +++

Willy Sagnol wird beim FC Bayern München nicht dem Trainerstab von Jupp Heynckes angehören. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag nach der Bekanntgabe, dass der 72 Jahre alte Heynckes bis zum Saisonende als Chefcoach die Nachfolge des vor einer Woche freigestellten Italieners Carlo Ancelotti antreten wird. Der 40 Jahre alte Sagnol war als Interimscoach eingesprungen. Der ehemalige Bayern-Profi war erst zu Saisonbeginn als Assistent von Ancelotti zum deutschen Rekordmeister zurückgekehrt.

Sagnol hatte die Bayern-Profis beim 2:2 in der Bundesliga bei Hertha BSC einmal als verantwortlicher Trainer betreut. Sein Vertrag beim FC Bayern läuft bis zum 30. Juni 2019. Mit Sagnol sollen dem Vernehmen nach zeitnahe Gespräche über dessen Zukunft geführt werden.

+++ 16.35 Uhr: Paar in Tunesien knutscht in der Öffentlichkeit und wird verurteilt - heftige Kritik +++

Die Verurteilung eines jungen Pärchens wegen "Unzucht"
in Tunesien ist auf heftige öffentliche Kritik gestoßen. Weil sich eine Tunesierin und ihr französisch-algerischer Freund nach einer Party im Auto des Mannes geküsst haben sollen, hatte ein Gericht die beiden am Mittwoch zu viereinhalb beziehungsweise drei Monaten Haft verurteilt, wie ihr Anwalt mitteilte. Den beiden werde demnach Verletzung der Sittlichkeit, Widersetzen gegen polizeiliche Anordnungen, Trunkenheit und Beamtenbeleidigung vorgeworfen, schrieb Anwalt Ghazi Mrabet in einer Stellungnahme im Internet.

Menschenrechtsaktivisten und junge Tunesier kritisierten das Urteil heftig und riefen für den Freitagabend zum öffentlichen Knutschen in der Hauptstadt Tunis auf. Die frühere Abgeordnete der verfassungsgebenden Versammlung in Tunesien, Karima Souid, ist wegen zunehmender "Angriffe auf die individuelle Freiheit beunruhigt". Es gehe in Tunesien einen Schritt vorwärts und zehn Schritte zurück, schrieb sie bei Facebook. Das tunesische Parlament hatte zuletzt weitreichende Gesetze zur Gleichstellung von Mann und Frau beschlossen. 

+++ 16.15 Uhr: 15-Jähriger mit Spielzeugwaffe löst SEK-Einsatz aus +++

Ein 15-Jähriger hat in einer Stuttgarter Wohnung wohl mit einer Spielzeugwaffe hantiert und so einen SEK-Einsatz ausgelöst. Ein Zeuge hatte ihn mit der vermeintlichen Waffe am Fenster gesehen und die Polizei alarmiert, wie ein Sprecher am Freitag mitteilte. Die Beamten umstellten das Gebäude am Donnerstagabend und sperrten die Gegend ab. Die Feuerwehr brach die Wohnungstür auf - doch die Spezialkräfte trafen nur auf einen schlafenden 25-Jährigen. Der hatte zuvor Besuch von seinem 15-jährigen Bruder gehabt. Echte Waffen wurden nicht gefunden - nur Spielzeugpistole und -gewehr. Der 15-Jährige war nicht mehr da. Er hatte den Angaben zufolge bei dem Besuch damit gespielt.

