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Anti-Rassismus-Demo: SEK-Beamter trägt im Einsatz Symbol der rechten Szene

Im sächsischen Wurzen gingen Hunderte Menschen gegen Rechts auf die Straße. Die Polizei sicherte die Demonstration ab. Doch ein Zeichen, das ein Beamter des SEK trug, passte dort überhaupt nicht hin.

Das SEK sicherte im sächsischen Wurzen eine Demonstration gegen Rassismus und Neonazis

Das SEK sicherte im sächsischen Wurzen eine Demonstration gegen Rassismus und Neonazis

Während eines Einsatzes hatte ein Beamter des Sondereinsatzkommandos (SEK) ein Symbol an seiner Uniform befestigt, das mit der rechten Szene assoziiert wird. Besonders pikant: Er war im Dienst, um eine Demonstration gegen Rassismus zu sichern.

Wie der Sprecher des sächsischen Landeskriminalamtes, Tom Bernhardt, bestätigte, wird der Fall derzeit untersucht. Zuvor hatten mehrere Medien über das Geschehen in Wurzen berichtet. Laut Bernhardt lägen allerdings "keine Anhaltspunkte für eine Sympathiebekundung mit der rechten Szene beziehungsweise eine bewusste politische Aussage vor."

An der Uniform dürfen keine Symbole getragen werden

Der Beamte hatte bei dem Einsatz am vergangenen Wochenende einen Aufnäher an seiner Uniform getragen, auf dem einer der zwei Raben Odins abgebildet ist. Das Symbol stammt laut Bernhardt aus der nordischen Mythologie und ist nicht verboten. Es wird heutzutage allerdings auch in der rechten Szene genutzt. Generell sei es Beamten allerdings untersagt, private Abzeichen oder Symbole an der Uniform zu befestigen oder zu tragen. "Das Landeskriminalamt Sachsen nimmt diesen Sachverhalt sehr ernst und auch zum Anlass, alle Einsatzkräfte entsprechend zu sensibilisieren", betonte der LKA-Sprecher.

Bis zu 400 Menschen waren am vergangenen Samstag durch Wurzen gezogen, um gegen Rassismus und Neonazis zu demonstrieren. Ein großes Polizeiaufgebot sicherte die Demonstration ab. Zu dem Protestzug hatte das linksextreme Bündnis "Irgendwo in Deutschland" aufgerufen. 

fri / DPA