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Waldbrand in Israel: Internationale Löschmannschaften gegen die Katastrophe

Zur Unterstützung des Kampfes gegen den Waldbrand in Israel sind internationale Löschmannschaften erwartet worden. Feuerwehrleute und Ausrüstung aus dem Ausland waren auf dem Weg, um gegen den schlimmsten Brand in der Geschichte Israels anzukämpfen, der bislang mindestens 41 Menschen das Leben kostete.

Israelische Rettungskräfte kämpfen mit internationaler Hilfe mit Hochdruck gegen die schlimmsten Waldbrände in der Geschichte des Staates. Löschflugzeuge aus vier Ländern wurden am Freitag in das Katastrophengebiet gebracht. Am Donnerstag waren in den Feuern nahe der Hafenstadt Haifa mindestens 41 Menschen ums Leben gekommen. Viele Häuser wurden zerstört.

Außenminister Avigdor Lieberman teilte am Freitag mit, Hilfe aus Bulgarien, Jordanien, Griechenland und Großbritannien sei eingetroffen. Maschinen aus Zypern, der Türkei und Russland befänden sich auf dem Weg nach Israel. Bei einer Maschine aus Russland handele es sich um das größte Löschflugzeug der Welt, sagte Lieberman dem amtlichen Hörfunksender Israel Radio. Er äußerte die Hoffnung, dass die Flammen bis Samstagabend unter Kontrolle sein könnten.

Nach Angaben der Rettungskräfte waren die meisten Todesopfer Gefängniswärter in Ausbildung, die in ihrem Bus von dem Feuer eingeschlossen wurden. Sie sollten bei der Evakuierung eines Gefängnisses mit 500 Insassen helfen. US-Präsident Barack Obama sprach der Regierung sein Beileid aus und versprach Hilfe. Wegen der Waldbrände wurden 12.000 in Menschen Sicherheit gebracht.

Während weite Teile Europas im tiefen Winter versunken sind, kämpft Israel mit einer Trockenperiode. Der vergangene November war der niederschlagsärmste seit 60 Jahren. In Haifa wurden am Freitag und Samstag fast 30 Grad Celsius erwartet. Unterdessen wurde in den Medien Kritik an den Rettungskräften laut. Sie seien auf Katastrophen nicht ausreichend vorbereitet.

Reuters/APN / Reuters