+++ 15.36 Uhr: Jupp Heynckes hat dem FC Bayern laut "Kicker" zugesagt +++

Zunächst gab es die Spekulationen, dann bestätigte Jupp Heynckes mit dem FC Bayern in Gesprächen über eine Rückkehr zu sein und nun hat der Triple-Trainer von 2013 seinem alten Verein zugesagt. Das berichtet das Fußball-Fachblatt "Kicker" unter Berufung auf den 72-Jährigen. "Es ist kein Comeback. Es ist ein Freundschaftsdienst - und ich habe es nur gemacht, weil ich dem FC Bayern unglaublich viel zu verdanken habe", sagte Heynckes dem "Kicker". "Ich habe ein sehr gutes Gefühl dabei, es kann sofort losgehen." Der FC Bayern hat das Engagement nun auch offiziell bestätigt. "Zwischen Jupp Heynckes und dem FC Bayern besteht ein großes Vertrauensverhältnis. Das haben auch die Gespräche, die Uli Hoeneß, Hasan Salihamidžić und ich nun geführt haben, wieder gezeigt. Wir sind Jupp sehr dankbar, dass er uns als Cheftrainer zugesagt hat. Er ist zum jetzigen Zeitpunkt der ideale Trainer für den FC Bayern", sagte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge.

Dem Blatt zufolge setzt er dabei auf seinen bewährten Trainerstab: Peter Hermann, für dessen vorzeitige Freigabe Zweitliga-Tabellenführer Fortuna Düsseldorf ein Freundschaftsspiel mit Garantiesumme erhalte, werde der eine Assistent, Hermann Gerland, erst seit Sommer Leiter des Nachwuchsleistungszentrums beim FC Bayern, der andere. Die Vorstellung des neuen Trainerstabs soll demnach an diesem Montag erfolgen.

+++ 15.00 Uhr: Spanische Zentralregierung fordert Wahlen in Katalonien +++

Die spanische Zentralregierung hat die Abhaltung von Wahlen in der nach Unabhängigkeit strebenden Region Katalonien gefordert. Zur Beilegung der Krise zwischen der Regionalregierung und Madrid sollten Wahlen abgehalten werden, sagte Regierungssprecher Íñigo Méndez de Vigo. "Es wäre gut, damit zu beginnen, diese Wunde zu schließen."

+++ 14.31 Uhr: Nach Attacke auf Kassiererin sitzt Ehemann in U-Haft +++

Nach einem Angriff auf eine Kassiererin in einem Supermarkt in Münster sitzt ihr Ehemann in Untersuchungshaft. Ein Richter habe Haftbefehl gegen den 56-Jährigen wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung erlassen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Mann lebt von der 50 Jahre alten Frau getrennt. Die Ermittler gehen von einem Ehedrama aus. Der mutmaßliche Täter hat laut Staatsanwaltschaft bei der Vorführung beim Haftrichter keine Angaben zur Tat gemacht, bei der Polizei hatte er zuvor die Tat bestritten.

Nach Angaben der Polizei hatte sich der maskierte Angreifer am Mittwochvormittag in dem Supermarkt angeschlichen und der 50-Jährigen mit einem Gegenstand unvermittelt auf den Kopf geschlagen. Die Ermittler fassten den Ehemann später in dessen Wohnung in Steinfurt. 

+++ 14.12 Uhr: Erdbeben der Stärke 6 vor Fukushima +++

Vor der Küste von Fukushima im Nordosten Japans hat sich ein Erdbeben der Stärke 6 ereignet. Das Beben sei rund 255 Kilometer östlich der Küstenstadt Ishinomaki in nur zehn Kilometern Tiefe geortet worden, teilte die US-Erdbebenwarte USGS mit. Die japanische Wetterbehörde erklärte, es bestehe keine Tsunami-Gefahr.

+++ 13.51 Uhr: Türkische Regierung schlägt Einladung von deutschem Botschafter aus +++

Die türkische Regierung hat trotz persönlicher Einladung von Botschafter Martin Erdmann keinen offiziellen Vertreter zu den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in Ankara geschickt. "Ich habe persönlich jedes einzelne Kabinettsmitglied eingeladen, einschließlich des Ministerpräsidenten", sagte Erdmann der Deutschen Presse-Agentur am Rande der Feierlichkeiten in der Botschaft in Ankara. Bis auf Vize-Ministerpräsident Mehmet Simsek und Verkehrsminister Ahmet Arslan habe keines der 27 Kabinettsmitglieder eine Absage auf die Einladung geschickt. 

