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Vermisste Boeing: Airbus sucht mit Satelliten nach Malaysia-Airlines-Jet

Die Suche nach der verschwundenen Boeing hat sich nach Westen verlagert. Airbus programmiert unterdessen Satelliten auf Suche nach der Maschine. Die suchen die mögliche Absturzzone ab.

Eine Woche nach dem Verschwinden von Flug MH370 sucht Airbus nach der vermissten Boeing 777-200. Der Luft- und Raumfahrtkonzern hat fünf Satelliten auf die Beobachtung der möglichen Absturzzone programmiert. Satelliten vom Typ Pléaides, SPOT und TerraSAR-X fliegen etwa einmal am Tag über die Suchgebiete in Südostasien, wie das Unternehmen mitteilte. Die erstellten Fotos und Radarbilder werden von Experten ausgewertet und unter anderem den malaysischen Behörden zur Verfügung gestellt.

Die optischen Satelliten Pléiades 1A und Pléiades 1B könnten etwa einen 50 Zentimeter großen Gegenstand auf der Meeresoberfläche erfassen, so Airbus Defence and Space. Die Aufnahmen des deutschen Radarsatelliten TerraSAR-X eigneten sich beispielsweise zur Identifizierung von Treibstoffspuren im Wasser.

Suche verlagert sich nach Westen

Die Suche hat sich unterdessen weit nach Westen verlagert. Auf einer Karte des indischen Verteidigungsministeriums knickt die Flugroute an der Stelle des letzten Radarkontakts um etwa 90 Grad ab. Demnach könnte die Boeing mit 239 Menschen an Bord entlang der Grenze von Malaysia und Thailand bis über den Indischen Ozean geflogen sein. Als Suchgebiet ist eine Region nahe der Inselgruppe der Andamanen und Nikobaren eingezeichnet.

Sowohl die indische Marine als auch die US-Helfer suchen nun Hunderte Kilometer westlich der ursprünglichen Flugroute von MH370 weiter. Die Ermittler hätten neue Informationen erhalten, so der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney. Das Kommando der US-Pazifikflotte verlegte den Zerstörer "USS Kidd" vom Südchinesischen Meer - wo die Absturzstelle zunächst vermutet worden war - in das neue Suchgebiet. Auch ein Flugzeug werde sich dort beteiligen, hieß es vom US-Militär.

Das indische Verteidigungsministerium gab an, zwei Transportflugzeuge, einen Helikopter und drei Schiffe einzusetzen. Außerdem fahre die Küstenwache die Ufer des abgelegenen Touristenziels ab. Die Malaysier, die die Suche koordinieren, hätten zudem um eine weitere Suchaktion gebeten, heißt es in der Erklärung. Dabei geht es um ein Gebiet noch einmal weitere 900 Kilometer westlich der Andamanen, mitten im Golf von Bengalen. Dort solle ein Korridor von 600 Kilometer Länge und 15 Kilometer Breite abgesucht werden. Auch hierzu wurden keine Details genannt.

jen/DPA / DPA