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News am Wochenende Rot-grün-rot einigt sich auf Koalitionsvertrag für Berliner Regierung

Die designierte Berliner Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD), Bettina Jarasch (Grüne) und Katina Schubert (Linke)
Die designierte Berliner Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD), Bettina Jarasch (Grüne) und Katina Schubert (Linke)
© Paul Zinken / DPA
Die News vom Wochenende im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News vom Wochenende im stern-Ticker:

18.40 Uhr: Einigung auf Koalitionsvertrag für rot-grün-rote Berliner Regierung

Zwei Monate nach der Abgeordnetenhauswahl in Berlin haben sich SPD, Grüne und Linke in der Hauptstadt auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Es gebe "eine politische Einigung über alle noch offenen Punkte im Koalitionsvertrag für die Bildung einer neuen Berliner Landesregierung", erklärte die SPD-Landeschefin und designierte Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey am Sonntag. In ihren Koalitionsverhandlungen einigten sich die Parteien unter anderem auf einen Ausbau des Berliner Nahverkehrs, Maßnahmen für mehr Sicherheit in der Hauptstadt und die Verbeamtung von Lehrern. Zudem gaben sie das Ziel aus, dass bis zum Jahr 2030 mindestens 200.000 neue bezahlbare Wohnungen gebaut werden sollen.

Die Koalitionsparteien einigten sich zudem darauf, eine Expertenkommission zur Umsetzung des Volksentscheids zur Verstaatlichung von Wohnungen großer Konzerne einzusetzen. Innerhalb eines Jahres soll die Kommission Handlungsempfehlungen für den Senat erarbeiten. In einem ersten Schritt soll geprüft werden, ob die Vergesellschaftung verfassungskonform umgesetzt werden kann. Auch die Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt, die Gesellschaft und die Landesfinanzen sollen bewertet werden.

Besetzt werden soll die Kommission innerhalb der ersten hundert Regierungstage auf Vorschlag der Landesregierung, dabei setzt die Koalition auf "externe fachliche Expertise". Auch Vertreter der Enteignungsinitiative, die das Volksbegehren initiierte, sollen an der Kommission beteiligt werden. Auf Basis der Empfehlungen der Expertenkommission sollen die zuständigen Senatsverwaltungen nach dem Willen der Parteien im Jahr 2023 "gegebenenfalls Eckpunkte für ein Vergesellschaftungsgesetz" vorlegen. Anschließend werde die Berliner Landesregierung eine abschließende Entscheidung treffen.

17.51 Uhr: Schweizer Corona-Maßnahmengegner scheitern bei Votum zu 3G-Zertifikat

Bei einer Volksabstimmung über das Schweizer Covid-Zertifikat haben Corona-Maßnahmengegner eine deutliche Niederlage erlitten. Nach Auszählung aller Kantone unterstützten 62 Prozent der Wählerinnen und Wähler den 3G-Nachweis, der in der Gastronomie, bei Veranstaltungen und in Freizeiteinrichtungen vorgezeigt werden muss. Die rechtskonservative SVP hatte gemeinsam mit mehreren anderen Gruppierungen das Referendum gegen den Covid-Pass unterstützt. 

17.17 Uhr: Weil fordert allgemeine Impfpflicht und erwägt Lockdown

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat eine allgemeine Corona-Impfpflicht gefordert und strengere Corona-Regeln für das Land angekündigt. Mit der Omikron-Variante des Coronavirus gebe es eine neue Lage, sagte er der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". "Erste Untersuchungen zeigen, dass vor allem Booster-Impfungen auch gegen diese Mutation eine gute Wirkung entfalten können. Deshalb ist spätestens jetzt eine allgemeine Impfpflicht unabdingbar. Wir müssen den Impfdruck unbedingt erhöhen." Weil zufolge braucht es eine Impfpflicht für voraussichtlich einige Jahre. "Auch wenn kein Politiker das gerne tut: Wir müssen die Menschen wohl auch zu regelmäßigen Auffrischungsimpfungen verpflichten", sagte der Regierungschef der Zeitung.

Einen Lockdown schloss der Ministerpräsident nicht aus. "Das ist ein Punkt, den wir jetzt intensiv diskutieren müssen", sagte er im Interview. "Dabei geht es aber wahrscheinlich noch eher um die Zeit nach Weihnachten, in der in der Regel Ferien sind und die Familien sich treffen."

16.46 Uhr: Fast 50 schwerkranke Covid-Patienten in andere Bundesländer verlegt

Bei der bisher größten Aktion zur Verlegung von Intensivpatienten sind am Wochenende knapp 50 Schwerkranke aus den Ländern Bayern, Thüringen und Sachsen in andere Bundesländer gebracht worden. Die Verlegung im Rahmen des sogenannten Kleeblatt-Systems dient der Entlastung von Intensivstationen in den drei von der vierten Corona-Welle besonders hart getroffenen Bundesländern. Die Situation auf den Intensivstationen in den Corona-Hotspots wird von Medizinern als dramatisch beschrieben. Allein in Bayern lagen nach Angaben des Intensivregisters mehr als 1000 Covid-Patienten auf den Intensivstationen, über die Hälfte davon unter Beatmung.

16.03 Uhr: Israel führt wegen Omikron-Variante Handy-Überwachung wieder ein

Im Bemühen um eine Eindämmung der neuen Omikron-Variante des Coronavirus führt Israel die umstrittene Handy-Überwachung von Corona-Patienten und deren Kontakten wieder ein. Die israelische Regierung stimmte für den erneuten Einsatz der Überwachungstechnologie durch den Inlandsgeheimdienst Schin Bet. Diese Maßnahme wurde in einer früheren Phase der Pandemie bereits genutzt, wegen Kritik aber wieder gestoppt. "Ziel des Einsatzes ist es, Infizierte ausfindig zu machen, und so die Ansteckungskette zu unterbrechen", hieß es in einer Mitteilung des Büros von Ministerpräsident Naftali Bennett. Die Maßnahme betreffe aber nur Infizierte mit der neuen Omikron-Variante und solle vorerst bis zum 2. Dezember gelten.

15.28 Uhr: Formel-1-Teamgründer Frank Williams gestorben

Die Formel 1 trauert um Frank Williams. Der frühere Teamchef und Mitbesitzer des gleichnamigen britischen Traditionsrennstalls starb im Alter von 79 Jahren, wie seine Familie mitteilte. Er war bis zu seinem offiziellen Ausscheiden im September 2020 der älteste Teamchef in der Formel 1. Schon seit langer Zeit weilte er aber nicht mehr bei einem Rennen der Motorsport-Königsklasse. Sein Gesundheitszustand hatte sich in den vergangenen Jahren verschlechtert. Am Freitag sei er ins Krankenhaus eingewiesen worden und dort am Sonntagmorgen friedlich gestorben, hieß es in der Mitteilung.

