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Kolumne: Rasierwasser, Klobrillen und Haushaltsgeräte - Geschenkideen from Hell

Bald ist Weihnachten! Haben Sie schon alle Geschenke für ihre Liebsten und "Schatzi" im Speziellen? NEIN?!? Okay, dann lesen Sie schnell diese Kolumne, um etwaige Fettnäpfchen unterm Weihnachtsbaum zu umgehen …

Nur noch acht Tage - allmählich wird es knapp.

Nur noch acht Tage - allmählich wird es knapp.

Getty Images

Was würden Sie sagen, wenn man Ihnen zu Weihnachten einen Wasserfall, eine mit Diamanten besetzte Klobrille oder 30 Zentimeter "Neuschnee" geschenkt bekämen? Vermutlich erstmal nicht viel. Nach einer kurzen Schockphase würden Sie sich vielleicht beim Schenker erkundigen, was der Quatsch soll und ob man das ganze Geld nicht lieber hätte spenden oder für etwas Sinnvolles (neue Jalousien) hätte verwenden können. Aber wie gesagt, das hätten eben auch nur Sie gefragt – weil Sie ein braver 08/15-Durchschnittsbürger sind. Und kein STAR. In Hollywood gilt: Du bist, was du schenkst.

Bei den Promis ist so ein Irrsinn unterm Weihnachtsbaum kein Fall für den Irrenarzt oder Scheidungsanwalt sondern völlig normal: Brad Pitt bekam von Angelina Jolie tatsächlich den besagten Wasserfall geschenkt.  Ein Jahr später setzte sie noch einen drauf und überraschte Brad mit einer herzförmigen Insel (!) vor New York, mit eigenem Hubschrauberlandeplatz. Das Protzgeschenk konnte ihre Liebe leider auch nicht vor dem Scheitern bewahren …

Ähnliches musste auch Katy Perry erleben. Sie schenkte ihrem Gatten Russell Brand mal einen Flug ins All für 170.000 Euro. Kurz, nachdem er auf ihre Kosten ein Glas Champagner in der Schwerelosigkeit geschlürft hatte, reichte er dennoch die Scheidung ein. Tja.

Ben Affleck, der alte Romantiker, schoss 2003 den Vogel ab, indem er seiner Verlobten Jennifer "The Butt" Lopez eine mit Diamanten besetzte Klobrille im Wert von 94.000 Euro schenkte. Heute spricht Affleck von der Beziehung als "das schrecklichste Jahr meines Lebens".

Wirre Idee - wackelige Beziehungen

Fast scheint es so: Je irrer die Geschenke der Stars, desto labiler ihre Ehen. Dann doch lieber in die Geschenke der lieben Kleinen investieren, so wie TV-Produzent Aaron Spelling, der seiner Tochter Tori eine Schneemaschine für 1,7 Mio. Dollar kaufte, damit sich das arme Kind im heißen Kalifornien an einer weißen Weihnacht erfreuen konnte.

Auch schlimm: Diese (selbst-)verliebten Pärchen, die sich zu jedem Anlass "Fan-Artikel" von sich selbst schenken. Das haben wir diesen Foto-Stationen in Drogeriemärkten zu verdanken. Dort kann man ja mittlerweile so gut wie alles von sich bedrucken lassen: Kaffeebecher, Bettwäsche, Unterhosen … Und dann ist man bei solchen Leuten zu Besuch und kriegt erstmal einen Schock, weil da über dem Sofa ein drei mal drei Meter großes "Gemälde" im Andy-Warhol-Stil (für Arme) hängt, auf dem die Turteltäubchen nackt zu sehen sind.

Auch Kanye West schenkte seiner Frau vor einigen Jahren mal eine handbemalte Birkin Bag von Hermés – mit einem Nacktporträt von Kim. Komischerweise, sah man das It-Girl nur wenige Male mit dem eigenwilligen Teil …

Die größten Enttäuschungen

Kleiner Tipp an alle, die noch unsicher sind, was sie "Schatzi" schenken sollen: Eine Umfrage ergab, dass die größten Enttäuschungen für Männer 1. Socken, 2. Einkaufsgutscheine und 3. Duschgel oder Rasierwasser sind. Frauen mögen keine Haushaltsgeräte, Einkaufsgutscheine oder Kosmetik unterm Weihnachtsbaum.

Dann lieber ein Beispiel am Plattenlabel von Lady Gaga nehmen, welches seinem "Zugpferd" dieses Jahr einen weißen Gaul (verkleidet als Einhorn) zu Weihnachten nach Hause lieferte.

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