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"Herschel" und "Planck": Flug der Superteleskope verläuft planmäßig

Seit gut 24 Stunden sind "Herschel "und "Planck" unterwegs. Der Flug der beiden Superteleskope verlaufe bis jetzt problemlos, meldet die europäische Weltraumbehörde. Ihren Einsatzort erreichen die Sonden allerdings erst in zwei Monaten. Bis dahin gibt es noch ein paar kritische Momente.

Einen Tag nach ihrem Bilderbuchstart sind die beiden europäischen Weltraumteleskope "Herschel" und "Planck" planmäßig auf Kurs zu ihrem Einsatzort. Der Flug beider Satelliten verlaufe problemlos, berichtete das europäische Raumflugkontrollzentrum Esoc in Darmstadt am Freitag. Alle Systeme sind demnach voll einsatzfähig, die Instrumente hätten erste Messdaten an die Bodenstation übermittelt. Die wissenschaftlichen Beobachtungen beginnen allerdings erst, nachdem die beiden Superteleskope in rund zwei Monaten ihren Einsatzort in 1,5 Millionen Kilometern Entfernung von der Erde erreicht haben werden.

Das Satellitentandem war am Donnerstag mit einer Ariane-5-Rakete vom Weltraumbahnhof Kourou in Südamerika ins All geschossen worden. Die europäische Raumfahrtagentur Esa veröffentlichte am Freitag Bilder von der erfolgreichen Trennung, die von "Herschels" Bordkamera aufgenommen worden waren. Bis die Wissenschaftler sich sicher sein können, dass alle hochkomplizierten Instrumente den Start ins Weltall gut überstanden haben, wird es noch einige Zeit dauern. "Der spannendste Moment in den nächsten Tagen wird das Anschalten des Kryostaten sein", sagte Esa-Programm-Manager Thomas Passvogel. Der Kryostat sorgt für die unverzichtbare Tiefkühlung. "Wenn das funktioniert, ist alles fantastisch."

Erster Blick ins All nach 35 Tagen

Rund 35 Tage nach dem Start will die Esa dann die Klappe über dem "Herschel"-Teleskop öffnen, so dass es zum ersten Mal ins All schauen kann. "Das ist ein anderer sehr kritischer Punkt", sagte Projekt-Wissenschaftler Göran Pilbratt. Bis die Observatorien eingestellt seien und routinemäßig arbeiten, werde es insgesamt rund sechs Monate dauern. Gezittert wird bis dahin auch noch im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das sich unter anderem um die Finanzierung der wissenschaftlichen Instrumente gekümmert hat. "Das sind Projekte, die an der Grenze von dem sind, was machbar ist", sagt DLR-Experte Eberhard Bachem.

"Herschel" ist das größte Weltraumteleskop, das bislang gestartet wurde. Mit ihm wollen die Astronomen unter anderem die ersten Sterne des Universums anvisieren und in die Staubkokons entstehender Sonnen spähen. "Planck" soll das "Echo des Urknalls" so genau vermessen wie nie zuvor. Diese mehr als 13 Milliarden Jahre alte Mikrowellenstrahlung gilt als das älteste Licht der Welt. Eingebrannt darin findet sich die Entwicklungsgeschichte des Weltalls.

Noch fliegen sie gemeinsam

Im Idealfall wird "Herschel" bis weit ins Jahr 2013 hinein Daten sammeln und damit die offizielle Lebensdauer von 3,5 Jahren deutlich überschreiten. "Wir rechnen damit, dass das flüssige Helium für die Kühlung der Instrumente mehr als vier Jahre hält", sagte Fred Tanner, der beim Raumfahrtkonzern EADS Astrium in Friedrichshafen für die Esa-Projekte zuständig ist. Die offiziell veranschlagten 3,5 Jahre seien lediglich die von Astrium garantierte Lebenszeit für die Superkühlung, ohne die die Instrumente an Bord nicht funktionieren können. Bis zu minus 271,5 Grad Celsius - weniger als zwei Grad über dem absoluten Nullpunkt - werden im Innern des Kryostaten herrschen.

Wenn die beiden europäischen Superteleskope in ihren endgültigen Umlaufbahnen angekommen sind, werden sie ein relativ einsames Dasein führen. "Beide Satelliten haben nur drei Stunden am Tag Kontakt zur Erde, 21 Stunden sind sie allein", sagte Passvogel. Auch wenn sie um denselben virtuellen Punkt kreisen sollen, werden sich "Herschel" und "Planck" bei ihrer Arbeit niemals in die Quere kommen, erläuterte der Programm-Manager. "Sie sind zigtausende Kilometer voneinander weg. Sie werden sich niemals wiedersehen."

DPA

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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