ALL-MISSION Solar-Raumschiff wird Wirklichkeit


Im Herbst dieses Jahres wollen die Planetary Society und die Cosmos Film-Studios das Projekt »Cosmos1« starten. Die »Low-Budget«-Mission wird von den Raumfahrtbehörden mitverfolgt werden.

Das Solar betriebene Raumschiff wird Wirklichkeit: Im Herbst dieses Jahres wollen die Planetary Society und die Cosmos Film-Studios das Projekt »Cosmos1« starten. Die »Low-Budget«-Mission wird von den Raumfahrtbehörden mitverfolgt werden. Das Raumschiff soll von einem russischen U-Boot mit einer Rakete in den Orbit geschossen werden. Wenn Cosmos1 mit dem solarbetriebenen Raumschiff funktioniert, wird die Raumfahrt definitiv billiger, berichtet BBC-online.

Angetrieben von Wind und Sonne

Das neue Raumschiff soll ähnlich wie Segelschiffe durch Wind angetrieben werden und Sonnenenergie als Antriebsenergie nutzen. Die Technologie arbeitet mit Hilfe von ultradünnen, spiegelähnlichen Solarsegeln, die das Sonnenlicht einfangen. In der Theorie sollen die Photonen die Energie an die Segel weiterleiten, die dann das Raumschiff antreiben. Science-Fiction-Fans träumen schon lange von einer solchen Art des Antriebs, denn mit herkömmlichen Treibstoffvorräten könne kein Raumschiff weiter als zum Mars fliegen, berichtet BBC. Solare Antriebe könnten die Raumschiffe aber wesentlich weiter reisen lassen.

Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA und die europäische Behörde ESA wollen »Cosmos1« genau mitverfolgen. Kritiker räumen ein, dass das Raumschiff zwar im All fliegen könnte, aber nur so weit, so weit das Sonnenlicht noch stark genug sei. Für eine Mission Richtung Jupiter könne diese Methode nicht verwendet werden. Die Projektleiter arbeiten aber daran, mit Laserstrahlen das Raumschiff auch zwischen entfernteren Sternen reisen zu lassen.

Auf dem Weg zu den Sternen

Cosmos1 wird sich nach dem Abschuss von der Trägerrakete lösen, die Sonnensegel öffnen und dann für einige Wochen oder Monate die Erde umkreisen. In ersten Versuchen hat das russische Raumschiff funktioniert. Maßgeblich an der Entwicklung beteiligt ist der ehemalige Nasa-Wissenschaftler Louis Friedman: »Diese Technologie kann uns zu den Sternen bringen.«


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