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Klima-Daten: Wetterbilanz im März: Wo es am wärmsten war und wieso Berlin nicht so gut wegkommt

Der abgelaufene März wartete mit einem neuen Wetter-Rekord und viel Sonne auf, hatte allerdings auch seine Schattenseiten - die Bilanz.

bei gutem Wetter sitzen und liegen Menschen am Hamburger Elbstrand

Das März-Wetter hat mit seinen hohen Temperaturen die Menschen vielerorts ins Freie gelockt (hier am Elbstrand in Hamburg)

Das Wetter in Deutschland ist im März auf Rekordjagd gewesen. Was viele angesichts erster Grillabende schon vermutet haben, bestätigt jetzt der Deutsche Wetterdienst: Im abgelaufenen Monat gab es überdurchschnittlich viel Sonnenschein und er ist der wärmste März seit Beginn der Aufzeichnungen vor 136 Jahren gewesen!

Die Durchschnittstemperatur von 7,2 Grad ist um 0,2 Grad höher als die bisherigen Rekorde von 1938 und 1989. Am wärmsten ist es in Deutschland am 28. März in Andernach an Rhein mit 23 Grad gewesen, am kältesten am dritten im bayrischen Oberstdorf (-7,3 Grad). Betrachtet man die einzelnen Bundesländer, sticht Nordrhein-Westfalen mit 8,3 Grad Durchschnittstemperatur als Spitzenreiter heraus, Mecklenburg-Vorpommern ist mit 6,1 Grad das kälteste Bundesland gewesen.

Wetter im März: Warm und sonnig

Besonders schlecht hat es das Wetter im März auch mit Berlin gemeint: Die Hauptstadt ist das Bundesland mit den wenigsten Sonnenstunden (125) gewesen, dazu sind am 18. März schwere Sturmböen mit bis zu 102 Stundenkilometern über die Stadt gezogen, ein Mensch ist dabei gestorben. Erhebliche Schäden hat es auch in Kürnach bei Würzburg gegeben. Dort hat Anfang des Monats ein Tornado gewütet und mehr als 50 Häuser beschädigt.

Insgesamt liege der Monat im vom Wetterdienst erwarteten Trend des Klimawandels, so die Bilanz von Gerhard Adrian, Präsident der Behörde. Wer jetzt nochmal oder zum ersten Mal grillen möchte, sollte sich beeilen. Nur in den ersten April-Tagen soll es noch warm bleiben, bei Höchstwerten von bis zu 21 Grad, Mitte der kommenden Woche soll es schon wieder abkühlen.

Der Wetterdienst beobachtet das Wetter nach eigenen Angaben mit rund 2000 Messstation in der ganzen Bundesrepublik.



DPA