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15 Tage Arrest statt 7 Jahre Haft: Rennen mit der Polizei: Oligarchen-Söhne kommen ohne Anklage davon

Fünf Stunden lang rasen Oligarchen-Kids durch Moskau, verfolgt von sechs Streifenwagen. Sie brettern durch Spielplätze und Hinterhöfe und verhöhnen die Polizei. Die Öffentlichkeit hofft auf eine harte Strafe - und wird enttäuscht.

Oligarchen-Sohn Ruslan Shamsuarov und seine Freunde liefern sich öfter Rennen mit der Polizei

Oligarchen-Sohn Ruslan Shamsuarov und seine Freunde liefern sich gern Rennen mit der Polizei

Fünf Stunden rasen sie auf einem riesigen Geländewagen ohne Nummernschilder mitten durch Moskau, fordern die Polizei provokativ zu einer halsbrecherischen Verfolgungsjagd heraus, brettern auf ihrer Flucht über Spielplätze und Gehwege. Und als sie schließlich umstellt werden, versuchen sie auch noch die Beamten zu bestechen und einzuschüchtern. Vier Oligarchen-Sprösslinge sorgten in der vergangenen Woche mit ihren Eskapaden auf den Straßen der russischen Hauptstadt für einen Skandal.

Anders als in vielen anderen Fällen verbrecherischer Exzesse der russischen "Goldenen Jugend", war jedoch dieses Mal die Hoffnung groß, dass die Oligarchen-Kinder zur Verantwortung gezogen werden. Denn die Clique rund um Ruslan Shamsuarov, Sohn von Asan Shamsuarov, dem Vizepräsidenten des Ölkonzerns Lukoil, filmte ihr Rennen mit den sechs Streifenwagen und übertrug die Hetzjagd auch noch selbst via Periscope live im Netz.

Staatsanwaltschaft weigert sich Anklage zu erheben

Die Aufnahmen dokumentieren sowohl die groben Verstöße gegen die Verkehrsordnung als auch die Beleidigungen, die die Millionärs-Sprösslinge den Beamten entgegen schleuderten. So feuerten die Raser sich während der Verfolgungsjagd mit Rufen wie "Überfahre den Müll!" an - damit waren die Polizisten gemeint. 

Doch auch wenn die Beweislage scheinbar hinreichend ist, weigert sich nun die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Oligarchen-Nachwuchs zu erheben. Und das obwohl die Moskauer Polizei bereits zweimal einen Antrag auf Strafverfolgung gestellt hat. 

Gemäß dem 213. Artikel des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation sollten die vier jungen Leute demnach wegen Rowdytums unter "grober Verletzung der öffentlichen Ordnung durch eine organisierte Gruppe und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte" vor Gericht kommen. Der Paragraph sieht eine Strafe von bis zu sieben Jahren Haft vor. 

15 Tage Arrest für Oligarchen-Kids

Die Staatsanwaltschaft sieht jedoch keinen Straftatbestand vorliegen. In einer Erklärung heißt es dazu: "Laut dem Gesetz kann nur eine grobe Verletzung der öffentlichen Ordnung als Rowdytum angesehen werden. Diese muss eine klare Missachtung der Gesellschaft zum Ausdruck bringen und unter Verwendung von Waffen oder Gegenständen, die als Waffen benutzt worden sind, erfolgen, oder durch politischen, ideologischen, rassistischen, ethnischen, religiösen Hass oder Feindseligkeit gegenüber einer sozialen Gruppe motiviert gewesen sein." 

Die Verfolgungsjagd der Shamsuarov-Clique mit der Polizei erfüllt in den Augen der Staatsanwaltschaft diese Kriterien nicht. Daher werden die Oligarchen-Kinder zunächst lediglich Ordnungsstrafen davontragen. Der Fahrer des Geländewagens kommt mit 15 Tagen Arrest und 200 Stunden Sozialarbeit davon. Shamsuarov, dem der Mercedes G63 gehört, und sein Freund Wiktor Uskow müssen 15 und ihre Begleiterin 10 Tage unter Arrest verbringen.

Für Oligarchen nur ein Witz

Statt einer Strafverfolgung wegen Rowdytums rät die Staatsanwalt dazu, die Oligarchen-Kinder wegen Beleidigung von Staatsvertretern zur Verantwortung zu ziehen. Doch anstatt der sieben Jahren Haft, die als Höchststrafe für Rowdytum vorgesehen sind, droht den jungen Leuten in diesem Fall höchstens eine Zahlung von 40.000 Rubel, umgerechnet knapp 544 Euro. Für Oligarchen-Söhne nicht mehr als ein Witz.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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