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Verunglückte Lufthansa-Maschine: Piloten verlassen Frachtflugzeug leicht verletzt

Ein Frachtflugzeug der Lufthansa aus Frankfurt am Main ist am Dienstag auf dem Flughafen der saudi-arabischen Hauptstadt Riad verunglückt. Der 39-jährige Flugkapitän und sein 29-jähriger Copilot seien dabei verletzt worden, hätten das Flugzeug aber über eine Notfallrutsche verlassen können, sagte der Sprecher von Lufthansa Cargo, Michael Goentgens.

Ein Fracht-Flugzeug der Lufthansa ist beim Landeanflug in der saudischen Hauptstadt Riad abgestürzt. Die beiden Piloten konnten sich bei dem Unglück am Dienstag über Notrutschen retten, wie Lufthansa Cargo mitteilte. Die Maschine brach auseinander und ging in Flammen auf.

Nach Angaben der Zivilluftfahrtbehörde von Saudi-Arabien erlitten der 39 Jahre alte Pilot und sein 29 Jahre alter Copilot nur leichtere Verletzungen. Sie wurden in einer Klinik am Flughafen behandelt. Den Angaben zufolge soll schon vor dem Aufprall Qualm aus der Maschine aufgestiegen sein. Als das Flugzeug auf der Landebahn auseinanderbrach, breiteten sich nach dann an Bord rasch dichte Rauchwolken auf. Die Feuerwehr löschte den Brand.

Bei dem Flugzeug handelte es sich um eine MD-11. Die 1993 gebaute Maschine war mit 80 Tonnen Fracht in Frankfurt gestartet und sollte in Riad planmäßig landen. Nach einem weiteren Zwischenstopp wäre die Maschine nach Hongkong weitergeflogen.

Die Unglücksursache war zunächst unklar. Ein Expertenteam der Lufthansa Cargo machte sich auf den Weg nach Riad. Nach Angaben des Unternehmens handelte es sich bei den beiden Piloten um erfahrene Flugzeugführer. Die Maschine habe bislang 73 000 Flugstunden bei mehr als 10 000 Flügen absolviert.

Die jüngste umfassende Wartung (C-Check) fand laut Lufthansa am 22. Juni dieses Jahres statt, ein kleinerer A-Check erfolgte unmittelbar vor dem Flug nach Riad.

Zur Zusammensetzung der Fracht konnte Lufthansa Cargo keine genauen Angaben machen. Typischerweise werden mit den Frachtfliegern verschiedenste Güter gleichzeitig transportiert, die teilweise auch von Speditionen bereits in spezielle Transportkisten gepackt werden.

Lufthansa Cargo verfügt über insgesamt 19 Frachter vom Typ MD-11. Zwei davon sind derzeit nicht im Einsatz, sondern in einer Wüste geparkt. Die MD-11-Großraumjets verfügen über drei Triebwerke und sind heute vor allem bei Luftfrachtunternehmen im Einsatz.

Der Flugverkehr am Internationalen König-Khalid-Flughafen in Riad wurde durch die Bruchlandung nur für kurze Zeit unterbrochen.

APN/DPA / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?