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Schwerstes Zugunglück seit Transrapidunfall: Zehn Menschen sterben im Nebel

Bei einem der schwersten Zugunglücke in der Geschichte Deutschlands sind in Sachsen-Anhalt mindestens zehn Menschen getötet worden. Ein Güter- und ein Nahverkehrszug waren am Samstagabend nahe Oschersleben frontal zusammengeprallt.

Dicker Nebel liegt über Hordorf, es ist bitterkalt. Von Magdeburg kommend rollt mit hoher Geschwindigkeit der Harz-Elbe-Express (HEX) durch die Nacht in Richtung Halberstadt, bis zum Endbahnhof sind es nur noch zwanzig Minuten. Doch die etwa vierzig Menschen an Bord werden ihr Ziel an diesem Abend nicht mehr erreichen. Zehn von ihnen sterben, als gegen 22.24 Uhr ein mit Kalk beladener Güterzug in Hordorf auf der eingleisigen Strecke auf den HEX prallt. Unter gewaltigem Getöse schiebt der Güterzug den Personenzug von den Gleisen - womöglich war ein übersehenes Signal Auslöser der Katastrophe, auch die Witterung könnte eine Rolle gespielt haben.

Als Erstes kamen in der Nacht Polizisten und Feuerwehrleute aus der nahen Kleinstadt Oschersleben an den Unglücksort. Nachdem sie im Nebel auf einem Acker die Trümmer des zerfetzten Personenzugs entdeckten, schlugen sie Großalarm: Von überall her wurden alle verfügbaren Einsatzkräfte beordert. Bald stellte sich heraus, dass sich hier - gemessen an der Zahl der Toten - gerade die schwerste Zugkatastrophe seit dem Transrapidunfall im Emsland 2006 mit 23 Toten ereignet hatte.

Für die Menschen im ersten Waggon kam jede Hilfe zu spät. Zum Teil wurden die Passagiere aus dem Zug hinaus auf den schneebedeckten Acker geschleudert, wo die Retter dann nur noch den Tod feststellen konnten.

Am Morgen danach sind die Retter noch sichtlich erschüttert. Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Hövelmann ist "geschockt von den Bildern, die wir gesehen haben" und von den Eindrücken, "die die Kraft der Zerstörung" hinterlassen hat. Hövelmann ist aber sicher, dass der Einsatz der Retter "bei widrigsten Rahmenbedingungen" den Schaden zumindest begrenzt hat.

Bei den rasch versorgten 23 Verletzten war am Sonntag zunächst unklar, ob noch bei einigen von ihnen Lebensgefahr besteht. Mit Krankenwagen mussten die Männer und Frauen in Krankenhäuser der umliegenden Städte gebracht werden. Wegen des Nebels konnten keine Rettungshubschrauber eingesetzt werden. Weil viele der Insassen ohne Papiere unterwegs waren, gestaltete sich die Identifizierung der Toten schwierig. Für die Angehörigen und schockierte Rettungskräfte waren Notfallseelsorger zur Betreuung im Dauereinsatz.

Die bei den Angehörigen bohrende Frage nach dem Warum dieser Katastrophe konnte zunächst niemand beantworten. Sowohl Einsatzleiter Ralph Krüger von der Bundespolizei als auch Armin Friedrichs von der örtlichen Polizei verwiesen am Sonntag auf die laufenden Untersuchungen. Die gehen in alle Richtungen: Menschliches Versagen oder ein technischer Defekt könnten ebenso eine Rolle gespielt haben wie die schlechte Sicht.

Alleine Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) wagte sich mit einer Vermutung zur Unfallursache vor. "Es muss wahrscheinlich ein Haltesignal überfahren worden sein", sagte Böhmer am Unfallort. Dorthin war der 75-Jährige geeilt, um sich ein Bild von der Katastrophe zu machen.

Die Ermittler gaben an, dass der Harz-Elbe-Express planmäßig unterwegs war. Hat also womöglich der Lokführer des für die Stahlwerke der Salzgitter AG aus dem niedersächsischen Peine fahrenden Kalkzugs das Signal übersehen? Während der Lokführer des Personenzugs ebenso wie eine Zugbegleiterin unter den zehn Toten sind, wurde der Lokführer des Güterzugs nur leicht verletzt. Er verweigerte aber zunächst die Aussage zum Unfallhergang.

Wie ungleich die Kräfte waren, die am Samstagabend wirkten, zeigte sich am Tag danach am Unfallort. Während der HEX in Trümmern zerstört neben dem Gleisbett lag, stand der Güterzug wie zur Abfahrt bereit auf den Gleisen. Obwohl die HEX eine private Bahn ist, zeigte auch Bahn-Chef Rüdiger Grube umgehend sein Mitgefühl. "Ein solches Unglück erschüttert alle Eisenbahner", erklärte Grube. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) versprach eine gründliche Ursachenforschung. "Wir werden zügig herausfinden, wie es zu diesem schrecklichen Unfall gekommen ist."

AFP/Reuters / Reuters
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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