HOME

Herbststurm "Herwart": Zweites Todesopfer, Bahnverkehr auch am Montag noch eingeschränkt

Es war schon der zweite heftige Sturm in diesem Monat: "Herwart" hat in Nord- und Mitteldeutschland gewütet. Im Bahnverkehr gibt es massive Einschränkungen, es gab Tote und Sturmfluten. Die Auswirkungen von "Herwart" zum Nachlesen.

Meteorologen-Warnung: Doppel-Sturmtief "Herwart" und Grischa": "Meiden Sie die Wälder"

In Nord- und sorgt Sturm "Herwart“ für massive Störungen. Zwar fiel das Unwetter nicht ganz so stark aus wie Anfang dieses Monats "Xavier" –  jedoch entfaltet auch dieser Herbstturm eine erhebliche Zerstörungskraft.

Die Auswirkungen des Herbststurmes "Herwart" zum Nachlesen:

+++ 20.34 Uhr: Frau stirbt in Mecklenburg-Vorpommern +++

Herbststurm "Herwart" hat ein zweites Todesopfer in Deutschland gefordert. Auf dem Peenestrom in Mecklenburg-Vorpommern war am Sonntag ein Motorboot mit drei Urlaubern aus Sachsen gekentert. Eine ins Krankenhaus gebrachte Frau starb inzwischen, wie ein Polizeisprecher in Neubrandenburg mitteilte.

Rettungskräfte hatten die Frau und einen Mann in der Nähe von Wolgast zunächst bergen können. Die beiden waren trotz Sturmwarnung auf den Peenestrom, der zur Ostsee führt, hinausgefahren. Die Suche nach einem dritten Passagier blieb nach Angaben der Beamten auch nach rund fünf Stunden erfolglos. In Niedersachsen war zuvor ein Camper ertrunken, der vom Hochwasser der Sturmflut eingeschlossen wurde.

+++ 20.30 Uhr: Bahnverkehr auch am Montag noch eingeschränkt +++

Die Deutsche Bahn stoppte am Sonntag in sieben Bundesländern ihren Fernverkehr. Erste betroffene Strecken im Fernverkehr sollten nach Bahn-Angaben am Sonntagabend wieder zur Verfügung stehen. Vor allem rund um Hamburg wird es nach Angaben des Konzerns aber auch am Montag weiter Sperrungen geben. Einzelne Züge auf den Verbindungen Berlin-Leipzig, Berlin-Halle-Erfurt, Dortmund-Hannover und Kassel-Hannover-Hamburg sollten den Betrieb rasch wieder aufnehmen.

In vielen Bahnhöfen bildeten sich lange Schlangen. Das dürfte auch am Montag mancherorts so sein

In vielen Bahnhöfen bildeten sich (wie hier am Hamburger Hauptbahnhof) lange Schlangen. Das dürfte auch am Montag mancherorts so sein


Die wichtige Strecke zwischen Hannover und Berlin werde voraussichtlich ab Montagnachmittag (14.00 Uhr) wieder nach Plan befahren, ebenso die Route Hannover-Bremen-Norddeich. Dagegen dürften die Arbeiten auf den stark von "Herwart" getroffenen Strecken Hamburg-Berlin, Dortmund-Bremen-Hamburg, Hamburg-Westerland, Hamburg-Kiel, Hamburg-Lübeck-Puttgarden, Hamburg-Rostock-Stralsund sowie Berlin-Stralsund noch länger andauern.

Aktuelle Informationen zum Zugverkehr hat die Deutsche Bahn auf Ihrer Internetseite zusammengestellt.

+++ 18.28 Uhr: Strand auf Wangerooge weggespült +++

Die schwere Sturmflut in der Nacht zum Sonntag hat auf der ostfriesischen Insel Wangerooge Massen an Sand weggespült. Der Sand am Bade- und Burgenstrand sei zu 80 Prozent verschwunden, sagte Insel-Bürgermeister Dirk Lindner (parteilos). Wegen der meterhohen Abbruchkante seien zwei Strandübergänge gesperrt. Der Lokalpolitiker fühlt sich alleingelassen. "Wir warnen seit Jahren, aber Land und Bund schieben sich gegenseitig die Verantwortung zu", kritisierte Lindner. Den Bade- und Burgenstrand habe die Gemeinde vom Bund gepachtet und müsse jetzt auch für die Kosten aufkommen, wieder Sand aufzuschütten.

