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Tipps der Feuerwehr: So verhalten Sie sich richtig bei Unwettern

Die Bewohner Baden-Württembergs wurden in den vergangenen Tagen von heftigen Gewittern überrascht, vier Menschen starben sogar. Um Unglücke zu vermeiden, sollten Sie diese Tipps der Feuerwehr bei Unwettern beherzigen.

Zwei Radfahrer stehen auf einem Feldweg bei Sehnde in der Region Hannover, als am Himmel ein Unwetter aufzieht

Vorsicht, Unwetter! Am besten schnell Unterschlupf suchen

Seit dem Wochenende hatte Tief Elvira Gewitter, Regen und Windböen nach Mitteleuropa gebracht, vor allem die Bewohner Baden-Württembergs litten unter den Unwettern. Nach Einschätzung von Klimaforschern und Wetterexperten müssen sich die Städte und Gemeinden in Deutschland künftig auf noch größere Wassermassen einstellen. "Die Extremereignisse werden in Zukunft noch stärker ausfallen", sagte Uwe Kirsche vom Deutschen Wetterdienst der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post".

Darauf sollte man vorbereitet sein. Bei starkem Unwetter sollten Menschen im Freien überflutetes Gelände unbedingt meiden. Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) rät zu Vorsicht und Vorsorge: "Überflutete Straßen und Wege bergen für Autofahrer, Fußgänger und Zweiradfahrer Risiken und sind zu meiden, ebenso Uferbereiche. Auch Unterführungen, Tiefgaragen oder Keller sind in Überschwemmungsgebieten keine sicheren Aufenthaltsorte. Bei Aktivitäten im Freien können auch Erdrutsche oder umstürzende Bäume gefährlich werden", erläutert DFV-Präsident Hartmut Ziebs.

Das sind die Tipps der Feuerwehr bei Unwetter

Unwetter in Süddeutschland: Das Ausmaß der Zerstörung
Dunkle Wolken über der Eifel

Dunkle Wolken sind in Simmerath in der Eifel über einem Waldgebiet bei Hürtgenwald im Kreis Düren in Nordrhein-Westfalen zu sehen. Zu diesem Zeitpunkt stand das Schlimmste noch bevor.


Die Feuerwehr rät bei Unwetter:

 Bewegen Sie sich in Überflutungsgebieten nur auf einsehbarem Grund, verlassen oder meiden Sie Wälder und Hänge
 Sichern Sie in gefährdeten Arealen Gebäudeöffnungen und Abwasserschächte

 Parken Sie ihr Auto in höher gelegene Gebiete um - falls das noch ohne Eigengefährdung möglich ist
 Achten Sie auf Absperrungen, Straßensperrungen und Halteverbote, etwa an Unterführungen oder tiefer gelegenen Bereichen und nehmen Sie die Anweisungen der Einsatzkräfte ernst

 Bei Gewitter sollten Sie generell freistehende Holzmasten oder Bäume meiden (auch die Buchen, die man sprichwörtlich angeblich "suchen" sollte!)

 Müssen Sie das Gewitter im Freien aushalten, suchen Sie sich Höhlen, Mulden im Boden oder den Fuß eines höheren Felsens

 Ein Blitz kann nicht nur in hohe Gegenstände einschlagen, sondern auch in flache Wiesen! Dann sollte ihr Körper nicht den höchsten Punkt bilden und auch nicht maximale Angriffsfläche bieten. Also nicht flach auf den Boden legen, sondern besser in die Hocke gehen, Füße zusammenstellen und Kopf einziehen

Bei Starkregen im Auto

Auf schnelle Wetterwechsel müssen auch Autofahrer gefasst sein. Bei heftigem Starkregen können sich Straßen plötzlich in Flüsse verwandeln. Wenn Sie in so einem Moment im Auto unterwegs sind, kann es zu Aquaplaning kommen, sodass der Wagen den Kontakt zur Fahrbahn verliert und aufschwimmt, bremsen hilft dann nicht mehr. Dann hilft nach Angaben des Automobilclub Kraftfahrer-Schutz nur noch eins: Gas wegnehmen, Kupplung treten, Gang raus, rollen lassen. Dann fährt das Auto zumindest weiter geradeaus. Möglichst nicht lenken, bis der Wagen wieder Kontakt zur Straße hat.

Grundsätzlich sollten Sie bei starkem Regen vom Gas gehen: Ab Tempo 80 nimmt die Aquaplaning-Gefahr deutlich zu, warnt der TÜV Nord. Aquaplaning mit Reifenprofil vorbeugen Sicheres Fahren bei Nässe ist nur mit ausreichendem Reifenprofil möglich. Mindestens 1,6 Millimeter schreibt der Gesetzgeber vor. Besser sind aber drei oder mehr Millimeter.

jen
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.