+++ 13.50 Uhr: Indischer Luftwaffen-Hubschrauber abgestürzt - Sieben Tote +++

Beim Absturz eines Hubschraubers der indischen Luftwaffe sind sieben Menschen ums Leben gekommen. Der Vorfall passierte am Morgen (Ortszeit) in der nordostindischen Himalaya-Gegend Tawang, wie ein Sprecher der Luftwaffe mitteilte. Der Hubschrauber war demnach mit fünf Angehörigen der Luftwaffe und zweien der Armee an Bord unterwegs, um Armeeposten mit Vorräten zu versorgen. Wie es zu dem Absturz kam, war zunächst unklar. Die Nachrichtenagentur IANS berichtete unter Berufung auf Quellen im Verteidigungsministerium, ein aus dem Helikopter abgeworfener Kanister mit Kerosin sei in einen Rotor geraten.

+++ 13.48 Uhr: Madrid entschuldigt sich für Verletzte bei Katalonien-Referendum +++

Die Zentralregierung in Madrid hat sich für die Verletzten durch Polizeigewalt während des Unabhängigkeitsreferendums in Katalonien entschuldigt. Im Namen der Polizisten, die am Sonntag im Einsatz waren, entschuldige er sich, sagte der Vertreter der spanischen Regierung in Katalonien, Enric Millo, dem Sender TV3. Bei Zusammenstößen mit der spanischen Polizei waren hunderte Menschen verletzt worden. 

+++ 13.46 Uhr: 80-Jährige löst versehentlich Alarm am Düsseldorfer Flughafen aus +++

Eine 80 Jahre alte Frau hat am Flughafen Düsseldorf einen Alarm verursacht. Die Reisende hatte versehentlich einen Nottaster gedrückt und damit eine Tür geöffnet. Deshalb sei Alarm ausgelöst worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Daraufhin seien Zugänge gesperrt und einzelne Bereiche des Flughafens geräumt worden. "Wir haben die Dame aber relativ zügig ausfindig gemacht", sagte der Sprecher. Wegen ihres Missgeschicks sei sie dann völlig aufgelöst gewesen. Nach knapp einer Stunde wurden laut Polizei alle Bereiche wieder freigegeben. Die betroffenen Fluggäste mussten erneut durch die Bordkarten-Kontrolle gehen.

+++ 13.45 Uhr: Claudia Roth möchte Bundestagsvizepräsident bleiben +++

Die Grünen-Politikerin Claudia Roth möchte Bundestagsvizepräsidentin bleiben. Sie bewerbe sich um das Amt "aus einer tiefen demokratiepolitischen Überzeugung heraus", schrieb Roth nach einem Bericht der "tageszeitung" an die Mitglieder der Grünen-Bundestagsfraktion. Diese will am Dienstag über die Nominierung entscheiden. Bislang lägen keine weiteren Bewerbungen vor, hieß es in der Grünen-Fraktion. Dies könne sich natürlich bis Dienstag noch ändern. Roth ist seit 2013 Vizepräsidentin des Parlaments

+++ 13.42 Uhr: Wieder Bombendrohung in Moskau - Dutzende Schulen evakuiert +++

In der russischen Hauptstadt sind innerhalb einer Stunde Dutzende Bombendrohungen eingegangen. Mehrere Moskauer Schulen, Kindergärten und ein Bürogebäude wurden daraufhin geräumt, wie die Behörden der Agentur Interfax zufolge mitteilten.
Mehr als 1500 Kinder wurden nach Hause geschickt.

Seit knapp einem Monat gehen in ganz Russland beinahe jeden Tag zahlreiche anonyme Nachrichten über angebliche Bomben in Hotels, Einkaufszentren, Bahnhöfe und Flughäfen ein. Insgesamt sollen seit September rund 1300 Gebäude in mehr als 100 russischen Städten geräumt worden sein. Bislang hat sich keine der Nachrichten bewahrheitet, Bomben wurden nirgendwo gefunden. Der Hintergrund ist unklar.

