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Kältewelle in Jakutien Im Norden Russlands: Bei minus 60 Grad gefriert einfach alles

In Russlands Teilrepublik Jakutien herrscht Frost: Diese Frau hat nur 20 Minuten an der frischen Luft verbracht.
In Russlands Teilrepublik Jakutien herrscht Frost: Diese Frau hat nur 20 Minuten an der frischen Luft verbracht.
© Anastasia Gruzdeva/Instagram @anastasiagav
Eine eisige Kältewelle hat den Norden Russlands fest im Griff. In Jakutien herrschen Temperaturen von rund minus 60 Grad. Und während der sibirische Frost die Thermometer zum Kollaps bringt, gönnt sich so manch ein Russe ein Bad im zugefrorenen See.

Sibirien wird diese Woche wieder seinem Ruf gerecht: In der Republik Sacha, bekannt auch als Jakutien, herrschen Temperaturen von minus 60 Grad. Mancherorts bleiben die Thermometer sogar bei minus 69 Grad hängen. 

Der Frost hat die Region im nordöstlichen Teil Russlands fest im Griff. Die Behörden befinden sich in erhöhter Alarmbereitschaft. Zwei Menschen kostete die Kälte bereits das Leben. Ihr Wagen war liegen geblieben. Die Situation auf den Straßen ist äußerst kritisch. Dichter Eisnebel erschwert die Sicht.

Jakutier trotzen der Kälte

Doch die örtlichen Bewohner lassen sich von den extremen Temperaturen nicht schrecken - und posten in den sozialen Netzwerken fleißig Bilder ihrer gefrorenen Wimpern und verschneiter Landschaften. Ganz Mutige gönnen sich gar ein Bad in eiskalten Flüssen oder zugefrorenen Seen.

Zu ganz besonderer Popularität hat es ein Selfie der 24-jährigen Anastasia gebracht. Mehr als 41.000 Herzchen hat es innerhalb weniger Tage auf Instagram gesammelt. Nationale und internationale Medien verbreiten es in alle Welt. "Wissen alle schon, dass wir hier minus 50 Grad haben?", schrieb die junge Frau noch bevor die Kältewelle ihren Zenit erreicht hat. "Und ja, wir gehen sogar mal vor die Haustür, laufen durch die Straßen und bleiben am Leben", fügte sie ironisch hinzu. Und eins stellte Anastasia gleich klar: Ihre mit Eis bedeckten Wimpern sind nicht das Ergebnis eines stundenlangen Abenteuers in der Kälte. "Nur 15 bis 20 Minuten auf der Straße und fertig", so die 24-Jährige. 

Angesichts folgender Bilder glauben wir es ihr.

Wenn Thermometer überfordert sind

Andere Bewohner Jakutiens dokumentieren die Anzeigen ihrer Thermometer und scheinen ihren Augen selbst nicht zu trauen. Viele der Geräte verfügen nicht einmal über genügend Skalierungspunkte, um die herrschenden Temperaturen noch anzeigen zu können.

Jakutier spielen verrückt

Und einige Jakutier scheinen bei der Kälte den Verstand verloren zu haben. Wie sonst könnte man bei minus 65 Grad in einen zugefrorenen See springen? Wie etwa dieser Student und seine chinesischen Gäste. Ein bisschen verrückt muss man da schon sein.

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ivi

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