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Herbststurm "Herwart": Behörden warnen vor schwerer Sturmflut und Aufenthalt im Freien

Herbststurm "Herwart" soll zum Teil mit Orkanstärke über Deutschland ziehen. Der Deutsche Wetterdienst warnt mancherorts davor, das Haus zu verlassen. Auch die Deutsche Bahn sorgt vor.

Wetter: Meteorologen warnen vor Orkanböen und Sturmflut

Der inzwischen dritte des Jahres ist auf seinem Weg über Deutschland. In der Nacht soll der Sturm "Herwart" an Stärke gewinnen, seine volle Kraft wird er voraussichtlich am Sonntagmorgen und -vormittag entfalten. Die Meteorologen erwarten Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometern, unter anderem in Hoch- und Mittelgebirgen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt daher in manchen Gegenden vor dem Verlassen der Häuser - es gelten vielerorts Unwetterwarnungen, insbesondere in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, aber auch in den Küstengebieten. Ob Ihre Region betroffen ist, können Sie auf der Internetseite des DWD in Erfahrung bringen

Unwetterwarnungen wegen Herbststurm

Unter anderem muss mit herunterfallenden Dachziegeln und umstürzenden Bäumen gerechnet werden. "Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen. Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!", ruft der DWD die Menschen in den betreffenden Regionen auf. Dies gelte insbesondere für Wälder. Auch die Feuerwehren verbreiteten entsprechende Warnungen.


Für die Ostseeküste hat das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) eine Sturmflutwarnung herausgegeben, der Fährbetrieb ist eingeschränkt. Am Sonntag soll die Sturmflut auch die Nordsee sowie die Elbe und die Weser treffen. "Für das Hamburger Elbegebiet besteht die Möglichkeit einer schweren Sturmflut", so das BSH. Gleiches gelte für die Nordseeküste.

"Herwart" womöglich schwächer als "Xavier"

Wie schon Sturm "Xavier" Anfang des Monats kann auch "Herwart" zu Einschränkungen im Zugverkehr führen. Bahn-Mitarbeiter halten sich nach Unternehmensangaben mit Kettensägen entlang der Strecken bereit, um - wenn nötig - umgestürzte Bäume von den Gleisen oder Oberleitungen zu entfernen. Gleichwohl können gekaufte Fahrkarten für den Sonntag innerhalb der kommenden vier Wochen kostenlos storniert oder umgetauscht werden, verspricht die Bahn. Reisende sollten sich vor Fahrtantritt über Fahrplanänderungen informieren, zum Beispiel auf der Internetseite der Deutschen Bahn.

Voraussichtlich fällt "Herwart" laut DWD jedoch nicht ganz so stark aus wie "Xavier". Das Fortschreiten des Herbstes könnte zudem dazu beitragen, dass er weniger zerstörerisch wirkt als sein Vorgänger, so die Meteorologen. Die Bäume tragen weniger Laub als vor vier Wochen und bieten damit weniger Angriffsfläche. Bei "Xavier" starben in sieben Menschen durch umstürzende Bäume.

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mit DPA-Material