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Druckprobleme: ISS-Raumstation ist undicht

Ein seit Tagen anhaltender Druckverlust auf der Internationalen Raumstation (ISS) beunruhigt die beiden Astronauten an Bord. Bislang wurde allerdings vergeblich nach einem Leck gesucht.

Ein seit Tagen anhaltender Druckverlust auf der Internationalen Raumstation (ISS) beunruhigt die beiden Astronauten an Bord. Der US-Raumfahrer Michael Foale und sein russischer Kollege Alexander Kaleri hätten bislang vergeblich nach einem Leck gesucht, meldete die Agentur Itar-Tass am Dienstag unter Berufung auf die US-Flugleitzentrale. Der als gering bezeichnete Druckverlust sei einstweilen nicht als gefährlich einzustufen, hieß es.

Russische Medien brachten den Druckverlust mit einem Zwischenfall auf der ISS vor sechs Wochen in Verbindung. Am 27. November 2003 hatten die beiden Raumfahrer einen "metallischen Schlag" im russischen Modul vernommen. Bei einer Überprüfung der Außenwände der ISS mit ferngesteuerten Kameras seien keine Dellen entdeckt worden.

Feuer und Druckverlust gelten als die gefährlichsten Probleme auf einer Raumstation. Beide Astronauten haben bereits Erfahrung mit entschwindender Luft im All. An Bord der später aufgegebenen russischen Raumstation Mir musste Foale im Jahr 1997 ein Leck nach einem Feuer in der Sauerstoffanlage abdichten. Kaleri startete im April 2000 zur Mir, obwohl zuvor Probleme mit einem Druckverlust an Bord aufgetaucht waren.

Russische Raumfahrtspezialisten suchen nach den Ursachen für den allmählichen Druckabfall. Für die Besatzung, die beiden Raumfahrer Michael Foale und Alexander Kaleri, bestehe keine Gefahr, versicherte am Dienstag ein Sprecher der russischen Raumfahrtbehörde Rossawiakosmos, Konstantin Kreidenko.

Der Druckabfall wurde zuerst am 1. Januar festgestellt. Die Ursache sei wahrscheinlich ein winziges Leck in der Außenwand der Station, sagte Kreidenko. Foale und Kaleri befinden sich seit zweieinhalb Monaten auf der ISS. Sie sollen im April mit Hilfe einer russischen Kapsel zur Erde zurückkehren.