15.18 Uhr: Tausende Eintritte bei der CDU wegen Mitgliederbefragung

Die Mitgliederbefragung über den neuen CDU-Vorsitzenden hat nach Angaben von Generalsekretär Paul Ziemiak zu tausenden Eintritten in die Partei geführt. "Mit Beginn des Verfahrens hat es rund 8000 Eintritte neuer Mitglieder über die Internetseite der Bundes-CDU gegeben. In den Kreisverbänden sind es noch deutlich mehr", sagte Ziemiak der "Rheinischen Post". Für den CDU-Parteivorsitz kandidieren Ex-Fraktionschef Friedrich Merz, der Außenpolitiker Norbert Röttgen und der geschäftsführende Kanzleramtschef Helge Braun.

15.18 Uhr: Özdemir – Impfpflicht darf kein Tabu sein

Der voraussichtliche Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) hat sich in der Corona-Pandemie offen für eine Impfpflicht gezeigt. "Das Tabu Impfpflicht kann kein Tabu sein", sagte er im Deutschlandfunk. Denen, die sich nicht impfen lassen wollen, sage er, Freiheit gehe auch einher mit Verantwortung. "Wir werden nicht zulassen, dass diejenigen, die sich diszipliniert verhalten, die an Wissenschaft glauben, die nicht dran glauben, dass die Erde eine Scheibe ist, dass die weiterhin leiden müssen unter denjenigen, die glauben, dass sie Sonderrechte genießen."

14.53 Uhr: Luftwaffen-Airbus fliegt erneut Corona-Patienten aus Bayern aus

Mit fünf schwerkranken Corona-Patienten an Bord ist ein Spezial-Airbus der Bundeswehr bei Schneetreiben vom Flughafen München aus nach Hamburg gestartet. Die Intensivpatienten aus Oberbayern und Schwaben sollen von Hamburg aus nach Schleswig-Holstein gebracht werden, wo sie im Krankenhaus weiter intensivmedizinisch betreut werden, sagte eine Sprecherin des bayerischen Innenministeriums. Die Intensivstationen in Bayern sind wegen des hohen Infektionsgeschehens im Freistaat an der Belastungsgrenze. Die Transporte in andere Bundesländer sollen Entlastung bringen.

14.24 Uhr: Vater und vierjähriger Sohn tot im Wald gefunden

Ein Vater und sein vierjähriger Sohn sind in München tot in einem Wald gefunden worden. Die Mordkommission ermittle wegen eines Tötungsdelikts, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums München. Beide wiesen Schussverletzungen auf. Außerdem habe eine Schusswaffe am Tatort gelegen. Das Motiv und die Hintergründe seien zunächst unklar. "Die Ermittlungen stehen noch am Anfang."

14.03 Uhr: Regen, Schnee und Sturm – das Wetter bleibt unbeständig

Der Winter weiß noch nicht genau, ob er überall im Land Einzug halten soll. Die neue Woche beginnt erst einmal mit Sturm und Regen. Dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge breitet sich eine Wetterlage von Norden her Richtung Südosten aus, bei der zwei aufeinander folgende Tiefs für kräftigen Wind und Regen sorgen. Dabei bleibt es bei nasskalten null bis fünf Grad. In den Bergen herrscht Dauerfrost. In der Nacht zum Montag treffen die Tiefs laut DWD auf kalte Polarluft. Sie sollen Regen in Schnee verwandeln, der sich über das ganze Land ausbreitet. 

13.56 Uhr: Omikron-Variante auch in Dänemark bestätigt

Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus sind nun auch in Dänemark bekannt geworden. Das staatliche Gesundheitsinstitut SSI bestätigte zwei Fälle, die zuvor als Verdachtsfälle eingestuft worden waren. Die beiden Infizierten seien mit dem Flugzeug aus Südafrika eingereist und mittlerweile in Quarantäne. Auch deren enge Kontakte sollten sich in die Isolation begeben. Der Direktor des Instituts, Henrik Ullum, sagte, man wolle die weitreichende Ausbreitung der Variante verlangsamen, um möglichst viele Menschen vorher zu impfen.

13.47 Uhr: Verdacht auf Infektion mit Omikron-Variante in Hessen bestätigt

In Hessen ist ein Fall der neuen Coronavirus-Variante Omikron nachgewiesen worden. Die Sequenzierung habe die Variante bei dem am Samstag bekanntgegebenen Verdachtsfall bestätigt, teilte Hessens Sozialminister Kai Klose auf Twitter mit. Das Sozialministerium bestätigte die Angaben.

13.32 Uhr: Niederlande – 13 Omikron-Infektionen bei Reisenden aus Südafrika

In den Niederlanden sind bei 13 Reisenden aus Südafrika Infektionen mit der neuen Coronavirus-Variante Omikron festgestellt worden. Das teilte Gesundheitsminister Hugo de Jonge mit. Die Personen waren am Freitag mit der niederländischen Fluggesellschaft KLM nach Amsterdam gekommen. Insgesamt hatte die Gesundheitsbehörde am Flughafen Schiphol mehr als 600 Passagiere von zwei KLM-Maschinen getestet, 61 Tests waren positiv. Alle Betroffenen wurden in einem Quarantäne-Hotel isoliert. 

12.43 Uhr: Starke Erdbeben erschüttern Peru

Ein schweres Erdbeben hat den Norden Perus am frühen Morgen (Ortszeit) erschüttert. Das nationale seismologische Institut des südamerikanischen Landes gab die Stärke des Erdstoßes in der Amazonas-Region mit 7,5 an. Das Zentrum lag demnach etwa 100 Kilometer östlich der Stadt Santa María de Nieva in einer Tiefe von rund 131 Kilometern. Laut Behörden bestand keine Gefahr eines Tsunamis. Wenige Stunden zuvor hatte ein Beben der Stärke 5,2 die Küstenregion weiter südlich nahe der Hauptstadt Lima getroffen.

Ersten Medienberichten zufolge war das stärkere Beben in mehreren Regionen des Landes zu spüren. Es lagen zunächst keine Meldungen über größere Schäden oder Verletzte vor. Die gesamte Westküste des amerikanischen Doppelkontinents liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, der für seine hohe seismische Aktivität bekannt ist.