+++ 13.39 Uhr: Seehofer weist Rücktrittsforderungen von Gauland zurück +++

CSU-Chef Horst Seehofer hat die Rücktrittsforderung des früheren Parteivizes Peter Gauweiler als belanglos zurückgewiesen. "Wissen Sie, ... wir kennen den Peter Gauweiler. Sein Handeln erschließt sich von selbst. Es bedarf keines Kommentars", sagte Seehofer am Rande einer BMW-Veranstaltung in München.

Gauweiler hatte zuvor die CSU aufgefordert, noch vor dem Eintritt in Koalitionsverhandlungen die Führungsfrage zu klären.
Koalitionsverhandlungen seien nicht dazu da, das Ende eines Parteichefs hinauszuschieben. "Horst, es ist Zeit", sagte Gauweiler der "Süddeutschen Zeitung" unter Verweis auf ein Rilke-Gedicht.

+++ 13.08 Uhr: 100 Retter kämpfen 13 Stunden lang um Zweijährige in Felsspalte +++

Dramatische Rettung in den Schweizer Alpen: 100 Helfer kämpften 13 Stunden lang um das Leben eines zweijährigen Mädchens, das in einer Felsspalte eingeschlossen war. Wie die Schweizer Nachrichtenagentur sda berichtete, blieb das Kind am Ende unverletzt.

Das kleine Mädchen aus der Schweiz war am Donnerstag mit seinen Eltern im Aletschgebiet auf der Riederalp unterwegs. Nur wenige Meter außerhalb eines Wanderwegs fiel die Zweijährige rund sechs Meter tief in einen engen Spalt. "Wir mussten in kürzester Zeit Zentimeter für Zentimeter Fels abtragen", sagte der zuständige Kommandant der Feuerwehr. Das Mädchen konnte schließlich am Freitag gegen 02.00 Uhr geborgen werden. 

+++ 13.04 Uhr: Türkei erhöht Verteidigungsbudget um 40 Prozent +++

Die Türkei wird ihr Verteidigungsbudget im kommenden Jahr um 40 Prozent erhöhen. Das Budget steige damit auf 40,4 Milliarden türkische Lira (rund 9,6 Milliarden Euro), berichtete die Zeitung "Hürriyet" unter Berufung auf die Finanzpläne der islamisch-konservativen Regierung. Um zusätzliche Sicherheits- und Verteidigungsprojekte zu finanzieren, werden Steuererhöhungen erwartet. 

+++ 12.55 Uhr: Bahnverkehr von Berlin nach Süden wieder aufgenommen +++

Die Deutsche Bahn hat den Fernverkehr von Berlin Richtung Leipzig und weiter nach München wieder aufgenommen. Das teilte ein Bahnsprecher in Berlin mit. Nach den Sturmschäden vom Donnerstag blieben aber die Strecken Berlin-Hamburg und Berlin-Hannover weiterhin gesperrt. Die Bahn wolle sich bis 15.00 Uhr dazu äußern, wann und wo Züge wieder fahren können.

Auch auf der Strecke Berlin-München sind noch Verspätungen zu erwarten. Zwischen Luckenwalde und Trebbin südlich von Berlin war zunächst nur ein Gleis frei, wie der Sprecher sagte.

+++ 12.47 Uhr: Bundesregierung gratuliert Anti-Atomwaffenbewegung Ican zu Friedensnobelpreis +++

Die Bundesregierung hat der Anti-Atomwaffenbewegung Ican zum Friedensnobelpreis gratuliert. Zugleich betonte eine Regierungssprecherin in Berlin, es gebe nach wie vor die "Notwendigkeit einer nuklearen Abschreckung". "Die Bundesregierung unterstützt das Ziel einer Welt ohne Atomwaffen", sagte Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer. Allerdings würden Atomwaffen von einigen Staaten als "Mittel für eine militärische Auseinandersetzung" betrachtet. "Insofern besteht die Notwendigkeit einer nuklearen Abschreckung fort." Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes fügte hinzu, sein Ministerium begrüße "das zivilgesellschaftliche Engagement für nukleare Abrüstung". 

