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Shuttle-Start: Columbus muss noch warten

Zehn Jahre haben Planung und Bau des europäischen Weltraumlabors Columbus in Anspruch genommen, nun sollte alles schnell gehen. Doch jetzt verschob die Nasa den Start der Raumfähre Atlantis, an deren Bord Columbus zur ISS gelangen soll. Der Grund: ein Problem am Treibstofftank.

Der Start der US-Weltraumfähre Atlantis mit dem europäischen Weltraumlabor Columbus an Bord ist um 24 Stunden verschoben worden. Wegen technischer Probleme wird die Fähre voraussichtlich erst am Freitagnachmittag (Ortszeit) ins All abheben, sagte die Sprecherin der Europäischen Weltraumbehörde (ESA), Brigitte Kolmsee in Cape Canaveral. Ursprünglich war der Start für Donnerstag abend vorgesehen. Doch beim Betanken ergab sich ein Problem mit einem Sensor am Treibstofftank.

An Bord der Atlantis werden neben fünf US-Astronauten auch der deutsche Astronaut Hans Schlegel und sein französischer Kollege Léopold Eyharts in den Weltraum fliegen. Ziel der Fähre ist die internationale Raumstation ISS, an der das Labor angedockt werden soll.

Die Mission gilt als ein wichtiger Schritt für die europäische Raumfahrt. In dem Labor, das im wesentlichen in Bremen gebaut wurde, sollen zehn Jahre lang wissenschaftliche Untersuchungen in der Schwerelosigkeit unternommen werden. Es handelt sich um Untersuchungen auf dem Gebiet der Medizin, der Grundlagenphysik und der Materialforschung. Unter anderem sind medizinische Studien zum Knochen- und Muskelschwund geplant.

Das Labor hat 880 Millionen Euro gekostet. Zur Installation von Columbus sind mehrere Außeneinsätze der Astronauten geplant.

DPA / DPA
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