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Rangun: Serie von Explosionen fordert viele Tote und Verletzte

Ein lauter Knall weckte die Menschen Ranguns aus dem Schlaf: In Birmas ehemaliger Hauptstadt explodierte in der Nacht ein Lager mit Schießpulver. 17 Menschen starben, etwa 80 wurden verletzt. Die Ursache ist noch unklar.

Bei einer Explosion in einem Warenhaus und einem anschließenden Großbrand in der birmanischen Wirtschaftsmetropole Rangun sind in der Nacht zum Donnerstag mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Fast 80 weitere seien verletzt worden, sagte ein Beamter in der früheren Hauptstadt des südostasiatischen Landes. Die Ursache der Explosion sei weiter unklar, um einen Bombenanschlag habe es sich aber nicht gehandelt.

Die Explosion, die in einem medizinischen Lagerhaus um 02.00 Uhr (Ortszeit, 20.30 MEZ) im Osten der Stadt ereignete, löste einen Großbrand aus. "Zunächst brach ein Feuer in einem Schießpulver-Lager aus", sagte ein Mitarbeiter der Feuerwehr. Dies habe dann zur Explosion geführt, und das Feuer habe sich ausgebreitet, sagt er. "Ich denke nicht, dass es irgendetwas mit Sabotage zu tun hat." Nach einem ersten mächtigen Knall waren mehrere kleinere Explosionen zu hören. Hunderte Menschen rannten trotz der frühen Stunde besorgt auf die Straße. Nach Angaben des Beamten starben durch die Explosion auch drei Feuerwehrleute. Insgesamt seien 79 Menschen verletzt worden.

Die Explosion habe einen tiefen Krater hinterlassen, sagte der Beamte. Das durch die Explosion ausgelöste Feuer griff demnach rasch auf angrenzende Gebäude über. Insgesamt 41 Warenlager seien durch den Brand zerstört oder beschädigt worden. Auch ein benachbartes buddhistisches Kloster sei komplett niedergebrannt und eingestürzt. Rund 50 vorwiegend aus Holz errichtete Häuser seien ebenfalls durch die Flammen zerstört worden. Das Feuer sei unter Kontrolle, jedoch noch nicht gelöscht, sagte der Beamte. Die Ursache für die Explosion sei weiter unklar.

Erst vergangene Woche war eine Frau bei einer Explosion in der früheren birmanischen Hauptstadt getötet worden. In den vergangenen Jahren wurden in Birma immer wieder Anschläge verübt, für die die Regierung meist Rebellengruppen verantwortlich machte. Die Armee kämpft seit Jahren gegen aufständische ethnische Minderheiten. In den vergangenen Wochen verstärkte die neue zivile Regierung aber die Bemühungen zur Lösung der Konflikte.

tmm/AFP/DPA/Reuters / DPA / Reuters
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