+++ 12.28 Uhr: Erdbeben vor Japan +++

Ein Erdbeben hat sich vor der Ostküste von Japan ereignet. Das berichtet die Nachrichtenagentur "Reuters" und verweist dabei auf Informationen der wissenschaftlichen Behörde U.S. Geological Survey. Demzufolge erreichte das Beben eine Stärke von 6,3 nach Richter. Das Epizentrum des Bebens lag offenbar 300 Kilometer östlich von Iwaki, einer Stadt in der Präfektur Fukushima, in knapp 78 Kilometern Tiefe.

+++ 12.20 Uhr: Bayern - Frau reist mit Drogen im Gepäck zur eigenen Hochzeit +++ 

Mit einer Auswahl an Drogen im Gepäck hat sich eine Frau in Bayern auf den Weg zu ihrer Hochzeit gemacht. Die in einem Eurocity mit ihrem Kampfhund reisende 33-Jährige sei Fahndern der Traunsteiner Polizei auf dem Weg nach Salzburg wegen ihrer Nervosität aufgefallen, teilten die Ermittler mit. Auf Nachfrage habe die in Deutschland lebende Kroatin auf etwas Marihuana in ihrer Handtasche hingewiesen.

Als die Beamten die Kontrolle aber fortsetzten, offenbarte sie auch noch 36 Ecstasy-Tabletten im Gepäck. Die Frau habe ausgesagt, dass sie am folgenden Tag ihren in Kroatien für mehrere Jahre wegen Raubs im Gefängnis sitzenden Freund heiraten wolle. Das Ecstasy habe sie für die Gäste ihrer "Nachhochzeitsfeier" vorgesehen. Ohne Drogen, dafür aber mit zwei Anzeigen konnte die Frau ihre Hochzeitsanreise fortsetzen.

+++ 12.06 Uhr: CDU und SPD in Niedersachsen gleich stark +++ 

Gut eine Woche vor der Landtagswahl in Niedersachsen zeichnet sich ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen ab. Die regierende SPD und die oppositionelle CDU kommen im ZDF-"Politbarometer" derzeit beide auf 33 Prozent. Die FDP könnte zurzeit mit 10 Prozent drittstärkste Kraft werden, die Grünen liegen in der Sonntagsfrage bei 9 Prozent, die AfD kommt auf 7. Die Linke muss mit aktuell 5 Prozent um den Einzug in den Landtag zittern.

Die rot-grüne Regierungskoalition von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat demnach keine Mehrheit, es reicht aber auch nicht für Schwarz-Gelb unter dem Herausforderer Bernd Althusmann (CDU).

+++ 11.49 Uhr: Simone Peter will wieder Grünen-Vorsitzende werden +++

Die Grünen-Vorsitzende Simone Peter will wieder für einen der beiden Spitzenposten ihrer Partei kandidieren. Das kündigte sie in einem Gespräch mit dem "ARD-Hauptstadtstudio" an. Peter, 51, wird zum linken Flügel der Partei gerechnet. "Ich werfe meinen Hut in den Ring", sagte Peter. Ihr Anspruch sei es, Soziales und Ökologisches zu verbinden. Die Grünen müssten auch in einer Jamaika-Koalition mit Union und FDP als progressive linke Kraft Europa und eine humanitäre Flüchtlingspolitik voranbringen.

Peter ist seit 2013 Parteichefin. Ihr bisheriger Co-Vorsitzender Cem Özdemir tritt nicht wieder an. Er gilt als Kandidat für ein Ministeramt, wenn eine schwarz-gelb-grüne Regierung gebildet wird.

+++ 11.42 Uhr: "Xavier" kostet Flamingos im Berliner Zoo das Leben +++

18 Flamingos im Berliner Zoo sind während des schweren Unwetters am Donnerstag von herabfallenden Ästen getötet worden. "Wir sind sehr traurig mitteilen zu müssen, dass wir trotz aller Vorkehrungen Tiere verloren haben", erklärte der Zoo. Die insgesamt 80 Flamingos hätten sich am Donnerstag partout nicht in ihre Stallungen bewegen lassen. Normalerweise brauche es dafür mehrere Tage Vorlauf, auch weil die Tiere sehr sensibel seien.

