Erneut kommt es bei der Walrettung zu einem Wechsel der Verantwortung. Nun ist die DLRG am Ruder. Alle Entwicklungen im stern-Newsblog.
Wichtige Updates
Kai Müller
Der Wal am Mittwochmorgen vor Poel. Jens Büttner / DPA
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Kai Müller
Neue Ärztin im Rettungsteam
Die Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies ist inzwischen Mitglied der Rettungstruppe. Gegenüber der „Bild“-Zeitung sagt sie über ihre Expertise: „Ich habe viel Erfahrung mit Wildtieren, allerdings nicht mit Walen“. Und weiter: „Aber im Bereich Medikamente kenne ich mich sehr gut aus und ich habe auch keine Angst davor, einen Wal zu spritzen. Der Unterschied zwischen Maus und Mensch ist größer als zwischen Pferd und Wal“, so Tönnies.
Tönnies ist unter anderem bekannt aus dem TV-Format „Planet Wissen“ des SWR und als Autorin des Buches „Wie Tierärzte die Tiere verraten". Sie betreibt eine Tierarztpraxis im hessischen Hattersheim, die jedoch laut ihrer Homepage derzeit „leider geschlossen“ sei. „Grund: Walrettung“ ist dort noch ergänzt.
Tönnies ist unter anderem bekannt aus dem TV-Format „Planet Wissen“ des SWR und als Autorin des Buches „Wie Tierärzte die Tiere verraten". Sie betreibt eine Tierarztpraxis im hessischen Hattersheim, die jedoch laut ihrer Homepage derzeit „leider geschlossen“ sei. „Grund: Walrettung“ ist dort noch ergänzt.
„Ich habe viel Erfahrung mit Wildtieren, allerdings nicht mit Walen“Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies
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Kai Müller
US-Tierärztin wirft Retterteam unprofessionelles Verhalten vor
Die US-Tierärztin Jenna Wallace erhebt im NDR-Interview schwere Vorwürfe gegen zwei Beteiligte einer Walrettung: den Autor Sergio Bambarén und Influencer Danny „Firstclass“. Sie wirft beiden unprofessionelles Verhalten vor und hält sie für fehl am Platz im Team.
Auslöser der Kritik ist ein Vorfall am Montagmorgen, als sich der Wal kurzzeitig befreien konnte. Laut Wallace sei der Influencer zuerst beim Tier gewesen, habe sich jedoch vor allem mit spirituellen Gesten und Selbstaufnahmen beschäftigt.
Durch das parallele Fahren seines Boots sei der Wal ins flache Wasser gedrängt worden. Bambarén habe zudem angeordnet, Abstand zu halten, was Wallace als Fehlentscheidung bewertet. Sie sieht darin eine vertane Rettungschance.
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Kai Müller
Zu niedriges Wasser derzeit größtes Problem der Rettung
Nachdem Helfer gestern den ganzen Tag damit beschäftigt waren, Schlick unter dem tonnenschweren Tier abzusaugen und wegzublasen, lag es am Abend tiefer im Wasser. Das lindert seine Not, weil der Wal in zu flachem Wasser von seinem eigenen Gewicht erdrückt werden könnte.
Das Niedrigwasser bleibt aber ein Problem. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie teilte am Morgen mit, dass der Wasserstand aktuell 20 Zentimeter unter dem normalen Niveau liege. Gegen 12.00 Uhr steigt der Wasserstand der Vorhersage nach um etwa 15 Zentimeter, bevor er gegen Abend wieder um rund 15 Zentimeter sinken soll. Da der Wal nun in einer künstlich freigespülten Kuhle liegt, dürfte es für ihn umso schwerer werden, sich daraus wegzubewegen.
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Kai Müller
Wal konnte sich noch nicht befreien – Backhaus gibt DLRG nun Retterjob
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
ab heute berichte ich wieder für Sie von der Walrettung aus dem Hafen von Kirchdorf. Das Wichtigste zuerst: Der Wal lebt. In nahezu unveränderter Position zu gestern Abend liegt er in äußerst flachem Gewässer am Kirchsee-Eingang. Besonderer Bewegungsdrang des Tieres ist nicht zu erkennen.
