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Schulen helfen Schulen: Platzmangel in Hikkaduwa

Die ersten Betonfundamente sind gegossen, alle Baupläne für die acht Schulen in Sri Lanka und drei Schulen in Indonesien sind genehmigt. Der Wiederaufbau in den Tsunami-Gebieten hat begonnen. Wie in Hikkaduwa, Sri Lanka

Von Cornelia Fuchs

Seenigama-Gesamtschule, Hikkaduwa, Galle, Sri Lanka
Die Schule leidet unter großem Platzmangel. Zwei zweite Klassen werden in einem Raum unterrichtet, die 52 Sechsjährigen bemühen sich zwar, ganz besonders leise zu sein. Aber das Lernen fällt in dem überfüllten Raum dennoch schwer. Eine achte Klasse muss sich in das ehemalige Büro des Schulleiters drängen. Die Religions-Lehrerin zieht es vor, mit ihren Schülern unter einem großen Baum im Hof Platz zu nehmen. Von dort aus können sie den Arbeitern zuschauen, wie sie die Wände der neuen Gebäude mauern. Sie sollen in wenigen Monaten fertig sein.

Ruwan de Silva ist der Sportlehrer der Schule und kümmert sich besonders um die Volleyballmannschaften. Obwohl die Jungen nicht auf einem guten Volleyball-Feld trainieren können, sind die 14-jährigen Champions des ganzen Süddistriktes geworden, die 16-jährigen der Region Galle. Die Pokale stehen im provisorischen Büro des Direktors.

Schülerzahl vor dem Tsunami

: 490 im Alter von sechs bis achtzehn Jahren

Schülerzahl zur Zeit

: 536, davon sind 350 mit ihren Familien direkt vom Tsunami betroffen. Zwölf Kinder und eine Lehrerin starben in den Fluten.

Wiederaufbau

: Ein Gebäude der Schule wurde zerstört, die beiden anderen vom Wasser durchspült. Zwei neue zweistöckige Gebäude sind im Bau, eines davon wird von einer privaten Initiative der Sparda-Bank aus Regensburg finanziert, das andere aus Spenden der stern-Leser. Die Mauer um die Schule ist bereits wieder aufgebaut und von den Schülern mit Bildern bemalt worden.

Kosten (vorläufig):

68.900 Euro

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