Für Aufräumarbeiten blieben der Zoo und der Tierpark in Friedrichsfelde heute geschlossen. Am Samstag seien beide Einrichtungen voraussichtlich wieder geöffnet, hieß es.

+++ 11.26 Uhr: Zwei Tote nach Unwetter in Polen +++

Das Sturmtief "Xavier" hat in Polen mindestens zwei Menschen das Leben gekostet. Mindestens 39 wurden während des schweren Unwetters in der Nacht verletzt, wie der polnische Innenminister Mariusz Blaszczak mitteilte.

Polizeiangaben zufolge starb ein Mann in der westpolnischen Wojewodschaft Lebus. Er hatte sein Haus vor dem starken Wind sichern wollen und war dabei vom Dach gestürzt. In der Wojewodschaft Wielkopolskie wurde eine Frau von einem herabfallenden Ast getroffen und erlag später ihren Verletzungen im Krankenhaus. Nach Angaben der Behörden mussten Einsatzkräfte zu rund 10 000 Einsätzen in Polen ausrücken. Nach Angaben des Sicherheitszentrums der Regierung (RCB) waren zwischenzeitlich rund 800.000 Menschen ohne Strom.  

+++ 11.21 Uhr: Unbekannte beschädigen Haus und Auto von AfD-Politiker Pazderski +++

Unbekannte haben das Auto des AfD-Vorstandsmitglieds Georg Pazderski schwer beschädigt und auch sein Haus angegriffen.
Pazderski berichtete, an seinem Wagen seien in der Nacht die Reifen zerstochen und die Scheiben eingeschlagen worden. An der Fassade seines Hauses im Berliner Stadtteil Rahnsdorf seien Farbspritzer zu erkennen. "Die Angreifer haben Glasflaschen und Pflastersteine gegen das Haus geworfen. Meine Frau und ich haben auch etwas gehört, wegen des Orkans haben wir aber angenommen, dass Äste heruntergefallen sind", sagte Pazderski.

Er ist Vorsitzender der AfD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus. Für die neu gegründete AfD-Bundestagsfraktion hatte er in den vergangenen Tagen deren Sitzungen geleitet, obwohl er dem Bundestag nicht angehört. Die Polizei in Berlin bestätigte den Vorfall. Es sei Strafanzeige gestellt worden, sagte ein Sprecher. Zum Umfang der Schäden lagen ihm zunächst keine Informationen vor.

+++ 11.02 Uhr: Friedensnobelpreis 2017 wird an Anti-Atomwaffen-Organisation ICAN verliehen +++

Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (Ican). Das gab das Nobelpreis-Komitee in Oslo bekannt. Die Organisation werde für ihren Kampf für eine atomwaffenfreie Welt gewürdigt.

Ican erhalte die Auszeichnung für ihre Arbeit, mit der sie auf die "katastrophalen humanitären Folgen" von Atomwaffen aufmerksam mache und für ihre "bahnbrechenden Bemühungen", ein Verbot solcher Waffen auf Basis eines Vertrags zu erreichen, sagte die Vorsitzende des Komitees, Berit Reiss-Andersen. Der diesjährige Friedensnobelpreis sei auch ein Aufruf an alle Atommächte, "ernsthafte Verhandlungen" mit dem Ziel einer schrittweisen und "sorgfältig überprüften Vernichtung" der fast 15.000 Atomwaffen in der Welt zu beginnen.

+++ 10.53 Uhr: Dänische Regierung will Burka und Nikab verbieten +++

Die dänische Mitte-Rechts-Regierung will Gesichtsschleier verbieten. "Es wird ein Verhüllungsverbot geben", schrieb der Vorsitzende der Liberalen Allianz, Anders Samuelsen, auf Facebook. Seine Partei, die Teil der Regierung ist, werde sich dem nicht entgegenstellen. Zuvor hatte die liberale Venstre laut Nachrichtenagentur Ritzau entschieden, dass sie ein Verhüllungsverbot unterstützt. Auch die dritte Regierungspartei, die Konservativen, sind dafür.

