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Zwischenfall an deutscher Grenze: Französisches Atomkraftwerk fährt Reaktor herunter

Die Atomreaktoren in Fessenheim sind seit Jahren heftig umstritten, auch Greenpeace hat gewarnt. Nun ist nach einem Zwischenfall der zweite Reaktor heruntergefahren worden.

Bereits im März protestierte Greenpeace mit einem Banner gegen das in die Jahre gekommene Atomkraftwerk in Fessenheim

Bereits im März protestierte Greenpeace mit einem Banner gegen das in die Jahre gekommene Atomkraftwerk in Fessenheim

Nach einem Zwischenfall im ältesten französischen Atomkraftwerk in Fessenheim ist auch der zweite Reaktor nahe der Grenze zu Deutschland heruntergefahren worden. Auswirkungen auf die Sicherheit gebe es nicht, hieß es beim französischen Betreiber EDF. Nach dem vorzeitigen Verschluss eines Ventils habe sich der Reaktor Nummer zwei am Freitagabend automatisch abgeschaltet. Reaktor Nummer eins in Fessenheim steht nach einem Vorfall in der Wasserversorgung seit Anfang April still.

Die Atomreaktoren in Fessenheim sind seit Jahren vor allem in Deutschland heftig umstritten. Die französische Atomaufsicht ASN hatte das seit den 1970er Jahren betriebene Atomkraftwerk erst in dieser Woche weitgehend positiv beurteilt. Bei so alten Meilern sei es aber äußerst schwierig, die Technik auf den neuesten Stand zu bringen, hieß es.

Stilllegung bis Ende 2016

Frankreichs Präsident François Hollande will das Atomkraftwerk Fessenheim bis Ende 2016 stilllegen. Bis zum Jahr 2025 soll der Atomanteil an der Stromversorgung von aktuell 75 auf 50 Prozent sinken. In Frankreich wird in 58 Reaktoren an 19 Standorten Atomstrom produziert.

and/DPA / DPA
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