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Mars-Mission der Nasa: Rückkehr zum Roten Planeten

Der Rover "Curiosity" wird bald sein Ziel erreichen: den Mars. Mit Spannung begleiten Nasa-Experten die bislang teuerste und technisch ausgefeilteste Mars-Mission - und hoffen auf ein Zeichen von Leben.

Endspurt auf dem Weg zum Mars: Nach unvorstellbaren 570 Millionen Kilometern soll das High-Tech-Roboter-Fahrzeug "Curiosity" (Neugier) Anfang August den Roten Planeten erreichen. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa erwartet von ihrer 2,5 Milliarden Dollar (rund 1,9 Milliarden Euro) teuren neuesten Mission aufschlussreiche Daten und Bilder - und endlich eine Antwort auf die Frage, ob Leben auf dem Mars jemals möglich war oder sein wird. "Curiosity" ist dafür technisch um einiges ausgefeilter als beispielsweise seine Vorgänger "Spirit" und "Opportunity".

Rund einen Monat vor dem Großereignis herrscht bei der Nasa eine Mischung aus Vorfreude und Nervosität. "Seit Jahren bereiten wir eine erfolgreiche Landung von "Curiosity" vor und die Zeichen stehen gut", sagte Dave Lavery, Chef der Nasa-Mars-Missionen, kürzlich vor Journalisten in Washington. "Aber eine Landung auf dem Mars birgt immer Risiken, deswegen ist der Erfolg nicht garantiert."

Am 26. November 2011 war "Curiosity" an Bord einer Atlas-Rakete in Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet. Immer wieder haben die Ingenieure der Nasa in den vergangenen Wochen die Software der Rakete und ihres kapselartig verpackten Rovers von der Erde aus verbessert. Trotz der monatelangen Reise können sie die Landung des autogroßen und 900 Kilogramm schweren Rovers auf die Minute genau vorhersagen: Am Montag, dem 6. August, um 7.31 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit, soll "Curiosity" auf dem Mars ankommen.

Hoffen auf eine sanfte Landung

Auch den Landeplatz konnte die Nasa nach umfangreichen Tests in der US-amerikanischen Wüste immer weiter eingrenzen: Auf einem 7 mal 20 Kilometer großen und vergleichsweise flachen Gebiet im Gale-Krater nahe dem Äquator des Roten Planeten soll "Curiosity" aufsetzen - möglichst sanft. Weil der Rover aber erheblich schwerer ist als seine Vorgänger, musste sich die Raumfahrtbehörde ein bisher einmaliges und riskantes Landemanöver einfallen lassen: Mit Hilfe eines Fallschirms, Seilen und Korrekturdüsen soll "Curiosity" in mehreren Stufen auf dem Boden abgesetzt werden. Viel Spielraum gibt es nicht: Direkt neben dem Gale-Krater steigt ein Berg rund 5000 Meter in die Höhe, an dessen Hängen die sechsrädrige "Curiosity" zerschellen würde.

Den Gale-Krater hat die Nasa nicht zufällig ausgesucht. Gesteinsformationen und Sedimente am Grund deuten darauf hin, dass es hier einmal Wasser gegeben hat. Tief unter der Oberfläche könnten sich noch lebende Mikroben befinden. Für die Untersuchungen verfügt "Curiosity" unter anderem über einen Bohrer und einen Laser, der die chemische Zusammensetzung des Marsbodens in einem Radius von rund sechs Metern erfassen kann. Boden- und Gesteinsproben kann das Roboter-Fahrzeug zumindest teilweise direkt mit Instrumenten in seinem Inneren auswerten. "Spirit" und "Opportunity" konnten lediglich loses Gestein und lockeren Boden aufnehmen und auswerten, einen Bohrer besaßen sie nicht. Der Rover ist zudem mit zwei Kameras ausgestattet, die dreidimensionale Fotos und erstmals auch Videoaufnahmen vom Marsboden ermöglichen.

Ein Schuhschachtel-großes Strahlenmessgerät, das in Deutschland mitentwickelt wurde, liefert schon während des Fluges Daten über die Strahlung im All. Die Nasa hofft, dass die Forschungsergebnisse ihr bei der Planung bemannter Missionen zum Roten Planeten helfen.

Findet Curiosity Spuren von Leben?

Vom Gale-Krater aus soll "Curiosity" seine Erkundungsmission starten. Ein ganzes Mars-Jahr lang - also ungefähr zwei Jahre auf der Erde - soll der Rover über den Roten Planeten rollen. Rund 200 Meter kann er am Tag zurücklegen. "Spirit" und "Opportunity" waren nur auf eine Lebensdauer von 60 und 90 Tage angelegt gewesen, hatten diese aber beide überschritten.

Dass "Curiosity" mikrobielles Leben findet ist unwahrscheinlich, sagen die Nasa-Wissenschaftler. Aber irgendeine Form von Wasser mit mineralischen Ablagerungen - das könnte durchaus sein, sagt Mike Meyer, Chef-Forscher der "Curiosity"-Mission. "Wir wären außer uns vor Freude, wenn wir so etwas finden würden - und es würde eine Rückkehr begründen."

amt/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.