11.55 Uhr: Moderna arbeitet seit Thanksgiving an Omikron-Impfstoff

Der Impfstoffhersteller Moderna hat bereits am gerade vergangenen Thanksgiving-Feiertag mit der Arbeit an einem Impfstoff gegen die Omikron-Variante begonnen. Hunderte seiner Mitarbeiter hätten nach ersten Veröffentlichungen zur Mutante direkt an dem in den USA üblicherweise groß gefeierten Festtag angefangen, an einer entsprechenden Anpassung des Corona-Impfstoffs zu arbeiten, sagte der Chef des Pharmakonzerns, Paul Burton, in einem BBC-Interview. Thanksgiving fiel in diesem Jahr auf den 25. November – also den vergangenen Donnerstag.

Es werde noch einige Wochen dauern, bis man gesicherte Erkenntnisse darüber habe, wie sehr sich die neue Corona-Variante der Wirkung der aktuellen Impfstoffe entziehe und ob ein neues Vakzin produziert werden müsse. Sollte dies der Fall sein, rechne er damit, dass dieser Anfang 2022 in großem Maßstab hergestellt werden könnte. Wie auch das Mittel von Biontech gehört das Vakzin von Moderna zu den mRNA-Impfstoffen, deren Anpassung an neue Varianten als relativ gut machbar gilt.

11.14 Uhr: Liberalkonservativer Fiala neuer Ministerpräsident Tschechiens

Der Liberalkonservative Petr Fiala ist zum neuen tschechischen Ministerpräsidenten ernannt worden. Der 57-Jährige legte in Schloss Lany bei Prag im Beisein von Präsident Milos Zeman den Amtseid ab. Weil Zeman kürzlich positiv auf Corona getestet worden war, saß der 77 Jahre alte Präsident hinter einer durchsichtigen Abtrennung. Das scheidende Kabinett des Multimilliardärs Andrej Babis bleibt bis zur Ernennung der neuen Regierung geschäftsführend im Amt. Mit der Ernennung wird frühestens Mitte Dezember gerechnet. Babis war wegen einer drohenden Anklage wegen Subventionsbetrugs und Enthüllungen in den "Pandora Papers" unter Druck geraten.

10.46 Uhr: Grüne empört über Wissing-Vorstoß zu Entlastung von Diesel-Fahrern

Die Grünen haben sich empört über den Vorstoß des designierten Verkehrsministers Volker Wissing (FDP) zur Entlastung für Diesel-Fahrzeuge gezeigt. "Das gibt der Koalitionsvertrag so nicht her", sagte der Grünen-Verkehrsexperte Stefan Gelbhaar dem Magazin "Spiegel" zu der Ankündigung Wissings, die Kfz-Steuer senken zu wollen, um damit höhere Dieselpreise auszugleichen. "Der Koalitionsvertrag sieht eine Angleichung der Diesel- an die Benzinkosten vor", betonte Gelbhaar. Dem habe die FDP zugestimmt, daran werde sich auch Wissing halten müssen, fügte der verkehrspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion hinzu.

9.34 Uhr: Omikron-Variante erstmals in Australien nachgewiesen

Die in Südafrika entdeckte neue Coronavirus-Variante Omikron ist erstmals auch in Australien nachgewiesen worden. Zwei Passagiere eines Flugs von Südafrika nach Sydney seien am Samstag positiv auf die neue Virusvariante getestet worden, teilte die Gesundheitsbehörde des Bundesstaats New South Wales mit. Beide seien vollständig geimpft und wiesen keine Symptome auf. 

9.24 Uhr: Stoltenberg – Krise an Grenze zu Belarus noch nicht vorbei

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hält die Krise an der östlichen EU-Außengrenze, an der Migranten illegal über Belarus in die EU gelangen wollen, noch nicht für überwunden. "Die Intensität hat sich ziemlich verändert, es ist natürlich nicht mehr so gravierend wie noch vor ein paar Tagen. Aber ich denke, es ist zu früh um zu sagen, dass es vorbei ist", sagte Stoltenberg im lettischen Fernsehen. "Wir müssen wachsam sein, wir müssen die Entwicklungen genau im Auge behalten und weiterhin klare Botschaften aussenden." 

8.12 Uhr: Israel schließt wegen Omikron-Variante erneut seine Grenzen

Wegen der zuerst in Südafrika entdeckten neuen Coronavirus-Variante Omikron schließt Israel ab Sonntagabend seine Grenzen erneut für Ausländer. "Die Einreise für ausländische Staatsbürger nach Israel wird untersagt, mit Ausnahme von Fällen, die von einem Sonderkomitee genehmigt werden", teilte das Büro von Ministerpräsident Naftali Bennett mit. Die Regierung muss der vom Coronakabinett beschlossenen Maßnahme noch zustimmen. In Israel wurde bislang ein Fall der neuen Virusvariante Omikron bestätigt.

5.33 Uhr: Zahlreiche Verkehrsunfälle auf glatten Straßen

Winterliche Straßenverhältnisse haben in der Nacht in mehreren Bundesländern zu Unfällen mit mehreren Verletzten geführt. In Baden-Württemberg und in Hessen krachte es am späten Samstagabend und frühen Sonntagmorgen nach Angaben der örtlichen Polizeipräsidien vielfach wegen Straßenglätte. In Mecklenburg-Vorpommern wurden auf der schneebedeckten A20 am Samstagabend zwei Frauen bei einem Unfall schwer verletzt. Demnach verlor die Fahrerin die Kontrolle über ihr Auto. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach warnte weiterhin vor gebietsweiser Glätte durch überfrierende Nässe oder Schneeschauer.

5 Uhr: Krankenhausgesellschaft – Drei Viertel aller Kliniken verschieben OPs

Aufgrund der vielen Covid-Patienten auf Intensivstationen müssen immer mehr Kliniken in Deutschland sogenannte planbare Operationen verschieben. Nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft kann der Normalbetrieb in mehr als drei Viertel aller Krankenhäuser in Deutschland mittlerweile nicht mehr aufrechterhalten werden, und diese Häuser müssen planbare Operationen verschieben. 

"Die Lage ist wirklich zunehmend dramatisch und führt bei einem Teil der abgesetzten Behandlungen auch zu körperlichen und psychischen Belastungen bei den betroffenen Patienten", teilte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, in Berlin mit. Für die Krankenhäuser sei die Verschiebung planbarer Operationen derzeit das Mittel der Wahl, um die Versorgung akuter Fälle weiter leisten zu können.