Sturm "Herwart" und die Flut haben erhebliche Teile des Bade- und Burgenstrandes auf Wangerooge fortgespült

Sturm "Herwart" und die Flut haben erhebliche Teile des Bade- und Burgenstrandes auf Wangerooge fortgespült


+++ 17.04 Uhr: Hamburg räumt auf +++

In Hamburg hat die Stadtreinigung die Schäden des Hochwassers am Elbufer weitgehend behoben, twitterte das Unternehmen. Die Flut hatte hier Teile des Hafens unter Wasser gesetzt.

 

+++ 16.57 Uhr: Bahn nimmt Tickets zurück +++

Angesichts der zahlreichen Zugausfälle verspricht die Deutsche Bahn, dass die für den Sonntag gelösten Fahrkarten noch eine Woche gültig sein werden. Alternativ können Kunden die Tickets gebührenfrei zurückgeben. Wer sein Reiseziel wegen der Sturm-Auswirkungen am Sonntag nicht mehr erreichen kann, dürfe sich auf Kosten der Deutschen Bahn "in angemessener Höhe ein Hotelzimmer nehmen oder sich für maximal 80 Euro je Fahrschein mit dem Taxi transportieren lassen.

+++ 14.04 Uhr: Bahn nimmt Zugverkehr im Norden erst am Montag wieder auf +++

Wegen der durch das Sturmtief "Herwart" verursachten Schäden kann die Deutschen Bahn den gesperrten Fernverkehr in weiten Teilen Norddeutschlands erst am Montag wieder aufnehmen, wie die Bahn mitteilte. Betroffen sind die Strecken Bremen-Hannover, Dortmund-Hamburg, Hamburg-Berlin, Berlin-Leipzig, Berlin-Dresden, Hannover-Dortmund und Berlin-Frankfurt am Main.

Eine Anzeigetafel weist am Bahnhof in Dortmund Nordrhein-Westfalen auf Zugverspätungen hin. Der Zugverkehr in Richtung Norden wurde wegen des Herbststurms Herwart eingestellt. 

Eine Anzeigetafel weist am Bahnhof in Dortmund Nordrhein-Westfalen auf Zugverspätungen hin. Der Zugverkehr in Richtung Norden wurde wegen des Herbststurms Herwart eingestellt. 

+++ 13.50 Uhr: Camper von Sturmflut überrascht und ertrunken +++

Ein 63-Jähriger ist am Ufer des Jadebusens in Niedersachsen von der Sturmflut überrascht worden und ertrunken. Der Mann habe den Ermittlungen zufolge mit seinem Bruder auf einem Campingplatz am Strandbad Sehestedt in einem Bulli übernachten und sich beim Herannahen des Wassers zu Fuß in Sicherheit bringen wollen, teilte die Polizei am Sonntag mit. Der 59 Jahre alte Bruder konnte sich noch an einem Mast festhalten. Er wurde von einer DLRG-Schlauchboot-Besatzung am frühen Morgen gerettet und unterkühlt in ein Krankenhaus gebracht. Der 63-Jährige wurde wenig später tot geborgen. Beide Männer stammen aus Nordrhein-Westfalen.

Bahnchaos und Sturmflut: "Herwart" legt Norddeutschland lahm

+++ 12.45 Uhr: Feuerwehr rettet Kühe vor Sturmflut

Während der Sturmflut in Hamburg haben Feuerwehrleute sieben Kühe gerettet. Die Herde war beim Grasen im Stadtteil Neuengamme von den Fluten eingeschlossen worden. Die Feuerwehrleute trieben die Tiere von Booten aus ans Land. Die Aktion im Elbvorland dauerte fast drei Stunden, wie ein Sprecher sagte.