Das Verhüllungsverbot soll sich nicht auf Burka oder Nikab beschränken, sondern generell verbieten, das Gesicht in der Öffentlichkeit zu verdecken. Im Parlament, wo das Verbot beschlossen werden muss, gäbe es nun eine deutliche Mehrheit.  

+++ 10.27 Uhr: Air Berlin verlängert Bieterfrist für Technik-Tochter +++

Die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin verlängert die Suche nach Käufern für ihre Techniksparte. Angebote werden nun noch bis zur übernächsten Woche angenommen, wie ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte. Eigentlich sollte die Bieterfrist heute enden.

Grund für die Verlängerung sind demnach die noch laufenden Verkaufshandlungen für den Flugbetrieb: "So ermöglichen wir den Bietern, sich ein genaueres Bild vom Verlauf des Vergabeverfahrens für die Air Berlin zu machen und dementsprechend ihre Angebote für die Air-Berlin-Technik zuzuschneiden."

+++ 10.25 Uhr: Mordprozess um zerstückelten Rentner in Tiefkühltruhe rasch vertagt +++

Zehn Jahre lang lag die Leiche eines Rentners in der Tiefkühltruhe seiner Berliner Wohnung - und niemand vermisste ihn.
Seit heute muss sich der mutmaßliche Mörder, ein 56-jähriger Mann, vor dem Landgericht verantworten. Kurz nach Beginn wurde der Prozess allerdings vertagt.

Hintergrund der Prozessvertagung war ein Antrag der Verteidigung, die rügte, dass ein Schöffe zu kurzfristig eingesetzt worden sei. Das Gericht gab dem Ersuchen statt: Für die Verteidigung müsse nachvollziehbar sein, warum ein Schöffe neu eingesetzt wurde. Der Prozess wird am 16. Oktober fortgesetzt.

+++ 10.00 Uhr: Kataloniens Polizeichef vor Gericht in Madrid erschienen +++

Im Zusammenhang mit Ermittlungen zu Demonstrationen in Barcelona sind der Polizeichef von Katalonien, Josep Lluis Trapero, und drei weitere katalanische Vertreter zu einer Anhörung vor einem spanischen Gericht erschienen. Trapero, die Polizeivertreterin Teresa Laplana sowie die Chefs zweier katalanischer Unabhängigkeits-Gruppierungen, Jordi Sanchez und Jordi Cuixart, sollten als Beschuldigte vor dem nationalen Strafgericht aussagen. Ihnen wird "aufrührerisches Verhalten" vorgeworfen. Den katalanischen Vertretern droht eine Anklage im Zusammenhang mit Demonstrationen in Barcelona am 20. und 21. September. Demonstranten hatten damals die spanische Polizei, die Guardia Civil, stundenlang eingekesselt.      

+++ 9.49 Uhr: Prozess um Berliner Tiefkühltruhenmord begonnen +++

Vor dem Landgericht Berlin hat der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder eines Rentners begonnen, dessen Leichnam zehn Jahre lang in einer Tiefkühltruhe versteckt wurde. Der 56-jährige Josef S. soll den Rentner Heinz N. um den Jahreswechsel 2006 zu 2007 erschossen haben. Bis zu seinem Auffliegen Mitte Januar 2017 soll S. die Rente seines Mordopfers bezogen haben.

S. hatte den Leichnam zerstückelt und tiefgefroren. Offenbar fiel zehn Jahre lang niemandem das Verschwinden des zum Todeszeitpunkt 80 Jahre alten N. auf. Die Staatsanwaltschaft wirft Josef S. Habgier als Motiv vor. Bis Ende des Jahres sind in dem Prozess 17 weitere Verhandlungstermine angesetzt.