4.30 Uhr: Lauterbach – "Spiele im vollen Stadion aktuell nicht akzeptabel"

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich angesichts der dramatischen Corona-Lage in Deutschland gegen Fußball-Spiele in vollen Stadion ausgesprochen. "Ich finde es hochproblematisch, was wir beim Fußball sehen", sagte er der "Bild am Sonntag". "Die Menschen infizieren sich nicht im Stadion, aber die Anreise und die Feiern nach dem Spiel sind die Infektionsherde. Daher sind Spiele im vollen Stadion aktuell nicht akzeptabel."

3.53 Uhr: RKI – Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz mit 446,7 auf neuem Höchststand

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen hat wieder einen neuen Höchststand verzeichnet: Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) erhöhte sich der Wert auf 446,7. Am Samstag lag er bei 444,3, am Sonntag vergangener Woche bei 372,7. Bundesweit wurden laut RKI-Angaben binnen 24 Stunden 44.401 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Am Freitag war die bisher höchste Zahl von 76.414 neuen Fällen registriert worden.

2.38 Uhr: Karliczek – Leopoldina-Empfehlungen "ohne Zögern" umsetzen

Die amtierende Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat die Politik aufgefordert, die Empfehlungen der wissenschaftlichen Akademie Leopoldina wie Kontaktbeschränkungen auch für Corona-Geimpfte sofort umzusetzen. "Die Politik sollte dem Rat der Wissenschaft ohne Zögern folgen. Wir dürfen keine weitere Zeit mehr verlieren", sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Die neue Stellungnahme der Leopoldina sei ein Appell der Wissenschaft zum Handeln in nie da gewesener Deutlichkeit. 

1 Uhr: Montgomery fordert Verfallsdatum für Impfnachweis

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, fordert eine Befristung des Impfstatus. "Jede Impfung muss ein Verfallsdatum bekommen", sagte der Mediziner den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wenn eine Impfung länger zurückliege, falle der Geimpfte dann automatisch wieder zurück in den Status des Ungeimpften. Wer sich boostern lasse, gelte wieder als geimpft. Dazu müsse jetzt geklärt werden, wie lange der Impfschutz jeweils halte und wann dieses Verfallsdatum angesetzt werden müsse.

0.43 Uhr: Rentenerhöhung fällt im kommenden Jahr 0,8 Prozentpunkte geringer aus als erwartet

Die Rentenerhöhung im nächsten Jahr fällt um 0,8 Prozentpunkte geringer aus als erwartet: Nach Angaben des geschäftsführenden Bundesarbeitsministers Hubertus Heil (SPD) sollen die Renten ab Juli 2022 um 4,4 Prozent steigen. "Prognostiziert waren 5,2 Prozent", sagte Heil der "Bild am Sonntag". "Das ist immer noch sehr ordentlich." Grund für den niedrigeren Wert ist, dass die Ampel-Koalition den Nachholfaktor wieder einführt, mit dem unterbliebene Kürzungen der Renten mit künftigen Erhöhungen verrechnet werden. "Mit einer sozialdemokratisch geführten Regierung wird es nicht zu Rentenkürzungen kommen", stellte Heil jedoch klar. 

0.15 Uhr: Steinmeier fordert Bürger zu Kontaktbeschränkungen auf

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Bürger eindringlich dazu aufgerufen, einen Lockdown durch freiwillige Kontaktbeschränkungen zu verhindern. "Wichtig ist, dass wir jetzt alle gemeinsam handeln", schrieb Steinmeier in einem Gastbeitrag für die "Bild am Sonntag". "Halten wir uns an die Regeln, reduzieren wir noch einmal unsere Kontakte. Tun wir es, damit Schulen und Kitas nicht wieder schließen, damit wir das öffentliche Leben nicht wieder vollständig herunterfahren müssen." Steinmeier appellierte zudem erneut an die Menschen, sich impfen zu lassen.

0.11 Uhr: Erster Omikron-Verdachtsfall in Österreich

In Österreich ist am Samstag ein erster Verdachtsfall der neuen Coronavirus-Variante Omikron gemeldet worden. Nach Angaben der Behörden liege im Bundesland Tirol ein positives PCR-Testergebnis vor, das mit einer Südafrikareise in Zusammenhang stehe, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA. Nach der Erstprüfung durch die Virologie Innsbruck bestehe ein konkreter Verdacht, dass es sich um die neue Virus-Mutante handeln könnte, erklärten die Behörden. Die betroffene Person sei doppelt geimpft, die zweite Impfung liege aber bereits rund neun Monate zurück, hieß es weiter. 

Die News von Samstag, 27. November:

21.38 Uhr: Omikron auch in Italien und Tschechien festgestellt

Ein Labor in Italien hat bei einer Genomsequenzierung die Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen. Die Probe werde für eine weitere Bestätigung untersucht, um die Abstammung definitiv B.1.1.529 zuzuweisen, teilte das Oberste Gesundheitsinstitut (ISS) am Abend in Rom mit. Ein Labor in Mailand hatte das Genom demnach aus der Probe einer positiv getesteten Person aus Mosambik sequenziert, die der Nachrichtenagentur Ansa zufolge vor wenigen Tagen in Mailand mit dem Flugzeug ankam. Sie und die Familienangehörigen, die in der süditalienischen Region Kampanien wohnen, seien in guter gesundheitlicher Verfassung, erklärte das ISS weiter.

In Tschechien steht nach einer Gnomsequenzierung ebenfalls "mit rund 90-prozentiger Sicherheit" fest, dass die Omikron-Variante dort aufgetaucht ist, sagte ein Sprecher des Krankenhauses im nordböhmischen Liberec (Reichenberg) am Abend im öffentlich-rechtlichen Fernsehsender CT. Eine weitere Probe sei zur näheren Analyse an das nationale Referenzlabor in Prag geschickt worden. Betroffen sei eine Frau, die mit dem Flugzeug aus Namibia zurückgekehrt war - mit Umstieg in Südafrika und Dubai. Sie befinde sich in Isolierung, alle Kontakte würden nachverfolgt. Die Frau habe einen leichten Krankheitsverlauf und sei geimpft gewesen.

