VG-Wort Pixel

Google Doodle für Emmy Noether Vorreiterin der Mathematik in Deutschland


Kreise, Zahlen, Gleichungen: Google widmet Emmy Noether, einer Vorreiterin der Mathematik in Deutschland, einen Doodle. Sie stoß im Leben oft auf Gegenwehr, weil sie Jüdin war - und eine Frau.

Das Portrait einer Frau mit zurückgebundenem Haar, hochgeschlossener Bluse und Fliege wird umrahmt von Kreisen, Zahlen und Gleichungen. Wo sonst nur der "Google"-Schriftzug zu sehen ist, macht heute ein Doodle auf den Geburtstag der deutschen Mathematikerin Emmy Noether aufmerksam. Als eine der ersten Frauen leistete sie grundlegende Beiträge für die Wissenschaft. Besonders die Theorie der Ringe, Körper und Algebren hat Noether vorangebracht.

Noether wurde 1882 geboren und wuchs in Erlangen als Tochter wohlhabender jüdischer Eltern auf. Ihr Vater Max hatte den Lehrstuhl für Mathematik an der städtischen Universität inne und legte damit wahrscheinlich den Grundstein für ihre Karriere. Ab 1903 war es Frauen schließlich erlaubt, in Bayern zu studieren und so konnte sich die 21-Jährige immatrikulieren. 1907 promovierte sie als zweite Frau überhaupt an einer deutschen Universität in Mathematik. Eine spätere Habilitation in Göttingen blieb ihr wegen ihres Geschlechts aber verwehrt. Später in der Weimarer Republik durften auch weibliche Wissenschaftlerinnen habilitieren und so wurde Emmy Noether 1919 die erste Mathematikprofessorin in Deutschland.

Eine neue Hürde sollte folgen. Das von den Nationalsozialisten Berufsbeamtengesetz ermöglichte den Machthabern, jüdische oder politisch untragbare Beamte aus dem Dienst zu nehmen. So traf es auch Emmy Noether, die deshalb in die USA emigrierte. Wegen eines Tumors musste sich die Mathematikerin 1935 operieren lassen und verstarb an den Komplikationen bei der OP.

awö

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker