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Guinness Buch der Rekorde "Er ist ein Monster" – Kater Fenrir ist die größte Hauskatze der Welt

Savannah Katze Guinness Buch der Rekorde
Eine Savannah-Katze (Symbolbild). Die Tiere sind Kreuzungen aus Hauskatzen und afrikanischen Wildkatzen – daher auch das exotische Aussehen.
© Blickwinkel / Imago Images
Das Guinness Buch der Rekorde hat die weltgrößte Hauskatze gekürt. Savannah-Kater Fenrir lebt in den USA und verdankt seine extremen Maße seinen Vorfahren.

Die größte derzeit lebende Hauskatze der Welt streift in den USA durch die Räume einer Arztpraxis und ist – zumindest den Körpermaßen nach zu urteilen – "ein Monster". So jedenfalls wird sie von ihrem Besitzer Dr. William John Powers genannt, einem im US-Bundesstaat Michigan praktizierenden HIV-Spezialisten und Allgemeinmediziner.

Monstermäßig ist die Körpergröße seines Haustiers von 47,83 Zentimetern (18,83 Inch), gemessen an der Schulterhöhe. Abgesehen von der imposanten Erscheinung benehme sich sein Kater wie eine gewöhnliche Hauskatze, wie Powers, der in Farmington Hills lebt, einer lokalen Website sagte. "Man kann ihn wie ein Baby im Arm halten."

Keine andere Hauskatze der Welt ist nach Recherchen des Guinness-Buchs größer. Wobei "Hauskatze" ein kleines bisschen in die Irre führt. Denn Fenrir ist eine Savannah-Katze. Diese Rasse wird zwar international als Hauskatze anerkannt, ist aber das Ergebnis von Kreuzungen zwischen Haus- und afrikanischen Wildkatzen, also kaum mit unseren gängigen Stubentigern vergleichbar.

Ihr exotisches Aussehen haben die Savannah-Katzen vom Serval, einer mittelgroßen Wildkatze, die in den Savannen Afrikas zu Hause ist – daher der Name der noch jungen Hauskatzen-Rasse.

Savannah-Katzen sind ohnehin schon extrem groß

Kater Fenrir ist ein Savannah der Generation F2. Das bedeutet, dass sein Großvater ein Serval war. Der Opa mit Namen Kongo soll ein besonders großer Vertreter seiner Art gewesen sein, die Größe habe sich an die Nachkommen vererbt, heißt es in Berichten zu seinem Rekord-Enkel.

Bekannt sind Savannah-Katzen international spätestens, seit Popstar Justin Bieber sich zwei solcher Tiere zulegte. Sie sehen hübsch aus mit ihrem getupften Fell und erinnern tatsächlich mehr an Wild- als an Hauskatzen.

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Allerdings gibt es viele Probleme bei der Haltung der anspruchsvollen Tiere. Ein Kater wie Fenrir wäre in Deutschland beispielsweise in mehreren Bundesländern meldepflichtig und teilweise als Gefahrentier eingestuft. Bis zu der Generation F4 fallen diese Katzen wegen ihrer wilden Vorfahren hierzulande unter das Artenschutzgesetz. Je höher die Zahl, desto "weiter weg" ist das Tier von den Savannah-Vorfahren, desto mehr Hauskatzen-Gene hat es also. Wer eine Savannah-Katze der ersten vier Generationen halten möchte, braucht in Deutschland beispielsweise ein großes und hoch eingezäuntes Gehege. Die Tiere – auch die aus späteren Generationen – können bis zu zwei Meter hoch springen.

Tierschützer beklagen auch, dass Servals und Hauskatzen teils unter fragwürdigen Bedingungen verpaart werden – und dass dies bei Tieren geschieht, die von Natur aus keine gemeinsamen Nachkommen zeugen würden.

Kater Fenrir ist mit seiner Schulterhöhe von fast einem halben Meter also alles in allem eine Besonderheit – aber auf keinen Fall eine gewöhnliche Hauskatze.

Quellen: Guinness World Records, "Clickontetroit", Zooplus, "Petbook.de", Welttierschutz.org

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