21.21 Uhr: Polizei verhindert "Querdenken"-Fußmarsch in Saarbrücken

Die Polizei hat am Nachmittag einen nicht angemeldeten Fußmarsch der "Querdenker"-Szene durch die Innenstadt von Saarbrücken verhindert. Beamtinnen und Beamte hätten vor dem Rathaus eine etwa 90-köpfige Personengruppe festgestellt, die den "Querdenkern" zuzuordnen gewesen sei, teilte die Polizei am Abend mit. Die Gruppierung habe unter dem Motto "Spaziergang für die Freiheit" gemeinsam zur Europagalerie gehen wollen. Wegen der aktuellen Pandemie-Lage dürfen Versammlungen jedoch nur unter strengen Auflagen durchgeführt werden – im Saarland nur stationär unter Einhaltung des Mindestabstandes und mit Mund-Nasen-Bedeckungen. Mehr als 30 Einsatzkräfte hätten verhindert, dass sich die Ansammlung in Bewegung setze, teilte die Polizei mit. Trotz mehrfacher Aufforderung hätten viele Teilnehmer die Auflagen der Versammlung missachtet. Gegen 15 Uhr hätten die Menschen in kleinen Gruppen den Rathausvorplatz in unterschiedliche Richtungen verlassen, hieß es weiter. Die Polizei leitete mehrere Ermittlungsverfahren ein; unter anderem wegen Beleidigungen sowie Verstößen gegen das Versammlungsgesetz.

19.46 Uhr: Unzulässige Impfaktion am Lübecker Flughafen von Polizei gestoppt

Am Flughafen Lübeck haben Polizei und Stadt eine unzulässige Impfaktion mit großem Andrang beendet. Es bestehe der Verdacht, dass der Impfstoff nicht zugelassen ist und damit eine Straftat nach dem Arzneimittelgesetz darstellt, teilte die Polizeidirektion Lübeck am Abend mit. 50 Personen seien wahrscheinlich damit geimpft worden, bevor die Aktion von Polizei und Kommunalem Ordnungsdienst gestoppt worden sei. Bei Eintreffen der Beamten gegen 15.00 Uhr seien 80 Personen vor dem Flughafengebäude festgestellt worden, weitere Menschen seien zugeströmt. Etwa 150 Impfwillige hätten sich in der Abfertigungshalle aufgehalten. Geimpft wurde den Angaben zufolge in einem zu diesem Zweck hergerichteten Büroraum. Die Beamten stellten Impfproben, genutzte Spritzen sowie Impflisten sicher und nahmen von den anwesenden Personen die Personalien auf.

18.33 Uhr: Zwei Fälle der Omikron-Variante in München bestätigt

In München sind die ersten beiden Fälle der neuen Omikron-Variante des Coronavirus in Deutschland bestätigt worden. Die beiden Reisenden seien am 24. November mit einem Flug aus Südafrika eingetroffen, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Abend.

18.31 Uhr: Großbritannien verlangt von allen Einreisenden PCR-Test und Quarantäne

Angesichts der als besorgniserregend eingestuften Omikron-Variante des Coronavirus verschärft Großbritannien seine Regeln für Einreisende aus aller Welt. Alle Ankommenden müssen an Tag Zwei nach ihrer Einreise einen PCR-Test machen und bis zum Erhalt eines negativen Testergebnisses in Quarantäne gehen, teilte der britische Premier Boris Johnson mit. Früher am Tag waren im Vereinigten Königreich zwei Omikron-Fälle nachgewiesen worden.

18.19 Uhr: Deutscher Omikron-Verdachtsfall vollständig geimpft

Der am Samstag bekanntgewordene Omikron-Verdachtsfall betrifft eine Person, die nach Angaben des hessischen Sozialministeriums schon am 21. November aus Südafrika in Frankfurt angekommen war. Zu diesem Zeitpunkt war Südafrika weder als Hochrisiko- noch als Virusvariantengebiet eingestuft gewesen. Die Person war den Angaben zufolge vollständig geimpft, entwickelte dann im Laufe der Woche Symptome und ließ sich testen. Der Frankfurter Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) sagte: "Wie mit den vorherigen Coronavirus-Varianten auch, war es nur eine Frage der Zeit, bis die Omikron-Variante bei uns ist." Nach Angaben der Stadt testet das Gesundheitsamt derzeit alle Reisenden aus Südafrika und Namibia sofort nach ihrem Ausstieg am Frankfurter Flughafen. Bisher seien keine Reisenden positiv getestet worden.

17.36 Uhr: Omikron-Verdacht – Gesundheitsamt erwartet am Montag Ergebnisse

Im Fall des Verdachts einer Infektion mit der neuen Corona-Variante Omikron erwartet das Frankfurter Gesundheitsamt genaue Ergebnisse. Die Virologin Sandra Ciesek habe in dem Fall des Reiserückkehrers aus Südafrika mehrere typische Merkmale der Virusvariante ermittelt, teilte die Behörde mit. Nun stünden noch die Resultate der vollständigen Sequenzierung aus. Das Gesundheitsamt stehe in direktem Kontakt zu der Person, die sich in Isolation befinde. Es seien vor Ort alle nötigen Maßnahmen getroffen worden, um schnell zu klären, wer infiziert sei und wer in Quarantäne müsse.

17.10 Uhr: Lettland – Ein Toter und ein Verletzter bei Explosion in Pharmafabrik

In Lettland sind bei einer Explosion in der Fabrik eines Pharmaherstellers in Olaine ein Mensch getötet und ein weiterer verletzt worden. In dem Werk rund 20 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Riga kam es in der Nacht aus noch unbekannter Ursache zu einer Verpuffung und einem Brand. Dies teilten die Rettungskräfte des baltischen EU-Landes mit. Demnach soll nach ersten Informationen eine technische Anlage explodiert sein. Der Brand auf einer Fläche von rund 144 Quadratmetern wurde gelöscht. Nach Angaben eines Unternehmensverantwortlichen wurden von den Behörden Ermittlungen zur Ursache eingeleitet.

16.43 Uhr: Söder – Leopoldina-Vorgaben ein "Warn- und Weckruf an Berlin"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Empfehlung der wissenschaftlichen Akademie Leopoldina für sofortige Kontaktbeschränkungen auch für Corona-Geimpfte als "einen Warn- und Weckruf an Berlin" bezeichnet. "Die Lage ist ernster, als die meisten glauben", sagte Söder der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. "Und Omikron könnte zu einer neuen Bedrohung werden", betonte er im Hinblick auf die im südlichen Afrika neu entdeckte Virusvariante. "Wir sollten daher die Hinweise der Leopoldina sehr ernst nehmen und rasch beraten", sagte Söder.

16.26 Uhr: Mann will auf Autozug nach Sylt urinieren und löst Bremsung aus

Ein Mann hat während der Fahrt auf dem Autozug nach Sylt dem Druck seiner Blase nachgeben wollen und damit den ganzen Zug zum Stehen gebracht. Der 50-Jährige habe am Freitagabend bei Keitum (Sylt) sein Auto verlassen, um sich während der Fahrt zu erleichtern und dabei das Notbremsseil ausgelöst, teilte die Bundespolizei mit. Bei der Zwangsbremsung wurde glücklicherweise niemand verletzt.

