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New York Taxifahrer hält, um Menschen aus brennendem Haus zu retten – und bringt den Fahrgast noch rechtzeitig ans Ziel

Taxifahrer
Der Taxifahrer möchte um seinen Einsatz kein großes Aufheben machen (Symbolbild)
© SVPhilon / Getty Images
Während einer Fahrt bemerkte ein Taxifahrer ein brennendes Haus am Straßenrand. Geistesgegenwärtig half er zwei Menschen, in Sicherheit zu kommen – und fuhr seine Passagierin anschließend noch rechtzeitig zum Flughafen.

Fritz Sam transportierte gerade eine Frau aus dem New Yorker Bezirk Brooklyn zum Flughafen LaGuardia, als ihm am Straßenrand ungewöhnliche Szenen auffielen. Der Taxifahrer sah, wie dort um acht Uhr morgens Menschen in Schlafanzügen standen, die wild gestikulierten und auf ein Gebäude zeigten. Schnell wurde ihm klar: Das Haus stand in Flammen.

Sam reagierte geistesgegenwärtig. Mit seinem Fahrgast sprach der Uber-Fahrer ab, dass er anhalten würde. Dann erkundigte er sich, was vorgefallen war – und erfuhr, dass sich in dem brennenden Gebäude noch Menschen befanden. Der 54-Jährige zögerte nicht: Er lief in das Haus, um den darin eingeschlossenen Personen dabei zu helfen, in Sicherheit zu gelangen.

Taxifahrer stürmt in brennendes Gebäude

Sechs Minuten lang befand sich Sam in dem Gebäude und half zwei Menschen dabei, den Flammen zu entkommen. Einer Frau, die Angst hatte, das Haus zu verlassen, sagte er: "Ich gehe erst, wenn Sie auch gehen." In seinem Gehirn sei in dem Moment einfach ein Schalter umgelegt worden, erklärte er dem Sender CNBC später: "Ich habe in solchen Situationen einen Tunnelblick. Ich wollte mich nicht verletzen, aber wenn Menschen Hilfe brauchen, möchte ich einfach das Richtige tun."

Das gelang ihm an jenem Morgen ohne Frage. Der Brand wurde, wie eine Bewohnerin des Hauses aussagte, wahrscheinlich durch eine Klimaanlage ausgelöst. Nachdem Sam sich bei dem Brand als Retter betätigt hatte, kehrte er wieder zu seiner Pflicht als Taxifahrer zurück – und brachte seine Passagierin sogar noch rechtzeitig zum Flughafen.

Ein Taxifahrer in Madrid wird für seinen Einsatz während der Corona-Pandemie belohnt.

Mit kleinen Dingen einen großen Unterschied machen

Jemimah Wei, die Frau auf dem Beifahrersitz, twitterte anschließend begeistert über den Mut ihres Taxifahrers und lobte seinen "starken moralischen Kompass". Fritz Sam allerdings möchte um seinen Einsatz gar kein großes Aufheben machen. "An mir ist nichts Besonderes", sagte er CNBC. "Ich glaube, dass so etwas in jedem steckt." Im Dienstleistungssektor sei es sein Job, sich um seine Fahrgäste und Menschen allgemein zu kümmern: "Es liegt einfach in meiner Natur, dass ich kleine Dinge tun will, die einen großen Unterschied machen."

Quellen: CNBC / Jemimah Wei auf Twitter

epp

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