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Verschwundene 15-Jährige: "Ein Max oder Maxi": Rebeccas Mutter bringt Internetbekanntschaft ins Spiel

Hatte Rebecca vor ihrem Verschwinden online einen Mann kennengelernt? Und hat er etwas mit dem Fall zu tun? Die Mutter der 15-Jährigen deutet das in einem Interview an. Die Anwältin des verdächtigen Schwagers kündigt derweil eine Haftprüfung an.

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Auch fast vier Wochen nach Rebeccas Verschwinden stehen Familie und Polizei vor einem Rätsel. Von der 15-Jährigen fehlt jede Spur, der verdächtige Schwager sitzt zwar in U-Haft, doch seine Anwältin hat Haftbeschwerde eingelegt, um zu prüfen, ob überhaupt noch Gründe für den Haftbefehl vorliegen, wie die "Bild"-Zeitung berichtet. Die Familie glaubt fest an die Unschuld des 27-jährigen Florian - und Rebeccas Mutter bringt nun eine "Internetbekanntschaft" ins Spiel.

Mann wollte Rebecca besuchen

"Es gab da wohl tatsächlich jemanden. Einen Max oder Maxi", sagte die Frau der "Bunte" auf die Frage, ob die Jugendliche vielleicht einen Mann im Internet kennengelernt habe und dies für sich behalten wollte. Der Zeitschrift sagte die Mutter weiter, dass der Mann ihre Tochter besuchen wollte. "Ich sagte ihr, dass sie ihn auf keinen Fall alleine treffen dürfe", erzählt die Mutter. Rebecca habe versprochen, jemanden zu einem Treffen mitzunehmen. Ob die Mutter auch der Polizei von ihrem Verdacht berichtete, ist unklar. Man werde Einzelheiten, die die Angehörigen in Medien äußern, nicht kommentieren, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur DPA.

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Über ihren Schwiegersohn Florian, der seit fast zwei Wochen in Untersuchungshaft sitzt, berichtet Rebeccas Mutter nur Gutes. Er sei für sie "wie ein Sohn", sagt sie, er würde "uns niemals Leid zufügen". Für Rebeccas Schwester Jessica sei eine Welt zusammengebrochen, als ihr Mann verhaftet worden sei. Sie beschreibt ihn als "herzensguten, sensiblen Ehemann und rührenden Vater für unsere Tochter." "Meine Schwestern sind auch Florians Schwestern. Mit Vivian geht er zu Konzerten, mit Becci spielt er am Laptop oder Playstation oder schaut mit uns gemeinsam Fernsehen", so Jessica weiter.

Polizei setzt Bodenradar ein

Die Polizei hat unterdessen ihre Suche in einem Brandenburger Waldstück fortgesetzt. Mitglieder der Mordkommission, Kriminaltechniker sowie 14 Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW) waren bei dem Ort Rieplos 50 Kilometer südöstlich von Berlin im Einsatz. Zu Ergebnissen der Aktion hielt sich die Polizei bedeckt. "Am Dienstag wurden am Ort Spuren gesichert. Die Auswertung dauert an", sagte eine Sprecherin. Am Mittwoch setzten THW-Kräfte dann ein Bodenradargerät ein, mit dem man Auffälligkeiten im Erdreich erkunden kann. In der Nähe des Suchorts Rieplos verläuft die Autobahn von Berlin nach Frankfurt (Oder). Dort war das Auto des verdächtigen Schwagers am Tag des Verschwindens und am nächsten Tag erfasst worden.

Hier geht's zum Zeugenaufruf der Polizei.

Quellen: "Bunte", DPA, "Bild"

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nik