16.14 Uhr: Steinmeier sagt Reise in Golfregion kurzfristig ab

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat seine dreitägige Reise in die Golfregion wegen der Entwicklung der Corona-Pandemie in Deutschland kurzfristig abgesagt. Er wollte mit seiner Frau Elke Büdenbender eigentlich an diesem Sonntag in die Vereinigten Arabischen Emirate fliegen. Am Mittwoch war ein Besuch in Katar geplant.

Steinmeier reagiere damit auf die Entwicklung der vergangenen 24 Stunden, hieß es am Samstag aus dem Bundespräsidialamt unter Hinweis auf das Auftauchen der neuen Virusvariante Omikron. Auch der Appell der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, angesichts des dynamischen Corona-Infektionsgeschehens sofort umfassende Kontaktbeschränkungen zu erlassen, hat demnach bei der Entscheidung zur Absage der Reise eine Rolle gespielt.

15.42 Uhr: Berlins Gesundheitssenatorin Kalayci für Lockdown

Angesichts des rasanten Anstiegs der Zahl von Corona-Neuinfektionen hält Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) einen erneuten Lockdown für erforderlich. "Ich fordere den Bund auf, eine Bundesnotbremse einzusetzen", sagte die geschäftsführende Senatorin der "Berliner Morgenpost". Zugleich bat sie die Menschen in Berlin, Großveranstaltungen vor allem in Innenräumen zu meiden, um das Ansteckungsrisiko zu senken. Zuvor hatte die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina sofortige umfassende Kontaktbeschränkungen empfohlen. Neue Virusvarianten machten schnelles und konsequentes Handeln noch dringlicher.

15.30 Uhr: Zwei Omikron-Fälle in Großbritannien entdeckt

In Großbritannien sind zwei Corona-Fälle mit der als besorgniserregend eingestuften Omikron-Variante entdeckt worden. In den englischen Städten Nottingham und Brentwood sei jeweils ein Fall festgestellt worden, teilte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid mit. Beide Fälle sollen miteinander in Verbindung stehen und auf Reisen in den Süden Afrikas zurückzuführen sein. Die betroffenen Personen und ihre Haushalte befänden sich in Quarantäne, außerdem werde man in den Gegenden verstärkt testen, kündigte Javid an.

15.23 Uhr: Geltungsdauer des digitalen Corona-Impfpasses soll verkürzt werden

Die bislang auf ein Jahr angelegte Gültigkeitsdauer des digitalen Corona-Impfzertifikats soll laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verkürzt werden. Da der Impfschutz nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen nach einigen Monaten nachlasse, stehe nun eine Entscheidung darüber an, "dass dieses digitale Impfzertifikat angepasst wird an die tatsächliche Schutzwirkung", sagte Spahn bei einer Digital-Veranstaltung seines Ministeriums in Berlin. Die Verkürzung werde aber "nicht über Nacht" erfolgen, beteuerte Spahn. "Wir werden das so machen, dass jeder seine Auffrischimpfung hat kriegen können, um das Zertifikat zu verlängern." In der Frage der Verkürzung strebe er eine EU-weit abgestimmte Regelung zur Geltungsdauer des Digitalnachweises an.

14.25 Uhr: Papst fordert vor Reise Solidarität mit Migranten

Papst Franziskus hat sich vor seiner Reise an die Menschen in Griechenland und Zypern gewandt und zu Solidarität mit Migranten aufgerufen. "Das sind unsere Schwestern und Brüder", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche in einer veröffentlichten Videobotschaft. "Unser Meer, das Mittelmeer, ist heute ein großer Friedhof." Er denke an die Menschen, die in diesen Jahren und noch heute vor Krieg und Armut flöhen und an den Küsten des Kontinents und anderswo anlandeten, wo sie statt Gastfreundschaft Feindseligkeit erführen, erklärte der 84-Jährige weiter.

13.07 Uhr: Leopoldina empfiehlt sofortige umfassende Kontaktbeschränkungen

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt angesichts des dynamischen Corona-Infektionsgeschehens sofortige umfassende Kontaktbeschränkungen. "Unmittelbar wirksam ist es aus medizinischer und epidemiologischer Sicht, die Kontakte von Beginn der kommenden Woche an für wenige Wochen deutlich zu reduzieren", heißt es in einer Stellungnahme. "Aufgrund der nachlassenden Immunität müssten diese Maßnahmen vorübergehend auch für Geimpfte und Genesene gelten, die in dieser Zeit eine Auffrischungsimpfung erhalten müssen."

12.53 Uhr: Britischer Experte – Bestehende Vakzine sollten gegen Omikron-Variante schützen

Der Mitentwickler des Astrazeneca-Impfstoffs, Andrew Pollard, geht davon aus, dass ein neuer Impfstoff gegen die Omikron-Variante des Coronavirus bei Bedarf "sehr schnell" entwickelt werden könnte. Er glaube, dass die vorhandenen Vakzine gegen die zuerst in Südafrika entdeckte neue Variante funktionieren sollten, sagte der Leiter der Oxford Vaccine Group der BBC. Dies werde sich aber erst nach weiteren Untersuchungen in den kommenden Wochen herausstellen.

"Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass es in einer geimpften Bevölkerung zu einem Neustart einer Pandemie kommt, wie wir ihn letztes Jahr (mit der Delta-Variante) erlebt haben", sagte Pollard. Aber falls erforderlich, seien "die Verfahren zur Entwicklung eines neuen Impfstoffs zunehmend gut geölt, so dass man bei Bedarf sehr schnell handeln könnte".

12.49 Uhr: Kanzlerkandidat Scholz kündigt wegen Corona konsequentes Handeln an

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat in der sich dramatisch zuspitzenden Corona-Pandemie konsequentes Handeln angekündigt. Man werde alles tun, was getan werden muss, sagte Scholz in Frankfurt beim Bundeskongress der Jusos und sprach von "wieder neuen dramatischen Herausforderungen". Es gebe nichts, was nicht in Betracht genommen werde. Ehrgeiziges Ziel sei, dass jetzt alle Betreffenden eine Booster-Impfung zur Auffrischung bekommen. Er habe ja bereits angekündigt, dass ein Krisenstab eingesetzt werden soll. Es gebe derzeit eine enge Zusammenarbeit der künftigen und der jetzigen Regierung, sagte Scholz am Rande des Bundeskongresses.