Während der Flut erreichte die Elbe am Sonntagvormittag vorübergehend einen Höchststand von mehr als drei Metern über dem mittleren Hochwasser. Teile des Hamburger Hafens wie der Fischmarkt wurden überschwemmt. Bis zum Mittag kam die Feuerwehr insgesamt auf mehr als 800 sturmbedingte Einsätze. 

+++ 12.42 Uhr: Stück der A8 wegen "Herwart" gespielt

Die Polizei hat die Autobahn 8 in Oberbayern auf einer Strecke von etwa acht Kilometern gesperrt. Grund dafür sei Sturmtief "Herwart", wie die Polizei mitteilte. Bäume drohten in dem gesperrten Bereich umzustürzen. Die Sperrung in beide Richtungen zwischen den Autobahnausfahrten Neukirchen und Siegsdorf sollte bis voraussichtlich 16.00 Uhr dauern. Im Süden Oberbayerns fuhr die Polizei bis zum Sonntagmittag 150 Einsätze.

Menschenleer: der Bahnhof im niedersächsischen Sandkrug.

Menschenleer: der Bahnhof im niedersächsischen Sandkrug.


+++ 11.55 Uhr: Zerstörungen und ein Todesopfer in Polen

In Polen rückte die Feuerwehr wegen des Sturms in der Nacht zum Sonntag zu mindestens 1200 Einsätzen aus, wie die Agentur PAP unter Berufung auf Einsatzkräfte meldete. Starker Regen überflutete demnach vielerorts die Keller und heftige Böen rissen landesweit Bäume aus, die Straßen blockierten und den Verkehr behinderten. Infolgedessen starb ein Mann in Westpommern bei einem Autounfall, wie örtliche Behörden angaben. 

+++ 11.13 Uhr: Zwei Menschen sterben bei Sturm in Tschechien +++

In Tschechien hat der schwere Herbststurm "Herwart" zwei Menschen das Leben gekostet. Eine Frau wurde bei einem Waldspaziergang bei Trebic (Trebitsch) in Mähren von einem Baum erschlagen. Ein Mann starb, als er in der Kleinstadt Jicin (Jitschin) in Nordböhmen von einem Baum getroffen wurde. Das berichtete die Agentur CTK am Sonntag unter Berufung auf die Rettungskräfte.

Hunderttausende Haushalte waren im ganzen Land ohne Strom, weil Freileitungen beschädigt wurden. Der staatliche Wetterdienst gab Unwetterwarnungen vor extrem starkem Sturm heraus und warnte vor Hochwassergefahr im Norden Tschechiens. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz, um Äste und Baumstämme von Straßen und Eisenbahnstrecken zu entfernen. In Most (Brüx) wurde eine erst vor sieben Jahre eingeweihte orthodoxe Holzkirche vom das Unwetter regelrecht umgeworfen und zerstört.


+++ 11.20: Wegen des schlechten Wetters: Anpfiff Dresden gegen Braunschweig erst 16 Uhr +++

Aufgrund des schweren Herbststurms "Herwart" wird das Duell in der 2. Fußball-Bundesliga zwischen Dynamo Dresden und Eintracht Braunschweig zweieinhalb Stunden später angepfiffen. Wie die Sachsen am Sonntagvormittag mitteilten, wird die Partie erst um 16 Uhr statt um 13.30 Uhr beginnen.

+++ 11.10 Uhr: Sturmtief: Airbus 380 landet außerplanmäßig in Stuttgart +++

Wegen starker Windböen in Frankfurt musste am Sonntag ein Airbus A380 der Lufthansa außerplanmäßig in Stuttgart landen. Nachdem die aus Houston im US-Bundesstaat Texas kommende Maschine einige Zeit über dem Flughafen Frankfurt gekreist war, entschied sich der Kapitän zur Sicherheitslandung in der baden-württembergischen Landeshauptstadt, auch weil Treibstoff knapp wurde. Der SWR hatte zunächst darüber berichtet. Ein Sprecher des Flughafens Stuttgart sagte, das Flugzeug sei sicher gelandet. Ein Sprecher der Lufthansa bestätigte das ebenfalls.

