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Galápagos-Inseln: Neue Riesenschildkröten-Art entdeckt

Die Vielfalt der Galápagos-Schildkröten ist größer als gedacht: Genetiker haben nun eine neue Art identifiziert.

Gestatten: Chelonoidis donfaustoi

Gestatten: Chelonoidis donfaustoi

Auf den Galápagos-Inseln haben Biologen eine neue Art der Riesenschildkröten nachgewiesen. Genetische Studien zeigten, dass die Schildkröten auf der Insel Santa Cruz zu zwei verschiedenen Arten gehören. Das internationale Team um Adalgisa Caccone von der Yale University (New Haven, USA) stellt seine Ergebnisse im Fachjournal "PLOS ONE" vor. Bis jetzt war angenommen worden, dass alle Riesenschildkröten auf Santa Cruz zu der Art namens Chelonoidis porteri gehören. 

Die meisten der Riesenschildkröten leben im Südwesten der Insel. Die Forscher haben nun mit ihren genetischen Analysen festgestellt, dass die Tiere in einem kleinen Gebiet auf der Ostseite der Insel eine andere Art darstellen. Auch die Schädelform unterscheide sich, wie eine weitere Untersuchung ergeben habe. 

Tiere nach Wärter benannt

Die neue Art wurde Chelonoidis donfaustoi genannt. Damit ehrten die Wissenschaftler Fausto Llerena, den langjährigen Wärter der 2012 gestorbenen, weltbekannten Riesenschildkröte "Lonesome George". Das Tier gehörte zu den Schildkröten namens Chelonoidis abingdoni. 

"Die Identifizierung der neuen Art stärkt die Anstrengungen zum Schutz und zur Wiederherstellung der Schildkrötenbevölkerung im Osten der Insel Santa Cruz", sagte Caccone. Nach Auskunft der Studienautoren gibt es von den Riesenschildkröten im Südwesten der Insel 2000 bis 4000 Tiere, von der neuen Art im Westen aber nur schätzungsweise 250.

Die zu Ecuador gehörenden Galápagos-Inseln sind Welterbe der Unesco. Sie liegen rund 1000 Kilometer westlich der Küste des Landes.

car / DPA