12.21 Uhr: Österreichs Ex-Kanzler Kurz ist Vater geworden

Der österreichische Ex-Kanzler Sebastian Kurz hat die Geburt seines ersten Kindes bekanntgegeben. "Meine Freundin Susanne hat heute in den frühen Morgenstunden unseren Sohn zur Welt gebracht. Wir sind überglücklich und sehr dankbar!", schrieb der 35-jährige Parteichef der konservativen ÖVP in sozialen Medien. Seine Lebensgefährtin Susanne Thier und das Baby hätten die Geburt gut überstanden.

Kurz war im Oktober als Regierungschef zurückgetreten, nachdem Korruptionsermittler unter anderem das Kanzleramt und die ÖVP-Zentrale durchsucht hatten. Kurz und einige seiner engen politischen Mitstreiter werden von der Staatsanwaltschaft verdächtigt, manipulierte Umfragen in Medien in Umlauf gebracht zu haben. Dafür sollen öffentliche Mittel abgezweigt worden sein. Unter anderem steht der Vorwurf der Untreue im Raum.

Kurz, der die Vorwürfe bestreitet, wechselte nach seinem Rücktritt als Fraktionschef ins Parlament. Er blieb auch Vorsitzender der ÖVP. Kurz und Thier sind seit der gemeinsamen Schulzeit ein Paar. Thier ist im Finanzministerium tätig.

11.25 Uhr: Braun will kollektive Führung - Auch andere "glänzen lassen"

Der geschäftsführende Kanzleramtschef Helge Braun, strebt einen kollektiven Führungsstil im Fall seiner Wahl zum CDU-Vorsitzenden an. "Ich glaube, dass es traditionell häufig als Stärke empfunden wurde, wenn man versucht hat, allein zu führen", sagte Braun der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Er selbst habe eine andere Vorstellung von Führung. "Wenn die CDU eine Volkspartei sein will, die konservative Themen, soziale Themen, emotionale Wärme, Frauen und Männer, Ost und West abbilden will, dann ist die Vorstellung, dass das durch eine Person gelingt, überhaupt nicht mehr zeitgemäß. Dann braucht es die Führungsstärke zu sagen: Ich kann andere auch sehr gut glänzen lassen", betonte Braun.

10.59 Uhr: Mehr als zehn Prozent haben Booster-Impfungen erhalten

In Deutschland haben mehr als zehn Prozent der Bevölkerung mittlerweile eine Auffrischungsimpfung erhalten. 8,6 Millionen Menschen haben bisher eine sogenannte Booster-Impfung bekommen, wie aus den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. In den vergangenen Tagen gab es rund 2,7 Millionen Booster-Impfungen, wie der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) twitterte. Allein am Freitag kamen laut RKI 582.000 hinzu.

10.46 Uhr: Minister – Verdacht auf Omikron-Variante bei Reiserückkehrer

Die neue Omikron-Variante des Coronavirus ist nach Angaben des hessischen Sozialministers Kai Klose "mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit" in Deutschland angekommen. Das teilte der Grünen-Politiker am Samstagmorgen auf Twitter mit. Bei einem Reiserückkehrer aus Südafrika seien mehrere für Omikron typische Mutationen gefunden worden. "Es besteht also ein hochgradiger Verdacht, die Person wurde häuslich isoliert. Die vollständige Sequenzierung steht zum aktuellen Zeitpunkt noch aus", twitterte der in Hessen auch für Gesundheit zuständige Minister.

10.26 Uhr: Polen verhindert erneut Grenzübertritte aus Belarus

Der Grenzschutz in Polen hat am Freitag mehr als 200 Versuche von Migranten registriert, von Belarus aus illegal die Grenze des EU-Mitgliedstaats zu überschreiten. Dies sei vereitelt worden, teilte die Behörde bei Twitter mit. Sechs Ausländer aus Georgien und Russland seien festgenommen worden. An einem Abschnitt bei Bialowieza hätten die Beamten "eine Attacke auf die Grenze" durch eine Gruppe von rund 100 Personen abgewehrt. Da Polen weder Journalisten noch Hilfsorganisationen in das Grenzgebiet lässt, können die Angaben nicht unabhängig überprüft werden.

10.01 Uhr: Broadway-Komponist Stephen Sondheim mit 91 Jahren gestorben

Stephen Sondheim, einer der bedeutendsten Texter und Komponisten der Musiktheaterbranche, ist tot. Er starb am Freitagmorgen (Ortszeit) im Alter von 91 Jahren in Roxbury im US-Bundesstaat Connecticut, wie die "New York Times" unter Berufung auf dessen Anwalt F. Richard Pappas berichtete. Der Tod Sondheims, der unter anderem für seine Arbeit an Broadway-Erfolgsmusicals wie "Sweeney Todd", "West Side Story" und "Gypsy" bekannt war, sei unerwartet gewesen, sagte Pappas. Einen Tag zuvor habe Sondheim noch mit Freunden Thanksgiving gefeiert. Zur Todesursache gab es zunächst keine Angaben.

9.55 Uhr: Grüne rechnen mit erneuter Nachschärfung des Infektionsschutzgesetzes

Angesichts der eskalierenden vierten Corona-Welle rechnen die Grünen mit einer erneuten Nachschärfung des Infektionsschutzgesetzes. "Die aktuelle Notlage ist sehr besorgniserregend. Es war und ist völlig klar, dass die beschlossenen Änderungen im Infektionsschutzgesetz allenfalls ein erster Schritt sein können", sagte der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Es sei offensichtlich, dass es bisher nicht gelungen sei, die Lage unter Kontrolle zu bringen. "Insofern sind weitreichendere Maßnahmen erforderlich", betonte Dahmen.

9.17 Uhr: Hongkongs Omikron-Infizierte weisen ungewöhnlich starke Viruslast auf

Die zwei bestätigten Omikron-Infizierten in Hongkong weisen offenbar eine sehr schnell ansteigende Viruslast auf. Die PCR-Tests der zwei Männer, die wenige Tage zuvor noch negativ ausfielen, enthielten einen Ct-Wert von 18 und 19. "Das ist wahnsinnig hoch, insbesondere wenn man bedenkt, dass die zwei bei den letzten PCR-Tests noch negativ waren", schreibt der Epidemiologe Eric Feigl-Ding, der lange Zeit an der Universität Harvard forschte. Es sehe so aus, als ob die Variante dem Impfschutz tatsächlich entgehen könnte, so Feigl-Ding weiter.

