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Raumsonde "Rosetta": Harpunen-Test für erste Landung auf Kometen

Die Esa-Sonde "Rosetta" ist seit zehn Jahren zu ihrem Ziel-Kometen unterwegs. Das Minilabor "Philae" soll dort mit Hilfe einer Harpune verankert werden - ein erster Test auf der Erde verlief positiv.

Eine Kopie der Harpune der Landeeinheit "Philae" ist für einen Versuch auf einer Plattform montiert

Eine Kopie der Harpune der Landeeinheit "Philae" ist für einen Versuch auf einer Plattform montiert

Die Vorbereitungen zur ersten unbemannten Landung auf einem Kometen gehen in die Zielgerade. Ingenieure testeten am Dienstag in Oberpfaffenhofen bei München eine Harpune, mit der die Landeeinheit mit dem Minilabor "Philae" an dem Kometen "67P/Tschurjumow-Gerassimenko" verankert werden soll. Mit 90 Metern pro Sekunde jagte die Harpune in eine simulierte Kometenoberfläche aus Schaumbeton. "Im Prinzip hat es geklappt", sagte Stephan Ulamec, Projektleiter beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Die bei dem Versuch gewonnenen Daten wollen Fachleute vom DLR und Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) nun nutzen, um den im November geplanten Landevorgang zu optimieren.

Zehn Instrumente an Bord

"Philae" trägt zehn Instrumente an Bord, mit denen zum Beispiel die Beschaffenheit der Kometenoberfläche erfasst werden soll. Die Wissenschaftler erhoffen sich davon neue Erkenntnisse zur Entstehung unseres Sonnensystems und den Ursprüngen des Lebens.

Die Sonde "Rosetta" ist seit zehn Jahren im All unterwegs und soll den Kometen am 6. August erreichen. Dabei soll sie sich ihm auf bis zu 100 Kilometer nähern. Das mittransportierte Minilabor "Philae" soll dann im November darauf landen.

amt/DPA / DPA