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Weiße Pracht: Warum wir uns zu Weihnachten Schnee wünschen - und wie die Chancen für dieses Jahr stehen

Menschen erinnern sich gerne an ihre Kindheit zurück - denn da habe es schließlich an den Feiertagen fast immer geschneit, heißt es oft. Warum das ein Mythos ist und ob es dieses Jahr tatsächlich Schnee geben wird, erfahren Sie hier.

Wetter an Weihnachten

Weißer Weihnachtszauber? In der Bundesrepublik Deutschland vielerorts meist nur ein frommer Wunsch - und ein hartnäckiger Mythos. In diesem Jahr wird es eher nass, mild und grau.

DPA

"Als ich ein Kind war, lag an den Feiertagen immer Schnee." Viele Menschen glauben das. Falsch, sagen Wissenschaftler. Nassgraues Schmuddelwetter sei typisch - schon seit Jahrhunderten. Das zeigt auch ein Blick in die Statistik. In vielen Regionen Deutschlands gibt es höchstens alle fünf bis zehn Jahre weiße Weihnachten, weiß man beim Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Häufig sei es gerade an den Festtagen besonders mild.

Die Daten der DWD-Wetterstationen aus dem zurückliegenden halben Jahrhundert zeigen: Nur auf der Zugspitze gibt es immer weiße Weihnachten. Auf Helgoland können die Menschen das im Mittel nur alle 50 Jahre erwarten. Zweitgrünste Region ist an den Feiertagen das Rheintal mit einer Weiße-Weihnacht-Wahrscheinlichkeit von nur 10 Prozent. Im Osten und Süden ist die Wahrscheinlichkeit höher als im Westen und Norden, in den Bergen höher als im Flachland. In den Mittelgebirgen sieht die Situation aus Sicht der Schnee- und Wintersportfans schon etwas besser aus. Die Wahrscheinlichkeit für durchweg verschneite Weihnachten beträgt dort immerhin 30 bis 50 Prozent. 

Wintermonate in Deutschland: Wetter zeigt sich jedes Jahr ähnlich

Der erste Schnee der Saison fällt zwar oft bereits Ende November, jedoch folgt danach meist eine mildere Phase. Etwa Mitte Dezember kommt es manchmal zum nächsten Kaltluftvorstoß und weiterem Schneefall, wie wir das auch am gestrigen Sonntag erlebt haben.

Doch pünktlich kurz vor dem Fest ist die weiße Pracht dann meist wieder dahin. Das berüchtigte "Weihnachtstauwetter" stellt sich ein. Das ist eine sogenannte Singularität wie die Eisheiligen im Mai und die Schafskälte im Juni. Ursache? Unklar. Die Experten sprechen von weißer Weihnacht, wenn an allen drei Festtagen morgens um 7.00 Uhr eine Schneedecke von mindestens einem Zentimeter liegt.

In Städten wie Düsseldorf und Frankfurt liegt nach den DWD-Daten im Mittel nur alle zehn Jahre Schnee an den Feiertagen - in Berlin immerhin doppelt und in München viermal so oft. Wenn weiße Weihnachten so selten sind, warum steckt die Vorstellung davon so intensiv in unseren Köpfen? Vermutet werden psychologische Effekte: Man wünscht sich weiße Weihnachtstage, so wie man sich im Sommer Badewetter wünscht. "I'm Dreaming Of A White Christmas" eben.

Auch die Werbung spielt wohl eine Rolle: Anzeigen, Bilder und Werbefilme zeigen quasi immer heile weiße Weihnachtswelten. Künftig dürften weiße Weihnachten noch seltener werden: Die Simulationen für den Klimawandel lassen klar einen Trend zu milderen Wintern erwarten.

Und wie sieht es dieses Jahr an Weihnachten aus?

Wie gestaltet sich das Wetter nun in diesem Jahr? Klimatologisch gesehen läuft in diesem Jahr alles nach Plan. Bereits im November gab es Kaltluftvorstöße, die im Bereich der Mittelgebirge, aber auch im Alpenvorland für eine mehr oder weniger mächtige Schneedecke sorgten. Nachfolgend fraßen Anfang Dezember kräftige Regenfälle den Schnee wieder vollständig auf. In der vergangenen Woche strömte dann erneut kalte Festlandsluft ein, die zunächst im Bergland, am gestrigen Sonntag auch in tiefen Lagen, für etwas Neuschnee sorgte.

Rodeln, Langlauf oder Abfahrt - Wintersportfreunde konnten das dritte Adventwochenende vielerorts voll genießen. Der Winter legt aber noch nicht richtig los: Die Woche beginnt mit Wolken und Regen, vor allem im Westen Deutschlands wird es wieder milder, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Sonntag mit.

Trotzdem: Wenig Hoffnung machen die Meteorologen all jenen, die sich eine weiße Weihnacht wünschen. "Wer dann Schnee sehen möchte, müsste in die Alpen und in die östlichen Mittelgebirge fahren", sagte Manitta.

So gestaltet sich Heiligabend aller Voraussicht nach wieder wie bereits in vielen Jahren zuvor grün-grau, zeitweise regnerisch und windig. Dabei liegt die Temperatur tagsüber im Westen bei sehr milden zehn Grad, im Nordosten ist es bei Werten um vier Grad etwas kühler. Frostig wird es nachts meist nur im Bergland. Auch am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag setzt sich das milde und unbeständige Wetter fort, zeit- und gebietsweise muss erneut mit etwas Regen gerechnet werden, Schnee deutet sich lediglich für die höheren Mittelgebirge sowie die Alpen an.

Quellen: "DWD"

Die perfekte Beilage für Weihnachten: Knödel für Faule – herzhafte Semmelknödel in zwei Varianten


wlk / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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