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Wetteraussichten: Hochwasser und Überschwemmungen drohen - Tornados möglich

Starkregen hat am Dienstag im Rhein-Main-Gebiet zu Überschwemmungen geführt. Auch in Hamburg standen Straßen unter Wasser. Und die Aussichten für die nächsten Tage sind nicht weniger regnerisch.

Wetter: Ein Tornado über einem Waldstück ca. 15 Kilometer von Bützow (Mecklenburg-Vorpommern) entfernt.

Sommer-Wetter scheint nicht in Sicht zu sein. Stattdessen warnt der Deutsche Wetterdienst vor Tornados. In den vergangenen Wochen entstanden bereits mehrmals Windhosen, wie hier über einem Waldstück ca. 15 Kilometer von Bützow (Mecklenburg-Vorpommern) entfernt.

Schönes Sommerwetter lässt in Deutschland weiter auf sich waren. "Das unbeständige, niederschlagreiche und meist nur mäßig warme Wetter bleibt uns bis auf weiteres erhalten", sagte der Meteorologe Adrian Leyser vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach am Mittwoch. Von Donnerstagabend bis einschließlich Samstag ist erneut mit länger andauernden starken Regenfällen und auch mit unwetterartigem Starkregen zu rechnen.

Besonders trifft es voraussichtlich den Nordosten und den Osten.
"Dabei besteht wegen vielfach wassergesättigter Böden hohe Hochwasser- und Überschwemmungsgefahr", sagte Leyser. Vom DWD in Hamburg heißt es: "Die Bildung einzelner Tornados ist nicht ausgeschlossen." Dazu kommt Wind im Süden und Osten: Bei den aufgeweichten Böden reichten niedrige Geschwindigkeiten, um Bäume umstürzen zu lassen.

Teile des Rhein-Main-Gebiets unter Wasser

Ein Unwetter mit Starkregen und Blitzen hatte am Dienstagabend schon Teile des Rhein-Main-Gebiets unter Wasser gesetzt und den Verkehr auf der Straße, den Gleisen und in der Luft beeinträchtigt. Besonders betroffen waren Frankfurt und das benachbarte Offenbach, wo der DWD seine Zentrale hat. Der Südbahnhof in Frankfurt stand zeitweilig unter Wasser, Bahnen konnten nicht fahren. Rund 40 Starts und Landungen am Frankfurter Flughafen wurden annulliert, weil eine Abfertigung der Flugzeuge während des Gewitters unmöglich war.

Unwetter-Videos: Sehen Sie hier die Augenzeugenvideos von der Wasserwalze in Braunsbach

Derweil steigen wegen des nicht nachlassenden Regens die Wasserstände an den Pegeln entlang des Rheins wieder. Zwischen Wörth und Germersheim sei die Schifffahrt wegen Überschreitens der kritischen Marke von 7,50 Meter am Pegel Maxau bei Karlsruhe voraussichtlich noch bis Donnerstagvormittag gesperrt, erklärte das Hochwassermeldezentrum Rhein am Mittwoch in Mainz.

Wetter bleibt ungemütlich

Ursache für die erneute Unwetterwarnung ist laut DWD eine Tiefdruckzone mit mehreren Kernen, die sich von den Britischen Inseln bis nach Osteuropa erstreckt. Sie lässt feuchte und nur mäßig warme Atlantikluft nach Deutschland. Die Folge am Donnerstag voraussichtlich: Schauer, Gewitter und wegen des hohen Wassergehalts der Luft auch immer wieder Starkregen.

Im Osten steigen die Temperaturen dann zwar noch bei sonnigen und trockenen Abschnitten bis auf 26 Grad. Schon am Abend übernimmt aber ein neues Tief vom östlichen Alpenrand die Regie und erreicht einen Tag später die Ostsee. 

ivi / DPA
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