+++ 9.52 Uhr: Feuerwehr fährt 550 Sturm-Einsätze in Hamburg +++

Etwa 550 Mal ist die Hamburger Feuerwehr wegen des Sturmtiefs "Herwart" bis zum Sonntagmorgen ausgerückt. Mittlerweile würden die Orkanböen nachlassen, was die Einsätze der Feuerwehr erheblich erleichtere, sagte ein Feuerwehrsprecher. Verletzt wurde bislang niemand, sagte ein Polizeisprecher.

Auch in den Kreisen Pinneberg, Dithmarschen und Steinburg kam die Feuerwehr laut einer Mitteilung bisher auf insgesamt 230 Einsätze. Der Sturm habe zahlreiche Bäume auf Straßen, Wege, Fahrzeuge und Häuser gekippt.

Am Hamburger Fischmarkt steht ein Auto im Wasser. Am Sonntagvormittags wurde es zwar sonnig in der Hansestadt, es gab aber eine Sturmflut.

Am Hamburger Fischmarkt steht ein Auto im Wasser. Am Sonntagvormittags wurde es zwar sonnig in der Hansestadt, es gab aber eine Sturmflut.


+++ 9.34 Uhr: Bahn stellt Übernachtungszüge für gestrandete Fahrgäste zur Verfügung +++

In Dortmund, Bielefeld und Hamm stellt die Bahn nach Angaben eines Sprechers sogenannte Übernachtungszüge zur Verfügung. Fahrgäste, deren Züge nicht mehr nach Norddeutschland weiterführen, könnten sich dort auch tagsüber aufhalten. Auch regionale Bahngesellschaften ließen ihre Züge in Norddeutschland stehen. Ersatzverkehr mit Bussen gab es wegen der Sturmgefahr meist nicht.

Die Deutsche Bahn stoppte großflächig ihre Züge. In sieben Bundesländern rollten bis auf Ausnahmen keine Züge mehr, teilte eine Bahnsprecherin am Sonntag mit. Betroffen seien praktisch alle Strecken in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Züge aus anderen Regionen in diese Gebiete endeten vorzeitig

+++ 9.05 Uhr: Sturmflut im Hamburger Hafen +++

Am Hamburger Hafen ist am Sonntagmorgen die Elbe über die Ufer getreten. Feuerwehr und Polizei sind im Einsatz. So drohe eine Tiefgarage in der Nähe der Elbphilharmonie vollzulaufen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Offenbar hätten die Flutschutztore die Garage nicht ausreichend funktioniert. Die Elbchaussee entlang des Hamburger Hafens ist einem Polizeisprecher zufolge ebenfalls überspült worden. Sie wurde teilweise gesperrt. Auch der Hamburger Fischmarkt wurde gesperrt.

In Hamburg wird am Vormittag eine schwere Sturmflut mit einem Pegel von 2,5 Metern über dem mittleren Hochwasser erwartet. Der Pegelhöchststand wird voraussichtlich um etwa 10.00 Uhr erreicht.

Der komplette Mühlenkopf der 1786 gebauten historischen Windmühle Catharina in Oldenswort in Schleswig-Holstein wurde in der Nacht durch Sturm "Herwart" zerstört

Der komplette Mühlenkopf der 1786 gebauten historischen Windmühle Catharina in Oldenswort in Schleswig-Holstein wurde in der Nacht durch Sturm "Herwart" zerstört


+++ 8.47: Berliner Feuerwehr ruft wegen "Herwart" Ausnahmezustand aus +++

Den Ausnahmezustand hat die Berliner Feuerwehr wegen zahlreicher Schäden infolge des Sturmtiefs  "Herwart" ausgerufen. Ein Feuerwehrsprecher begründete dies am Sonntagmorgen mit der Vielzahl der Einsätze: Zwischen 4 Uhr und 7 Uhr seien es 100 gewesen. Alle Freiwilligen Feuerwehren wurden in den Dienst gerufen.

Der Sturm deckte am Morgen ein komplettes Hausdach ab. "Teile liegen auf der Straße", sagte der Sprecher. An zwei Orten stürzten zudem Baugerüste um - ein Fußgänger wurde dabei schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Zwei S-Bahnen rammten umgestürzte Bäume. Verletzte habe es in beiden Fällen nicht gegeben.