Am Hafen machen sich nun die Retter des DLRG bereit. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V. ist eine gemeinnützige und selbstständige Wasserrettungs- und Hilfsorganisation. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Backhaus übertrug ihr inzwischen die Gesamtleitung der Rettung. Ob es ihr nun wohl gelingen wird, den Wal wieder ins offene Meer zu bekommen?
ab heute berichte ich wieder für Sie von der Walrettung aus dem Hafen von Kirchdorf. Das Wichtigste zuerst: Der Wal lebt. In nahezu unveränderter Position zu gestern Abend liegt er in äußerst flachem Gewässer am Kirchsee-Eingang. Besonderer Bewegungsdrang des Tieres ist nicht zu erkennen.
Am Hafen machen sich nun die Retter des DLRG bereit. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V. ist eine gemeinnützige und selbstständige Wasserrettungs- und Hilfsorganisation. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Backhaus übertrug ihr inzwischen die Gesamtleitung der Rettung. Ob es ihr nun wohl gelingen wird, den Wal wieder ins offene Meer zu bekommen?
Ein Rettungsboot des DLRG liegt zur Walrettung am Hafen von Kirchdorf bereit. Kai Müller/ stern
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Alexandra Kraft

Nachdem am ganzen Tag rund um den tonnenschweren Wal Schlick abgesaugt und weggeblasen worden war, liegt er jetzt wie erhofft tiefer im Wasser. Das lindert seine Not, weil das Tier in zu flachem Wasser von seinem eigenen Gewicht erdrückt werden könnte.
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Tim Schulze
Um den Wal soll eine Art Korsett aus sechs oder mehr großen Sandsäcken aufgebaut werden, damit er nicht weiter in die Flachwasserzone rutscht. In der vergangenen Nacht habe sich das Tier infolge des Drucks von Wind und Wellengang etwa 80 Meter im „Rückwärtsgang“ bewegt, teilt Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus mit.
Die sogenannten Big Bags sollen demnach im Rücken des Wals aufgestellt werden. Sie sollen verhindern, dass er sich noch weiter von der möglicherweise rettenden Fahrrinne entfernt. „Er braucht ja nicht viel, um in tieferes Wasser zu kommen“, sagt Backhaus.
Die sogenannten Big Bags sollen demnach im Rücken des Wals aufgestellt werden. Sie sollen verhindern, dass er sich noch weiter von der möglicherweise rettenden Fahrrinne entfernt. „Er braucht ja nicht viel, um in tieferes Wasser zu kommen“, sagt Backhaus.
„Er braucht ja nicht viel, um in tieferes Wasser zu kommen“Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus
Umweltminister Backhaus spricht im Hafen von Kirchdorf zu Journalisten. stern/Leon Meckler
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Leon Meckler
Rücktritt vom Rücktritt - Pressesprecherin wieder im Amt
Am Dienstagmorgen hatte die Pressesprecherin der privaten Initiative ihren Rücktritt erklärt. Als Grund gab Christiane Freifrau von Gregory „interne Differenzen" an.
Inzwischen seien laut Nachrichtenagentur DPA jedoch alle Unklarheiten geklärt und von Gregory habe ihre Arbeit wieder aufgenommen. Unter der letzten Erklärung der Initiative stand wieder ihr Kürzel.
Inzwischen seien laut Nachrichtenagentur DPA jedoch alle Unklarheiten geklärt und von Gregory habe ihre Arbeit wieder aufgenommen. Unter der letzten Erklärung der Initiative stand wieder ihr Kürzel.
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Leon Meckler
Sender am Wal angebracht und Hering geliefert
Die Initiative hätte inzwischen einen Sender am Wal angebracht, sagt Fred Babbel, der Chef des beauftragten Tauchunternehmens. Futter für den Wal, mehrere Kilogramm Hering, sei an Land angekommen.
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Leon Meckler
Das Ziel der Initiative sei weiterhin, dass der Wal in tieferes Gewässer schwimmt, sagt diese. Heute Morgen sei er etwa 70 Meter vor der Fahrrinne gelegen, die dies ermöglichen soll.