+++ 9.10 Uhr: Vater zündet Familienwohnung an - Ehefrau und fünf Kinder tot +++

Ein 32-jähriger Mann hat in der ostjapanischen Stadt Hitachi seine Frau und fünf Kinder zwischen drei und elf Jahren getötet. Danach stellte er sich der Polizei, wie der japanische Rundfunk NHK unter Berufung auf Behörden berichtete. "Ich habe mein Haus angezündet. Meine Ehefrau und fünf Kinder waren drin", sagte er vor seiner Festnahme.

Das Feuer wütete rund eine Stunde in dem Mehrfamilienhaus, bevor es am Freitagmorgen um kurz vor 6 Uhr gelöscht werden konnte, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo schrieb. Die sechs Leichen - die Ehefrau, vier Jungen und ein Mädchen - wurden in der ausgebrannten ersten Etage des dreistöckigen Hauses rund 120 Kilometer nordöstlich von Tokio gefunden. Der Körper des elfjährigen Mädchens habe zudem Stichwunden aufgewiesen, hieß es bei NHK. 

+++ 8.03 Uhr: Wegen zweifachen Mordes verurteilter Mann in Florida hingerichtet +++

Im US-Bundesstaat Florida ist ein wegen zweifachen Mordes verurteilter Mann hingerichtet worden. Michael Lambrix wurde nach Behördenangaben am Abend mit einer Giftspritze getötet, nachdem das Oberste Gericht in Washington einen letzten Einspruch abgelehnt hatte. Der 57-Jährige war wegen der Ermordung eines Mannes und einer Frau in den 80er-Jahren in der Stadt Labelle verurteilt worden. Er hatte stets seine Unschuld beteuert.

Lambrix soll Clarence Moore und Aleisha Bryant nach einer Feier ermordet haben. Er hatte angegeben, Moore in einem Akt der Selbstverteidigung getötet zu haben, nachdem dieser Bryant ermordet habe. In seinem Prozess hatte er es abgelehnt, sich schuldig zu bekennen, um der Todesstrafe zu entgehen.  

+++ 7.19 Uhr: Japanerin stirbt an Überarbeitung nach 159 Überstunden in einem Monat +++

Vier Jahre nach dem tödlichen Herzanfall einer jungen Reporterin hat der japanische Sender NHK eingeräumt, dass ihr auf Überarbeitung zurückzuführen sei. Der öffentliche Sender kündigte an, seine Arbeitskultur zu ändern. Die 31-jährige Politik-Reporterin hatte 159 Überstunden in einem Monat gemacht und war im Juli 2013 tot in ihrem Bett gefunden worden.

Ein Jahr danach stellten die japanischen Behörden fest, dass ihr Tod mit Überarbeitung zusammenhänge. Sie hatte in dem Monat vor ihrem Tod nur zwei Tage frei gehabt. Der Sender NHK machte den Fall aber erst vier Jahre später öffentlich. Der Tod der jungen Frau schockierte die japanische Öffentlichkeit besonders, denn NHK hatte immer wieder das hohe Arbeitspensum in angeprangert und über Fälle von Überarbeitung in anderen Unternehmen berichtet.

+++ 6.53 Uhr: Mindestens 19 Tote bei Zugunglück in Russland  +++

Bei einem östlich der russischen Hauptstadt Moskau sind mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Am frühen Morgen sei ein Bus mit einem Zug nahe der Stadt Wladimir zusammengestoßen, teilten die regionalen Behörden mit. Wie es zu dem Unglück kam, war zunächst unklar. Russische Medien berichten von einem Fehler bei den Bremsen. Unter den Toten befinde sich auch ein Kind. Mindestens fünf Menschen seien in Krankenhäuser gebracht worden. Der Zug aus St. Petersburg war unterwegs in die Wolgametropole Nischni Nowgorod.

+++ 5.20 Uhr: Mehrheit der Deutschen will Obergrenze für Flüchtlinge +++

Die Mehrheit der Deutschen befürwortet eine Obergrenze für den Zuzug von Flüchtlingen. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur unterstützten 56 Prozent die Forderung der CSU, eine konkrete Zahl im neuen Koalitionsvertrag zu verankern. Nur 28 Prozent sprachen sich dagegen aus. 

ivi/fs/AFP/DPA