8.53 Uhr: Mann greift Bus im Kosovo an – drei Tote

Ein maskierter Täter hat nahe der Stadt Decani im Westen des Kosovos am Freitagabend in einem Autobus den Fahrer und zwei Jugendliche erschossen. Ein dritter Schüler wurde verletzt, berichteten Medien im Kosovo. Die Polizei leitete eine Großfahndung nach dem flüchtigen Täter ein, teilte der kosovarische Landespolizeidirektor Samedin Mehmeti mit. Bei den getöteten Jugendlichen handelte es sich um eine Schülerin und einen Schüler im Alter von 17 beziehungsweise 16 Jahren. 

7.02 Uhr: Özdemir will als Agrarminister Tierwohl stärken

Der wahrscheinlich künftige Landwirtschaftsminister Cem Özdemir von den Grünen hat sich für bessere Haltungsbedingungen in Ställen ausgesprochen. "Wer Fleisch essen will, kann das gerne tun. Wer Fleisch produziert, darf das auch tun, aber unter Berücksichtigung des Tierwohls, des Klimaschutzes und nicht zulasten unserer Umwelt", sagte er der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". "Wir werden auch dafür sorgen, dass die Investitionsförderung künftig auf gute Haltungsbedingungen in den Ställen ausgerichtet wir", kündigte Özdemir an.

6.49 Uhr: 19 Pilger bei Busunfall in Mexiko getötet

Bei einer Pilgerfahrt in Mexiko sind 19 katholische Gläubige ums Leben gekommen. Wie die mexikanischen Behörden mitteilten, verunglückten die Pilger aus dem westlichen Bundesstaat Michoacán am Freitag auf ihrer Busfahrt hin zu einer heiligen Stätte. Örtliche Medien veröffentlichten Fotos vom Unfallbus, der in ein Haus gefahren war und dabei weitgehend zerstört wurde.

19 Insassen des Busses wurden getötet, etwa 20 weitere wurden verletzt und in umliegende Krankenhäuser gebracht. Wie es zu dem Unfall kam, blieb zunächst unklar. Auf Mexikos Straßen geschehen häufig Unfälle. Erst im September waren beim Zusammenstoß eines Busses mit einem Lastwagen 16 Menschen getötet worden.

5.43 Uhr: Schneefall in Teilen Deutschlands erwartet – Gefahr durch Glätte

Das Wochenende soll in einigen Landesteilen Deutschlands winterlich werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) kündigte an, vom Alpenrand bis nach Niederbayern sei oberhalb von 400 Metern mit meist leichten Schneefällen zu rechnen. Auch in der Westhälfte sei zum Teil Schneefall und erhöhte Glättegefahr zu erwarten. In der Osthälfte Deutschlands bleibe es hingegen meist trocken. In der Nacht zum Sonntag sei im Norden mit weiteren Niederschlägen, teils als Schnee oder Schneeregen zu rechnen. Bereits in der Nacht zu Samstag gab es vor allem im Westen und Südwesten, später bis in die Mitte leichten bis mäßigen Schneefall.

5 Uhr: Lufthansa rechnet bei Flügen mit mehr Einschränkungen für Ungeimpfte

Lufthansa-Chef Carsten Spohr erwartet weltweit weitere Einschränkungen für ungeimpfte Fluggäste. "Diesen Trend sehen wir weltweit. Für Geimpfte und Genesene wird die globale Freiheit erhalten bleiben", sagte Spohr der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Bereits jetzt gibt es für Ungeimpfte Einschränkungen. EU-Bürger dürfen etwa nur in die USA einreisen, sofern sie vollständig geimpft und zusätzlich negativ auf das Coronavirus getestet sind.

4.04 Uhr: Lauterbach geht von weiteren Corona-Einschränkungen aus

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach geht angesichts der vierten Corona-Welle und dem Auftauchen einer möglicherweise besonders gefährlichen neuen Virusvariante von weitergehenden Einschränkungen aus. "Tatsächlich ist das Infektionsgeschehen aggressiver als gedacht", sagte er in den ARD-"Tagesthemen" am Freitagabend. Zwar hätten die Maßnahmen gewirkt, die Kontakte gingen etwas zurück. "Aber es ist noch nicht da, wo es sein müsste, und es wird auf jeden Fall notwendig werden, dass wir nachschärfen, davon gehe auch ich aus."

Dass die im Süden Afrikas aufgetauchte, möglicherweise gefährliche Variante B.1.1.529 auch Deutschland erreichen könnte, bereitet Lauterbach große Sorgen. Wenn das passieren würde, dann hätten wir ein riesiges Problem. "Denn es ist nichts schlimmer, als eine besonders gefährliche Variante in eine laufende Welle hineinzubekommen." Die Variante scheine für Geimpfte und Ungeimpfte gefährlich zu sein. 

2.15 Uhr: Viele Corona-Fälle bei ankommenden Südafrika-Reisenden in den Niederlanden

Dutzende aus Südafrika in Amsterdam gelandete Passagiere sind nach Einschätzung niederländischer Behörden mit dem Coronavirus infiziert. Es sei allerdings noch nicht geklärt, ob es sich dabei um die neue Virusvariante B.1.1.529 handele, zitierte die Zeitung "De Telegraaf" in der Nacht zu Samstag die Gesundheitsbehörden. Das sollten Folgeuntersuchungen des Erasmus Medical Centre in Rotterdam zeigen. Am Freitagvormittag waren zwei Flugzeuge der Gesellschaft KLM mit rund 600 Menschen an Bord auf dem Airport Schipohl gelandet. Die Maschinen waren in Kapstadt und Johannesburg gestartet.

Ein Sprecher des Gesundheitsamt sagte der Zeitung zufolge, es lägen mittlerweile 110 Ergebnisse vor. Davon seien 15 Ergebnisse positiv und 95 Ergebnisse negativ. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse werde eine Rate von 13,6 Prozent angenommen. Das bedeute, dass man mit 85 positiven Fällen rechnen müsse.

0.37 Uhr: Kretschmer spricht sich für Merz als CDU-Chef aus

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat sich für den Wirtschaftspolitiker Friedrich Merz als neuen CDU-Vorsitzenden ausgesprochen. "Friedrich Merz wäre die beste Lösung", sagte Kretschmer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Er hat viel Erfahrung, einen klaren ordnungspolitischen Kompass, ist mit großer Freude am Werk und hat sich deutlich breiter aufgestellt", sagte Kretschmer. Er habe auch das Gefühl, "dass Friedrich Merz von den Mitgliedern der CDU und vom Großteil der Bevölkerung gewollt wird". Ob er sich selbst um den Vize-Vorsitz der Bundes-CDU bewerben werde, ließ Kretschmer offen.

dho / fs DPA AFP

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