Weiter meldet die Initiative, dass eine Ärztin zum Team gestoßen sei, Frau Dr. Tönnies. Zuvor wurde die leitende Tierärztin Janine Bahr-von Gemmert mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Auch die zweite, extra aus Hawaii eingeflogene, Tiermedizinerin Jenna Wallace ist bereits abgereist. Grund sollen Differenzen im Team sein.
Weiter meldet die Initiative, dass eine Ärztin zum Team gestoßen sei, Frau Dr. Tönnies. Zuvor wurde die leitende Tierärztin Janine Bahr-von Gemmert mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Auch die zweite, extra aus Hawaii eingeflogene, Tiermedizinerin Jenna Wallace ist bereits abgereist. Grund sollen Differenzen im Team sein.
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Leon Meckler
Die Taucher und weitere Mitglieder der Rettungsgruppe haben nach ihrem Einsatz am Hafen angelegt. Auskunft möchten sie aktuell nicht geben. Nun besprechen sie sich in ihrem Lager. Danach wollen sie sich zu ihrem Einsatz äußern.
Es ist unklar, inwiefern der frühere Plan noch besteht, den Wal mithilfe von Pontons, Luftkissen und Schlepper zu transportieren. Der Vorschlag, den Wal mit Gurten zu ziehen, wurde abgelehnt, sagt Minister Backhaus. Er nennt „tierschutzrechtlichen Gründe“. Das Tier dürfe nicht unnötig belastet oder gequält werden.
Es ist unklar, inwiefern der frühere Plan noch besteht, den Wal mithilfe von Pontons, Luftkissen und Schlepper zu transportieren. Der Vorschlag, den Wal mit Gurten zu ziehen, wurde abgelehnt, sagt Minister Backhaus. Er nennt „tierschutzrechtlichen Gründe“. Das Tier dürfe nicht unnötig belastet oder gequält werden.
Nach ihrem Einsatz legen Mitglieder der Initiative und DLRG im Hafen an. Leon Meckler / stern
Im Hafen von Kirchdorf auf Poel hat die Rettungsgruppe ein Lager eingerichtet. Hier besprechen sie den Einsatz. Leon Meckler / stern
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Phil Göbel
So dramatisch die Lage um den Wal auch ist, unser Kollege Tobias Schmitz stellt sich die Frage: Warum bewegt uns das Schicksal dieses Tieres so?
In seinem Meinungsartikel findet er eine simple und gleichzeitig wahnsinnig komplexe Antwort:
In seinem Meinungsartikel findet er eine simple und gleichzeitig wahnsinnig komplexe Antwort:
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Phil Göbel
Nach Einschätzung des Berliner Walforschers und Meeresbiologen Fabian Ritter hat sich die Situation des Wals aber zuletzt verschlechtert. „Der ragt tatsächlich deutlich weiter aus dem Wasser. Das ist keine gute Sache“, sagte Ritter der Nachrichtenagentur DPA.
Der Wasserstand vor Poel ist im Vergleich zu Montag gesunken. „Jeder Zentimeter bringt ihn in eine Situation, wo er mehr unter seinem eigenen Gewicht leidet.“ Das Tier scheine nun auf Grund zu liegen und nicht weg zu können, so Ritter.
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Phil Göbel
Nichtsdestotrotz geben die Helfer nicht auf: Nach dem gescheiterten Versuch vom Vortag gibt es erneut Aktivität am Buckelwal. Es werde ein Saug- und Spülgerät eingesetzt, um den Wal zu entlasten, so Umweltminister Backhaus im Hafen von Kirchdorf. Von der Initiative selbst gab es zunächst keine Angaben.
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Phil Göbel
Sein Gewicht wird bei dem niedrigen Wasserpegel wohl zur größten Gefahr für den Wal. Das berichtet auch ntv-Reporter Ibrahim Kayed. Die Zerwürfnisse innerhalb des Rettungsteams kommen da sicherlich zur Unzeit.
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DPA