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Entbindung in letzter Minute: Tierschützerin rettet Baby-Wombat aus toter Mutter

Als Jodie Bradshwa durch Zufall einen Baby-Wombat im Beutel seines toten Muttertiers entdeckt, zittert der Kleine bereits vor Kälte. Den Moment der dramatischen Entbindung hielt die Leiterin eines Tierheims im Video fest. 

Ein Baby-Wombat schaut aus dem Beutel seiner Mutter heraus

Der im Beutel seiner toten Mutter entdeckte Baby-Wombat wird nun rund um die Uhr versorgt (Symbolbild)

Die gute Nachricht gleich vorweg: Dem im Beutel seiner toten Mutter entdeckten Baby-Wombat geht es gut. Wie Jodie Bradshaw, Leiterin eines Tierheims im australischen Tasmanien, via Facebook mitteilte, hat das kleine Beuteltier die erste Nacht nach seiner dramatischen Entbindung überlebt.

Bradshaw hatte den Wombat am Montag mehr oder weniger zufällig gefunden, nachdem sie das Muttertier am Straßenrand liegend gesehen hatte und daraufhin anhielt, um zu prüfen, ob es vielleicht noch lebt. Dem war zwar nicht so, doch fiel der Tierschützerin sogleich ein ungewöhnliches Zappeln im Beutel des toten Tieres auf. Ehe sie genauer hinschaute vermutete sie zunächst, Maden hätten den Kadaver befallen. Doch zum Glück schaute sie noch noch einmal genauer hin. Denn als sie den Bauch abtastete, streckte sich ihr plötzlich eine Mini-Pfote entgegen.


Baby-Wombat zitterte bereits vor Kälte

Die ungewöhnliche Entbindung rettete dem Kleinen vermutlich das Leben, zitterte er zu dem Zeitpunkt doch schon vor Kälte. Auch danach war Eile geboten. Damit der Baby-Wombat nicht weiter an Temperatur verlor, packte Bradshaw ihn kurzerhand in ihren BH. Die Tiere unters Hemd zu packen, sei der beste Weg, sie warmzuhalten, erklärte Jules Lewington, eine Mitarbeiterin des Tierheims, gegenüber der "BBC". Dies helfe, die eigene Körperwärme auf das Kleintier zu übertragen.

Dennoch holte sich das Tierheim weiteren Rat bei Norma Baker, einer Expertin für Wildtiere, ein. Die nahm sich des Pflanzenfressers letztlich an und päppelt ihn seitdem rund um die Uhr auf.


"Hat noch einen langen Weg vor sich"

Offensichtlich mit Erfolg. Wie Bradshaw am Dienstag auf Facebook mitteilte, füttere Baker das Tier momentan alle zwei Stunden. "Er trinkt gut und seine Organe arbeiten richtig, was ein gutes Zeichen ist", so die Tierheim-Leiterin. Der Wombat wiege 155 Gramm, weise keinerlei Verletzungen auf und verbringe den kompletten Tag in einem Beutel unter Bakers Hemd, schrieb sie. Dennoch habe der Kleine "noch einen weiten Weg vor sich". 

Bradshaw hofft nun, dass künftig auch andere Menschen ihrem Beispiel folgen. "Bitte, wenn Sie ein totes Tier am Straßenrand sehen, halten Sie an und prüfen Sie, ob sich nicht noch ein Baby im Beutel befindet", so ihr Appell.

mod