+++ 7.58 Uhr +++: Bahn stellt Zugverkehr wegen Sturms großflächig ein +++

Die Deutsche Bahn hat ihren am Sonntagmorgen in weiten Teilen Deutschlands eingestellt. Wegen des Sturmtiefs "Herwart" führen derzeit keine Züge mehr in Nord- und Mitteldeutschland, teilte ein Bahnsprecher am Morgen in Berlin mit. Betroffen seien die Strecken in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Züge aus anderen Regionen in diese Gebiete endeten vorzeitig. In Hamburg fuhr die S-Bahn noch eingeschränkt. 

Die Dauer der Einschränkungen sei derzeit nicht absehbar, teilte das Unternehmen mit. Reparaturtrupps entfernten mit Kettensägen umgestürzte Bäume von den Gleisen. Beschädigte Oberleitungen würden repariert. Hubschrauber seien zur Streckenkontrolle im Einsatz. Die Bahn bat Reisende, sich online vor Antritt der Fahrt über die aktuelle Lage zu informieren: unter m.bahn.de, über die DB-App oder bei www.bahn.de/reiseauskunft.

 +++ 6.17 Uhr: Hamburg erwartet Sturmflut +++

In wird am Vormittag eine schwere Sturmflut mit einem Pegel von 2,5 Metern über dem mittleren Hochwasser erwartet. "Die Behörden sind vorbereitet, voraussichtlich müssen einige Straßen und der Fischmarkt gesperrt werden", erklärte eine diensthabende Wissenschaftlerin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Die Hamburger Feuerwehr rückte bis zum Morgen 170 Mal aus. Bei den Einsätzen handele es sich im Wesentlichen um Bäume und Äste auf Straßen, aber auch auf Autos und Häusern. Ein Baum musste von den Gleisen der U-Bahn geborgen werden.

+++ 3.29 Uhr: Bundesamt warnt vor schwerer Sturmflut in Elbe- und Wesergebiet +++

An der deutschen Nordseeküste droht am Sonntagvormittag eine schwere Sturmflut. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie gab in der Nacht eine entsprechende Warnung heraus. Besonders stark betroffen könnten Hamburg und die angrenzenden Elbegebiete sein: Hier wird ein Pegel von bis zu 2,5 Meter über dem mittleren Hochwasser erwartet.

Eine Fähre kämpft sich bei Wyk auf Föhr durch den Sturm Herwart

Eine Fähre kämpft sich bei Wyk auf Föhr durch den Sturm Herwart


Im Wesergebiet könnten die Pegel zwei Meter über dem mittleren Hochwasser liegen, an der nordfriesischen Küste rund 1,5 Meter. Die Warnung vor der schweren Sturmflut besteht nach Angaben des Bundesamts zunächst bis Sonntag um 10 Uhr.

Die Flutgefahr geht von einem kräftigen Sturmtief aus, das in der Nacht zu Sonntag und am Sonntagvormittag über die Nordosthälfte Deutschlands hinwegzieht. Stellenweise werden Böen in Orkanstärke erwartet.

+++ Samstag, 19.42 Uhr: Berliner Zoo und Tierpark wegen Sturmwarnung geschlossen +++

Zoo und Tierpark in Berlin bleiben wegen der Sturmwarnung am Sonntag geschlossen. Herabfallende Äste des alten Baumbestandes könnten eine Gefahr für Besucher sein, hieß es in einer Mitteilung vom Samstag. Die Tiere würden vorsorglich in Häusern und Stallungen untergebracht. Und: "Glücklicherweise konnten die Flamingos im Zoo, bei denen es Anfang Oktober tragische Verluste gegeben hatte, bereits in ihre Innenstallungen gebracht werden." Beim "Xavier" waren 18 Flamingos im Zoo von herabfallenden Ästen getötet worden. Auch damals wurden die Pforten von Zoo und Tierpark in der Bundeshauptstadt für Besucher geschlossen.

Bei Dreharbeiten in Hamburg: Kameramann verschwunden - Einsatzkräfte suchen Elbe ab


anb/wue / DPA / AFP