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Tropensturm in den USA: "Isaac" tobt an der US-Südküste

"Isaac" sorgt im Süden der USA für katastrophale Zustände: Überschwemmungen sorgen für Chaos. Über 700.000 Haushalte sind ohne Strom. Die Förderung von Erdöl wurde nahezu eingestellt.

Der Tropensturm "Isaac" hat zu Überschwemmungen und Stromausfälle im Süden der USA geführt. Nach Angaben des US-Energieministeriums fiel in mehr als 716.000 Haushalten der Strom aus, nachdem Windböen mehrere Leitungen gekappt hatten. Die Erdölförderung im Golf von Mexiko wurde wegen des Sturms um fast 95 Prozent gesenkt.

Im Landkreis Plaquemines im Bundesstaat Louisiana wurden mehrere Deiche überschwemmt. Ein Behördensprecher sagte dem TV-Sender CNN, mehrere Häuser seien bis zu 3,60 Meter hoch überschwemmt worden. Es sei mit Schäden "historischen" Ausmaßes in dem Landkreis zu rechnen. Laut örtlichen Medien saßen mehrere Bewohner in Scheunen oder auf Hausdächern fest, Menschen seien von ihren Nachbarn mit Booten gerettet worden. 3.000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Nach Angaben von Gouverneur Bobby Jindal kam offenbar mindestens ein Mensch durch den Sturm ums Leben.

"Isaac" hatte sich vom Hurrikan zum Tropensturm abgeschwächt. Das US-Hurrikanzentrum NHC warnt jedoch vor weiteren Überschwemmungen durch heftige Regenfälle sowie vor der Gefahr einzelner Tornados entlang der US-Golfküste.

4.000 Mitglieder der Küstenwache in Louisiana im Einsatz

Die Behörden rechnen nicht damit, dass der Sturm direkt die Stadt New Orleans treffen wird. Das Pionierkorps der US-Armee erklärte, die Deiche rund um die Stadt würden dem Tropensturm standhalten. Die Dämme waren nach dem verheerenden Hurrikan "Katrina" im Jahr 2005 angelegt worden. "Katrina" hatte die Südstaaten-Metropole New Orleans vor sieben Jahren schwer getroffen. Die Stadt versank in den Fluten, in der Region kamen mehr als 1.800 Menschen ums Leben.

Mehr als 4.000 Mitglieder der Küstenwache hielten sich in Louisiana einsatzbereit, rund um New Orleans standen 48 bemannte Boote bereit. "Isaac" sollte laut Hurrikanzentrum bis Donnerstag über Louisiana hinwegziehen und am Freitagmorgen den Süden des Bundesstaates Arkansas erreichen.

Derweil meldete das Nationale Hurrikanzentrum in Miami einen neuen Tropensturm über dem Atlantik. "Kirk" werde vermutlich in den kommenden 48 Stunden an Stärke zunehmen, hieß es.

jat/AFP / AFP